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Heike Schneider und Achim Eilingsfeld, die Inhaber der GEFÄSSERIE, nehmen den IB-Green Award vor der mit dem IB-Green Award ausgezeichneten Fassadenbegrünung entgegen. Foto: © GEFÄSSERIE

Mit Gewerbegebieten Städte widerstandsfähiger gegen Klimafolgen machen

Heike Schneider und Achim Eilingsfeld, die Inhaber der GEFÄSSERIE, nehmen den IB-Green Award vor der mit dem IB-Green Award ausgezeichneten Fassadenbegrünung entgegen. Foto: © GEFÄSSERIE
Heike Schneider und Achim Eilingsfeld, die Inhaber der GEFÄSSERIE, nehmen den IB-Green Award vor der mit dem IB-Green Award ausgezeichneten Fassadenbegrünung entgegen. Foto: © GEFÄSSERIE

Franziska Böhm

Ausgezeichnete Maßnahmen auf Unternehmensflächen zeigen, wie das gehen kann

Ob Dachbegrünung oder Entsiegelung: Gerade in Gewerbegebieten gibt es viele Möglichkeiten, um Klimafolgen zu trotzen. Mit dem europäischen Projekt „IB-Green“ schaffen elf Projektpartner eine solche blau-grüne Infrastruktur – und zeichnen effektive Maßnahmen für Klimaresilienz mit dem IB-Green Award aus. Die zweite Prämierungsphase startet jetzt.

Die Idee hinter IB-Green: Wasser und Grünflächen bei der Gestaltung von Gewerbegebieten im Verbund denken – z. B. unversiegelte Parkplätze, begrünte Hallen, Retentionsgräben und Straßenbegleitgrün. Diese kühlen durch Wasserverdunstung, -speicherung oder -versickerung bestehende Gewerbegebiete ab, Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen, das Überschwemmungsrisiko sinkt und die Luftqualität verbessert sich.

Einige Unternehmen setzen solche Maßnahmen für mehr Klimaresilienz bereits auf ihren Geländen um. Um dieses Engagement hervorzuheben und noch mehr Unternehmen zu motivieren, ebenfalls eine Begrünung anzugehen, hat IB-Green die Auszeichnung „IB-Green Award“ gestartet.

Auszeichnung für unternehmerisches Engagement auf Firmengeländen

Der IB-Green Award zeichnet Maßnahmen für mehr Klimaresilienz aus fünf verschiedenen Kategorien aus: Schaffung Grüner Infrastruktur, Schaffung Blauer Infrastruktur, Reduktion/Anpassung grauer Infrastruktur, Vernetzung von blau-grüner Infrastruktur, Wohlbefinden und Einbindung der Belegschaft. Um eine Auszeichnung zu erhalten, müssen Unternehmen mindestens drei Maßnahmen aus zwei unterschiedlichen Kategorien auf ihrem Unternehmensgelände umgesetzt haben. Es gibt insgesamt drei Preiskategorien: GBI Starter, GBI Innovator, und GBI Leader (fünf Maßnahmen aus drei Kategorien). Neben der Auszeichnung erhalten Unternehmen mit der Prämierung außerdem die Möglichkeit, sich mit anderen Unternehmen zum Thema Klimaresilienz zu vernetzen sowie an Workshops und Online-Sprechstunden teilzunehmen.

Baumpflanzung, Gebäudebegrünung, Entsiegelung: Gewinner aus erster Phase zeigen Umsetzungsvielfalt

Für die ersten Prämierungsphase von September 2024 bis Mai 2025 konnten sich Unternehmen aus ausgewählten Regionen in Deutschland sowie dem Sandyford Business District in Irland beim Wissenschaftsladen (WILA) Bonn bewerben, der die Prämierung im Projekt verantwortet. Bis Ende der Bewerbungsphase haben Maßnahmen auf drei Unternehmensgeländen eine Auszeichnung in der Kategorie „Leader“ erhalten. Es handelt sich dabei um folgende Unternehmen mit ihren Standorten:

  • GEFÄSSERIE – die Wandbegrüner, Standort Fuchsstadt: Ausgezeichnet u. a. für eine umfangreiche Dach- und Fassadenbegrünung, u. a. wandgebundene Fassadenbegrünung am Bürogebäude (100%) mit Wasserversorgung über Zisterne, extensive Dachbegrünung des Büro- und anschließenden Gebäudes sowie versickerungsfähige Verkehrsflächen für Parkplätze und Betriebshof
  • LEAR CORPORATION, Standort Remscheid: Ausgezeichnet u. a. für das Anpflanzen von mehr als 30 Bäumen in Kombination mit der Bepflanzung einer Wildblumenwiese zusammen mit den Mitarbeitenden
  • VOLKSWAGEN GROUP Original Teile Logistik | Vertrieb & Services GmbH, Standort Vertriebszentrum Köln: Ausgezeichnet u. a. für die Entsiegelung von zehn Parkplätzen mit anschließender Pflanzung von biodiversitätsfördernden Stauden, das Auftragen von wasserspeicherndem Substrat, das Anlegen von Totholzstrukturen sowie die Einbindung der Mitarbeitenden bei den Maßnahmen
    Meike Rohkemper vom WILA Bonn sagt über die LEADER: „Die Maßnahmen der AWARD-teilnehmenden Unternehmen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, eine klimaresiliente Gestaltung auf Unternehmensflächen umzusetzen – von kleinen Maßnahmen bis hin zu großflächigen Lösungen.“

