Zukunftsgestalter für nachhaltige Bildung: Zertifikat für den WILA Bonn
Franziska Böhm
Der Fachbeirat des „Zertifikates für Bildung für Nachhaltige Entwicklung NRW“ hat den Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V. jetzt als „Zertifizierte Einrichtung Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.
Mit der Zertifizierung können Einrichtungen der außerschulischen Bildung – also auch Organisationen wie Vereine oder Museen – die Qualität ihrer Arbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auszeichnen lassen. Die zertifizierten Einrichtungen können dabei unterschiedliche Schwerpunkte setzen, sofern nachhaltige Entwicklung ihr Handeln in allen Arbeitsbereichen leitet und sie in ihren Veranstaltungen BNE-Kompetenzen wie die Fähigkeit zum Perspektivwechsel, zum kritischen oder vernetzten Denken oder zur Zusammenarbeit mit anderen fördern.
Nachhaltige Vision auf ganzer Linie
Dieser Fokus passt sehr gut zum WILA Bonn, der seit vielen Jahren Projekte auf den Weg bringt, Beteiligungsmethoden mit Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnissen entwickelt und sich dabei an den UN-Nachhaltigkeitszielen orientiert. Die Mission: Menschen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kommunen, Unternehmen oder dem Bildungsbereich zusammenzubringen, um gemeinsam dazu beizutragen, große gesellschaftliche Herausforderungen wie den Klimawandel oder den Artenschwund zu bewältigen. Zu den Aktivitäten gehören häufig auch Bildungsformate, die dazu ermutigen und ermächtigen, Städte grüner und lebenswerter mitzugestalten, sich für mehr Klimagerechtigkeit einzusetzen oder verantwortungsvoller mit Ressourcen umzugehen. Die Zertifizierung bescheinigt nun, dass der WILA Bonn mit seiner Arbeitsweise und seinen Bildungsformaten gute Voraussetzungen für gelingendes Lernen im Sinne einer BNE schafft. „Es freut uns, mit der Zertifizierung eine weitere Bestätigung für den Kurs unserer Bildungsarbeit zu haben“, so Dr. Anke Valentin, geschäftsführende Vorsitzende des WILA Bonn.
Innovative methodische Ansätze
Neben der thematischen Aufstellung bewerteten die Gutachter*innen sowie der Fachbeirat vor allem die methodischen Ansätze des WILA Bonn als zukunftsweisend: „Der Wissenschaftsladen Bonn e. V. (WILA Bonn e. V.) arbeitet in hohem Maße professionell und effektiv, mit interessanten und insbesondere auch innovativen Ansätzen“. Der WILA Bonn hat beispielsweise ergänzend zu seinem pädagogischen Konzept eine eigene BNE-Checkliste zur Überprüfung von Inhalten, Methodik und der formalen Gestaltung von Bildungsveranstaltungen entwickelt. „Diese Checkliste wird als innovatives Material bewertet, das als beispielhaft gelten darf“, so das Zertifizierungsschreiben.
Auch weitere Qualitätskriterien wie das Leitbild, die Qualifikationen der Mitarbeitenden, Kooperation mit anderen Aktiven im BNE-Bereich oder der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen wie Wasser und Strom sehen die Gutachtenden als erfüllt an.
Mitarbeitende entwickeln den WILA Bonn selbst weiter
Für die Zertifizierung ist es auch entscheidend, ob sich die Einrichtung kontinuierlich weiterentwickelt und die Qualität der Arbeit überprüft: Können sich Mitarbeiter*innen zu BNE regelmäßig fortbilden? Gibt es ein etabliertes Qualitätsmanagement? Als selbstverwaltete Organisation konnte der WILA Bonn auch bei diesen Kriterien punkten. Denn die Mitarbeiter*innen des WILA Bonn beteiligen nicht nur Menschen in ihren Projekten. Sie treffen alle Entscheidungen, die sie als Organisation und Arbeitgeber betreffen, gemeinsam, führen regelmäßig interne Reflexions- und Fortbildungssitzungen durch und arbeiten gemeinsam an der Vision der Organisation. So stellt der WILA Bonn sicher, dass er auch zukünftig seine Inhalte, Ansätze und Methoden kontinuierlich weiterentwickelt – im Bereich BNE und darüber hinaus.

Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:
Franziska Böhm
0028/201 61-32
presse@wilabonn.de
Neues Konzept für die Erwachsenenbildung

Franziska Böhm
Insekten-Check – Insekten zählen für den Artenschutz
Menschen auch ohne Vorkenntnisse für den Insektenschutz begeistern: Der „Insekten-Check“ macht es möglich. Denn das Workshop-Konzept mit Bildungsmaterialien haben der Wissenschaftsladen Bonn e. V. in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn gemeinsam mit Hobbygärtner*innen und Naturinteressierten entwickelt.
Ob als Futter für Vögel oder als Bestäuber: Insekten spielen eine sehr wichtige Rolle in unserem Ökosystem. Aber ihre Bestände gehen weiter zurück. Damit wir alle mehr über die Gefährdung und Verbreitung von Insekten wissen, ist es wichtig, sie zu zählen. Doch gängige Zählverfahren benötigen oft vertiefte Fachkenntnisse . Wie können Menschen auch ohne Vorkenntnisse möglichst einfach in das Insekten-Monitoring einsteigen? Was kann jede und jeder einzelne im eigenen Grün verändern, um die Pflanzen- und somit die Insektenvielfalt zu fördern? Das Insekten-Check-Konzept gibt Antworten auf diese Fragen.
Erprobte Methoden und zielgruppengerecht aufbereitete Informationen
Das Insekten-Check-Konzept enthält erprobte Methoden und zielgruppengerecht aufbereitete Hintergrundinformationen zur Insektenbestimmung, zum Insekten „pflanzen“ und zum einfachen Einstieg in das Insekten-Monitoring. Wie unterscheidet sich eine große Wollbiene von einer großen Holzbiene? Welche Käfer lieben Rosenblüten? Die Infosheets, Plakate und Steckbriefe können Fachkräfte in der Erwachsenenbildung direkt in eigene Veranstaltungen integrieren oder in Form des Insekten-Check-Workshops einsetzen.
Vom Wissen zum Handeln – naturnah gärtnern und Insekten schützen
Der Insekten-Check-Workshop verfolgt das Ziel, Teilnehmer*innen zu motivieren und befähigen, selbständig ein Insekten-Monitoring im eigenen Grün durchzuführen und damit die Wirksamkeit ihres Engagements nicht nur zu erleben, sondern auch sichtbar zu machen. In sechs Modulen führt der Workshop die Teilnehmenden dabei an das Insekten-Monitorings heran – inklusive eigener „Chexpedition“. Die Workshop-Leitung kann die Bildungsmodule auch flexibel zusammenstellen und an den Wissenstand der Teilnehmenden bzw. an die Zielgruppe anpassen.
Insekten-Check-Konzept online zum Download verfügbar
Das Insekten-Check-Konzept steht auf der Webseite des WILA Bonn und auf den Seiten der Volkshochschule Bonn frei zum Download zur Verfügung:
Download von der Website des WILA Bonn
Download von der Website der VHS Bonn
Förderung
Das Insekten-Check Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) des Landes Nordrhein-Westfalen.
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn e. V.
Monika Konigorski
0228/201 61-41
monika.konigorski@wilabonn.de
Geschäftsführerin des WILA Bonn wird Mitglied im in Kuratorium der Studienstiftung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Franziska Böhm
Das Präsidium der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat Dr. Anke Valentin für drei Jahre als Mitglied in das Kuratorium der Studienstiftung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg benannt.
