Fahrradexkursionen durch das Klimaviertel Bonn

Franziska Böhm
Was passiert eigentlich im größten Klimaviertel Bonns? In zwei Exkursionen wollen wir ausgehend vom Klimamobil das Klimaviertel mit dem Fahrrad erkunden. Dabei machen wir Halt bei spannenden Initiativen und Vereinen, die sich für den Klimaschutz und Nachhaltigkeit engagieren und uns ihre Arbeit vorstellen.
Auf diese Weise wird blitzlichtartig beleuchtet, welche Akteur*innen im Klimaviertel aktiv sind. Die größtenteils durch Ehrenamt getragenen Initiativen bekommen noch mehr Sichtbarkeit. Und die Teilnehmer*innen der Exkursionen lernen ihre Stadt aus einem neuen Blickwinkel kennen und können Inspirationen sammeln für ihr eigenes Engagement.
Im Nachgang der beiden Fahrradexkursionen erstellen wir eine schematisierte Karte des Klimaviertels, auf der nachhaltig wirkende Initiative und Vereine eingezeichnet sind.
Wir kooperieren mit dem ADFC, die u.a. als professionelle Tourenleitung für die Verkehrssicherheit der Exkursionen sorgen und Radeln ohne Alter, welche dankenswerterweise die Rikscha Fahrten ermöglichen.
Termine:
Online-Veranstaltung für interessierte Initiativen (Fahrradexkursion sowie Erstellung der Karte)
12.04.2026, 18.00-19.00 Uhr (via Zoom)
1. Fahrradexkursion:
16.05.2026. 12.00 bis 15.00 Uhr
2. Fahrradexkursion:
13.06.2026; 12.00 bis 15.00 Uhr
Treffpunkt ist jeweils die Volkshochschule Bonn, Müllheimer Platz 1. Vor dem Gebäude am Klimamobil
Sie vertreten eine nachhaltig wirkende Initiative oder einen Verein, und möchten gerne als Station auf einer der Fahrradexkursionen angefahren werden oder auf der im Nachgang erstellten Karte eingezeichnet werden? Nehmen Sie gerne Kontakt auf: martin.leichtfuss@wilabonn.de
Teilnahme und Anmeldung:
Die Teilnahme an den Fahrradexkursionen ist unentgeltlich.
Für Interessierte, die nicht mit dem Fahrrad fahren können oder kein Fahrrad haben, organisieren wir eine Rikscha-Fahrt. Sprechen Sie uns unbedingt vorher an. Kontakt: martin.leichtfuss@wilabonn.de
Zur Anmeldung für die erste Fahrradexkursion am 16.05.2026
Zur Anmeldung für die zweite Fahrradexkursion am 13.06.2026
Nachhaltige Kita, nachhaltige Kindertagespflege – Mit Kindern aktiv für die Welt

