Kostenloser Podcast für Initiativen aus und um Bonn

Franziska Böhm
Im Rahmen des Projektes „Warum tue ich, was ich tue?“ bietet der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn Engagierten aus bis zu fünf ehrenamtlichen Initiativen die Möglichkeit, mit professioneller Unterstützung eine Audio-Reportage über ihr Ehrenamt im Bereich Nachhaltigkeit zu gestalten.
Im Rahmen eines Workshops lernen die Engagierten die technische Seite des Podcastens und Interviewtechniken kennen, erstellen gemeinsam das Konzept und setzen es mit professioneller Unterstützung so um, dass sie den Podcast für ihre Öffentlichkeitsarbeit oder zur Gewinnung von weiteren ehrenamtlich Engagierten nutzen können.
Dabei ist der partizipative Ansatz besonders wichtig: Die Teilnehmenden bestimmen und gestalten Konzept und Inhalte, und der WILA Bonn unterstützt fachlich.
Zur Teilnahme sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, nur die Lust, gemeinsam mit anderen das Podcasting zu lernen und zu gestalten, um das eigene Engagement sichtbar zu machen.
Info-Veranstaltung am 20.02.
Um sich für das Angebot anzumelden, schicken Interessierte eine E-Mail an Antje.Lembach@wilabonn.de und beschreiben kurz ihre ehrenamtliche Initiative und warum sie Interesse haben.
Zum gegenseitigen Kennenlernen können sie auch zur Infoveranstaltung kommen, die am 20.02.25 von 19:00-20:00 Uhr an folgendem Ort stattfindet:
Wissenschaftsladen Bonn e. V.
Reuterstr. 157
53113 Bonn
Über das Projekt
Gefördert wird „Warum tue ich, was ich tue?“ vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW über den Innovationsfonds NRW. Das Projekt läuft bis Dezember 2025.

Kontakt beim WILA Bonn:
Antje Lembach
0228/20161-30
antje.lembach@wilabonn.de
Idee – und wie: Flexibles Weiterbildungskonzept für ehrenamtliches Engagement jetzt verfügbar

Franziska Böhm
Was unterstützt ehrenamtliche Initiativen dabei, langfristig erfolgreich zu arbeiten? Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn hat gemeinsam mit Ehrenamtlichen ein flexibles Weiterbildungskonzept zur Unterstützung entwickelt – nach den Kriterien von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Der Bericht steht nun kostenlos zur Verfügung.
Die Idee hinter „Idee – und wie?!“: Engagierte Initiativen mit Fortbildungen zu unterstützen, die genau auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind, damit sie sich nachhaltig aufstellen können. Wollen sie z. B. ihre Idee konkretisieren? Oder erarbeiten, wie sie neue Mitglieder gewinnen? Im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurde gemeinsam mit den Ehrenamtlichen die konkrete Seminarplanung vorgenommen. Dies bedeutet ein neues Vorgehen in der Bildungsplanung, weil üblicherweise Teilnehmende für feste Angebote gesucht werden. Dieses Mal haben die Teilnehmenden die Angebote selbst mitentwickelt.
Maßgeschneiderte Fortbildungen für Ehrenamtliche aus Bonn und Umgebung
Für diesen Prozess wurden ehrenamtliche Initiativen, die nachhaltige Ziele verfolgen und aus der Region Bonn kommen, ausgewählt. Sechs Gruppen mit insgesamt ca. 40 Mitgliedern konzipierten gemeinsam mit dem WILA Bonn die für sie passenden Fortbildungen und erhielten damit bedarfsgerechte Unterstützung. Während dieses Prozesses identifizierte das Projektteam außerdem Faktoren dafür, wie eine solches Fortbildungsmodell auch in anderen Einrichtungen oder mit anderen Gruppen funktionieren kann.
Flexibilität auf allen Seiten gefragt
Einer der Gelingensfaktoren: Flexibilität. Denn es zeigte sich im Projekt, wie schnell sich Fragen und Bedarfe in einer agilen Gruppe ändern können. Eine Empfehlung des Projektes lautet daher, bei solchen Veranstaltungsformaten Zeit zum Nachjustieren einzuplanen, wenn die Workshops zeitlich weiter auseinander liegen. Ebenfalls sollte die Referentin oder der Referent in der Vorbereitung und in der Durchführung ihres Workshops auf die zum Teil veränderte Situation seit dem Bedarfsworkshop eingehen können.
Bericht nun zum Download verfügbar
Den Erfahrungsbericht mit Gelingensfaktoren gibt es nun auf der Website des WILA Bonn zum Download. Ebenfalls hat das Projekt einen Feature-Podcast entwickelt und erprobt, der Studiogespräch, Bericht und Originaltöne der über 18 Beteiligten kombiniert.
Über das Projekt
Das Projekt Von der Idee zur Tat – Flexibles Bildungsangebot für gelingendes Engagement „Idee – und wie?!“ wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft über den Innovationsfonds NRW gefördert. Kooperationspartner war die VHS Bonn.
Weitere Informationen
Bericht zum Download
Feature-Podcast
Kontakt beim WILA Bonn
Carola Lehmann
0228/201 61.42
carola.lehmann@wilabonn.de
Tausende Gärten – Tausende Arten. Grüne Oasen, einheimische Tiere und Pflanzen!