Im Kuratorium wird Anke Valentin den Vorstand der Stiftung bei der Verwirklichung des Stiftungszwecks beraten. Die Studienstiftung verfolgt das Ziel, die Situation der Lehre und der Studienbedingungen an der H-BRS kontinuierlich zu verbessern. Außerdem fördert sie Studierende der H-BRS, die sich mindestens im 4. Semester eines Bachelor-Studiengangs oder im 2. Semester eines Master-Studiengangs befinden. Dabei berücksichtigt sie die finanziellen wie persönlichen Lebensumstände und zieht auch Kriterien wie soziales oder ehrenamtliches Engagement heran.
Dieses Ziel passt gut zum Selbstverständnis des WILA Bonn, dessen Geschäftsführerin Anke Valentin ist. Auch der WILA Bonn verfolgt das Ziel gesellschaftliches Engagement zu unterstützen und investiert in Bildung und Kompetenzentwicklung.
Modulhandbuch: Empowerment für Klima & Co - mit den IDGs

Franziska Böhm
Wie lässt sich der innovative Ansatz der Inner Development Goals (IDGs) nutzen, um Menschen für so große Herausforderungen wie z. B. das Klima (mehr) ins Handeln zu bringen? Aus dieser Fragestellung ist das Konzept für unsere Train-the-Trainer-Pilotveranstaltung entstanden – verbunden mit dem Wunsch, sie mit Teilnehmenden zu erproben, die ganz unterschiedliche Hintergründe und Perspektiven auf das Thema mitbringen.
Das Ergebnis sehen Sie hier: In unser Modulhandbuch sind ganz viele Impulse eingeflossen, die wir während der Weiterbildung erhalten haben.
Insekten im eigenen Grün checken: Ein Multiplier Workshop für die eigene Bildungsarbeit
Franziska Böhm
Das Besondere daran: Hobbygärtner*innen und Naturinteressierte haben das Konzept mit seinem Monitoring-Ansatz und entsprechenden Bildungsmaterialien gemeinsam mit dem WILA Bonn und der VHS Bonn entwickelt und erprobt. Das dabei entstandene Monitoring-Verfahren braucht – anders als andere Ansätze dieser Art – keinerlei Vorkenntnisse. Dadurch lässt es sich in vielen verschiedenen Bildungskontexten einsetzen.
Der Online-Workshop richtet sich an Umweltbildner*innen für Erwachsene, Mitarbeitende im Quartiersmanagement, von Insekten-Monitoring-Projekten oder andere interessierte Personen. Die Veranstaltung bietet zudem Gelegenheit, mit anderen Projekten zur Erfassung von Insektenvielfalt und mit Erwachsenbildner*innen in Austausch zu treten.
Der Online-Workshop findet im Rahmen des Projekts „Insekten-Check – Entdecke die Vielfalt in deinem Grün!“ in Kooperation mit der VHS Bonn statt und ist für Teilnehmende kostenlos. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW
Anmeldung:
Über die Zur Anmeldung gelangen Sie über diesen Link: https://eveeno.com/488311123. Nach der Anmeldung erhalten Sie den Zoom-Link und die Zugangsdaten per E-Mail.
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:
Monika Konigorski
(02 28) 201 61-41
monika.konigorski@wilabonn.de
Job-Lotse für Akademiker*innen: WILA Arbeitsmarkt jetzt als Onlinemagazin mit Stellen-Datenbank
Franziska Böhm
Hunderte Stellen für Fachkräfte aus den Geistes-, Sozialwissenschaften, Natur und Technik pro Tag sowie jede Menge Tipps zu Job und Karriere – das bietet ab sofort der WILA Arbeitsmarkt mit seiner Kombination aus Stellen-Datenbank und Onlinemagazin.