Franziska Böhm
Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e.V. zeichnet Kitas und Kindertagespflegestellen aus, die die Kinder im Alltag ganz selbstverständlich ebenso an Klima- und Umweltschutz wie an soziale Gerechtigkeitsthemen heranführen und ein nachhaltiges Handeln vorleben. So wird Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) schon in der Elementarpädagogik verankert.
In vielen Kitas und zum Teil auch schon in der Kindertagespflege sorgen Fachkräfte dafür, dass sich die Kinder bereits mit zukunftsrelevanten Themen beschäftigen und gemeinsam nachhaltig handeln. Allerdings geschieht dies oft nur punktuell und für einen kurzen Zeitraum. Hier setzt unser Projekt „Nachhaltige Kita, nachhaltige Kindertagespflege“ an: Es zielt darauf ab, Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) schon in der frühkindlichen Bildung zwischen 0 und 6 Jahren fest zu etablieren beziehungsweise noch weiter zu stärken. Wir begleiten die Fachkräfte daher in einem mehrmonatigen Prozess, um ihre Vision von mehr Nachhaltigkeit umzusetzen.
Globale Nachhaltigkeitsziele lokal umsetzen
Die Fachkräfte aus den teilnehmenden Kitas und der Kindertagespflege werden in unseren Online-Workshops zu BNE-Multiplikator*innen geschult. Sie geben dieses Wissen weiter und passen gemeinsam mit dem Team und den Eltern ihre pädagogische Praxis an, etablieren ressourcenschonende Alltagsänderungen und schaffen regelmäßige Bildungsanlässe, um BNE ganzheitlich umzusetzen (Whole Institution Approach). Grundlage bilden die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) – die Schwerpunkte reichen von Müllvermeidung und Ernährung über Artenvielfalt bis hin zu Geschlechtergerechtigkeit und kulturelle Vielfalt. Die Perspektive des Globalen Lernens spielt hier eine zentrale Rolle – die Fachkräfte setzen die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) lokal um. Ein solcher Ansatz in der Elementarpädagogik schafft bei Fachkräften, Kindern und Eltern Verständnis für (weltweite) Zusammenhänge, ermöglicht ein wertschätzendes Denken und Handeln und macht fit für die Zukunft.
Die Umsetzung ihrer Schwerpunkte dokumentieren die Fachkräfte über unsere Projekt-Website nachhaltige-kita.info. Diese Dokumentationen können wiederum als erprobte Praxisbeispiele auch andere Interessierte inspirieren. Abschließend werden die erfolgreichen Kitas und inzwischen auch Kindertagespflegestellen vom WILA als Lernorte für Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Die Auszeichnung macht deutlich: Hier werden die Kinder im Alltag ganz selbstverständlich an Nachhaltigkeitsthemen herangeführt und lernen zukunftsfähiges Handeln.
Teilnehmen
Das Projekt läuft bis Dezember 2028 und wird zum Großteil gefördert von Engagement Global. Die Teilnahme kostet daher nur 80 Euro für Kitas und 40 Euro für Kindertagespflegepersonen (für Workshops, Ordner und Plakette). Im Förderzeitraum sollen bundesweit 80 Kitas sowie 80 Kindertagespflegepersonen als nachhaltig ausgezeichnet werden. Eine Anmeldung ist über die Projektwebseite möglich.
Projektüberblick
| Laufzeit: | Januar 2026 – Dezember 2028 |
| Förderer: | Engagement Global mit Mitteln des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung |
SDGs

Ansprechpartnerinnen
Annika Voßen
(0228) 20161-20
annika.vossen@wilabonn.de
Antje Lembach
(0228) 20161-30
antje.lembach@wilabonn.de
Projektwebsite
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Förderer
Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

Projektwerkstatt für eine klimaresiliente Bonner Innenstadt: vier Ideen mit Eigen-Sinn entwickelt

Franziska Böhm
Vier Projektideen entwickelten die Teilnehmenden der zweiteiligen Projektwerkstatt, die im Rahmen des Klimaviertel Bonn auf Einladung des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und des Quartiersmanagements des Macke-Viertels stattfand. Ausgangspunkt der Projektwerkstatt war die Frage an die Teilnehmenden: Was begeistert dich? Was gibt dir Sinn? Dies diente als „innerer Kompass“ für die Entwicklung von Projekten, die genau zu einem passen.
Die Ergebnisse waren entsprechend Herzensanliegen: So war für eine Teilnehmende entscheidend, über das gemeinsame Pflanzen und Gestalten von Baumscheiben u.a. nicht nur zur Biodiversität und Klimaresilient in ihrer Nachbarschaft beizutragen, sondern – das war der Kern – auch zu Verbundenheit zwischen den Anwohnenden. Mut zu machen, sich langfristig zu orientieren, darum ging es einem Teilnehmer, der gemeinsam mit anderen eine Solarbank entwickeln will, mit der Bürger*innen bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen animiert werden sollen, mehr auf Balkonkraftwerke zu setzen. Kleine Wildnis-Oasen zu identifizieren oder zu schaffen und diese mit Schildern für andere kenntlich zu machen, ist das Herzensprojekt einer weiteren Teilnehmerin. Beim vierten Projekt geht es darum, den Garten einer Initiative mitten in Bonn so zu gestalten, dass er Kitas ermöglicht, über heimische Pflanzen, Trittsteine und kleine Experimente buchstäblich zu begreifen, was Natur ausmacht.
Methodischer Ansatz der Projektwerkstatt war das Konzept der Inner Development Goals (IDGs), einem Kompetenzmodell der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die IDGs unterstützen, so die Erfahrung des WILA Bonn, Menschen dabei, herauszufinden, was es braucht, um ins Handeln zu kommen
- Mehr zum Projekt „Klimaviertel Bonn“
- Mehr zur Arbeit des WILA Bonn mit den IDGs
Lebendige Vielfalt im Klimawandel – klimaresilientes und insektenfreundliches Gärtnern

