IB-Green: Industrie- und Gewerbeparks – klimaresilient & fit für die Zukunft

Franziska Böhm
Beton, Asphalt und wenig Grün: Industrie- und Gewerbeparks sind stark versiegelt und damit besonders anfällig für Folgen des Klimawandels wie Überhitzung und Überschwemmung. Im Projekt „Industrie- und Gewerbeparks – klimaresilient & fit für die Zukunft“ (IB-Green) will der WILA Bonn gemeinsam mit Projektpartnern aus sechs europäischen Ländern diese Folgen puffern – mit der Schaffung sogenannter blau-grüner Infrastruktur.
Die Idee dahinter: Wasser und Grünflächen bei der Gestaltung von Gewerbegebieten im Verbund denken – z. B. unversiegelte Parkplätze, begrünte Hallen, Retentionsgräben und Straßenbegleitgrün. Regenwasser kann auf den Flächen versickern, verdunsten und zurückgehalten bzw. gespeichert werden. Dadurch kühlen diese Gebiete ab, Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen, das Überschwemmungsrisiko sinkt und die Luftqualität verbessert sich. Blau-grüne Infrastruktur hilft so auch dabei, die Gewerbegebiete schöner und gesünder für Menschen zu gestalten. Dies führt zu gesünderen Lebens- und Arbeitsbedingungen und verringert die negativen Auswirkungen des Klimawandels für Unternehmen und auf städtischer Ebene.
Ältere Gewerbegebiete besonders häufig betroffen von den Folgen des Klimawandels
Ein besonderer Schwerpunkt im Projekt liegt auf Industrie- und Gewerbegebieten aus dem letzten Jahrhundert. Sie sind häufig nicht nur besonders stark versiegelt, sondern weisen auch Modernisierungsrückstände auf oder sind mit Schadstoffen im Boden belastet. Dadurch verlieren sie an Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte. Mit dem Projekt besteht die Möglichkeit zur Modernisierung ohne neue Flächen in Anspruch nehmen zu müssen. Das reduziert auch den Druck auf noch unbebaute Flächen in und um die Gebiete .
Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Kommune und Unternehmen
Das Projekt konzentriert sich bei dem Ausbau der blau-grünen Infrastruktur sowohl auf öffentliche Flächen von Industrie- und Gewerbegebieten als auch auf Unternehmensflächen. Damit dies gelingt, strebt das Projekt an, die Zusammenarbeit zwischen kommunaler Seite und Unternehmen zu verbessern und Kommunen und Unternehmen für das Thema zu begeistern . Dafür erstellt das Projekt Aktionspläne, liefert gute Beispiele und bietet allen Beteiligten Trainings und Schulungen rund um das Thema Klimaresilienz an.
Auszeichnung, Trainings und spielerische Auseinandersetzung durch Planspiele
Der WILA Bonn entwickelt im Projekt eine Auszeichnung für Unternehmen, die Maßnahmen für mehr Klimaresilienz auf ihren Flächen umgesetzt haben. Außerdem bietet er themenbezogene Trainings und Austauschformate wie Praxisforen oder Expertenimpulse an. Ebenfalls erarbeitet der WILA Bonn zusammen mit den Projektpartnern europaweite Aktionspläne und stellt Gestaltungsempfehlungen- für eine klimagerechte Gewerbeflächengestaltung zusammen.
Eine besondere Rolle spielen in diesem Kontext Planspiele, die der WILA Bonn gemeinsam mit Kommunen und Unternehmen durchführen möchte, um die Leitlinien zu entwickeln. Außerdem steht er beratend anderen Projektpartner*innen zur Seite, die in ihren Gebieten Flächen umgestalten möchten. Dabei kann er auf seine jahrelange Erfahrung aus dem Netzwerk „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ und den Projekten „Logist.Plus“ und „Faktor Grün“ zurückgreifen.
Projektpartner:
- Climate Alliance of European cities with indigenous rainforest peoples (Lead Partner)
Galvanistraße 28, 60486 Frankfurt am Main, Germany
www.climatealliance.org - Kommune Arnhem
Koningstraat 38, 6811 DG Arnhem, Netherlands
www.arnhem.nl - Green Energy Park
Z1 Researchpark 160, 1731 Zellik, Belgium
www.greenenergypark.be - Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
Rheingaustraße 186, 65203 Wiesbaden, Germany
www.hlnug.de - Metropolregion Lille
Boulevard des Cités Unies 2, 59040 Lille, France
www.lillemetropole.fr - Sandyford BID CLG t/a Sandyford Business District
Burton Hall Avenue 10, A98 FK72 Dublin, Ireland
www.sandyford.ie - Wissenschaftsladen Bonn e. V.
Reuterstraße 157, 53113 Bonn, Germany
www.wilabonn.de - Kommune Leeuwarden
Oldehoofsterkerkhof 2, 8911DH Leeuwarden, Netherlands
www.leeuwarden.nl - Kommune Singen (Hohentwiel)
Hohgarten 2, 78224 Singen, Germany
www.singen.de - Ministerium für Energie und Raumplanung in Luxemburg
Place de l’Europe 4, 1499 Luxemburg
www.mea.gouvernement.lu - Dun Laoghaire Rathdown County Council
Marine Road 2, A96 K6C9 Dublin, Ireland
www.dlrcoco.ie
Projektüberblick
| Laufzeit: | März 2023 – Februar 2027 |
| Förderer: | Programm „Interreg North West Europe“ der Europäischen Union |
| Fördersumme: | 8,9 Millionen € (davon 5,4 Millionen € ERDF) |
SDGs