Diese Lösungen stellt IB-Green zukünftig auch auf der https://ib-green.nweurope.eu/“ target=“_blank“ rel=“noopener“ class=“extern“>Website des Projektes vor.

Zweite Bewerbungsphase ab 15.06.2025

Die zweite Bewerbungsphase für den IB-Green Award startet am 15. Juni 2025. Für diese Phase gelten die gleichen Teilnahmebedingungen wie in der ersten Phase. Neben Unternehmen aus Deutschland und Irland haben aber nun auch Unternehmen aus Belgien, den Niederlanden, Nordfrankreich und Luxemburg die Möglichkeit, sich mit ihren Maßnahmen zu bewerben. Rohkemper: „Nachdem wir in der ersten Bewerbungsphase die Preiskategorien in zwei Regionen erprobt haben, wollen wir mit dem IB-Green Award nun in allen Projektregionen loslegen!“

Eine Bewerbung ist über folgende Website möglich: Website IB-Green Award

Über das Projekt

IB Green logo 300dpi

Das Projekt „IB-Green“ schafft bis Februar 2027 blau-grüne Infrastruktur in bestehenden Industrie- und Gewerbegebieten in insgesamt sechs Regionen in Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg, und der Republik Irland. Projektpartner sind Klima-Bündnis (Projektkoordination von IB-Green), Kommune Arnhem, Dun Laoghaire Rathdown County Council, Green Energy Park, Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, Kommune Leeuwarden, Metropolregion Lille, Ministerium für Energie und Raumplanung in Luxemburg, Sandyford BID CLG t/a Sandyford Business District, Kommune Singen und der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn. Gefördert wird IB-Green durch die Europäische Union im Rahmen des Förderprogrammes „INTERREG North-West Europe“.

Weitere Informationen:

Informationen rund um den IB-Green Award und das Projekt

Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:

Franziska Böhm
0228/201 61-32
presse@wilabonn.de


© lena – stock.adobe.com (KI-generiert)

Fit Green: Fachkräfteinitiative für die Green Economy im Rheinischen Revier

© lena – stock.adobe.com (KI-generiert)
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Franziska Böhm

Um den Wandel zu einer klimaneutralen Wirtschaft voranzutreiben, braucht das Rheinische Revier genügend Fachkräfte. Im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt „Fachkräfteinitiative Green Economy im Rheinischen Revier – FIT Green“ wollen das Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis und der Wissenschaftsladen Bonn e.V. junge Menschen für genau diese Berufe begeistern.

Das Projekt setzt dafür auf gezielte Berufsorientierung: In partizipativen Formaten können Jugendliche grüne Berufsfelder kennenlernen und sich damit auseinandersetzen, welche beruflichen Perspektiven das Rheinische Revier zu bieten hat. Außerdem haben junge Menschen in Austauschforen die Möglichkeit, mit Unternehmen aus der Region und Akteur*innen aus dem Bildungsbereich über die Ausgestaltung der Ausbildung, Nachhaltigkeitsziele, aber auch mögliche Konflikte und die Attraktivität von Berufsfeldern zu diskutieren.

Beteiligung verbessert Erfolgschancen der nachhaltigen Berufsorientierung

Oberstes Credo bei der Entwicklung der Formate: Sie sollen nahe an die Lebensrealität der jungen Menschen selbst anknüpfen. Nur so können sie emotional „abgeholt“ und – im Idealfall – sogar dazu motiviert werden, auch selbst als Multiplikator*innen andere für diese Berufe zu begeistern. Daher beteiligen sich junge Menschen – im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung – an der Entwicklung und Durchführung der Formate. Unternehmen wiederum profitieren auch von den Formaten, da sie mit potenziell zukünftigen Mitarbeitenden in Kontakt treten und ihre Beschäftigungsmöglichkeiten sichtbar machen können.

Betriebsnahe Beratungen für regionale Unternehmen

Neben den Austauschformaten können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem Rheinischen Revier auch kostenlos an betriebsinternen Beratungen teilnehmen. Mit dieser Art der betriebsnahen Begleitung können sie mit den Projektpartnern Hemmnisse identifizieren und gemeinsam Strategien dafür entwickeln, wie sie ihr Recruiting, Onboarding und die Ausbildung an sich zielgruppengerechter und attraktiver gestalten können.