Generalist*innen denken vernetzt und arbeiten sich in unterschiedliche Bereiche schnell ein; auf Jobsuche haben es diese Akademiker*innen aber oft schwer. Denn Akademiker*innen, die beispielsweise Germanistik, Soziologie oder Geografie studiert haben, finden auf Jobportalen nur selten passende Stellen, wenn sie ihr Studienfach eingeben. Wichtiger noch: Sie haben passende Tätigkeitsfelder oft gar nicht auf dem Schirm. Abhilfe schafft der WILA Arbeitsmarkt. Dort können Fachkräfte unterschiedliche Berufe und Tätigkeitsfelder kennenlernen – und womöglich ganz neue Perspektiven und Jobs für sich entdecken.
Jobs suchen und sich orientieren
In der Stellen-Datenbank des WILA Arbeitsmarkt suchen Abonnent*innen nicht durch Eingabe des Studienabschlusses nach Jobs, sondern sie filtern nach Art der Tätigkeit. Jede Woche durchsucht dafür das Auswertungsteam des WILA Arbeitsmarkt zwischen 3.000 und 5.000 Quellen. Die Anzeigen ordnen sie in der Stellen-Datenbank insgesamt acht Tätigkeitsfeldern zu: Bildung, Kommunikation, Kunst und Kultur, Querschnittsstellen, Soziales und Psychologie, Umwelt- und Naturschutz, Wissenschaft und Forschung, Über den Tellerrand. Diese sorgfältige Auswertung stellt sicher, dass die im WILA Arbeitsmarkt ausgeschriebenen Stellen auch wirklich zu den Kompetenzen von Generalist*innen passen. Die Ergebnisse lassen sich nach PLZ, Umkreis, Bundesland sowie Homeoffice-Option und Stellenumfang filtern.
Rundumblick über Job und Karriere
Neben der Stellen-Datenbank haben Abonnent*innen des WILA Arbeitsmarkt auch Zugriff auf das Onlinemagazin. Dieses bietet Artikel zu aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, Jobs in Nischen oder Tipps rund um den Berufseinstieg und die Karrieregestaltung. Ebenfalls finden die Leser*innen dort Informationen über Weiterbildungen, Hinweise zu Tagungen, Netzwerkveranstaltungen oder Fördermöglichkeiten für eigene Projekte. Der WILA Arbeitsmarkt bietet so Fachkräften auf Jobsuche und im Arbeitsleben die Möglichkeit, sich beruflich (neu) zu orientieren, spannende Arbeitgeber zu entdecken, arbeitsrechtliche Fragen zu beantworten sowie gezielt Weiterbildungen und die eigene Karriere zu planen.
Dienstleistungen für Career Center und andere Institutionen
Mit dem Wissen aus seiner täglichen Arbeit unterstützt das Team des WILA Arbeitsmarkt außerdem Career Center, Jobcenter, Bildungsanbieter und weitere Institutionen der Berufsbildung. Auf Auftragsbasis führt das WILA Arbeitsmarkt-Team beispielsweise Berufsfeldanalysen durch oder hält Vorträge und Workshops. Für Institutionen gibt es außerdem ein eigenes Abo-Modell, inklusive einer Option für Campus-Lizenzen.
Weitere Informationen
Website: www.wila-arbeitsmarkt.de
Instagram: https://www.instagram.com/wila_arbeitsmarkt/?hl=de
Facebook: https://www.facebook.com/wila.arbeitsmarkt/?locale=de_DE
Kontakt beim WILA Arbeitsmarkt
Krischan Ostenrath
krischan.ostenrath@wilabonn.de
0228/201 61-43
Bundesfreiwilligendienst in der Öffentlichkeitsarbeit: Komm zum WILA!

Franziska Böhm
Du hast Spaß an Social Media und packst gerne bei Veranstaltungen mit an? Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V. sucht – ab sofort – eine*n Bundesfreiwillige*n für seine Öffentlichkeitsarbeit. Komm zu uns und unterstütze unsere Öffentlichkeitsarbeit bei Projekten, Bildungsarbeit und einer nachhaltigen Arbeitswelt!
Als Bundesfreiwillige*r unterstützt Du die Öffentlichkeitsarbeit und die (Bildungs-)veranstaltungen bei folgenden Aufgaben:
- Du bereitest gemeinsam mit den WILA-Mitarbeiter*innen Veranstaltungen vor (z. B. durch Auf- und Abbau, Unterstützung beim Anmelde-Management o. ä.)
- Du sichtest Medien und erstellst den Medienspiegel
- Du unterstützt bei oder übernimmst Recherchearbeiten im WILA (z. B. Bildersuche für Social Media, Aktualisierung Adressverteiler usw.)
- Du unterstützt bei der Pflege des Terminkalenders und der Websites
- Du unterstützt bei der Betreuung der Social Media-Kanäle und erstellst je nach Bedarf, Fähigkeit und Neigung auch eigene Posts
Dein Profil
- Du bist mindestens 18 Jahre alt
- Du kannst dich sicher in Deutsch ausdrücken – mündlich wie schriftlich
- Du hast Freude daran, dich schnell in neue Bereiche einzuarbeiten und mitanzupacken
- Du arbeitest zuverlässig, gerne im Team – und bei Bedarf auch eigenverantwortlich
- Ein Plus (aber kein Muss!) ist es, wenn du schon Erfahrung im Texten, in Social Media, in Videoproduktion, in Content Management-Systemen oder Fotografie hast (z. B. durch Schülerzeitung, Video- oder Foto-AG, freie Mitarbeit bei Tageszeitung / Agentur, o. ä.)
Wir wertschätzen Vielfalt und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter (sofern älter als 18 Jahre) sowie sexueller Orientierung und Identität.
Das bieten wir Dir
- Eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit
- Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche im WILA Bonn, z. B. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Klimagerechtigkeit oder biologische Vielfalt
- Nettes und motiviert arbeitendes Team mit flachen Hierarchien
- Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
- Zuschuss zum Deutschlandticket und ein modernes, zentral gelegenes Büro mit sehr guter ÖPNV-Anbindung
Einsatzstelle
Seit über 35 Jahren trägt der Wissenschaftsladen Bonn e. V. (WILA Bonn) mit seiner Arbeit dazu bei, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Dies kann nur gelingen, wenn viele Menschen aktiv werden. Deshalb bringen wir Menschen mit unterschiedlichem Know-how und Erfahrungen zusammen, entwickeln gemeinsam neue Lösungs- und vor allem auch konkrete Handlungsmöglichkeiten. Als gemeinnütziger Verein arbeitet der WILA Bonn nicht gewinnorientiert. Der WILA Bonn mit seinen rund 35 Beschäftigten ist selbstverwaltet, d. h. Mitarbeitende und Mitglieder treffen alle Entscheidungen gemeinsam auf Augenhöhe.
Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann würden wir Dich gerne näher kennenlernen!
Bitte sende deine vollständige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen – ausschließlich per Mail unter Angabe deines möglichen Einstiegstermins an info@wilabonn.de.
Jobs for Future: Jetzt anmelden
Franziska Böhm
Viele Jugendliche engagieren sich schon für Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Doch bei der Berufswahl kommt das Thema oft zu kurz. Das möchte der Wissenschaftsladen Bonn mit dem Projekt „Jobs for Future NRW“ ändern. In Dialogveranstaltungen entdecken Schüler*innen ab der 9. Klasse dabei die nachhaltige Arbeitswelt – im direkten Austausch mit Unternehmen. Interessierte Schulen aus NRW können sich noch bis Februar bewerben.
Zur Auswahl stehen im Projekt zwei Formate: Beim „Future Talk“ organisieren die Schüler*innen an ihrer Schule eine Diskussionsrunde mit nachhaltigen Unternehmen aus der Region. Die „Future Activity“ bindet die Schüler*innen bei einem Unternehmensbesuch direkt in unternehmerische Gestaltungsprozesse mit ein.