Ansprechpartner*innen
Bernd Assenmacher
(0228) 20161-49
bernd.assenmacher@wilabonn.de
Franziska Böhm
(0228) 20161-32
franziska.boehm@wilabonn.de
Meike Rohkemper
(0228) 20161-18
meike.rohkemper@wilabonn.de
Dr. Anke Valentin
(0228) 20161-23
anke.valentin@wilabonn.de
Projektwebsite
Verbundkoordination

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Netzwerk „Gewerbegebiete im Wandel“
Projektfilm „Grün statt Grau“
Projekt „Natur in Graue Zonen“
Projekt „Region in der Balance“
Förderer:

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Interreg North West Europe“ der Europäischen Union finanziert. Interreg NWE ist ein Programm der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert wird und darauf abzielt, eine ausgewogene Entwicklung im gesamten nordwesteuropäischen Raum zu unterstützen, alle Regionen widerstandsfähiger zu machen und zu einer besseren Lebensqualität und zum Wohlbefinden aller NWE-Bürger*innen beizutragen.
BNEhoch3 – bilden lernen handeln
Franziska Böhm
Ob Klimakrise oder Artensterben: Um im Hinblick auf globale Krisen nicht zu verzweifeln, brauchen Menschen Widerstandskraft. Bei „BNEhoch3“ entwickeln Bildungsexpert*innen eine Online-Weiterbildung, wie Fachkräfte im Bildungsbereich diese Resilizenz bei Lernenden stärken und sie zum Handeln ermutigen können. Der WILA Bonn koordiniert die Ausschreibung und begleitet die Entwickler*innen.
Die Lernmodule sollen Fachkräfte aus dem non-formalen und informellen Lernen – also aus Einrichtungen wie Museen, Naturparks, Forschungseinrichtungen, Nichtregierungsorganisationen usw. – darin weiterbilden, wie sie – gemäß einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – den Kompetenzerwerb bei Lernenden fördern und Handlungsoptionen aufzeigen können. Es geht um Fragen wie: Wie funktioniert gesellschaftliche Veränderung? Welche Rolle spielen Narrative und welche Geschichten erzählen wir, um positive Zukunftsbilder zu entwickeln? Was hat es mit dem Whole Institution Approach auf sich und wie lässt sich das auf meine Bildungseinrichtung übertragen?
Von Bildungsexpert*innen für Expert*innen
Insgesamt zwölf Module sollen entwickelt, getestet und online gestellt werden – basierend auf dem von Germanwatch 2022/2023 erarbeiteten und vom BMBF geförderten Konzept „BNE-Online-Selbstlernkurs für NIL-Bildungsakteure“. Dieses Konzept gibt eine Struktur vor, der alle Module folgen. Alle Lerneinheiten sollen dementsprechend nicht nur einen thematischen Einstieg bieten, sondern die Teilnehmenden dazu befähigen und ermutigen, das Gelernte zu reflektieren und Strategien zu erarbeiten, wie sie es in ihre alltägliche Bildungsarbeit übertragen können. Jedes Modul wird bei vollständiger Bearbeitung ca. 2 Stunden in Anspruch nehmen. Zusätzlich können die Kursteilnehmenden einzelne Themen vertiefen
Begleitung durch Workshops und Austausch
Zur inhaltlichen Begleitung stehen den Entwickler*innen vier Mentor*innen zur Seite. Ebenfalls organisieren die Projektpartner*innen drei Workshops, in denen sich die Entwickler*innen technisch und methodisch weiterbilden können. Darüber hinaus treffen sich alle Projektbeteiligten zu regelmäßigen Werkstätten, in denen sie sich austauschen können.
Aufgabe des WILA Bonn
Der WILA Bonn koordiniert die Ausschreibung und Vergabe der Module, wählt die Mentor*innen aus und begleitet die Modulentwickler*innen im Prozess. Ebenfalls entwickelt der WILA Bonn ein Konzept für die weitere Verbreitung der Inhalte nach Projektende. Bei allen Arbeitspaketen kann der WILA Bonn seine jahrelange Erfahrung aus Projekten mit BNE-Bezug wie Ausgepackt, StadtKlimaWandeln oder KlimaWandel – Learning for Future einbringen.
StadtKlimaWandeln: Neue Ideen für Düne und Hundewiese