Franziska Böhm
Praxisnahe Workshops für Hobbygärtner*innen in und um Bonn im Rahmen des Klimaviertels Bonn
Ob Balkon, Gemeinschaftsgarten oder eigener Garten: Wer gärtnert, erlebt den Klimawandel unmittelbar. Es summt weniger – oder anders. Auf den Wegen tummeln sich plötzlich rot-schwarze Streifenwanzen, die früher selten waren. Gleichzeitig begegnet uns der rotbraune Tagfalter „Kleiner Fuchs“ in Nordrhein-Westfalen deutlich seltener. Seine Raupen sind auf Brennnesseln angewiesen – doch diese leiden unter heißen, trockenen Sommern.
Welche Insekten leben in unserem Grün? Welche Veränderungen beobachten wir bereits? Und was können wir als Gärtner*innen konkret tun, um diesen unverzichtbaren Tieren einen klimaresilienten Lebensraum zu bieten?
Diesen Fragen gehen wir gemeinsam mit Hobbygärtner*innen in praxisnahen Workshops nach. Besonders eingeladen sind Initiativen und Engagierte, die Gemeinschaftsgärten, Baumscheiben, Beete oder andere kleine Grünflächen betreuen. Sie bringen ihre Fragen und Erfahrungen ein – und haben zugleich die Möglichkeit, sich mit ihrer Fläche als Workshop-Ort zu bewerben. Gemeinsam setzen wir dort eine insektenfördernde Pflanzaktion um.
Die Workshops sind Teil des Klimaviertels Bezirk Bonn.
Termine
Samstag, 25.04., 12:00–15:00 Uhr
Ort: Garten der Bildung, VHS
Wir treffen uns am Klima-Mobil vor dem Haus der Bildung. Von dort aus geht es zum Fachvortrag zum Thema `Naturnahes Gärtnern unter Beachtung der Veränderungen durch den Klimawandel` (Anke Wallraff-Beck). Dann startet der Praxisteil des Workshops: Im Garten beim Haus der Bildung bereiten wir eine Fläche für den Wildblumensaum vor, säen ihn aus und präparieren die Fläche, damit uns ein blütenreicher Sommer erwartet.
Donnerstag, 21.05.2026 Garten der Lutherkirche in der Bonner Südstadt, 16:00 – 19:00 Uhr
Wir starten mit einer Begehung des Gartens und werfen einen Blick auf die vorhandene Vegetation und Insektenwelt. Danach gestalten wir einen Teil des Gartens als naturnahes und klimaresilientes Insektenparadies mit Stauden und Futterstellen.
Samstag, 30.05.2026 „PikoPark“ in Bonn-Pennenfeld, 12:00 – 15:00 Uhr
Auf einer Fläche der VeBoWaG in Bonn-Pennenfeld wurde vom WILA Bonn vor einigen Jahren zusammen mit Mieterinnen und Mietern ein naturnaher Park angelegt. Er setzt ein Zeichen gegen das Einheitsgrün zwischen Mietshäusern und wird bis heute liebevoll von den Anwohner*innen genutzt und gepflegt. Beim Pflegetreffen möchten wir den kleinen naturnahen Park kennenlernen und erfahren, wie sich die Pflege der Flächen über die Jahre gestaltet – und natürlich packen wir mit an.
Donnerstag, 11.06.2026 Exkursion Finkenberg in Bonn-Beuel, 16:00 – 18:00 Uhr
Wir lernen initiativ angelegte Flächen mit ihren Pflanzen und Insekten kennen: Im Blühviereck in der gemähten Wiese, auf den Weinberg-Plateaus, Vielfalt auf trockenen Flächen und vieles mehr.
Referentin:
Gabi Fremuth, Diplom-Biologin und Imkerin
Teilnahme & Anmeldung
Die Teilnahme an allen Workshops ist kostenfrei.
Infos und Anmeldung: anke.valentin@wilabonn.de
Gefördert von

IDG-Ehrenamtsnavigator

Franziska Böhm
Finden Sie heraus, was Sie wirklich gerne tun!
Viele Vereine und Initiativen in Deutschland sind – insbesondere angesichts knapper öffentlicher Mittel – auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen. Gleichzeitig gehen immer mehr Menschen aus der Generation der Babyboomer in den Ruhestand. Das ist eine große Chance: Viele möchten ihre Zeit und Erfahrung sinnvoll einsetzen – vorausgesetzt, sie finden ein Ehrenamt, das wirklich zu ihnen passt.
Einstieg über Selbstkenntnis
Der Ehrenamtsnavigator setzt genau hier an. Das Projekt des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn in Kooperation mit dem Katholisch-Sozialen Institut (KSI) und der VHS Rhein-Sieg, gefördert durch den Innofonds NRW, bietet neue Wege, wie ältere Menschen ein passendes Ehrenamt finden können – persönlich erfüllend und (gerade deshalb) gesellschaftlich und nachhaltig wirksam.
Im Mittelpunkt stehen die Inner Development Goals (IDGs), ein internationales Kompetenzmodell im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). In einer fünfteilig konzipierten Workshopreihe entdecken Interessierte ab 55 Jahren ihre Werte, Haltungen und Stärken – die Basis, um ein Ehrenamt zu wählen, das zu ihrer Persönlichkeit passt.
Die Teilnehmenden finden heraus, welche Fähigkeiten sie mitbringen oder noch stärken möchten, was sie motiviert und welche Vision sie antreibt. Die IDGs fördern innere Kompetenzen wie Authentizität, Mitgefühl, Mut, Perspektivwechsel, Mobilisierungsfähigkeiten oder Verbundenheit – Qualitäten, die helfen, gesellschaftlich wirksam zu handeln und Hürden beim Einstieg ins Ehrenamt zu überwinden.
Der Ehrenamtsnavigator will so ältere Menschen darin stärken, ihre Potenziale bewusst einzusetzen und Sinnstiftung mit Engagement zu verbinden. So entstehen neue Wege, wie Freiwilligenarbeit ab 55 gelingen kann – individuell erfüllend, nachhaltig und zukunftsorientiert.
Vielfalt als Stärke
Die Workshopreihe richtet sich an Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen und Interessen. Mit WILA, KSI und VHS fließen Perspektiven aus Bildung, Kirche und Zivilgesellschaft zusammen. Diese Vielfalt macht die Workshops praxisnah und anschlussfähig für verschiedene Lebenswelten.
Modellhaft & nachhaltig
Der Ehrenamtsnavigator verbindet Persönlichkeitsentwicklung und Engagementförderung auf neue Weise. Entwickelt und erprobt wird eine auch für andere Multiplikator*innen nutzbare Workshopreihe. Vorgehensweise, Erfahrungen und Ergebnisse werden auf verschiedene Weise verbreitet, z.B. durch:
- einen Leitfaden für Multiplikator*innen mit praxisnahen Workshop-Steckbriefen,
- eine Online-Veranstaltung mit Expert*innen aus Ehrenamt, Bildung und Kultur,
- begleitende Kommunikationsformate wie Podcast, Social Media und Fachimpulse.
Projektüberblick
| Laufzeit: | Januar 2026 – Dezember 2026 |
| Förderer: | Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW (Innofonds) |
SDGs