Starkes Netzwerk

Um den Erfolg der Fachkräfteinitiative sicherzustellen, baut das Projekt ein breit angelegtes Netzwerk auf. Dieses Netzwerk bringt Fachorganisationen aus den Bereichen Berufsorientierung und Ausbildung, Unternehmen, aber auch Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen zusammen. Ebenfalls setzt das Projekt auf Öffentlichkeitsarbeit als integralen Baustein, um junge Menschen im Rheinischen Revier als potenzielle Fachkräfte bestmöglich anzusprechen. Am Ende der Laufzeit wird die Fachkräfteinitiative ein Transformationskonzept mit Handlungsempfehlungen veröffentlichen, das im Idealfall auch auf andere Branchen und Regionen übertragbar ist.

Aufgabe des WILA Bonn

Der WILA Bonn kümmert sich im Projekt federführend um die Entwicklung der Beteiligungsformate, das Transformationskonzept sowie die Durchführung der Betriebsberatungen. Dabei kann der WILA Bonn auf seine langjährige Erfahrung im Bereich nachhaltige Berufsorientierung aus Projekten wie Netzwerk Grüne Arbeitswelt, Jobs for Future NRW, Jobs ohne Kohle, Serena Supergreen oder Energiewende Schaffen zurückgreifen. Die Methode der betrieblichen Fachkräfteberatung hingegen hat der WILA Bonn im EU-Projekt „Work-based Learning in Continuing Vocational Education and Training (CVET)“ mitentwickelt und erprobt. Sie wird im Projekt mit einer anonymisierten Handreichung für Beratungsansätze im Fachkräftebereich weiter ergänzt werden.

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Projektüberblick

Laufzeit: Januar 2025 – Dezember 2027
Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

SDGs

SDG FIT GREEN

Ansprechpartner*innen

Krischan Ostenrath
Tel. (02 28) 20161-43
krischan.ostenrath@wilabonn.de

Iken Draeger
Tel. (02 28) 20161-33
iken.draeger@wilabonn.de

Antje Lembach
Tel. (02 28) 20161-30
antje.lembach@wilabonn.de

Laura Fuchs-Steinhaus
Tel. (02 28) 20161-51
laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de

Zur Website des Projekts

logo FIT GREEN

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Projekt „Netzwerk Grüne Arbeitswelt“

Projektpartner

Logo des Enegie-Kompetenzzentrums Rhein Erft Kreis GmBh

Förderer

Logo Bundesministerum Wirtschaft und Energie

Gewerbegebiete im-Wandel Dachbegruenung

Natur Urban: Gewerbe- und Industriegebiete werden blau-grün

Gewerbegebiete im-Wandel Dachbegruenung
© Sven Schulz – Bodensee-Stiftung

Franziska Böhm

Ob Solargründach oder Retentionsfläche: In der Stadt gibt es viele Möglichkeiten, Klimawandel-Folgen wie Hitze oder Überschwemmungen abzupuffern und die Biologische Vielfalt zu fördern. Das Projekt „Natur Urban“ will Gewerbe- und Industriegebiete zum Teil einer solchen blau-grünen Infrastruktur machen.

In Innenstädten und Wohngebieten ist der Trend zu grünen Naherholungsbereichen sowie zur Einbeziehung von Wasserflächen als Puffer bei Hitze, Starkregen und Trockenheit schon längst Standard – kurz, die blau-grüne Infrastruktur gehört selbstverständlich zum urbanen Raum. In Gewerbe- und Industriegebieten kommt dieser Aspekt häufig zu kurz, obwohl gerade hier großer Bedarf und großes Potenzial bestehen. Das soll sich mit dem Projekt „Natur Urban – Gewerbegebiete im Klimawandel“ jetzt ändern, bei dem insbesondere die regionalen Handlungsmöglichkeiten im Fokus stehen.

Naturbasierte und multifunktionale Lösung im Praxischeck

Den Auftakt des Projektes macht eine Befragung unter Kommunalvertreter*innen: Welche Maßnahmen haben gut auf Gewerbeflächen und in Industriegebieten gut geklappt, welche hatten mehr Aufwand als Wirkung? Welche fördernden und hemmenden Faktoren gab es und kann man daraus Lösungswege ableiten? Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung bei der Befragung, analysieren die Ergebnisse in der Diskussion mit den Partnern und stellen die Ergebnisse dann sowohl auf der Website als auch in einer Publikation als Praxiswerkzeug für blau-grüne Gewerbegebiete vor.