Franziska Böhm
Das Projekt „StadtKlimaWandeln” von Universität, Stadtverwaltung und WILA Bonn bringt Wissenschaft, Stadt und Bürger*innen zusammen. Studierende haben ihre Vorschläge für die Hundewiese Rheinaue und die Düne Tannenbusch zur Diskussion gestellt.
Wie kann man für mehr biologische Vielfalt sorgen und gleichzeitig Flächen und Stadtquartiere lebenswerter machen? Andere – nämlich insektenfreundliche – Pflanzen und Sträucher, ein Parcours aus Holz für Hunde und mehr Schattenplätze für Menschen: Das sind nur ein paar der ganz konkreten Vorschläge, mit denen Studierende aus 13 verschiedenen Fachrichtungen die bisher eintönige Hundewiese in der Rheinaue aufwerten wollen – für Mensch, Tier und fürs Klima.
Die Studierenden sind Teil eines Vorreiter-Projekts, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert wird. Ziel ist es, an ganz praktischen Herausforderungen in der Stadt über alle wissenschaftlichen Fachdisziplinen hinweg und unter Einbeziehung der Studierenden und Bürger*innen daran zu arbeiten, zu Klima-Anpassung und biologischer Vielfalt beizutragen.
Baumfällen als Naturschutz
Nicht nur mit der Hundewiese in der Rheinaue haben sich die Studierenden im Rahmen ihres interdisziplinären Seminars auseinandergesetzt. Eine zweite Gruppe nahm die Düne Tannenbusch unter die Lupe: wissenschaftlich, indem die Studierenden sich – wie ihre Kommiliton*innen bei der Hundewiese – die Unterstützung von Forschenden verschiedener Fachrichtungen einholen konnten. Dazu kam die Expertise der Bürger*innen und Gruppen vor Ort, die die Studierenden befragt haben. Diskutiert wurden bei der Präsentation u.a. die Idee der Studierenden, die von der Natur her so besondere Binnendüne mit mehr Einsatz als bisher zu pflegen und dabei die Bürger*innen aus Tannenbusch z.B. über bezahltes Ehrenamt miteinzubeziehen. Wichtig sei auch, den Menschen vor Ort gut zu erklären, was im Sinne des Naturschutzes für die Düne wichtig ist: So müsste man, um die Düne in ihrer Einzigartigkeit mit ihren seltenen Pflanzen und Tieren zu schützen, sich ausbreitende Robinien und Brombeeren entfernen. Baumfällen als Naturschutz – das will gut erklärt sein!
Gemeinsam anders denken
Projektleiterin Brigitte Peter vom WILA Bonn: „Wir freuen uns, dass wir lokale Herausforderungen so auf neue Weise bewältigen können, indem die Expertise aller wichtigen Akteursgruppen zusammenfließt.“ Gemeinsam könne man anders denken und neue Ideen entwickeln. Das Projekt „StadtKlimaWandeln“ dauert bis September 2025 und wird neben den Flächen auch weitere Themen kooperativ angehen. Der Fokus liegt stets auf Klimaresilienz, Biologischer Vielfalt und einem hohem Lebenswert für die Menschen.
Enge Zusammenarbeit zwischen Gesellschaft und Wissenschaft – mit Service Learning
Prof. Dr. Annette Scheersoi, Prorektorin für Nachhaltigkeit an der Universität Bonn, sagt: „Wir wollen im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie systematisch Strukturen einer engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft unterschiedlicher Disziplinen und Gesellschaft aufbauen.“ Das Seminar sei auch ein gutes Beispiel für die Bemühungen, Nachhaltigkeit stärker in allen Bereichen der Universität zu verankern. „Dies geschieht in der Forschung, im Betrieb, aber auch in der Hochschullehre, und zwar sowohl inhaltlich als auch methodisch“, sagt die Prorektorin. Durch neue Lehr- und Lernaktivitäten sollen die Studierenden sich mehr und vor allem praxisnah mit Nachhaltigkeitsthemen auseinandersetzen.
Prof. Scheersoi: „Das Projekt nutzt ‚Service Learning‘ als Lehr- und Lernform. Das fachliche Lernen in der Uni wird dabei mit gesellschaftlichem Engagement verbunden -ein Format, das allen Beteiligten nützt, Sinn stiftet und Spaß macht.“ Sechs Forschende aus drei Fakultäten der Universität , die die Studierenden zuvor im Rahmen eines „Speed-Datings“ kennengelernt hatten, brachten sich hoch engagiert in das Projekt ein. Das Service Learning soll an der Universität Bonn weiter ausgebaut werden. Dazu wurde bereits eine Koordinationsstelle eingerichtet.
Zum Projekt-Hintergrund:
Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie die Klimaneutralität oder der Erhalt der Biodiversität lassen sich in Kommunen nur dann bewältigen, wenn sich alle wichtigen Akteursgruppen beteiligen. Doch wie gelingt es der nach Arbeitsbereichen ausgerichteten Stadtverwaltung und der meist disziplinär organisierten Wissenschaft dauerhaft “nah am (interdisziplinären) Problem” zu sein und mit “fachfremden” Bürger*innen zu arbeiten?
Das Projekt “StadtKlimaWandeln”, bei dem Universität Bonn, Stadtverwaltung Bonn, WILA Bonn sowie zivilgesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeiten, will diese “Systemgrenzen” überwinden helfen: Die Brücke sollen als Change-Agents Studierende ganz unterschiedlicher Fachrichtungen der Universität Bonn, unterstützt von Wissenschaftler*innen, schlagen. Denn die Studierenden sind gleichzeitig Teil der Hochschule und der Stadtbevölkerung. Der WILA Bonn, der an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft arbeitet, unterstützt Uni und Stadt v. a. bei der konkreten Gestaltung und Durchführung der gemeinsamen Zusammenarbeit mit Bürgern. Vorgehensweise, Ergebnisse und Erkenntnisse münden u.a. in zusätzliche Lehrangebote zu Nachhaltigkeitsthemen an der Universität Bonn, in ein Coaching-Modul für Lehrende und in einen Good-Practice-Leitfaden, der bundesweit verbreitet wird.
Um auf Dauer weitere Themen zu identifizieren, die Bürger*innen, Stadtverwaltung, Wissenschaft bzw. Studierenden sowie weiteren Akteursgruppen auf den Nägeln brennen und die gemeinsam angegangen werden können, ist spätestens 2025 ein sogenanntes “Transformationsfestival” geplant, bei dem sich alle Bürger*innen und Organisationen einbringen sollen, die Interesse haben, Bonn gemeinsam klimaresilient, biologisch vielfältig und lebenswert zu gestalten.
Weitere Informationen:
Projektinfos
Nachhaltigkeitsstrategie der Universität Bonn
Kontakt für die Medien:
Brigitte Peter
Tel.: 02 28/201 61-27
E-Mail: brigitte.peter@wilabonn.de
Gesucht: Bildungsexpert*innen, die Lernmodule für eine Online-Weiterbildung für BNE-Bildungsakteur*innen des non-formalen und informellen Lernens entwickeln!
Franziska Böhm
Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn sucht Bildungsexpert*innen, die Module für eine Online-Weiterbildung im Rahmen des vom BMBF geförderten Vorhabens „BNE-Selbstlernkurs: Online-Module für Bildungsakteure des non-formalen und informellen Lernens“ entwickeln. Um die genaue Ausschreibung zu erhalten, wenden sich Interessierte gerne an laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de.</a> Die Bewerbungfrist ist abgelaufen!
Der Kurs soll aktive Bildungsexpert*innen darin weiterbilden, wie sie Lernende in ihrer Resilienz im Umgang mit globalen Krisen stärken können und hierzu zahlreiche thematische sowie methodische Zugänge aufzeigen. Die Lernmodule sollen dabei den veränderten Bildungsbedarf aufgreifen, der sich durch gesellschaftliche Transformation, Partizipationsprozesse, die Handlungsbefähigung zur politischen Mitgestaltung etc. entwickelt hat.
Von BNE-Expert*innen für BNE-Expert*innen
Insgesamt zwölf Module sollen entwickelt, getestet und online gestellt werden – basierend auf dem von Germanwatch 2022/2023 erarbeiteten und vom BMBF geförderten Konzept „BNE-Online-Selbstlernkurs für NIL-Bildungsakteure “. Es geht um Themen wie transformatives Lernen, Didaktik in der politischen Bildung oder den Whole Institution Approach. Hierbei können Auftragnehmer*innen das jeweilige Bildungsmodul gerne durch eigene inhaltlichen Schwerpunkten konkretisieren. Verbindendes Element ist die gemeinsame BNE-Ausrichtung der Lernmodule.
Begleitung durch Workshops und Austausch
Die Erarbeitung der Module wird sowohl durch Workshops als auch individuell und technisch begleitet werden. Die Entwicklung erfolgt im Rahmen des vom BMBF geförderten Vorhabens „BNE-Selbstlernkurs: Online-Module für Bildungsakteure des non-formalen und informellen Lernens“. Verbundpartner ist die ZEBRALOG GmbH.
Bei Interesse und für die Aufnahme in den Ausschreibungsverteiler, wenden Sie sich gerne an Frau Laura Fuchs-Steinhaus (laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de).
Kontakt:
Laura Fuchs-Steinhaus
laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de
BioHero – Spielerisch zum nachhaltigen Job oder Lebensstil