Franziska Böhm
Kann man Tiere pflanzen? „Ja“, sagen Naturgarten-Expert*innen. Denn sie wissen: Einheimische Wildpflanzen in Gärten, auf Balkonen und an öffentlichen Plätzen bieten Nahrung und Lebensräume für Arten wie Wildbienen und Schmetterlinge. Nichtsdestotrotz bepflanzt bisher nur eine kleine Minderheit ihre Gärten mit solchen Pflanzen. Mit dem Projekt „Tausende Gärten – Tausende Arten“ soll eine breite naturnahe Gartenbewegung angestoßen werden. Dafür baut der WILA Bonn gemeinsam mit Kooperationspartnern wie der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 und dem Naturgarten e.V. ein Netzwerk auf. Von Gärtnereien, Saatgutbetrieben und Gartencentern über erfahrene Naturgärtnerinnen bishin zu interessierten Bürger*innen sind alle aufgerufen und eingeladen sich zu beteiligen!
Tausende Gärten setzt damit an den zwei Stolpersteinen an, die einer großen Verbreitung tierfreundlicher Bepflanzung bisher im Weg stehen: Fehlende Kompetenzen und fehlende Möglichkeiten. Gartenliebhaberinnen und – Liebhaber wissen oft nicht, welche Pflanzen überhaupt die Artenvielfalt fördern und wie sie solche Gärten pflegen sollten. Denn so bunt exotische Pflanzen wie Geranie oder Forsythie vielleicht im Garten blühen und Hobbygärtner*innen erst einmal erfreuen: Tiere können sie im Gegensatz zu einheimischen Sorten oft nicht fressen oder verwerten. Andererseits gibt es erst sehr wenige Betriebe, die Wildpflanzen aus Deutschland oder Mitteleuropa produzieren oder vertreiben.
Starke Netzwerke für Naturgärten und Saatgutproduktion
Um diese Wissens- und Handlungslücken zu schließen, konzentrieren sich die Verantwortlichen im Projekt auf verschiedene Bereiche: Zum einen gründen sie ein Netzwerk aus Saatgutbetrieben, Gärtnereien, Baumschulen und Gartenmärkten und entwickeln Pflanzenstartersets und Saatgutmischungen. So können sie den wachsenden Markt naturnaher Gestaltung überhaupt erst bedienen. Und sie können auch diejenigen erreichen, die beim Saisonkauf im Gartenmarkt bereit sind, mal etwas Neues auszuprobieren. Außerdem soll eine Online-Plattform entstehen, die es der entstehenden Community ermöglicht, ihr Wissen zu teilen und auf diese Weise voneinander lernen und profitieren. Die Webseite ist seit Juli 2020 online. Einsteiger*innen und erfahrene Naturgärtner*innen können sich dort kostenlos registrieren.
Bürger*innen für Artenvielfalt begeistern, Wissen vermitteln
Menschen für naturnahe Gartengestaltung und Biologische Vielfalt zu begeistern und sie dabei zu unterstützen, Wissen aufzubauen – auch das ist ein Ziel von „1000 Gärten“. Die Projektpartner bereiten dazu bereits vorhandenes Material zu naturnahen Gärten und naturnahem Gärtnern auf und schaffen neue Inhalte. Das reicht von Hintergrundinformationen über Kampagnenpostkarten, Filmen und Blogs bis hin zu Workshops. Außerdem werden naturnah gestaltete Gärten von Expert*innen ausgezeichnet. Bewerber*innen können sich auf Bronze, Silber oder Gold freuen. Dies soll andere ermutigen, ebenfalls naturnah zu bepflanzen oder sich dafür stark zu machen – und dafür sorgen, dass Wildpflanzen in Gärten, Parks und Flächen aller Art zum Mainstream werden.
Vernetzung zur Zivilgesellschaft
Der WILA Bonn aktiviert im Projekt bestehende Verbindungen zu Initiativen, Vereinen und Bündnissen, um gemeinsame Aktionen zu starten und Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner für die Kampagne zu gewinnen. Außerdem kümmert er sich darum, dass das spezifische naturgärtnerische Know-how, das deutschlandweit bei Einzelpersonen, zertifizierten Fachbetrieben oder ehrenamtlich engagierten regionalen Gruppen besteht, in die Kampagne einbezogen und einer breiten Bevölkerungsgruppe zugänglich gemacht wird. Dazu erstellt er z. B. Bildungsmaterialien und schult intern die Verbundpartner.
Projektüberblick
| Laufzeit: | Dezember 2019 – Dezember 2025 |
| Förderer: | Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Förderbereich Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt |
SDGs

Ansprechpartner*innen
Andrea Muno-Lindenau (Teilprojektleitung)
(02 28) 201 61-13
andrea.muno-lindenau@wilabonn.de
Bernd Assenmacher (Prämierung)
(02 28) 201 61-49
bernd.assenmacher@wilabonn.de
Projektkoordination
Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.
Webseite des Projektes
Projektpartner

Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.
Bettina de la Chevallerie
Projektleitung
(0 30) 280 934 25
b.chevallerie@dgg1822.de
Angela Koslowski
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(0 30) 30 246 303 74
a.koslowski@dgg1822.de
Stefan Schuller
Aufbau Netzwerk Gärtnereien, Gartenmärkte
(0 30) 30 246 303 74
s.schuller@dgg1822.de

tippingpoints GmbH
Andrees Dolega
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
(0 30) 2325626 – 33
andrees.dolega@tippingpoints.de
Christiane Bethke
Webseite
(02 28) 98585-10
Christiane.Bethke@tippingpoints.de

Naturgarten e.V. (Naturgarten-Expertise)
(0228) 299 71300
geschaeftsstelle@naturgarten.org
Calluna-Pflanzenpakete
www.calluna-naturgarten.de
Förderer

In der Freizeit wirkungsvoll engagieren – neuer Podcast gibt Tipps

Franziska Böhm
Initiativen aus Bonn und Umgebung berichten in einer neuen Podcast-Folge des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn, wie es ihnen gelingt, sich ehrenamtlich für Nachhaltigkeit einzusetzen.
Ob für mehr Grün in der Nachbarschaft oder das „Gute Leben“ in der Stadt: Viele Menschen setzen sich ehrenamtlich für nachhaltige Ziele in ihrem Wohnumfeld ein. Mit tollen Ideen und viel Elan, und gleichzeitig mit aufkommenden Fragen: Wie einigen wir uns in unserer noch jungen ehrenamtlichen Initiative auf gemeinsame Ziele? Wie koordinieren wir Leitung, ohne Hierarchien zu etablieren? Wie gehen wir damit um, wenn unsere Ziele groß und unsere Ressourcen begrenzt sind? Diese und ähnliche Fragen beantwortet eine neue Podcast-Folge des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn für Ehrenamtliche und Menschen im Bildungsbereich.
Expert*innen fürs eigene Engagement
Es sind die Fragen und auch die erarbeiteten Antworten der fünf ehrenamtlichen Initiativen aus Bonn und Umgebung, die das WILA-Projekt „Idee – und wie?!“ dieses Jahr mit maßgeschneiderten Fortbildungen unterstützt hat. Durch das Projekt hindurch haben Mitarbeiterinnen des WILA Bonn die Initiativen mit dem Mikrofon begleitet, Statements aufgezeichnet und daraus eine Podcast-Folge im Rahmen des WILA-Podcasts „Vom Wissen zum Handeln – und umgekehrt“ gemacht. Die Ehrenamtlichen sind also Expert*innen in der Folge und erklären, welche Ansätze sie für sich entwickelt haben, damit ihre Vorhaben nicht im Sande verlaufen. Dafür wurde im Projekt das Format des Feature-Podcasts entwickelt und erprobt, das Studiogespräch, Bericht und Originaltöne der über 18 Beteiligten kombiniert.
Ehrenamtliche bei ihrem Engagement begleiten – mit maßgeschneiderten Fortbildungen
„Idee – und wie?!“ wollte nicht nur eine einmalige Fortbildungsmöglichkeit für Ehrenamtliche bieten, sondern auch modellhaft erarbeiten, wie maßgeschneiderte, interaktiv gestaltete Fortbildungen für Ehrenamtliche und ihre Ideen aussehen können, die so auch den Kriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gerecht werden. Carola Lehmann und Monika Konigorski vom Projektteam des WILA Bonn ergänzen die Statements in der Folge daher im Gespräch mit Moderatorin Franziska Böhm mit Berichten aus den Fortbildungen und eigenen Learnings zur Koordination eines flexiblen, maßgeschneiderten Fortbildungsangebotes.
„Idee – und wie?!“ will nicht nur eine einmalige Fortbildungsmöglichkeit für Ehrenamtliche bieten, sondern auch modellhaft erarbeiten, wie maßgeschneiderte, und nach BNE-Kriterien interaktiv gestaltete Fortbildungen für Ehrenamtliche und ihre Ideen aussehen können. Die Gelingensfaktoren werden in einem Bericht veröffentlicht, so dass auch andere Weiterbildungseinrichtungen dazu Zugang haben. Zusätzlich entsteht aus Audiointerviews und -mitschnitten eine Podcastfolge, die andere an dem Prozess teilhaben lässt und dazu ermutigen soll, selbst aktiv zu werden.
Über das Projekt
Das Projekt „Idee – und wie?!“ wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft über den Innovationsfonds NRW gefördert.
Weitere Informationen:
Alternativ gibt es die Folge „In der Freizeit nachhaltige Veränderungen anstoßen – wie flexible Weiterbildung für ehrenamtliche Initiativen gelingen kann“ auch auf anderen gängigen Kanälen für Podcasts wie Spotify oder Apple Podcasts.
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:
Monika Konigorski
0228/20161-0
monika.konigorski@wilabonn.de
Erste Kindertagespflegestellen als „nachhaltig“ ausgezeichnet
Franziska Böhm
Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn hat erstmals die Auszeichnung „Nachhaltige Kindertagespflege“ verliehen: Sechs Kindertagespflegepersonen – darunter vier aus Bonn – haben in den vergangenen Wochen ihre Plaketten und Urkunden erhalten. Zuvor hatten sie erfolgreich zwei Online-BNE-Workshops beim WILA besucht und eigene Ideen zu drei unterschiedlichen nachhaltigen Schwerpunkten in der eigenen Kindertagespflegestelle verwirklicht und dokumentiert.
Die sechs erfolgreichen Teilnehmerinnen zeigen, dass es auch mit den Allerkleinsten möglich ist, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu vermitteln und Nachhaltigkeit zu leben. Gemeinsam mit den Kindern Müll zu trennen und zu vermeiden, Dinge wiederzuverwenden oder zu reparieren, Gemüse anzupflanzen, Vögel zu beobachten oder kleine Experimente zu machen – wie facettenreich nachhaltige Entwicklung ist, wird bei den eingereichten Praxisbeispielen deutlich. Auch die Eltern wurden von den Kindertagespflegepersonen von Anfang an bewusst mit einbezogen und adressiert.
Für die Kindertagespflege wird das Projekt vom Wissenschaftsladen (WILA) Bonn in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Bonn durchgeführt. Die Teilnehmenden aus Bonn können sich die Workshops als Fortbildung anrechnen lassen. Im Februar startet der nächste Durchgang.
Gefördert wird das Projekt „Nachhaltige Kita, nachhaltige Kindertagespflege“ durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Angebot richtet sich an Kindertagespflegepersonen und – schon seit einigen Jahren – an Kitas. Für letztere startet der nächste Kurs im Januar.
Weitere Informationen
Mehr zu den Teilnahmebedingungen, zu Praxisbeispielen und Anregungen unter nachhaltige-kita.info.
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn
Annika Voßen
0228 201 61-0
annika.vossen@wilabonn.de
Prozirkulär: Kommunales Bauen zirkulär denken

Franziska Böhm
Damit auch beim kommunalen Bauen Rohstoffe wieder zurück in die Produktionskette gelangen und weniger Abfälle entstehen, müssen unterschiedliche Fachbereiche gemeinsam neue Abläufe für das Bauen entwickeln. Das Projekt „ProZirkulär ‒ Kommunales Bauen: Prozessketten zirkulär denken“ bringt diejenigen zusammen, die am Planen und Bauen beteiligt sind. In einem Reallabor erproben sie gemeinsam neue Routinen, die zirkuläres Handeln ermöglichen.
Ob Architekt*in, Planungsbüro, Gebäudemanagement, kommunale Eigenbetriebe, Finanzen: Wenn eine Kommune bauen oder sanieren will, dann muss sie viele Menschen beteiligen – sowohl innerhalb der Kommunalverwaltung als auch aus dem Bausektor. Dies trifft noch einmal mehr zu, wenn sie zirkulär bauen will, sprich Rohstoffe wiederverwenden, Abfälle vermeiden und Materialien lange nutzbar machen will. Denn dieser Ansatz ist noch relativ neu und es gibt daher innerhalb von Verwaltungen dafür noch keine festen Abläufe. Das Projekt „ProZirkulär ‒ Kommunales Bauen: Prozessketten zirkulär denken“ will diese kommunalen Entscheidungs- und Planungsprozesse für den Kreis Lippe betrachten, analysieren und weiterentwickeln, um die Grundlagen dafür zu schaffen, zirkulär in Kommunen bauen zu können.
Kriterien und Anforderungen entwickeln
Dabei setzt ProZirkulär bei den wesentlichen Personen und Schnittstellen an: den Zuständigen für Planung, Genehmigung, Ausführung, Produktion und bei Entscheider*innen. Das Projekt identifiziert die Zuständigen und führt Gespräche und Interviews. Die gemeinsamen Verbundpartner aus Kommune, Forschung und Wissenschaftstransfer – der Kreis Lippe, das Institut für Energieforschung der Technischen Hochschule-Ostwestfalen und der Wissenschaftsladen Bonn e.V. – entwickeln basierend darauf Kriterien und Anforderungen, evaluieren diese mit den identifizierten Expert*innen und übertragen sie in ein allgemein gültiges Prozessmodell.
Berufskolleg in Detmold als Reallabor
Um zu testen, ob dieses Prozessmodell in der Praxis auch funktioniert und ggf. weitere Erkenntnisse zu gewinnen, richtet das Projekt dann in einem nächsten Schritt ein sogenanntes Reallabor ein. Mit dem Begriff bezeichnet man die zeitlich begrenzte Einrichtung einer Art ‚Testballon‘, um praktisch zu erproben und zu erforschen, wie man eine gesellschaftliche Veränderung angehen kann. Das Reallabor des Projektes ist ein Bildungsbau des Kreises Lippe. Dieser ist noch aus den 1970er Jahren und soll nach zirkulären Kriterien saniert oder neu gebaut werden. Das Projekt wird diesen Prozess begleiten, die aus dem Reallabor gewonnenen Erkenntnisse publizieren und über bestehende Netzwerke und Online-Plattformen veröffentlichen sowie in Beratungsformate für Kommunen übersetzen.
Einzigartiges Konsortium
Initiiert wurde der Projektansatz von „Lippe zirkulär“ mit Geschäftsstelle im Kreis Lippe. Das derzeit deutschlandweit einzigartige Konsortium vereint über 30 lokale und regionale Akteur*innen und Netzwerke aus Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung sowie kommunaler Politik und Verwaltung. Der Kreis Lippe formuliert in seinem Zukunftskonzept 2025 explizit das Initiieren und Unterstützen einer Circular Economy mit konkreten Anwendungsfällen – insbesondere in der öffentlichen Verwaltung.
Aufgaben und Erfahrungen des WILA Bonn
Der WILA Bonn verantwortet im Projekt das Reallabor. Hierfür wird der WILA Bonn Veranstaltungen mit Bauunternehmen, Architekt*innen, Schulleitung, Lehrer*innen und allen anderen Beteiligten an der Sanierung des Berufskollegs durchführen. Dabei wird der WILA Bonn kontinuierlich Fragestellungen und Handlungsideen der beteiligten Personen identifizieren, die den weiteren Forschungsprozess im Projekt beeinflussen. Er wird passgenaue Bildungs- und Beratungsformate entwickeln, die in eine abschließende Handreichung für Kommunen einfließen. Hierfür kann der WILA Bonn sowohl auf Erfahrungen aus dem CitizenLab sowie aus seinen Stadtentwicklungsprojekten zurückgreifen.
Projektüberblick
| Laufzeit: | Juli 2024 – Juni 2027 |
| Förderer: | Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Zukunft Bau Forschungsförderung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) |
SDGs