Ein Fahrplan für die regionale Zusammenarbeit

„Gemeinsam sind wir stark!“ Das gilt auch für Kommunen, die ihre Gewerbe- und Industrie klimaresilient gestalten möchten. Insbesondere bei benachbarten Kommunen steigert sich die Wirkung, wenn sie an einem Strang ziehen. Daher findet im Zusammenspiel mit kommunalen Vertreter*innen sowie mit ausgewählten Unternehmensvertreter*innen der Region Stuttgart eine modellhafte Implementierung der zuvor identifizierten Erfolgslösungen statt. Auf diese Weise wird ihre Umsetzbarkeit überprüft und ein Fahrplan für die Umsetzung klimagerechter Gewerbegebiete entwickelt. Die kommunenübergreifende Abstimmung zwischen Region und Kommunen sowie der Kommunen untereinander zeigt darüber hinaus auf, welche Handlungsmöglichkeiten auf regionaler und auf interkommunaler Ebene bestehen.

Kostenlose Bildungsangebote

Eines der Kernelemente innerhalb des Projektes ist der Austausch über Zwischenergebnisse, potenzielle Verfahrensweisen und Strategien. Hierfür werden sowohl Austauschformate durchgeführt, die den regionalen Handlungsspielraum betreffen, als auch solche, die auf lokaler Ebene relevant sind. Dabei wird der Fortbildungsbedarf abgefragt, ausgewertet und in kostenlose Bildungsangebote überführt. Neben der Diskussion bei Bildungsworkshops und Veranstaltungen werden die Ergebnisse über LinkedIn, Vorträge und Publikationen kostenlos zugänglich gemacht.

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Projektüberblick

Laufzeit: 01.1.2025 – 31.12.2027
Förderer: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

SDGs

GeWa

Ansprechpartnerinnen

Dr. Anke Valentin
(0228) 20161-23
anke.valentin@wilabonn.de

 

Hildegard Boisserée-Frühbuss
0176 56592915
hildegard.boisseree@wilabonn.de

Website des Projekts

Zur Website von „Natur urban“

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Projekt „IB-Green“
Netzwerk „Gewerbegebiete im Wandel“
Projektfilm „Grün statt Grau“
Projekt „Natur in Graue Zonen“

Projektpartner*innen

Verbundpartner*innen des WILA Bonn:

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, CIMA GmbH

Assoziierte Partner*innen:

Klima.Werk, Metropolregion Rhein-Neckar, IHK-Metropolregion Rhein-Neckar, Region Hannover

Förderer

Fördererlogo BMFTR

© WILA Bonn

Hochwasserschutz gemeinsam anders denken

© WILA Bonn
© WILA Bonn

Franziska Böhm

Mit „Innovationsraum” setzen Studierende wichtige neue Impulse für Bonn

(Bonn) „StadtKlimaWandeln” heißt das Projekt, in dessen Rahmen Studierende der Uni Bonn zum „Innovationsraum Starkregen und Hochwasser” eingeladen haben. Die Idee der jungen Leute, die vom Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und dem Prorektorat für Nachhaltigkeit der Universität Bonn unterstützt wurden: Es braucht neue, innovative Lösungen, um Menschen gegen Hochwasser und Starkregen zu schützen – und die entstehen nur dann, wenn man die Expertise von Menschen zusammenbringt, die sich sonst nie finden würden, z.B. von Hochwasser betroffene Bürgerinnen und Bürger, Fachleute aus Wissenschaft, Kommunikation, Stadtverwaltung und anderen Behörden.

Innovationsraum stellt Weichen

„Das Konzept ist voll aufgegangen: Es ist absolut erfreulich, dass so viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen bereit sind, sich einen halben Tag Zeit zu nehmen, um auf Augenhöhe gemeinsam Ideen zu entwickeln”, resümiert Brigitte Peter vom WILA Bonn, die das Projekt leitet. Rund 70 Menschen diskutierten in der Uni Herausforderungen und Vorschläge, überlegten Kommunikationswege – und verabredeten sich für weitere Treffen, um den Schutz gegen Hochwasser und Starkregen zu verbessern. „Das Projekt ist ein schönes Beispiel dafür, wie gute Ergebnisse erzielt werden können, wenn Wissenschaft, Verwaltung und Bürgerschaft zusammenarbeiten. Die Bonner Bürgerinnen und Bürger sind bei den Themen Hochwasser und Starkregen sehr sensibilisiert und möchten sich engagieren. Auf diese Weise hat das Modellvorhaben nicht nur eine wichtige Grundlage für eine gute und dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Bürgerschaft geschaffen, es lässt sich zudem gut auf andere Themenbereiche oder Kommunen übertragen,“ sagt Franz August Emde, Geschäftsführer der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, die das Projekt mit rund 200.000 Euro fördert.