Franziska Böhm
Ob zum Einsparen von Verpackungen oder für die nachhaltige Berufsorientierung: Das neue Smartphone-Spiel „Mission BioHero“ und die App „Label BioHero“ des Projektes „Allthings.BioPRO“ vom Wissenschaftsladen (WILA) Bonn sowie weiteren Partner*innen aus sechs europäischen Ländern unterstützen Menschen aller Altersgruppen auf ihrem Weg zu einem nachhaltigeren Lebensstil. Beide Apps sind jetzt im Apple Store und Google Play Store kostenfrei downloadbar.
Das Spiel und die App stellen verschiedene Themenbereiche rund um die Bioökonomie vor – einem wachsenden Wirtschaftszweig, bei dem es darum geht, Produkte und Herstellungsweisen zu entwickeln, die auf nachwachsende Rohstoffe zurückgreifen. Spielende können bei Mission BioHero die Bereiche Lebensmittelverpackungen, Mode & Textilien, Kinder & Schule, Beruf & Karriere oder Nachhaltigkeit erkunden. Dabei beantworten sie Fragen oder erledigen Aufgaben – im Spiel wie im realen Leben. Es geht um Fragen wie: Aus welchen Materialien kann Mode bestehen, die wirklich nachhaltig ist? Welche Jobprofile gibt es in der Bioökonomie?
Von Bürger*innen und Bildungsexpert*innen gestaltet
Die Software für die Anwendungen wurde im Rahmen des EU-Projekts Allthings.BioPRO entwickelt. Das Besondere daran: An der Entwicklung haben sich Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen europäischen Ländern beteiligt ebenso wie Vertreter*innen aus Bildung, Politik, Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft. Der WILA Bonn hat diesen Beteiligungsprozess koordiniert und zusätzlich das Spielthema Berufseinstieg in die Bioökonomie betreut. Laura Fuchs-Steinhaus vom WILA Bonn über die Idee dahinter: „Durch die Beteiligung stellen wir sicher, dass Spiel und App auch die Themen behandeln, die Bürger*innen bei der Bioökonomie interessieren. Das ist sehr wichtig, denn bisher wissen nur wenige Menschen, was es damit überhaupt auf sich hat – und Spieleentwickler*innen somit wenig über die Bedürfnisse der Menschen in diesem Bereich.“
Spiel und App sollen auch zukünftig direkt die Möglichkeit geben, die biobasierte Wirtschaft und Forschung mitzugestalten. Daher sammeln sie ebenfalls Meinungen und Ideen rund um das Thema Bioökonomie: Wünschen sich Bürger*innen z. B. nachhaltigere Verpackungen für Essenslieferungen? Oder wollen sie mehr darüber erfahren, wo sie fair hergestellte Mode in ihrer Stadt finden können? Die generierten Daten werden in anonymisierter Form Politik und Wirtschaft zur Verfügung gestellt.
Vielseitige Einsetzmöglichkeiten auch für den Unterricht
Mission BioHero eignet sich für Spielende ab 12 Jahren auf Smartphone und Tablet und ist aktuell auf Englisch, Deutsch, Niederländisch und Italienisch verfügbar. Bei Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren empfiehlt sich die Unterstützung durch einen Erwachsenen, um Terminologien und weitere Fragen zu besprechen. Das Spiel lässt sich auch in den Schulunterricht integrieren, dazu erscheint in Kürze ein Handbuch.
Mit der Smartphone-App Label BioHero können Interessierte Informationen zu (Öko-)Logos und Labels abrufen, die für Produkte der Bioökonomie relevant sind. Die App funktioniert ganz einfach über einen integrierten Label-Scanner oder eine schriftliche Eingabe; sie ist in englischer Sprache verfügbar.
Über Allthings.BioPRO:
Das Projekt läuft noch bis August 2023. Gefördert wird Allthings.BioPRO im Rahmen des EU Horizont 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms gefördert. Projektkoordinator ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. Mehr Infos auf https://www.allthings.bio/
Kontakt:
Laura Fuchs-Steinhaus
0228 / 201 61 51
laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de
Empowerment für Klima & Co. – mit den Inner Development Goals