Naturschutz als Berufsfeld: Die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft
Der Geografiekurs der 11. Klasse der Gesamtschule Brühl besuchte im Rahmen der „Future Activity“ beispielsweise die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft und arbeitete mit an der Challenge der Station „Umweltverträgliche Besucherlenkung in Naturschutzgebieten“. Die Beschäftigung mit aktuellen Herausforderungen und Zielkonflikten ermöglicht den Schüler*innen eine tiefere persönliche Auseinandersetzung mit nachhaltigen Jobs für ihre berufliche Zukunft.
Einblick in den Berufsalltag – inklusive Herausforderungen
Die Schüler*innen lernten die Aufgaben der Station näher kennen und Gerrit Kundruhn, Forstwirt und Diplom Ingenieur für Landschaftsökologie führte die Gruppe über das Gelände. Zur Sprache kamen dabei auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Arbeit, wie z. B. die Landwirtinnen und Landwirte für naturnahe Blühstreifen und Ausgleichsflächen zu gewinnen. Aber auch den Naturschutz mit den Wünschen der Bürger*innen in Einklang zu bringen.
Jugendliche entwickeln Ideen für Nutzungskonflikte
Anknüpfend an die Nutzungskonflikte im Naturschutzgebiet Ennert in Bonn-Beuel, die z. B. durch Wandernde, Mountainbikende oder Badende entstehen, haben sich die Schüler*innen mit Fragen beschäftigt: Wie können Fachkräfte vor Ort z. B. der Entstehung neuer Trampelpfade entgegenwirken? Wie können ungestörte Räume für Wildtiere und Pflanzen bewahrt werden? Die Schüler*innen erarbeiteten dafür konkrete Lösungsvorschläge und diskutierten ihre Ideen mit dem Experten der Station. Außerdem erfuhren sie, welche Maßnahmen die Station bereits umgesetzt hat.
Virtuelle Ausstellung zu den Ergebnissen
Mit eigenen Medienbeiträgen zu ihren Praxiserfahrungen können die Schüler*innen nun am Wettbewerb „Jobs for Future NRW“ teilnehmen und ihre Beiträge in einer virtuellen Ausstellung präsentieren. Zum Abschluss ging es noch um konkrete Einstiegs- und Arbeitsmöglichkeiten bei der Biologischen Station und im Naturschutz allgemein.
Über das Projekt
Mit dem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW geförderten Projekt bietet der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn im Schuljahr 2023/2024 Schulklassen aus NRW Dialogveranstaltungen mit nachhaltigen Arbeitgeber*innen an. Dabei kooperiert das Projekt mit dem Netzwerk Grüne Arbeitswelt. Bewerben können sich Schulen über die Webseite www.jobsforfuture-nrw.de.
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn
Cornelia Voß
cornelia.voss@wilabonn.de
0228/201 61 50
IB-Green: Industrie- und Gewerbeparks – klimaresilient & fit für die Zukunft

Franziska Böhm
Beton, Asphalt und wenig Grün: Industrie- und Gewerbeparks sind stark versiegelt und damit besonders anfällig für Folgen des Klimawandels wie Überhitzung und Überschwemmung. Im Projekt „Industrie- und Gewerbeparks – klimaresilient & fit für die Zukunft“ (IB-Green) will der WILA Bonn gemeinsam mit Projektpartnern aus sechs europäischen Ländern diese Folgen puffern – mit der Schaffung sogenannter blau-grüner Infrastruktur.