Wichtige Puzzleteile für erfolgreiche Transformation identifiziert

Wie können Studierende künftig durch Master- oder Bachelor-Arbeiten dazu beitragen, dass vorhandene Klimakonzepte z. B. aus Müldorf auch auf andere Ortsteile von Bonn übertragen werden? Wie kommuniziert man so über Multiplikatoren miteinander, dass betroffene oder gefährdete Anwohner*innen mit ihrer Vorort-Expertise und die Stadtverwaltung besser Hand in Hand arbeiten? Und welche Rolle könnten die künftigen Mitmachzentren der Bonner Klimaviertel spielen, um Wissenschaft, Behördenvertreter*innen, Studierende und andere engagierte Menschen auch weiterhin zusammenzubringen. Das sind einige Beispiele dafür, was die Teilnehmenden der Veranstaltung künftig angehen wollen.

Innovative Lehre an der Uni Bonn: „So ein Seminar habe ich noch nie erlebt!”

Neuland haben mit dieser Veranstaltung nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch die Studierenden betreten. Das so genannte Service-Learning-Seminar, in dem sie den Innovationsraum entwickelt haben und umsetzen, war alles andere als „normal”.  O-Ton eines Studierenden: „So ein Seminar habe ich noch nie erlebt!”
Geleitet wurde das interdisziplinäre Seminar vom WILA Bonn, der als zivilgesellschaftliche Organisation an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Akteursgruppen arbeitet. Das Prorektorat für Nachhaltigkeit der Uni Bonn will solche Seminare weiter ausbauen. Annette Scheersoi, Prorektorin für Nachhaltigkeit der Uni Bonn: „Wir wollen Studierenden dadurch mehr und mehr die Möglichkeit bieten, in Seminaren nicht nur fachlich zu lernen, sondern auch einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und Verantwortung zu übernehmen.”

Mehr Informationen zum Projekt

Website: www.stadtklimawandeln.de
Instagram: stadtklimawandeln
Projektpartner: WILA Bonn und Universität Bonn

Das Projekt wird gefördert von:

Logo der stiftung umwelt und entwicklung nrw

Teammitglied Wila Bonn Brigitte_Peter

Kontakt:

Brigitte Peter
brigitte.peter@wilabonn.de
(0228) 20 161-27

 


Aufnahme des Podcast im Projekt Idee und wie. Monika Konigorski interviewt eine ehrenamtliche Initiative und hält dafür einer Dame ein Mikrofon hin.

Kostenloser Podcast für Initiativen aus und um Bonn

Aufnahme des Podcast im Projekt Idee und wie. Monika Konigorski interviewt eine ehrenamtliche Initiative und hält dafür einer Dame ein Mikrofon hin.

Franziska Böhm

Im Rahmen des Projektes „Warum tue ich, was ich tue?“ bietet der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn Engagierten aus bis zu fünf ehrenamtlichen Initiativen die Möglichkeit, mit professioneller Unterstützung eine Audio-Reportage über ihr Ehrenamt im Bereich Nachhaltigkeit zu gestalten.

Im Rahmen eines Workshops lernen die Engagierten die technische Seite des Podcastens und Interviewtechniken kennen, erstellen gemeinsam das Konzept und setzen es mit professioneller Unterstützung so um, dass sie den Podcast für ihre Öffentlichkeitsarbeit oder zur Gewinnung von weiteren ehrenamtlich Engagierten nutzen können.

Dabei ist der partizipative Ansatz besonders wichtig: Die Teilnehmenden bestimmen und gestalten Konzept und Inhalte, und der WILA Bonn unterstützt fachlich.

Zur Teilnahme sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, nur die Lust, gemeinsam mit anderen das Podcasting zu lernen und zu gestalten, um das eigene Engagement sichtbar zu machen.

Info-Veranstaltung am 20.02.

Um sich für das Angebot anzumelden, schicken Interessierte eine E-Mail an Antje.Lembach@wilabonn.de und beschreiben kurz ihre ehrenamtliche Initiative und warum sie Interesse haben.

Zum gegenseitigen Kennenlernen können sie auch zur Infoveranstaltung kommen, die am 20.02.25 von 19:00-20:00 Uhr an folgendem Ort stattfindet:

Wissenschaftsladen Bonn e. V.
Reuterstr. 157
53113 Bonn

Über das Projekt

Gefördert wird „Warum tue ich, was ich tue?“ vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW über den Innovationsfonds NRW. Das Projekt läuft bis Dezember 2025.

Teammitglied Wila Bonn Antje_Lembach

Kontakt beim WILA Bonn:

Antje Lembach
0228/20161-30
antje.lembach@wilabonn.de


Das Bild zeigt eine engagierte Gruppe, die gemeinsam im Grünen Ideen für mehr biologische Vielfalt entwickelt. Foto © WILA Bonn

Idee – und wie: Flexibles Weiterbildungskonzept für ehrenamtliches Engagement jetzt verfügbar

Das Bild zeigt eine engagierte Gruppe, die gemeinsam im Grünen Ideen für mehr biologische Vielfalt entwickelt. Foto © WILA Bonn
Gemeinsam lassen sich Ideen für mehr Nachhaltigkeit gut entwickeln. Foto: © WILA Bonn

Franziska Böhm

Was unterstützt ehrenamtliche Initiativen dabei, langfristig erfolgreich zu arbeiten? Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn hat gemeinsam mit Ehrenamtlichen ein flexibles Weiterbildungskonzept zur Unterstützung entwickelt – nach den Kriterien von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Der Bericht steht nun kostenlos zur Verfügung.

Die Idee hinter „Idee – und wie?!“: Engagierte Initiativen mit Fortbildungen zu unterstützen, die genau auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind, damit sie sich nachhaltig aufstellen können. Wollen sie z. B. ihre Idee konkretisieren? Oder erarbeiten, wie sie neue Mitglieder gewinnen? Im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurde gemeinsam mit den Ehrenamtlichen die konkrete Seminarplanung vorgenommen. Dies bedeutet ein neues Vorgehen in der Bildungsplanung, weil üblicherweise Teilnehmende für feste Angebote gesucht werden. Dieses Mal haben die Teilnehmenden die Angebote selbst mitentwickelt.

Maßgeschneiderte Fortbildungen für Ehrenamtliche aus Bonn und Umgebung

Für diesen Prozess wurden ehrenamtliche Initiativen, die nachhaltige Ziele verfolgen und aus der Region Bonn kommen, ausgewählt. Sechs Gruppen mit insgesamt ca. 40 Mitgliedern konzipierten gemeinsam mit dem WILA Bonn die für sie passenden Fortbildungen und erhielten damit bedarfsgerechte Unterstützung. Während dieses Prozesses identifizierte das Projektteam außerdem Faktoren dafür, wie eine solches Fortbildungsmodell auch in anderen Einrichtungen oder mit anderen Gruppen funktionieren kann.

Flexibilität auf allen Seiten gefragt

Einer der Gelingensfaktoren: Flexibilität. Denn es zeigte sich im Projekt, wie schnell sich Fragen und Bedarfe in einer agilen Gruppe ändern können. Eine Empfehlung des Projektes lautet daher, bei solchen Veranstaltungsformaten Zeit zum Nachjustieren einzuplanen, wenn die Workshops zeitlich weiter auseinander liegen. Ebenfalls sollte die Referentin oder der Referent in der Vorbereitung und in der Durchführung ihres Workshops auf die zum Teil veränderte Situation seit dem Bedarfsworkshop eingehen können.

Bericht nun zum Download verfügbar

Den Erfahrungsbericht mit Gelingensfaktoren gibt es nun auf der Website des WILA Bonn zum Download. Ebenfalls hat das Projekt einen Feature-Podcast entwickelt und erprobt, der Studiogespräch, Bericht und Originaltöne der über 18 Beteiligten kombiniert.

Über das Projekt

Das Projekt Von der Idee zur Tat – Flexibles Bildungsangebot für gelingendes Engagement „Idee – und wie?!“ wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft über den Innovationsfonds NRW gefördert. Kooperationspartner war die VHS Bonn.

Weitere Informationen

Bericht zum Download
Feature-Podcast

Kontakt beim WILA Bonn

Carola Lehmann
0228/201 61.42
carola.lehmann@wilabonn.de


Foto: © Ulrike AufderHeide

Tausende Gärten – Tausende Arten. Grüne Oasen, einheimische Tiere und Pflanzen!

Foto: © Ulrike AufderHeide
Foto: © Ulrike AufderHeide

Franziska Böhm

Kann man Tiere pflanzen? „Ja“, sagen Naturgarten-Expert*innen. Denn sie wissen: Einheimische Wildpflanzen in Gärten, auf Balkonen und an öffentlichen Plätzen bieten Nahrung und Lebensräume für Arten wie Wildbienen und Schmetterlinge. Nichtsdestotrotz bepflanzt bisher nur eine kleine Minderheit ihre Gärten mit solchen Pflanzen. Mit dem Projekt „Tausende Gärten – Tausende Arten“ soll eine breite naturnahe Gartenbewegung angestoßen werden. Dafür baut der WILA Bonn gemeinsam mit Kooperationspartnern wie der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 und dem Naturgarten e.V. ein Netzwerk auf. Von Gärtnereien, Saatgutbetrieben und Gartencentern über erfahrene Naturgärtnerinnen bishin zu interessierten Bürger*innen sind alle aufgerufen und eingeladen sich zu beteiligen!

Tausende Gärten setzt damit an den zwei Stolpersteinen an, die einer großen Verbreitung tierfreundlicher Bepflanzung bisher im Weg stehen: Fehlende Kompetenzen und fehlende Möglichkeiten. Gartenliebhaberinnen und – Liebhaber wissen oft nicht, welche Pflanzen überhaupt die Artenvielfalt fördern und wie sie solche Gärten pflegen sollten. Denn so bunt exotische Pflanzen wie Geranie oder Forsythie vielleicht im Garten blühen und Hobbygärtner*innen erst einmal erfreuen: Tiere können sie im Gegensatz zu einheimischen Sorten oft nicht fressen oder verwerten. Andererseits gibt es erst sehr wenige Betriebe, die Wildpflanzen aus Deutschland oder Mitteleuropa produzieren oder vertreiben.