Franziska Böhm
Die Auswirkungen der globalen Klimakrise sind spürbar. Aber vielen Menschen fällt es angesichts der Komplexität und des vermeintlich nur winzigen eigenen Beitrags schwer, ins Handeln zu kommen. Das Projekt „Aktiv werden fürs Klima: Nicht nur wollen, sondern handeln!“ will Menschen “empowern” und nutzt dafür den innovativen Ansatz der sogenannten Inner Development Goals (IDGs).
Modulhandbuch online: Empowerment für Klima & Co. – mit den Inner Development Goals
Was macht den jungen Ansatz der Inner Development Goals (IDGs) so spannend und innovativ für die Transformation? Und wie kann er dazu beitragen, dass Menschen nicht nur wollen, sondern tatsächlich handeln. In unserem kostenlosen Modulhandbuch erläutern wir:
- was den Ansatz der IDGs so besonders macht,
- auf welche Weise er mit seinem Fokus das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bereichert und
- wie Sie diese transformativen IDG-Fähigkeiten – mit Hilfe unseres Weiterbildungskonzepts und (kostenlosen) Modulhandbuchs – selbst lernen und vermitteln können.
> zum Modulhandbuch
> zum Zoom-Stream, der das Konzept der IDGs und unser Vorgehen erklärt
IDG-Weiterbildungen 2025
Wie finden Sie für sich das richtige Maß an Mut, Ausdauer, Empathie, um sich immer wieder aktiv für die gesellschaftliche und ökologische Veränderung einzusetzen – und dabei weder auszubrennen noch sich ohnmächtig klein zu fühlen? Insbesondere für engagierte Menschen und solche, die es werden wollen, ist es wichtig, sich damit bewusst und mit allen Sinnen auseinanderzusetzen. Mit den IDGs können Sie sich (und ihr Team) neu und kraftvoll ausrichten – und darüber hinaus lernen, wie Sie die IDGs als Multiplikator*in für andere Menschen nutzbar machen.
- 31. März 2025, 11-12 h – Info zur Weiterbildung Selbstempowerment für Klima& Co.
Anmeldung unter: bildungszentrum@wilabonn.de - 15. – 18. Sept. 2025 – „Selbstempowerment für Klima & Co. – mit den Inner Development Goals (IDGs)“, (4-tägiger Bildungsurlaub), (4-tägiger Bildungsurlaub)
- 24. – 28. Nov. 2025 – Train the Trainer-Fortbildung: IDG Advanced Toolkit. Methodeneinsatz für die Arbeit mit den Inner Development Goals (IDGs) und den SDGs (5-tägiger Bildungsurlaub)
Zum Hintergrund: Der Ansatz der IDGs zum Training von Transformations-Kompetenzen
Das Projekt basiert auf dem noch jungen Ansatz der Inner Development Goals (IDGs): Diese werden nach Projekt-Erfahrungen des WILA Bonn von jungen Menschen (und von Erwachsenen, die die übergeordneten Sustainable Development Goals, SDGs, kennen) als greifbar empfunden, wenn es darum geht, die eigenen Fähigkeiten zu beleuchten und herauszufinden, was sie – ganz individuell und dann auch im Team – brauchen, um sich zu engagieren. Damit können die IDGs als Kompetenzmodell im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung dienen, das einen neuen Fokus setzt.
Von den fünf IDG-Bereichen (Sein, Denken, Beziehungen, Zusammenarbeit, Handeln) bezieht sich das Projekt explizit auf die Bereiche 1 (Sein) und 3 (Beziehungen), da die Dimensionen der Persönlichkeitsentwicklung und der Verbundenheit (Fremd- und Selbstbezug) hohe Relevanz fürs Handeln haben und i.d.R. in der Bildung bisher kaum Raum bekommen. Persönlichkeitsmerkmale wie Mut, Empathie oder Ambiguitätstoleranz sind zwar nicht trainierbar wie kognitive Kompetenzen, aber in Form einer selbstreflektiven und erlebten Auseinandersetzung veränderungsfähig und damit Gegenstand von Trainingskonzepten. Modelle der humanistischen Psychologie sind mit ihrem Fokus auf Selbsterfahrung und erfahrungsbewährter Methodenvielfalt Grundlagen der Weiterbildung. Ziel der Train-the-Trainer-Weiterbildung und der Lehrmaterialien war und ist es, diesen Ansatz auch für Multiplikator*innen eigenständig und flexibel nutzbar zu machen, die keine psychologische Vorbildung haben.
Konkrete gesellschaftliche Herausforderung
Schule, Hochschule, aber auch außerschulische Bildung konzentrieren sich bei der Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem Klimawandel häufig auf die Wissensvermittlung. Gerade die Dringlichkeit und das Knowledge-Action-Gap bei der Bewältigung des Klimawandels macht deutlich: Bildung muss auch andere Transformationskompetenzen in den Blick nehmen muss.
Den Impuls für das Vorhaben gaben Bonner Studierende verschiedener Fachrichtungen, die im Projekt “KlimaWandel – Learning for Future “ (gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW) erarbeiteten, wie Hochschullehre aussehen könnte, die sie in die Lage versetzt, einen aktiven Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels zu leisten. Dabei sahen sie explizit Bedarf bei den IDG-Bereichen 1 und 3.
Was ist das Neue und Modellhafte?
Da diese Kompetenzen in den Lehrplänen, aber auch in der außerschulischen Bildung bisher kaum Platz haben, Lehrende auch nicht dazu ausgebildet sind, kommt der Entwicklung einer entsprechenden, praxisnahen, modular anwendbaren und auf verschiedene Zielgruppen übertragbaren Weiterbildung Modellcharakter zu.
Das Weiterbildungsformat wurde entwickelt, reflektiert sowie in einer diversen Zielgruppe auf Praktikabilität, Lernergebnis und Übertragbarkeit getestet. So ist ein offenes Konzept entstanden, das sich verändern und auf andere gesellschaftliche Themen übertragen lässt.
| Laufzeit: | März 2023 – Januar 2024 |
| Förderer: | Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen |
SDGs