Ansprechpartner
Gerald Knauf
(0228) 20161-21
gerald.knauf@wilabonn.de
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Transferplattform Zirkuläres Bau-Wissen für Kommunen, Planende, Bauherren und Entscheider*innen
Roadmap Zirkuläres Bauen für den Kreis Lippe
Zirkuläre Impulse
Projektpartner

Dieses Projekt wurde gefördert vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aus Mitteln der Zukunft Bau Forschungsförderung.
WILA Bonn feiert Jubiläum: Menschen zum Handeln bewegen seit 40 Jahren

Franziska Böhm
Am 13. August wird der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn 40 Jahre alt. Mit seinen Beteiligungskonzepten bringt der Bonner Verein seit 1984 Menschen aus der (Zivil-)Gesellschaft, Wissenschaft, Kommunalverwaltungen und dem Bildungsbereich gemeinsam ins Handeln – und entwickelt damit innovative Lösungsansätze zur Bewältigung großer Herausforderungen unserer Zeit.
Ob Klimawandel oder Artensterben: Die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit sind so komplex, dass viele Menschen zusammen anpacken müssen. Dr. Anke Valentin, eine von zwei geschäftsführenden Vorsitzenden des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn: „Gemeinsam gestalten ist das, wofür der WILA Bonn seit 1984 steht: Wir möchten Menschen – gerade auch mit unterschiedlichen Hintergründen, Wissen und Erfahrungen – ermutigen und dafür kompetenter machen, gemeinsam Handlungsoptionen zu entwickeln und damit zum gesellschaftlichen Wandel beitragen.“
Empörung darüber, dass Wissenschaft im Elfenbeinturm betrieben wurde und „normale“ Menschen davon nichts hatten, war 1984 der Impuls für eine Handvoll Studierende und Wissenschaftler*innen, den Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e.V. zu gründen. Die Vision: Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam ins Denken und Handeln zu bringen – Hand in Hand und auf Augenhöhe.
Lösungen für nachhaltigere Städte
Diese Idee hat seit der Gründung nichts an Aktualität verloren, sich im Laufe der Zeit aber noch erweitert. Während es in den ersten Jahren vor allem darum ging, wissenschaftliche Ergebnisse für Bürgerinnen und Bürger verfügbar zu machen, bringt der WILA Bonn heutzutage Menschen aus ganz verschiedenen Zielgruppen zusammen, um gemeinsam Lösungen für nachhaltigere Städte, die Bewältigung des Klimawandels oder eine Bildung für nachhaltige Entwicklung zu entwickeln – und sie bei der Umsetzung zu unterstützen.
Was abstrakt klingt, ist in den Projekten ganz konkret: Da geht es darum, in Bonn mit Studierenden zwei Flächen so umzugestalten, dass sie neben Erholungswert auch Lebensraum und Futter für Tiere bieten und so die Biologische Vielfalt stärken. In einem anderen Projekt erarbeitet der WILA Bonn gemeinsam mit Partner*innen in fünfzehn europäischen Ländern, wie das Thema Bodengesundheit besser in Unterricht und Forschung Eingang findet und entwickelt Kurse. Da baut der WILA Bonn bundesweit Netzwerke für die Berufsorientierung im Bereich Umwelt- und Klimaschutz auf.
Gemeinsam gestalten von Anfang an
30 Mitarbeitende bearbeiten derzeit rund 18 Projekte und Aufträge. Die Projekte werden vor allem von der EU, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesumweltministerium, aber auch Stiftungen oder Kommunen gefördert. Damit der ist WILA Bonn der größte Wissenschaftsladen der Welt. Diese wachsende Bedeutung hat auch damit zu tun, dass sich Menschen beim WILA Bonn schon von Anfang an bei Projekten, Veranstaltungen oder Kursen einbringen können.
Gerald Knauf, ebenfalls geschäftsführender Vorsitzender des WILA Bonn: „In unseren Projekten diskutieren die Beteiligten, was sie bewegt, wie sie selbst leben wollen, welche Kompetenzen sie dafür erarbeiten möchten. Diese Ausrichtung an den eigenen, konkreten Bedürfnissen und Wünschen motiviert sie dazu, die gewonnen Erkenntnisse im eigenen Umfeld auch umzusetzen, ins nachhaltige Handeln zu kommen.“
Bundesweit ausgezeichnet
Die gesellschaftliche Bedeutung dieses partizipativen Ansatzes zeigt sich auch an den Auszeichnungen, die der WILA Bonn durch die Jahre erhalten hat. Seit 2016 ist der WILA Bonn ein „Ort des Fortschritts“, seit 2023 zertifiziert als eine „Einrichtung Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW“. Mit der „UN-Dekade für Biologische Vielfalt 2019“, dem „ZeitzeicheN 2020“, dem „Anerkennungspreis European Award for Ecological Gardening“ und dem „DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2022“ erhielt er für seine „PikoParks“ gleich vier große Auszeichnungen. Dabei handelt es sich um kleine naturnahe Parks, die Mieter*innen gemeinsam mit Wohnungsbauunternehmen und Expert*innen gestalten und so Erholungs- und Begegnungsräume für sich und zugleich Lebensräume für Insekten und Kleintiere schaffen. Für sein Computerspiel für eine gendergerechte Berufsorientierung „Serena Supergreen“ gab es fünf große Preise.
Eine Bonner Institution mit internationalen Netzwerken
Auch wenn die Projekte des WILA Bonn häufig einen bundesweiten oder sogar internationalen Bezug haben, kommen die Wurzeln des Vereins in der Bonner Region weiter zum Tragen: durch das Bildungszentrum, das Kurse zu Berufsorientierung und beruflicher und persönlicher Weiterentwicklung anbietet, durch die Grüne Spielstadt, die Natur und Kunst verbindet und durch die internationalen Gärten. Ebenfalls finden weiterhin Projekte des WILA in Bonn und der Region statt wie etwa die Mitarbeit an der nachhaltigen Kulturstrategie, das Projekt „StadtKlimaWandeln“ oder das Projekt „Idee – und wie?!“, das Einzelpersonen und kleinere Vereine mit Weiterbildungen bei Ihrem Engagement unterstützt. Dieser Fokus soll auch so bleiben. Dr. Anke Valentin: „Als Bonner Institution wollen wir auch zukünftig zu einem klimagerechten und lebenswerten Bonn beitragen – und die Zivilgesellschaft vor Ort stärken.“
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:
Franziska Böhm
0228/201-61-32
franziska.boehm@wilabonn.de
Unterstützung gestartet: Idee – und wie?!