Die Idee dahinter: Wasser und Grünflächen bei der Gestaltung von Gewerbegebieten im Verbund denken – z. B. unversiegelte Parkplätze, begrünte Hallen, Retentionsgräben und Straßenbegleitgrün. Regenwasser kann auf den Flächen versickern, verdunsten und zurückgehalten bzw. gespeichert werden. Dadurch kühlen diese Gebiete ab, Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen, das Überschwemmungsrisiko sinkt und die Luftqualität verbessert sich. Blau-grüne Infrastruktur hilft so auch dabei, die Gewerbegebiete schöner und gesünder für Menschen zu gestalten. Dies führt zu gesünderen Lebens- und Arbeitsbedingungen und verringert die negativen Auswirkungen des Klimawandels für Unternehmen und auf städtischer Ebene.
Ältere Gewerbegebiete besonders häufig betroffen von den Folgen des Klimawandels
Ein besonderer Schwerpunkt im Projekt liegt auf Industrie- und Gewerbegebieten aus dem letzten Jahrhundert. Sie sind häufig nicht nur besonders stark versiegelt, sondern weisen auch Modernisierungsrückstände auf oder sind mit Schadstoffen im Boden belastet. Dadurch verlieren sie an Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte. Mit dem Projekt besteht die Möglichkeit zur Modernisierung ohne neue Flächen in Anspruch nehmen zu müssen. Das reduziert auch den Druck auf noch unbebaute Flächen in und um die Gebiete .
Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Kommune und Unternehmen
Das Projekt konzentriert sich bei dem Ausbau der blau-grünen Infrastruktur sowohl auf öffentliche Flächen von Industrie- und Gewerbegebieten als auch auf Unternehmensflächen. Damit dies gelingt, strebt das Projekt an, die Zusammenarbeit zwischen kommunaler Seite und Unternehmen zu verbessern und Kommunen und Unternehmen für das Thema zu begeistern . Dafür erstellt das Projekt Aktionspläne, liefert gute Beispiele und bietet allen Beteiligten Trainings und Schulungen rund um das Thema Klimaresilienz an.
Auszeichnung, Trainings und spielerische Auseinandersetzung durch Planspiele
Der WILA Bonn entwickelt im Projekt eine Auszeichnung für Unternehmen, die Maßnahmen für mehr Klimaresilienz auf ihren Flächen umgesetzt haben. Außerdem bietet er themenbezogene Trainings und Austauschformate wie Praxisforen oder Expertenimpulse an. Ebenfalls erarbeitet der WILA Bonn zusammen mit den Projektpartnern europaweite Aktionspläne und stellt Gestaltungsempfehlungen- für eine klimagerechte Gewerbeflächengestaltung zusammen.
Eine besondere Rolle spielen in diesem Kontext Planspiele, die der WILA Bonn gemeinsam mit Kommunen und Unternehmen durchführen möchte, um die Leitlinien zu entwickeln. Außerdem steht er beratend anderen Projektpartner*innen zur Seite, die in ihren Gebieten Flächen umgestalten möchten. Dabei kann er auf seine jahrelange Erfahrung aus dem Netzwerk „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ und den Projekten „Logist.Plus“ und „Faktor Grün“ zurückgreifen.
Projektpartner:
- Climate Alliance of European cities with indigenous rainforest peoples (Lead Partner)
Galvanistraße 28, 60486 Frankfurt am Main, Germany
www.climatealliance.org - Kommune Arnhem
Koningstraat 38, 6811 DG Arnhem, Netherlands
www.arnhem.nl - Green Energy Park
Z1 Researchpark 160, 1731 Zellik, Belgium
www.greenenergypark.be - Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
Rheingaustraße 186, 65203 Wiesbaden, Germany
www.hlnug.de - Metropolregion Lille
Boulevard des Cités Unies 2, 59040 Lille, France
www.lillemetropole.fr - Sandyford BID CLG t/a Sandyford Business District
Burton Hall Avenue 10, A98 FK72 Dublin, Ireland
www.sandyford.ie - Wissenschaftsladen Bonn e. V.