Ansprechpartnerin
Brigitte Peter
(02 28) 201 61-27
brigitte.peter@wilabonn.de
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Projektpartner

Förderer

KlimaCoachingSpiel: Aktiv fürs Klima!

Franziska Böhm
Welche Auswirkungen der Klimawandel hat, wissen die meisten. Aber was braucht es, damit ich als Einzelne*r, oder als Gruppe aktiv werde? Das Projekt „Aktions-Reflexions-Tool: Aktiv fürs Klima“ entwirft und testet in Workshops mit Jugendlichen und Studierenden eine interaktive Klima-Kompetenz-Landkarte, die dabei unterstützen soll, sich für das Klima zu engagieren.
Die Idee zum Projekt “KlimaCoachingSpiel: Aktiv fürs Klima!” entstand im Projekt „KlimaWandel – Learning for Future“. Rund 30 Studierende aus verschiedenen Fachbereichen diskutierten dabei, was es braucht, damit sie fürs Klima aktiv werden. Ihre Erkenntnis: Fachwissen alleine reicht nicht aus! Es braucht – ganz im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung – deutlich mehr Kompetenzen.
Landkarte zeigt Kompetenzen für klimagerechtes Handeln
An diesem Punkt setzt das Projekt “Aktions-Reflexions-Tool: Aktiv fürs Klima!” an. Hier soll ein Klima-Coaching-Spiel entstehen. Im Spiel bereisen die Spielenden Länder auf einer Art Landkarte (z. B. Innovation Island, der Sumpf der Gewohnheit oder das Bermudadreieck des Konsums) mit Hilfe von Kompetenzkarten (z. B. Mut, systemisches Denken oder Kommunikationsfähigkeiten). Dieses Bereisen soll die Möglichkeit geben, sich persönlich zu “verorten” Hindernisse zu reflektieren, aber auch über eigene bzw. gemeinsame Wege zur Klimaneutralität zu sprechen und zu diskutieren. So soll das Spiel dabei helfen, die Lücke zwischen Wissen und Handeln zu schließen und gerade junge Menschen dazu motivieren, selbst ins Handeln zu kommen.
Aus der Perspektive von Jugendlichen für Jugendliche
Damit das Spiel aber auch wirklich die Themen aufgreift, die Jugendliche und junge Erwachsene umtreibt und „ihre Sprache“ spricht, entwickeln Studierende und Schüler*innen dieses „Serious Game“ von Anfang an auf Augenhöhe mit. Dafür veranstaltet der WILA Bonn zwei je 4-stündige Kreativ-Workshops mit Studierenden aus dem „KlimaWandel – Learning for Future”-Projekt sowie von Fridays for Future und Schüler*innen. Dabei konzentrieren sich die Studierenden dann vor allem auf die bildliche Ausarbeitung der Landkarte, während die Schüler*innen eingeladen werden, ihre eigenen Bilder für die Kompetenzen zu finden, zu entwerfen und zu dokumentieren. Inhaltlich orientiert sich das Projekt dabei an den Inner Development Goals.
Kreativer Prozess mit Kölner Künstlerin
Die Künstlerin und Regisseurin Christiane Büchner aus Köln begleitet die Workshops, gibt kreative Impulse und setzt die Ergebnisse anschließend als weitere Ausgestaltung von Landkarte und Kompetenzkarten um. Prototypen des Tools wiederum erprobt das Projekt in weiteren Workshops mit den Studierenden und Schüler*innen, und die Rückmeldungen werden in einer zweiten Zeichenphase eingearbeitet. Ein Teil der Jugendlichen erarbeitet außerdem Einsatzmöglichkeiten für das Tool und Anleitungsinformationen.
Zahlreiche Materialien zur Verbreitung und Ausleihmöglichkeiten
Der WILA Bonn erstellt eine Begleit-Broschüre (Print und Web), die auch eine Anleitung zur Selbstherstellung des Tools enthält. In der nächsten Projektphase wird das Tool und seine „Idee” über die Kommunikationskanäle und Netzwerke des WILA Bonn verbreitet, v.a. im Bereich Fridays for Future und Scientists for Future, Schulen, Hochschulen, außerschulische Bildungseinrichtungen, BUND/Nabu. 25 Versionen des Tools werden professionell produziert, 15 der Spielsets werden per Gewinnspiel über Social Media verlost. Die übrigen 10 Sets können Interessierte beim WILA Bonn auch über die Projektlaufzeit hinaus gegen eine Versandgebühr von 10 Euro ausleihen.
Projektüberblick
| Laufzeit: | März 2023 – März 2024 |
| Förderer: | Deutsche Postcode Lotterie |
SDGs

Unterlagen zum Download
Ansprechpartner*in
Für den Verleih des Spiels
Holger Nielen
0228 20161-0
holger.nielen@wilabonn.de
Projektverantwortliche
Monika Konigorski
0228 20161-0
monika.konigorski@wilabonn.de
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Förderer

Kostenlose Workshopreihe: Insektenvielfalt beobachten und dokumentieren leicht gemacht
Franziska Böhm
Dazu gehen die Teilnehmenden gemeinsam in den Bildungs- und Nutzgarten der VHS und schauen zusammen mit Insekten-, Monitoring- und Naturgartenexpert*innen, welche Insekten sie finden und bestimmen können. Sie erproben dabei eine Zähl- und Bestimmungshilfe und entwickeln sie gemeinsam so weiter, dass Erfolgserlebnisse beim „Insekten-Check“ vorprogrammiert sind.
Die Workshops werden in Kooperation von VHS Bonn und dem Wissenschaftsladen Bonn e.V. im Rahmen des Projekts „Insekten-Check“ angeboten.
Das Projekt „Insekten-Check“ wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur NRW.
Seien Sie mit dabei und tauchen Sie mit uns in die Welt der Insekten ein! Vorerfahrungen bezüglich Pflanzen und Insekten sind nützlich, aber keine Voraussetzung. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Eckdaten:
Termine:
Teil I: 2.5.2023, 15:30 – 17:45 Uhr
Teil II: 25.5.2023, 15:30 – 18:00 Uhr
Teil III: 5.9. 2023, 15:30 – 17:30 Uhr
Ort: VHS Bonn, Treffpunkt wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Anmeldung:
Über die Website der VHS Bonn
Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:
Monika Konigorski
(02 28) 201 61-41
monika.konigorski@wilabonn.de
Neue Broschüre: Klimagerechtes Handeln in Unterricht und Freizeit