Franziska Böhm
Ob Nachbarschaftshilfe oder mehr naturnahes Grün auf dem Platz nebenan: Nachhaltige Veränderung beginnt oft im Kleinen und bei Ehrenamtlichen, die eine konkrete Idee für ihr lokales Umfeld haben. Im letzten Newsletter hatte der WILA Bonn Ehrenamtliche in Bonn und Umgebung dazu aufgerufen, sich zu melden, wenn sie sich Unterstützung für ihre lokalen, nachhaltigen Ideen wünschen. Einige ehrenamtliche Initiativen können in diesem Jahr von einer maßgeschneiderten Fortbildung für ihr Vorhaben profitieren, die für die Teilnehmenden kostenlos ist.
Die Unterstützung geschieht im Rahmen des WILA-Projektes „Idee – und wie?!“, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft über den Innovationsfonds NRW gefördert wird. Die Teilnehmenden ehrenamtlichen Initiativen stehen nun fest. Mit dabei sind:
- Maloka Hub will in Bonn Initiativen der brasilianischen, später auch lateinamerikanischen und afrikanischen Communities Raum für Austausch zwischen Kulturen (auch der deutschen) schaffen und fruchtbare Vernetzungen fördern
- Das Grüne Netz Rött-Ück-Ipp-Lengs will noch stärker Ziele aus dem Klimaplan von Bonn4Future vor die eigene Haustür tragen und die Engagierten aus vier Bonner Stadtteilen zur gegenseitigen Unterstützung vernetzen
- Der Aktionsraum Lengsdorf will die Dorfgemeinschaft in diesem Bonner Stadtteil integrativ und inklusiv vernetzen und beleben
- Zwei Garteninitiativen – eine aus Bonn-Auerberg und eine aus Köln-Zollstock – wollen Flächen in ihrem direkten Wohnumfeld nahturnah umgestalten.
Mit diesen Gruppen konnten wir in den vergangenen Wochen erarbeiten, wo ihr aktueller Fortbildungsbedarf liegt und wie die für sie zugeschnittene Fortbildung aussehen soll. Für die Vertreter*innen der Garteninitiativen hat bereits ein Workshop zum naturnahen Gärtnern mit der Diplom-Biologin und Naturgartenplanerin Anke Wallraff-Beck in Bonn stattgefunden.
„Idee – und wie?!“ will nicht nur eine einmalige Fortbildungsmöglichkeit für Ehrenamtliche bieten, sondern auch modellhaft erarbeiten, wie maßgeschneiderte, und nach BNE-Kriterien interaktiv gestaltete Fortbildungen für Ehrenamtliche und ihre Ideen aussehen können. Die Gelingensfaktoren werden in einem Bericht veröffentlicht, so dass auch andere Weiterbildungseinrichtungen dazu Zugang haben. Zusätzlich entsteht aus Audiointerviews und -mitschnitten eine Podcastfolge, die andere an dem Prozess teilhaben lässt und dazu ermutigen soll, selbst aktiv zu werden.
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:
Monika Konigorski
0228/20161-0
monika.konigorski@wilabonn.de
Zusammen lernt es sich am besten – kostenlose BNE-Weiterbildung startet gemeinsame Kursrunde