Ansprechpartnerinnen
Brigitte Peter
(0228) 20161-27
brigitte.peter@wilabonn.de
Kooperationspartner

Förderer

Organisationen nachhaltig empowern – mit den Inner Development Goals (IDGs)

Franziska Böhm
Viele Organisationen haben ambitionierte Nachhaltigkeitsziele – doch die eigentliche Herausforderung liegt darin, sie wirklich zu realisieren. Das Projekt „Organisationen nachhaltig empowern – mit den Inner Development Goals“ von WILA Bonn und seinem Kooperationspartner, dem Katholisch-sozialen Institut, setzt genau hier an.
Das Projekt unterstützt Organisationen dabei, ihre Strukturen, Prozesse und Teamkulturen weiterzuentwickeln, indem es Einzelne wie Teams darin stärkt, genau die Fähigkeiten und Haltungen zu entwickeln, die es für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele braucht.
Dafür nutzt das Projekt den Ansatz der Inner Development Goals (IDGs), 23 Zukunftskompetenzen, die Menschen dazu befähigen, ins Handeln zu kommen. Kernannahme der IDGs: „From inner growth to outer change“: Nachhaltiger äußerer Wandel entsteht durch innere Entwicklung.
Nachhaltige Organisationsentwicklung neu gedacht
Während klassische Ansätze der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) häufig auf die Kompetenzerweiterung einzelner Personen abzielen, verfolgt dieses Projekt einen kollektiven, institutionellen Ansatz. Durch den Whole Institution Approach richtet es den Blick auf die gesamte Organisation – von Strukturen über Entscheidungsprozesse bis hin zur Zusammenarbeit im Team.
Dabei nutzt das Projekt das junge BNE-Kompetenzmodell der Inner Development Goals (IDGs) als Rahmen, um auf aktuelle Herausforderungen der Organisationsentwicklung einzugehen. Dazu zählen etwa Themen wie Generationswechsel, wirtschaftliche Unsicherheit, Widerstände im Team oder Überforderung in Veränderungsprozessen.
Die IDGs helfen, diese Situationen als Entwicklungschancen zu begreifen und Wege zu finden, innere Klarheit, gegenseitiges Vertrauen und kollektive Gestaltungskraft zu stärken. So entsteht eine neue Qualität der Team- und Organisationsentwicklung, die Nachhaltigkeit auf lokaler ebenso wie auf globaler Ebene wirksam werden lässt.
Das Pilotprojekt: Wandel gemeinsam gestalten
Das Projekt, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert wird, arbeitet exemplarisch mit sechs Organisationen – jeweils zwei aus dem Non-Profit-Bereich, dem Profit-Sektor und dem Bildungsbereich. Gemeinsam mit ihnen werden passgenaue Workshopreihen konzipiert und erprobt. Interviews mit weiteren Organisationen sowie der Austausch mit einem Beratungsgremium begleiten die Umsetzung, evaluieren den Prozess und erweitern Themen und Vorgehensweisen.
Ziel ist es, übertragbare Konzepte und Materialien zu entwickeln, die andere Organisationen dabei unterstützen, eigene nachhaltige Entwicklungsprozesse anzustoßen.
Erfahrungen und Knowhow teilen, Wirkung entfalten
Eine interaktive Online-Veranstaltung, Podcasts, Videos und eine Kurzdokumentation präsentieren Projektergebnisse und laden zum Mitlernen und Gestalten ein. Begleitet von Pressearbeit, Social Media und gezielter Netzwerkarbeit werden Erkenntnisse und Erfahrungen breit in die Öffentlichkeit getragen – um weitere Organisationen zu inspirieren, Nachhaltigkeit als gemeinsame Entwicklungsaufgabe zu verstehen.
Projektüberblick
| Laufzeit: | Dezember 2025 – August 2027 |
| Förderer: | Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen |
SDGs

Ansprechpartnerinnen
Brigitte Peter
(0228) 20161-27
brigitte.peter@wilabonn.de
Kooperationspartner
Förderer

Warum tue ich, was ich tue? – Bonner Ehrenamtliche berichten

Franziska Böhm
In einer neuen Podcast-Folge des WILA Bonn sprechen Bonner Ehrenamtliche mit dem WILA Bonn u. a. darüber, warum sie sich engagieren, wie die Zusammenarbeit untereinander beim Podcasting gelingt und wie sie das Medium für ihr Engagement selbstbestimmt einsetzen können.
Das kleine Podcaststudio war gut gefüllt: Vertreter*innen von vier Bonner Initiativen, die sich im Bereich Nachhaltigkeit engagieren, berichten in einer neuen Podcast-Folge des WILA Bonn aus erster Hand von ihren Projekten – und davon, was sie zu ihrem kontinuierlichen ehrenamtlichen Einsatz motiviert. Im Mittelpunkt stehen ihre Erfahrungen als Gruppe, die sich anfangs fremd war, jedoch im Laufe des Projekts zu einem eng kooperierenden, unterstützenden Team zusammengewachsen ist. Die Teilnehmenden erzählen, was aus ihrer Sicht dazu beigetragen hat, dass sie sich bei der Entwicklung ihrer eigenen Podcasts so wirkungsvoll unterstützen konnten und im Laufe der Zeit zu einer gut eingespielten Arbeitsgruppe wurden.
Selbstbestimmt berichten anstatt als Objekt in Medien aufzutauchen
Diese Podcast-Folge ist ein Ergebnis des Projekts „Warum tue ich, was ich tue?“ des WILA Bildungszentrum. Zentrales Anliegen des Projekts war es, Engagierte zu befähigen, selbst als Expert*innen in eigenen Medien aufzutreten, statt lediglich Objekt externer Berichterstattung zu sein.
In fast 20 Treffen zwischen März und September 2025 lernten die Teilnehmenden unter Anleitung des erfahrenen Podcasters und Trainers Jörg Sartorius die Grundlagen des Podcastings: von Aufnahmetechnik und Konzeptentwicklung über Zielgruppenanalyse, und entwickelten ihren jeweils eigenen Podcast für die eigenen Initiativen.
Erfahrungen festhalten
Die Motivation der Beteiligten war vielfältig: Die Angst vor dem Ehrenamt zu nehmen und die Freude an der gemeinsamen Arbeit für andere zu teilen oder, und das betonen alle; zu zeigen, dass es viel mehr Positives in unserer Gesellschaft gibt, als man denkt.
„Unser Podcast soll Einblicke in unsere ehrenamtlich organisierten Erwachsenenbildungsveranstaltungen geben und die Menschen dahinter sichtbar machen“, erläutert ein Teilnehmer. „Ich möchte Erfahrungswissen festhalten – zum Beispiel, was man aus sechs Jahren Arbeit an einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt lernen kann“, so eine andere Teilnehmerin.
Gefördert wurde das Vorhaben durch den Innovationsfonds für die Weiterbildung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Weitere Informationen:
Link zur Podcast-Folge „Warum ich tue, was ich tue? Ehrenamtliche berichten“(öffnet in neuem Tab in Youtube) (ebenfalls erhältlich bei Spotify und anderen gängigen Podcast-Anbietern)

Kontakt
Monika Konigorski
(0228) 201 61-41
monika.konigorski@wilabonn.de
Leitfaden: StadtKlimaWandeln – gemeinsam nachhaltig!

Franziska Böhm
Wie entsteht nachhaltiger Wandel in Städten und Gemeinden? Diese Frage beantwortet ein neuer Leitfaden, den der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und die Universität Bonn gemeinsam entwickelt haben. Die Kernbotschaft: Nachhaltige Lösungen gelingen nur, wenn Wissenschaft, kommunale Verwaltung und Zivilgesellschaft ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Perspektiven zusammenbringen – etwa zu Themen wie Klimaresilienz, biologische Vielfalt oder lebenswerte Stadtgestaltung.
Leitfaden „StadtKlimaWandeln – gemeinsam nachhaltig“
Wissenschafts- und Erzählcafé

Franziska Böhm
Wissenschaftscafés laden dazu ein, dass Expert*innen und Bürger*innen an verschiedenen Tischen auf Augenhöhe diskutieren. Im Zentrum stehen keine Vorträge aus der Wissenschaft, sondern die Fragen der Laien.
Profitieren sollen bei Wissenschaftscafés beide Seiten: Die Laien lernen unterschiedliche Facetten eines Themas kennen, die Wissenschaftler*innen erfahren mehr über zivilgesellschaftliche Werte, Einschätzungen und Informationsbedürfnisse und sollen diese nach Möglichkeit zum Bestandteil ihrer Forschung machen.
Die bisher vom Wissenschaftsladen Bonn durchgeführten Wissenschaftscafés haben sich vor allem an Jugendliche gerichtet. Sie können im Rahmen der Cafés Wissenschaftler/innen verschiedener Fachrichtungen mit ihren Fragen löchern und auf Augenhöhe mit ihnen diskutieren. Die Wissenschaftler sitzen an verschiedenen Tischen, die Jugendlichen haben die Möglichkeit, sich durch Tischwechsel ihren Gesprächspartner auszuwählen. So haben Schülerinnen und Schüler drei bis vier Stunden Zeit, sich intensiv mit einem komplexen Thema zu beschäftigen.
Erprobt wurde die Form des Wissenschaftscafés als Instrument der Wissensvermittlung z.B. im Rahmen des EU-Projekts ComScience.
Auf Anfrage organisiert der WILA auch Wissenschaftscafés zu weiteren Themen – nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.
Eine Sonderform des Wissenschaftscafé sind die Science Espressos. Sie sind kürzer und fokussierter als Wissenschaftscafés. Ein Experte / eine Expertin hält einen kurzen Impulsvortrag zu einem aktuellen Thema, das im Anschluss diskutiert wird.
Daneben ist der WILA Pate des Erzählcafés „Start ins Leben“. Die Idee ist ähnlich: Zuhören, sich austauschen, voneinander lernen. Das Erzählcafé dreht sich um das Thema „Geburt“. Früher wurde das Wissen über Geburt von Großeltern und Eltern an die nächste Generation weitergegeben. Heute ist das oft anders. Um trotzdem das Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln und so eine „Geburtskultur“ zu schaffen, bietet das Erzählcafé Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über Erfahrungen auszutauschen und auch mit Ärzten und Hebammen ins Gespräch zu kommen.
Szenario-Workshop

Franziska Böhm
Ziel von Szenario-Workshops ist es, verschiedene Lösungen für ein spezielles Problem durchzuspielen und mögliche Handlungsoptionen von verschiedenen Seiten zu hinterfragen, bis alle Hindernisse für eine Umsetzung in die Praxis aus dem Weg geräumt sind.
Ein Szenario-Workshop bringt zwischen 25 und 30 Menschen aus unterschiedlichen Kontexten zusammen – Politik und Zivilgesellschaft, Interessenvertretungen und Fachleute – und dauert häufig zwei Tage lang. In den Workshop werden verschiedene Szenarien als Vision bzw. Inspiration hineingegeben. Im Projekt TeRRIFICA sind dies bessere Luft, weniger Hochwasser und mehr biologische Vielfalt. Denn hier geht es um maßgeschneiderte Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel für sogenannte Klimahotspots in sechs Regionen Europas. Der Szenario-Prozesses mündet in der Formulierung konkreter Aktionspläne, die von den beteiligten Stadtverwaltungen anschließend realisiert werden sollen.
