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Aktuelle Projekte Stadt und Land im Fluss

Themenfelder:

Wie können wir dem Klimawandel in unserer Stadt trotzen? Im Projekt „Stadt und Land im Fluss“ sammeln wir sowohl leicht umsetzbare als auch verrückte Ideen, wie jeder und jede von uns mit den spürbaren Auswirkungen des Klimawandels – sprich: Hitze- und Trockenperioden, Starkregen, Zunahme von Pollen etc. – umgehen kann. Wir wollen wissen, welche Aktivitäten es zur Anpassung an den Klimawandel schon gibt und welche wir uns für die Zukunft wünschen.

Dabei sind der Phantasie erst einmal keine Grenzen gesetzt: Von technischen Lösungen, zum Beispiel bei Flusshochwasser, über die Pflanzung klimaangepasster Bäume und grüner Stadtoasen bis hin zu einfachen Verhaltensänderungen ist alles denkbar. In dem Projekt „Stadt und Land im Fluss“ wollen wir erste Schritte gehen, diese Ideen umzusetzen.

Um möglichst viel Wissen zu bündeln und neue Lösungswege zu finden, arbeiten Wissenschaftler/innen, Kommunalverwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger das ganze Projekt über eng zusammen. Wer Interesse hat mitzumachen, hat jederzeit die Chance einzusteigen und auch wieder auszusteigen, wenn es zeitlich nicht mehr passt. Feste Partner des WILA Bonn sind die Geographischen Institute an den Unis in Bonn und Bochum sowie die Städte Bonn und Gelsenkirchen. Alle anderen sind sowohl punktuell als auch langfristig herzlich willkommen, um ihre Ideen, ihre Fragen oder auch ihre Erfahrungen einzubringen!

Klimalandschaften in NRW erfassen

Was sind „Klimalandschaften“? Um diese Frage zu beantworten, erweitern wir unsere räumliche und zeitliche Perspektive über den Alltagsgebrauch hinaus. Räumlich nutzen wir die Vogelperspektive, sogar die Satellitenperspektive, und werfen einen Blick auf Wälder, Flüsse, Vorstädte, Stadtzentren etc. in ganz Nordrhein-Westfalen. Zeitlich verbinden wir die Satellitenbilder der Vergangenheit mit denen der Gegenwart und können damit „Hot-Spots“ der Landschaftsentwicklung ausmachen: Städte dehnen ihre versiegelte Fläche aus, Flüsse verlieren ihre Auen, Weiden werden zu Äckern oder Neubaugebieten. Das alles macht uns verletzlicher gegenüber dem Klimawandel.

Satellitenbild ZFL Uni Bonn webKlimaworkshop WILA web

Gleichzeitig wollen wir wissen: Wer ist in Bonn schon aktiv und macht sich und die Stadt fit für den Klimawandel? Mit diesen Akteuren möchten wir lokale Ideen weiterentwickeln und in die Breite tragen. Dabei setzen wir auf Veranstaltungsformate wie Crowd-Mapping, Seminare, Exkursionen und lokale Info-Points.

Ideen auch für andere Städte

Wenn die Datengrundlage bezogen auf die Situation vor Ort erst einmal geschaffen ist und lokale Besonderheiten erfasst sind, geht es daran, Wechselwirkungen zu hinterfragen: Wie lässt sich beispielsweise eine Abkühlung überhitzter Innenstadtluft im Sommer verbessern? Inwiefern bieten in diesem Fall helle Hausfassaden, begrünte Plätze oder Gewässer Lösungen an? Um die wirkungsvollsten Ideen zu entwickeln, wie wir dem Klimawandel begegnen können, wird auch der Blick auf die Ökosystemleistungen der verschiedenen Flächentypen nicht fehlen. Denn gerade dort, wo Fläche knapp ist, macht es Sinn, sie optimal zu nutzen.

Neben kleineren Veranstaltungen wird eine „Summer School“ mit Studierenden, Schüler/innen und anderen Interessierten dazu beitragen, uns anhand verschiedener Szenarien unsere Zukunft in einer klimaangepassten Stadt auszumalen. Aus der Summer School heraus wird eine „Klimalandschaft 2030“ modelliert und im Anschluss mit Lokalpolitikerinnen und -politikern diskutiert. Auch wenn es um stadtspezifischeLösungen geht, bieten insbesondere die thematischen „Hot-Spots“, wie Innenstädte, Flussauen, Gewerbegebiete etc., Ansatzpunkte für einen aktiven Transfer in andere Städte.

Lust auf Veränderung

In drei Jahren Projektlaufzeit können nicht alle Maßnahmen fertig umgesetzt werden, daher geht es uns neben der praktischen Umsetzung auch darum, Handlungsleitlinien zu entwickeln, die das Projekt überdauern. Diese werden eingerahmt von einem Aktionsplan mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen, die von vielfältigen Akteuren umgesetzt werden können. Es gibt Maßnahmen, für die braucht es das Votum der Politik und die Kompetenz der Stadtverwaltung. Für andere braucht es engagierte Unternehmer/innen oder Verbandsvertreter/innen. Für wieder andere braucht es nur gesunden Menschenverstand und die Lust, etwas im eigenen Umfeld zu verändern.

Insgesamt ist es das Zusammenspiel der verschiedenen Aktivitäten, die den Gewinn für das Zusammenleben in der Stadt insgesamt ausmachen. Und so möchten wir übertragbare Kooperationsformate erproben und einzelne Module aus dem Projekt „Stadt und Land im Fluss“ so weiterentwickeln, dass sie nicht nur in Bonn und Gelsenkirchen, sondern auch in anderen Städten nutzbar sind.

Projektpartner:

Logo Stadt BonnLogo Uni BochumLogo Uni Bonn

Stadt Gelsenkirchen

 

Förderung:

bmub logo gefoerdert de

Projektträger:

PTJ Logo

Gefördert im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS)