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Eine Gruppe Jugendlicher bei der Besichtiung eines Betriebs. Foto: (c) WILA Bonn

Dialogformate für die Berufsorientierung

Eine Gruppe Jugendlicher bei der Besichtiung eines Betriebs. Foto: (c) WILA Bonn
Eine Gruppe Jugendlicher bei der Besichtiung eines Betriebs. Foto: (c) WILA Bonn

Franziska Böhm

Um realistisch einschätzen zu können, ob ein Beruf wirklich zu einem passt, braucht es den direkten Austausch mit Berufstätigen. Denn niemand sonst kennt sich im Arbeitsalltag besser aus. Und schon in 2-3 Stunden lassen sich Berufsbilder und Erfahrungen erfolgreich kommunizieren.

Mit ASK A WORKER, NAVIGATE A WORKER und HELP A WORKER hat der WILA Bonn im Projekt „Jobs ohne Kohle?“ drei Formate entwickelt, die Jugendlichen einen praxisnahen Dialog auf Augenhöhe mit jungen Berufstätigen aus der nachhaltigen Wirtschaft ermöglichen – analog, digital oder hybrid. Das Besondere: Die Jugendlichen gestalten den Austausch selbst mit. Nachhaltigkeitskonflikte bilden den Ausgangspunkt, um über Anspruch und Wirklichkeit im Berufsleben, biografische Wendepunkte, Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten zu sprechen.

Mehr zu den Dialogformaten im Projekt „Jobs ohne Kohle?“

Zwei Frauen bauen ein Modell ihrer Traumstadt. Foto: (c) WILA Bonn

Design Thinking

Zwei Frauen bauen ein Modell ihrer Traumstadt. Foto: (c) WILA Bonn

Franziska Böhm

Mit dieser kreativen Methode lassen sich ungewöhnliche Lösungen aus Nutzersicht entwickeln.

Im Projekt „KlimNet“ waren das Ideen, wie jede und jeder Einzelne mit den bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels umgehen kann. Design Thinking kombiniert schnelles Brainstorming mit dem tiefgehenden Hineinversetzen in die Bedürfnisse einer oder mehrerer „Personas“, die stellvertretend für die Zielgruppen entwickelt werden. Beim abschließenden Bau von Prototypenarbeiten die Beteiligten intuitiv und mit verschiedenen Sinnen. In „KlimNet“ haben die Teilnehmenden beispielsweise gemeinsam klimagerechte Stadtmodelle aus Naturmaterialen gebaut. So kommen sie schnell zu Ergebnissen und werden emotional für das Thema begeistert.

Mehr zum Leitfaden des Projektes „KlimNet“

Das Bild zeigt Dr. Anke Valentin an einem Stand mit zwei Studierenden. Vor Anke Valentin stehen drei Glaskästen auf einem Tisch mit verschiedenen Bodensubstraten. Foto: © WILA Bonn

Co-Creation Ansatz

Das Bild zeigt Dr. Anke Valentin an einem Stand mit zwei Studierenden. Vor Anke Valentin stehen drei Glaskästen auf einem Tisch mit verschiedenen Bodensubstraten. Foto: © WILA Bonn

Franziska Böhm

Bei Co-Creation handelt es sich weniger um eine einzelne Methode als ein ganzes Methodenset, mit dem Innovationsprozesse gemeinsam gestaltet werden können. Verschiedene Akteur*innen mit unterschiedlichem Background – z. B. Bürger*innen, Wissenschaftler*innen – bringen in den Prozess gleichberechtigt ihre Perspektive ein.

So lassen sich Schaffensprozesse und -ergebnisse bedarfsgerechter, inklusiver, demokratischer und nachhaltiger gestalten. Oft wird Co-Creation mit anderen Ansätzen wie Design Thinking kombiniert und es gibt viele Umsetzungsmöglichkeiten. Im Projekt Allthings.bioPRO arbeiten wir beispielsweise mit Co-Creation Workshops, in denen wir Brainstormings, Zukunftsszenarien oder Persona-Entwicklungen einsetzen. Der WILA Bonn nutzt Co-Creation vor allem dazu, Bürgerbeteiligung zu ermöglichen. So können im erwähnten Projekt Bürgerinnen und Bürger biobasierte Wirtschaft und Forschung mitgestalten, indem sie ihre Wünsche und Ideen einbringen.

Mehr zu Co-Creation in „Allthings.bioPRO“

Berufsvideos

Franziska Böhm

Testimonials, Tutorials, Interviews: Der WILA Bonn experimentiert mit verschiedenen Videoformaten, um Berufsbilder ansprechend zu kommunizieren.

Im Rahmen der Berufsorientierungsinitiative „Energiewende schaffen“ wurden Videotestimonials gedreht – kurze Videos, in denen junge Leute ihre Arbeit für die Energiewende präsentieren. Für das Netzwerk Grüne Arbeitswelt haben wir die Jugendlichen selbst mit der Action-Kamera losgeschickt, um Berufstätige nachhaltig wirtschaftender Unternehmen bei ihrer Arbeit zu interviewen. Selbstreflexionsphasen vor der Kamera, in denen sich die Jugendlichen vor und nach dem Dreh mit ihren eigenen Nachhaltigkeitsambitionen im Beruf auseinandersetzen und das Erlebte kommentieren, machen die Videos besonders authentisch. Entstanden ist eine neunteilige Videoserie von Jugendlichen für Jugendliche.

Mehr zur Videoserie des Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Reportage Grüne Arbeitswelten, Wissenschaftsladen Bonn e.V.. Foto: © Dan Zoubek | Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Berufe-Kompetenzcheck

Reportage Grüne Arbeitswelten, Wissenschaftsladen Bonn e.V.. Foto: © Dan Zoubek | Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Franziska Böhm

Bin ich für einen Beruf geeignet oder nicht? Welche Qualifikationen müsste ich erweitern? Und geht es in dem Beruf um das, was ich mir vorgestellt habe und was mir Spaß macht? Auf diese Fragen antworten Berufe-Kompetenzchecks.

Auf Grundlage eines Fragen- und Aufgabenkatalogs können junge Menschen ihre Berufsvorstellungen schärfen und herausfinden, welcher Beruf wirklich zu ihnen passt. Der WILA Bonn hat mit „TasteEE“ und „Berufe-Check-Energiewende“ zwei Online-Kompetenzchecks für die Berufsorientierung entwickelt, die, auf Grundlage persönlicher Interessen und Fähigkeiten, berufliche Perspektiven im Bereich Nachhaltigkeit aufzeigen.


Zwei Frauen gärtnern gemeinsam und lächeln in die Kamera. Foto: © Stadt Bonn

Klimaviertel Bonn

Zwei Frauen gärtnern gemeinsam und lächeln in die Kamera. Foto: © Stadt Bonn
Foto: © Stadt Bonn

Franziska Böhm

20 Ortsteile, 155.00 Einwohner*innen: Das Klimaviertel des Bezirks Bonn umfasst mehr als „ein“ Stadtviertel. Daher gibt es hier ein Mobiles Mitmachzentrum, das der WILA Bonn koordiniert.

Projekte, Veranstaltungen oder Beratungen finden im Klimaviertel Bonn also nicht in einer festen Begegnungsstätte statt, sondern an wechselnden Orten wie an öffentlichen Plätzen, in Schulen, Einrichtungen des Quartiersmanagements oder bei kooperierenden Partnerorganisationen wie Hilfsorganisationen, Verbänden oder Glaubensgemeinschaften. So will das Projekt den vielfältigen Wünschen und Bedarfen zum Thema Klima gerecht werden.

Das Klimaviertel Bonn will …

  • Gemeinsam mit Menschen vor Ort Maßnahmen entwickeln und umsetzen
  • Informationen und Beratung rund um das Thema Klimavorsorge anbieten

Dabei soll das Projekt Zugang und Teilhabe insbesondere für Menschen sicherstellen, die stark von den Klimafolgen in Bonn betroffen sind.

Starke Netzwerke

Um die Ziele zu erreichen, braucht es viele Menschen, die gemeinsam anpacken. Deshalb konzentriert sich das Projekt ebenfalls darauf, Kooperationen zu knüpfen und zu stärken – zwischen Verbänden, Hilfsorganisationen, Glaubensgemeinschaften.

Ziel ist es, Zivilgesellschaft, Verbände, Hochschulen und Wissenschaft eng miteinander zu verknüpfen – für ein gut vorbereitetes, gerechtes und klimafreundliches Bonn.

Projekte im Klimaviertel des Bezirks Bonn

Zur Projekt-Übersicht

Projektüberblick

Laufzeit: 01.06.2025 –
Förderer: Stadt Bonn

SDGs

GeWa

Ansprechpartnerinnen

Philipp Kirschbaum
(0228) 20161-53
philipp.kirschbaum@wilabonn.de

Gerald Knauf
(0228) 20161-21
gerald.knauf@wilabonn.de

Aktuelle Termine

  • 6. Mai, 18:30 – 20:45 Uhr: Digitale Info-Veranstaltung rund um Energiesparen & Photovoltaik mit Bonner Energie Agentur, Verbraucherzentrale NRW, Balkonscouts Bonn und BürgerSolarBeratung Bonn
  • 9. Mai: Energiegipfel 2026 – Das Eigenheim energetisch modernisieren | Ort: Beethovenhalle, Wachsbleiche 16, 53111 Bonn
  • 16. Mai, 12:00 – 15:00 Uhr: Erste Fahrradexkursion durch das Klimaviertel Bonn
  • 17. Mai: Mackeviertel-Fest. Das Klimamobil ist am Start!
  • 14. Juni, 15:00 – 18:00 Uhr: Religions Go Green – Interreligiöses Fest mit Musik in Bonn-Beuel


Das Bild zeigt Dr. Anke Valentin an einem Stand mit zwei Studierenden. Vor Anke Valentin stehen drei Glaskästen auf einem Tisch mit verschiedenen Bodensubstraten. Foto: © WILA Bonn

CitizenLab

Das Bild zeigt Dr. Anke Valentin an einem Stand mit zwei Studierenden. Vor Anke Valentin stehen drei Glaskästen auf einem Tisch mit verschiedenen Bodensubstraten. Foto: © WILA Bonn

Franziska Böhm

Was kommt dabei heraus, wenn Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam ein CitizenLAB betreiben, also gesellschaftsrelevante Themen zusammen angehen und erforschen? Neuentwickelte Ersatzteile für defekte Geräte vielleicht, die im 3-D-Drucker erstellt werden? Eine Pilzzucht im privaten Keller, die auf der Basis von Kaffeesatz erfolgt? In unserem CitizenLab im Projekt „Campus to World“ arbeiten Studierende zusammen mit Bürger*innen und Wissenschaftler*innen – auf Augenhöhe.

Beispielsweise führt das Projekt, angedockt an Lehrformate, ein Crowdmapping gemeinsam mit Studierenden und Bürger*innen durch. Dabei handelt es sich um eine Art Klimakarte, in der die Beteiligten für sie klimarelevante Faktoren und gute Ideen gegen den Klimawandel eintragen können. So kombiniert das CitizenLab Elemente aus der Citizen Science mit Prinzipien und Methoden aus der Bildung für Nachhaltige Entwicklung und der trandisziplinären Lehre. Das Crowdmapping-Tool wurde von der Ruhr-Uni-Bochum im Rahmen des WILA-Projektes „KlimNet“ entwickelt.

Mehr zum CitizenLab „Campus to World“

Umdenken mit System: Lippe zirkulär im Finale für Nachhaltigkeitspreis

Franziska Böhm

Das Netzwerk „Lippe Zirkulär“ steht in der Endrunde des Circularity Champion Awards 2025. Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn organisiert im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Netzwerk regelmäßig Austausch- und Impulstreffen.

Mit dem Preis zeichnet die Jury des F. A.Z. Instituts Unternehmen aus, die zirkuläre Ansätze im eigenen Betrieb umgesetzt oder Lösungen für andere Unternehmen entwickelt und realisiert haben. „Lippe zirkulär“ ist in der Kategorie „systemisches Umdenken“ nominiert. Die Preisverleihung mit Bekanntgabe der gewinnenden Unternehmen erfolgt am 23. Oktober im Rahmen der 14. Responsible Leadership Conference in Frankfurt am Main.

Bildung, Bauen und Netzwerken im Fokus

25 Projekte stehen dieses Jahr im Finale. Die nominierten Initiativen stammen aus unterschiedlichsten Branchen – von der Bauwirtschaft über Konsumgüter bis hin zur pharmazeutischen Industrie – und zeigen, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert.

„Wir haben es mit unseren Aktivitäten und systemischen Ansätzen für eine Kreislaufwirtschaft geschafft, uns von der Konkurrenz abzuheben. In sieben Jahren hat Lippe zirkulär Prozesse für ein neues kreislaufgerechtes Denken und Wirtschaften initiiert und begleitet. Die Kernsäulen sind die Themen zirkuläre Bildung, zirkuläres kommunales Bauen und ein transparentes und vielschichtiges Netzwerken mit transformativen Allianzen“, erklärt Birgit Essling, Leitung der Geschäftsstelle Lippe zirkulär.

Ein starkes Netzwerk

Mit ihrem Netzwerk hat die Initiative bisher mehr als 1600 Akteur*innen aus Unternehmen, Hochschulen, Politik und Kommunen erreicht. Es gab fast 40 Webinare zu Themen rund um eine notwendige Veränderung in den Bereichen Bildung, Betrachtung der Abfallströme, Identifizierung von Wert- und Sekundärstoffen, insbesondere für den Einsatz zukunftsgerechten Bauens, aber auch Diskussionen über eine zukünftige sinnvolle Nutzung und Aufteilung von Flächen oder das Neudenken von Deponieräumen. Der WILA Bonn organisiert dabei regelmäßig die „Zirkulären Impulse“ und beteiligt sich bei der Entwicklung einer Boden- und Bauschuttbörse in der Region Lippe.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zu Lippe zirkulär gibt es unter www.lippe-zirkulaer.de.

Teammitglied Wila Bonn Gerald Knauf

Kontakt

Gerald Knauf
Gerald.knauf@wilabonn.de
0228/201 61-21


Titelgrafik des Positionspapiers Zusammenhalt statt Hetze

Zusammenhalt statt Hetze

Titelgrafik des Positionspapiers Zusammenhalt statt Hetze

Franziska Böhm

Fachforum Nachhaltigkeit NRW setzt sich mit Positionspapier für Demokratiestärkung ein

26 zivilgesellschaftliche Organisationen aus NRW haben ein Positionspapier entwickelt, um einen gemeinsamen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu leisten. Darin finden sich sieben Punkte zur Stärkung von Demokratie und Gerechtigkeit in NRW. Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn gehört zu dem Bündnis.

Nur, wenn unsere Gesellschaft zusammenhält und gemeinsam an den Herausforderungen und Krisen unserer Zeit arbeitet, können diese bewältigt werden. Diese Voraussetzung für eine zukunftsfähige Gesellschaft wird durch zunehmende Spaltungs- und Polarisierungstendenzen gefährdet.

Vielfalt als Motor für ein zukunftsfähiges Land

Deshalb haben sich 26 zivilgesellschaftliche und wissenschaftliche Organisationen zusammengeschlossen, um ein Positionspapier mit zentralen Punkten zu entwickeln, die Demokratie und Gerechtigkeit fördern und so den wichtigen Zusammenhalt stärken. Gemeinsame Klammer ist die Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung in NRW, die das Land wirtschaftlich, sozial und ökologisch zukunftsfähig ausrichtet. Dabei wird Vielfalt als Stärke begriffen, die Systeme widerstandsfähiger, agiler und innovativer macht – wie es in NRW tagtäglich vorgelebt wird.

Die sieben Punkte des Positionspapiers im Überblick:

  1. Stellung beziehen und Vielfalt leben
  2. Jetzt erst recht – mehr Engagement für die Zielerreichung der Sustainable Development Goals
  3. Niemanden zurücklassen bei einer gerechten Transformation
  4. Unternehmen und Beschäftigte einbeziehen
  5. Kommunen vor Ort mitgestalten
  6. Stärkung der Zivilgesellschaft
  7. Soziale Medien regulieren und Gegengewicht aufbauen

Vielfältiges Bündnis verbindet starke NRW-Organisationen

Das Bündnis hinter dem Positionspapier ist vielfältig wie NRW selbst – darin finden sich nordrhein-westfälische Einrichtungen der Forschung, Kirchen, Wirtschaft, Bildung, Gewerkschaften, des Sports und mehr. Zusammen zählen sie rund zwei Millionen Mitglieder in NRW. Es ist ein außerordentlicher Zusammenschluss von Akteuren, die seit über zwanzig Jahren die zukunftsfähige Ausrichtung NRWs konstruktiv-kritisch begleiten.

Nichtregierungsorganisationen aus NRW, die die Inhalte des Positionspapiers ebenfalls unterstützen möchten, können sich auf einer Unterstützer*innen-Liste eintragen – und so das Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Nachhaltige Entwicklung verstärken. Interessierte NROs senden eine Mail mit vollem Organisationstitel und Logo an pr@lag21.de.

Das ganze Positionspapier mit Erläuterungen zu allen sieben Punkten, steht zum Download.

Teammitglied Wila Bonn Franziska-Boehm

Kontakt

Franziska Böhm
0228/201 61-32
presse@wilabonn.de

 


Das Team von UboPlus beim Auftakttreffen in Ulm

UBoPlus – Ulmer Bodenpolitik Plus Innovative Bodenpolitik für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Das Team von UboPlus beim Auftakttreffen in Ulm
@ Wila Bonn

Franziska Böhm

Kommunale Bodenpolitik kann einen wichtigen Beitrag zu Klimaneutralität, Klimaanpassung und sozialem Zusammenhalt leisten. Immer mehr Städte entwickeln daher neue Instrumente, um ihre Flächen zukunftsorientiert zu nutzen. Das Projekt „UBoPlus“ analysiert und erprobt hierfür neue Ansätze in der Region Ulm.

Ulm genießt eine Vorreiterrolle beim Thema nachhaltige Bodenpolitik. Dennoch braucht auch Ulm neue Ansätze für die aktuellen Herausforderungen: steigende Baukosten und Bodenpreise, die Notwendigkeit, den Gebäudesektor zu dekarbonisieren, die zunehmende Knappheit an entwicklungsfähigen Flächen bei gleichzeitig wachsender Bevölkerung.

Neue Konzepte für die Innenentwicklung und -erneuerung von Stadtquartieren

UboPlus zielt daher darauf ab, neue Konzepte für die Innenentwicklung und die Erneuerung bestehender Stadtquartiere zu entwickeln und zu erproben. Dabei sollen Effizienz- und Suffizienzziele mit den Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Einklang gebracht werden. Es geht dabei um Themen wie: Wie kann die Stadt das Erbbaurecht so anwenden oder reformieren, dass auch wirklich bezahlbarer Wohnraum entsteht und weniger mit dem Preis von Böden im Stadtgebiet spekuliert wird? Wie lassen sich bestehende Quartiere so entwickeln, dass Treibhausgase sinken, die Biodiversität geschützt wird, die Versiegelung im Stadtgebiet zurückgeht? Wie können Bürger*innen an der Bodenpolitik teilhaben?

Zusammenarbeit erhöht Wirksamkeit von Bodenpolitik

Um die Wirksamkeit neuer Instrumente und Ansätze zu erforschen und zu erproben, setzt das Projekt auf eine umfangreiche transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Stadtgesellschaft. Geplant sind Austauschformate in Reallaboren und zwischen verschiedenen Kommunen, Planspiele, Szenario-Workshops und Interviews, um herauszufinden, wie erfolgreich verschiedene Formen der Bodenpolitik sind und welche Formen der Zusammenarbeit innovative Ansätze fördern. Ebenfalls erarbeiten die Partner ein Kommunikations- und Beteiligungskonzept, um die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Prozess einzubinden. Die Beteiligungsmaßnahmen sollen so entwickelt und durchgeführt werden, dass sie auch dazu beitragen, die Umsetzung neuer Ansätze zu beschleunigen und auftretende Interessenskonflikte stadtregional zu reduzieren.

Kommunaler Austausch und Transfer

Ulm tauscht sich im Projekt mit den Kommunen Aachen, Freiburg und Leipzig aus, um Projektergebnisse zu reflektieren und voneinander zu lernen. Alle drei verfügen ebenfalls über langjährige Erfahrungen bei der Innenentwicklung und der Bestandserneuerung. Außerdem sollen zum Projektende hin die Ergebnisse auch in weitere Kommunen transferiert werden. Hierfür plant das Projekt, Exkursionen, Workshops und Fachkonferenzen durchzuführen. Ziel ist es, die gewonnenen Ergebnisse nicht nur in Ulm, sondern auch auf nationale und internationale Ebene zu übertragen und so einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Bodenpolitik und nachhaltigen Stadtentwicklung zu leisten.

Aufgabe des WILA Bonn

Der WILA Bonn verantwortet im Projekt das Beteiligungskonzept und begleitet die Stadt und Forschungspartner bei den Beteiligungs- und Transferprozessen – mit Öffentlichkeitsarbeit, kollegialer Beratung, aber auch der Durchführung von interaktiven Workshops, Online-Austauschformaten, Exkursionen oder bewährten Formaten wie der „Schachtelfahrt“.

Zur Projekt-Übersicht

Projektüberblick

Laufzeit: 01.4.2025 – 31.03.2030
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderrichtlinie Transformationscluster Soziale Innovationen für nachhaltige Städte

SDGs

GeWa

Ansprechpartnerinnen

Andrea Muno-Lindenau
(0228) 20161-13
andrea.muno-lindenau@wilabonn.de

 

Philipp Kirschbaum
(0228) 20161-53
philipp.kirschbaum@wilabonn.de

 

Meike Rohkemper
meike.rohkemper@wilabonn.de

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