Franziska Böhm
Der Selbstlernkurs „BNEhoch3“ bietet ab Sommer Austauschtreffen für Teilnehmende und Termine mit den Modulentwickler*innen an. Die Herausgeber – Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und Zebralog – laden alle zu den Veranstaltungen ein, die sich zwischen dem 01.06. und 01.08.2024 zu einem oder mehreren der zwölf Kursmodule anmelden.
Ob Klimawandel oder Demokratiebefähigung: Auch Fachkräfte in der außerschulischen Bildung müssen gesellschaftliche Veränderungen in ihrer Arbeit aufgreifen. Die kostenlose Online-Weiterbildung „BNEhoch3“ zeigt ihnen, wie sie – gemäß einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – diesen Kompetenzerwerb bei Lernenden fördern und Handlungsoptionen aufzeigen können. Die Module lassen sich jederzeit allein durcharbeiten. Da es sich aber zusammen am besten lernt, bieten die Herausgeber des Kurses – der Wissenschaftsladen Bonn und Zebralog – im Sommer und Herbst begleitende Termine und Austauschtreffen an.
Treffen mit den Modulentwicklungsteams ab dem 21. Juni
Los geht’s mit vier Informationsveranstaltungen. Am 21. Juni haben Interessierte die Gelegenheit, die Lernmodule „BNE & Demokratiebefähigung“, „Kunst und Kultur in der Bildung“ und „Digitalisierung und BNE“ näher kennenzulernen. Am 01. Juli geht es dann weiter mit den Themen „·Gesellschaftliche Transformation verstehen und gestalten“, dem „Whole Institution Approach“ und „die Kraft von Narrativen und Utopien“. Am 08. Juli können Teilnehmende mehr erfahren über · „Transformatives Lernen auf individueller Ebene“, „mit Umweltpsychologie vom Wissen zum Handeln“ und über die „Didaktik der politischen Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Am 15. Juli schließlich gibt es die Möglichkeit, „Potenziale von Bewegung, Spiel und Sport“, „Zu strukturveränderndem Handeln befähigen“ und „Freiräume und Engagement“ kennenzulernen. Alle Informationsveranstaltungen sind auch offen für Interessierte, die sich noch nicht zu einem Modul angemeldet haben.
Austauschtreffen und gemeinsamer Kursstart ab dem 09. August
Der Kurs mit Austauschgruppe beginnt im August. Los geht es hier mit einem Online-Kennenlerntreffen am 09. August für alle Teilnehmenden. Mitte September findet dann ein Austauschtreffen in Essen statt. Einen letzten Thementreff gibt es Ende November in Berlin. Die genauen Daten und Themen für die letzten zwei Termine werden noch bekannt gegeben. Parallel zu den drei Terminen wird es die Möglichkeit geben, sich kontinuierlich über Lerninhalte innerhalb der Gruppe auszutauschen. Wie beim Selbstlernkurs an sich steht es auch allen angemeldeten Personen für den gemeinsamen Kursstart frei, wie viele Module sie absolvieren und ob sie an den Austauschtreffen teilnehmen möchten.
So geht die Anmeldung
Um sich für den gemeinsamen Kurs mit Austauschtreffen anzumelden, registrieren Sie sich bitte zuerst auf der Plattform (bnehochdrei.de) und füllen Sie danach dieses Formular aus.
Anmeldeschluss ist der 01.08.2024.
Für eine Anmeldung zu den Infoveranstaltungen füllen Sie bitte diese Anmeldung aus.
Alle Eckdaten im Überblick
Informationsveranstaltungen
- Anmeldung: Über Microsoft Forms
- Termin 1: 21.06.2024
- Termin 2: 01.07.2024
- Termin 3: 08.07.2024
- Termin 4: 15.07.2024
Gemeinsamer Kursstart mit Austauschgruppe
- Registrierung und Einschreibung auf der Plattform: bnehochdrei.de
- Anmeldung zum gemeinsamen Kursstart (nach Registrierung / Kurseinschreibung allgemein): Über Microsoft Forms
- Anmeldezeitraum: 01.06. bis 01.08.2024
- Online-Kennenlerntreffen: 09.08.2024
- Zweiter Thementreff: Mitte September in Essen
- Dritter Thementreff: Ende November in Berlin