Franziska Böhm
Neue Module für Lehrkräfte und Multiplikator*innen in der außerschulischen Bildung
Ob Abfallvermeidung, Strom sparen oder umweltbewusste Ernährung: Jugendliche zum aktiven Lernen und Handeln zu motivieren, ist ganz im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Um Lehrkräfte und Multiplikator*innen dabei zu unterstützen, gibt das Bildungszentrum im Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V. in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn und LizzyNet gGmbH jetzt eine Sammlung von 11 thematisch unterschiedlichen Modulen heraus.
Entdeckungsreisen durch den „Dschungel“ oder doch lieber nachhaltige Verpackung?
Das Material zu Themen wie „Entdeckungsreise in den Wiesendschungel“, „Abfall und nachhaltige Verpackungen“ oder „nachhaltige Berufsorientierung“ ist so aufgebaut, dass Lehrkräfte damit direkt arbeiten können. Die darin vorgestellten Methoden sollen individuelle und selbstbestimmte Lernwege eröffnen. Sie setzen an der natürlichen Neugier von Lernenden an, wirken aktivierend und unterstützen das kooperative Lernen in Gruppen. Neben Klimagerechtigkeit greifen die Lerninhalte auch Themen wie Armut, Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie oder internationale Gesundheit auf. Gleichzeitig lassen sich die meisten Module auch leicht auf eigene Themen übertragen und online umsetzen.
Von Lehrkräften und Bildungsreferent*innen entwickelt
Gemeinsam und praxisorientiert haben Lehrkräfte, Bildungsreferent*innen und Multiplikator*innen die Materialien in mehreren Workshops und Austauschtreffen entwickelt – im Rahmen des Kooperationsprojektes: „Aktiv lernen und handeln – Entwicklung und Verbreitung eines innovativen, digitalen Schulungskonzeptes im Bereich BNE“. Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Download der Broschüre:
Broschüre „Klimagerechtes Handeln Jugendliche zum aktiven Lernen und Handeln motivieren“
Kontakt beim Wissenschaftsladen (WILA) Bonn:
Dr. Cornelia Voß
(02 28) 201 61-50
cornelia.voss@wilabonn.de
Idee – und wie?!

Franziska Böhm
Ob für die Nachbarschaftshilfe oder mehr Grün: Im Projekt „Idee – und wie?!“ können sich kleine Initiativen aus Bonn und Umgebung fortbilden, die sich in ihrem Wohnumfeld engagieren möchten. Die kostenlosen Fortbildungen sind dabei passend auf sie zugeschnitten – und interaktiv!
Für ihr Wohnumfeld sind Bürgerinnen und Bürger die besten Expert*innen. Sie sehen, wo es an Engagement fehlt, wie sie ihr Umfeld noch lebenswerter machen können, wo es Herausforderungen zu begegnen gilt. Am Anfang stehen oft eine tolle Idee und viel Elan: „Lasst uns unsere Straße grüner gestalten und für Insekten und Vögel attraktiver machen!“ oder „Lasst uns einen sozialen Treffpunkt etablieren, der für alle offen ist und das Miteinander stärkt.“ Manchmal stocken solche Vorhaben aber – wenn etwa Aufgaben anstehen, für die man sich nicht geeignet fühlt oder wenn das nötige Wissen fehlt. Ob es darum geht, die Idee zu konkretisieren, Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen, Co-Creation-Methoden anzuwenden oder nötige Gelder zu beschaffen, Wissen über nachhaltiges Gärtnern zu erlangen, Versammlungen zu moderieren oder Öffentlichkeitsarbeit anzugehen – die Herausforderungen können vielfältig sein.
Anderen Mut machen und sie motivieren
Hier bietet der WILA Bonn Unterstützung an, damit gerade kleine, private Ideen nicht im Sande verlaufen, sondern Spaß machen: wenn Hürden überwunden und die eigenen Ideen umgesetzt werden können. Dafür entwickelt der WILA Bonn gemeinsam mit den Interessierten Weiterbildungsangebote, die auf ihren Bedarf zugeschnitten und für die Teilnehmenden kostenfrei sind. Bis zu fünf Projekte können davon profitieren – und ebenso vom Austausch untereinander. Audioaufnahmegerät und Mikrofon sind immer dabei, um direkt von besonderen Momenten erzählen zu können. Gemeinsam reflektieren sie so den Prozess und konzipieren dazu eine Podcastfolge des WILA Bonn. Am Ende entsteht eine Hörgeschichte, die auch anderen Mut machen kann, ihre Ideen umzusetzen.
Flexible Weiterbildungsangebote genau nach Bedarf
Die Unterstützung geschieht im Rahmen des Projektes „Idee – und wie?!“, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft über den Innovationsfonds NRW gefördert wird. Aus den Erfahrungen dieses Projektes entwickelt der WILA Bonn ein Modell für flexible Weiterbildungsangebote, das auch für andere Bildungseinrichtungen interessant sein kann und Ideen für neue Arten der Weiterbildung liefern soll. Die Gelingensfaktoren werden in einem Bericht veröffentlicht, so dass auch andere Weiterbildungseinrichtungen dazu Zugang haben.
Projektüberblick
| Laufzeit: | Januar 2024 – Dezember 2024 |
| Förderer: | Ministeriums für Kultur und Wissenschaft (MKW) des Landes Nordrhein-Westfalen |
SDGs

Ansprechpartnerin
Monika Konigorski
0228 20161-41
monika.konigorski@wilabonn.de
Projektergebnisse
Gelingensfaktoren für flexible Bildungsarbeit
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Förderer