Reuterstraße 157, 53113 Bonn, Germany
www.wilabonn.de - Kommune Leeuwarden
Oldehoofsterkerkhof 2, 8911DH Leeuwarden, Netherlands
www.leeuwarden.nl - Kommune Singen (Hohentwiel)
Hohgarten 2, 78224 Singen, Germany
www.singen.de - Ministerium für Energie und Raumplanung in Luxemburg
Place de l’Europe 4, 1499 Luxemburg
www.mea.gouvernement.lu - Dun Laoghaire Rathdown County Council
Marine Road 2, A96 K6C9 Dublin, Ireland
www.dlrcoco.ie
Projektüberblick
| Laufzeit: | März 2023 – Februar 2027 |
| Förderer: | Programm „Interreg North West Europe“ der Europäischen Union |
| Fördersumme: | 8,9 Millionen € (davon 5,4 Millionen € ERDF) |
SDGs

Ansprechpartner*innen
Bernd Assenmacher
(0228) 20161-49
bernd.assenmacher@wilabonn.de
Franziska Böhm
(0228) 20161-32
franziska.boehm@wilabonn.de
Meike Rohkemper
(0228) 20161-18
meike.rohkemper@wilabonn.de
Dr. Anke Valentin
(0228) 20161-23
anke.valentin@wilabonn.de
Projektwebsite
Verbundkoordination

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Förderer:

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Interreg North West Europe“ der Europäischen Union finanziert. Interreg NWE ist ein Programm der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert wird und darauf abzielt, eine ausgewogene Entwicklung im gesamten nordwesteuropäischen Raum zu unterstützen, alle Regionen widerstandsfähiger zu machen und zu einer besseren Lebensqualität und zum Wohlbefinden aller NWE-Bürger*innen beizutragen.
BNEhoch3 – bilden lernen handeln
Franziska Böhm
Ob Klimakrise oder Artensterben: Um im Hinblick auf globale Krisen nicht zu verzweifeln, brauchen Menschen Widerstandskraft. Bei „BNEhoch3“ entwickeln Bildungsexpert*innen eine Online-Weiterbildung, wie Fachkräfte im Bildungsbereich diese Resilizenz bei Lernenden stärken und sie zum Handeln ermutigen können. Der WILA Bonn koordiniert die Ausschreibung und begleitet die Entwickler*innen.
Die Lernmodule sollen Fachkräfte aus dem non-formalen und informellen Lernen – also aus Einrichtungen wie Museen, Naturparks, Forschungseinrichtungen, Nichtregierungsorganisationen usw. – darin weiterbilden, wie sie – gemäß einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – den Kompetenzerwerb bei Lernenden fördern und Handlungsoptionen aufzeigen können. Es geht um Fragen wie: Wie funktioniert gesellschaftliche Veränderung? Welche Rolle spielen Narrative und welche Geschichten erzählen wir, um positive Zukunftsbilder zu entwickeln? Was hat es mit dem Whole Institution Approach auf sich und wie lässt sich das auf meine Bildungseinrichtung übertragen?
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Zur inhaltlichen Begleitung stehen den Entwickler*innen vier Mentor*innen zur Seite. Ebenfalls organisieren die Projektpartner*innen drei Workshops, in denen sich die Entwickler*innen technisch und methodisch weiterbilden können. Darüber hinaus treffen sich alle Projektbeteiligten zu regelmäßigen Werkstätten, in denen sie sich austauschen können.
Aufgabe des WILA Bonn
Der WILA Bonn koordiniert die Ausschreibung und Vergabe der Module, wählt die Mentor*innen aus und begleitet die Modulentwickler*innen im Prozess. Ebenfalls entwickelt der WILA Bonn ein Konzept für die weitere Verbreitung der Inhalte nach Projektende. Bei allen Arbeitspaketen kann der WILA Bonn seine jahrelange Erfahrung aus Projekten mit BNE-Bezug wie Ausgepackt, StadtKlimaWandeln oder KlimaWandel – Learning for Future einbringen.