Starke Netzwerke für Naturgärten und Saatgutproduktion

Um diese Wissens- und Handlungslücken zu schließen, konzentrieren sich die Verantwortlichen im Projekt auf verschiedene Bereiche: Zum einen gründen sie ein Netzwerk aus Saatgutbetrieben, Gärtnereien, Baumschulen und Gartenmärkten und entwickeln Pflanzenstartersets und Saatgutmischungen. So können sie den wachsenden Markt naturnaher Gestaltung überhaupt erst bedienen. Und sie können auch diejenigen erreichen, die beim Saisonkauf im Gartenmarkt bereit sind, mal etwas Neues auszuprobieren. Außerdem soll eine Online-Plattform entstehen, die es der entstehenden Community ermöglicht, ihr Wissen zu teilen und auf diese Weise voneinander lernen und profitieren. Die Webseite ist seit Juli 2020 online. Einsteiger*innen und erfahrene Naturgärtner*innen können sich dort kostenlos registrieren.

Bürger*innen für Artenvielfalt begeistern, Wissen vermitteln

Menschen für naturnahe Gartengestaltung und Biologische Vielfalt zu begeistern und sie dabei zu unterstützen, Wissen aufzubauen – auch das ist ein Ziel von „1000 Gärten“. Die Projektpartner bereiten dazu bereits vorhandenes Material zu naturnahen Gärten und naturnahem Gärtnern auf und schaffen neue Inhalte. Das reicht von Hintergrundinformationen über Kampagnenpostkarten, Filmen und Blogs bis hin zu Workshops. Außerdem werden naturnah gestaltete Gärten von Expert*innen ausgezeichnet. Bewerber*innen können sich auf Bronze, Silber oder Gold freuen. Dies soll andere ermutigen, ebenfalls naturnah zu bepflanzen oder sich dafür stark zu machen – und dafür sorgen, dass Wildpflanzen in Gärten, Parks und Flächen aller Art zum Mainstream werden.

Vernetzung zur Zivilgesellschaft

Der WILA Bonn aktiviert im Projekt bestehende Verbindungen zu Initiativen, Vereinen und Bündnissen, um gemeinsame Aktionen zu starten und Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner für die Kampagne zu gewinnen. Außerdem kümmert er sich darum, dass das spezifische naturgärtnerische Know-how, das deutschlandweit bei Einzelpersonen, zertifizierten Fachbetrieben oder ehrenamtlich engagierten regionalen Gruppen besteht, in die Kampagne einbezogen und einer breiten Bevölkerungsgruppe zugänglich gemacht wird. Dazu erstellt er z. B. Bildungsmaterialien und schult intern die Verbundpartner.

Zur Projekt-Übersicht

Projektüberblick

Laufzeit: Dezember 2019 – Dezember 2025
Förderer: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Förderbereich Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt

SDGs

Tausende Gaerten

Ansprechpartner*innen

Andrea Muno-Lindenau (Teilprojektleitung)
(02 28) 201 61-13
andrea.muno-lindenau@wilabonn.de

Bernd Assenmacher (Prämierung)
(02 28) 201 61-49
bernd.assenmacher@wilabonn.de

Projektkoordination

Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.

Webseite des Projektes

Tausende GrtenArten Logo RGB final gelb
Zur Webseite des Projektes

Projektpartner

Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.

Bettina de la Chevallerie
Projektleitung
(0 30) 280 934 25
b.chevallerie@dgg1822.de
Angela Koslowski
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(0 30) 30 246 303 74
a.koslowski@dgg1822.de
Stefan Schuller
Aufbau Netzwerk Gärtnereien, Gartenmärkte
(0 30) 30 246 303 74
s.schuller@dgg1822.de

tippingpoints logo web 307x80

tippingpoints GmbH

Andrees Dolega
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
(0 30) 2325626 – 33
andrees.dolega@tippingpoints.de

Christiane Bethke
Webseite
(02 28) 98585-10
Christiane.Bethke@tippingpoints.de

Naturgarten e.V. (Naturgarten-Expertise)

(0228) 299 71300
geschaeftsstelle@naturgarten.org
Calluna-Pflanzenpakete
www.calluna-naturgarten.de

Förderer

logoleiste 03 2018 gr

Aufnahme des Podcast im Projekt Idee und wie. Monika Konigorski interviewt eine ehrenamtliche Initiative und hält dafür einer Dame ein Mikrofon hin.

In der Freizeit wirkungsvoll engagieren – neuer Podcast gibt Tipps

Aufnahme des Podcast im Projekt Idee und wie. Monika Konigorski interviewt eine ehrenamtliche Initiative und hält dafür einer Dame ein Mikrofon hin.