Über BNEhoch3
Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Fachkräfte aus dem non-formalen und informellen Lernen (NIL) – also aus Einrichtungen wie Museen, Naturparken, Vereinen sowie an selbständige Referent*innen und stellt sich Themen und Fragen wie zum Beispiel: Wie funktionieren gesellschaftliche und persönliche Veränderung? Was hat es mit dem Whole Institution Approach auf sich und wie lässt sich das auf meine Bildungseinrichtung übertragen? Wie baue ich ein Digitalisierungsprojekt auf? Die Lerninhalte haben Teams und Organisationen aus der non-formalen und informellen Bildung entwickelt – also Menschen, die selbst als Bildungsreferent*innen tätig sind.
Entstanden sind zwölf Kursmodule, die fundiertes Hintergrundwissen, praktische Tipps und anpassbares Material in unterschiedlichen Themenbereichen geben. Jedes Online-Modul nimmt ca. zwei Stunden Zeit in Anspruch und schließt mit einer Bescheinigung ab. Ob ein Modul oder alle zwölf Module –alle Lerninhalte können Teilnehmende kostenlos zur eigenen Weiterbildung nutzen und im eigenen Lerntempo belegen und abschließen.
Die Entwicklung von „BNEhoch3“ ist ein Projekt des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und Zebralog. Sie wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das Kurskonzept basiert auf dem von Germanwatch 2022/2023 erarbeiteten und vom BMBF geförderten Konzept „BNE-Online-Selbstlernkurs für NIL-Bildungsakteure“.
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn
Laura Fuchs-Steinhaus
laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de
0228/20161-51
Policy-Workshop „Die Zukunft beginnt jetzt! - Förderung von Kompetenzen im Bereich der Bioökonomie“
Franziska Böhm
Ob Chemie, Landwirtschaft oder Pharmabranche, in unserem Bestreben nach einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise kommt der Bioökonomie eine zentrale Rolle zu. Gleichzeitig erfordert dieser grundlegende Wandel am Arbeitsmarkt neue Kompetenzen und Qualifikationen von Fachkräften. Eine Kernfrage bei der Umsetzung ist daher: Welche Bildungsangebote (Aus- u. Weiterbildung) werden in diesem Zusammenhang für die Berufe der Zukunft benötigt? Wie kann man diese umsetzen? Was für eine Chance bietet Bioökonomie für den regionalen Arbeitsmarkt?
Im EU-Projekt Projekt BioGov.net (https://www.biogov.net ) gehen wir seit Juni 2022 zusammen mit 7 anderen Ländern (8 Regionen) der Europäischen Union dieser Frage und haben vielseitige Bedarfe und Angebote ermittelt.
Unter dem Titel „Die Zukunft beginnt jetzt! – Förderung von Kompetenzen im Bereich der Bioökonomie “ werden wir Ihnen Beispiele zu Weiterbildungen und benötigten Skills präsentieren. Der Policy Workshop nimmt Bioökonomie-Ausbildungen in den Fokus und beleuchtet Maßnahmen für die Entwicklung von Bioökonomie-Kompetenzen. Die „Berufe der Zukunft“ richten den Blick auf neue Kompetenzen, die bisher nicht so stark im Mittelpunkt standen. Nehmen Sie Know-How mit für Ihre Arbeit und Ihren Bereich. Ob Angebote im Bereich der Berufsorientierung oder Beispiele für zusätzliche Inhalte von Weiterbildungen und Studiengängen, diskutieren Sie mit uns über weitere Schritte. Die Zukunft beginnt jetzt!
Unternehmen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen oder interessierte Bürger*innen sind alle eingeladen teilzunehmen!
Besuchen Sie unsere Webseite unter https://www.biogov.net und melden Sie sich hier unten für den interaktiven Policy Workshop am 23.5.2024 um 15 Uhr an. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch mit Ihnen!
Anmeldung
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:
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