Franziska Böhm

Initiativen aus Bonn und Umgebung berichten in einer neuen Podcast-Folge des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn, wie es ihnen gelingt, sich ehrenamtlich für Nachhaltigkeit einzusetzen.

Ob für mehr Grün in der Nachbarschaft oder das „Gute Leben“ in der Stadt: Viele Menschen setzen sich ehrenamtlich für nachhaltige Ziele in ihrem Wohnumfeld ein. Mit tollen Ideen und viel Elan, und gleichzeitig mit aufkommenden Fragen: Wie einigen wir uns in unserer noch jungen ehrenamtlichen Initiative auf gemeinsame Ziele? Wie koordinieren wir Leitung, ohne Hierarchien zu etablieren? Wie gehen wir damit um, wenn unsere Ziele groß und unsere Ressourcen begrenzt sind? Diese und ähnliche Fragen beantwortet eine neue Podcast-Folge des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn für Ehrenamtliche und Menschen im Bildungsbereich.

Expert*innen fürs eigene Engagement

Es sind die Fragen und auch die erarbeiteten Antworten der fünf ehrenamtlichen Initiativen aus Bonn und Umgebung, die das WILA-Projekt „Idee – und wie?!“ dieses Jahr mit maßgeschneiderten Fortbildungen unterstützt hat. Durch das Projekt hindurch haben Mitarbeiterinnen des WILA Bonn die Initiativen mit dem Mikrofon begleitet, Statements aufgezeichnet und daraus eine Podcast-Folge im Rahmen des WILA-Podcasts „Vom Wissen zum Handeln – und umgekehrt“ gemacht. Die Ehrenamtlichen sind also Expert*innen in der Folge und erklären, welche Ansätze sie für sich entwickelt haben, damit ihre Vorhaben nicht im Sande verlaufen. Dafür wurde im Projekt das Format des Feature-Podcasts entwickelt und erprobt, das Studiogespräch, Bericht und Originaltöne der über 18 Beteiligten kombiniert.

Ehrenamtliche bei ihrem Engagement begleiten – mit maßgeschneiderten Fortbildungen

„Idee – und wie?!“ wollte nicht nur eine einmalige Fortbildungsmöglichkeit für Ehrenamtliche bieten, sondern auch modellhaft erarbeiten, wie maßgeschneiderte, interaktiv gestaltete Fortbildungen für Ehrenamtliche und ihre Ideen aussehen können, die so auch den Kriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gerecht werden. Carola Lehmann und Monika Konigorski vom Projektteam des WILA Bonn ergänzen die Statements in der Folge daher im Gespräch mit Moderatorin Franziska Böhm mit Berichten aus den Fortbildungen und eigenen Learnings zur Koordination eines flexiblen, maßgeschneiderten Fortbildungsangebotes.

„Idee – und wie?!“ will nicht nur eine einmalige Fortbildungsmöglichkeit für Ehrenamtliche bieten, sondern auch modellhaft erarbeiten, wie maßgeschneiderte, und nach BNE-Kriterien interaktiv gestaltete Fortbildungen für Ehrenamtliche und ihre Ideen aussehen können. Die Gelingensfaktoren werden in einem Bericht veröffentlicht, so dass auch andere Weiterbildungseinrichtungen dazu Zugang haben. Zusätzlich entsteht aus Audiointerviews und -mitschnitten eine Podcastfolge, die andere an dem Prozess teilhaben lässt und dazu ermutigen soll, selbst aktiv zu werden.

Über das Projekt

Das Projekt „Idee – und wie?!“ wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft über den Innovationsfonds NRW gefördert.

Weitere Informationen:

Zur Podcast-Folge

Alternativ gibt es die Folge „In der Freizeit nachhaltige Veränderungen anstoßen – wie flexible Weiterbildung für ehrenamtliche Initiativen gelingen kann“ auch auf anderen gängigen Kanälen für Podcasts wie Spotify oder Apple Podcasts.

Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:

Monika Konigorski
0228/20161-0
monika.konigorski@wilabonn.de


Erste Kindertagespflegestellen als „nachhaltig“ ausgezeichnet

Franziska Böhm

Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn hat erstmals die Auszeichnung „Nachhaltige Kindertagespflege“ verliehen: Sechs Kindertagespflegepersonen – darunter vier aus Bonn – haben in den vergangenen Wochen ihre Plaketten und Urkunden erhalten. Zuvor hatten sie erfolgreich zwei Online-BNE-Workshops beim WILA besucht und eigene Ideen zu drei unterschiedlichen nachhaltigen Schwerpunkten in der eigenen Kindertagespflegestelle verwirklicht und dokumentiert.

Die sechs erfolgreichen Teilnehmerinnen zeigen, dass es auch mit den Allerkleinsten möglich ist, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu vermitteln und Nachhaltigkeit zu leben. Gemeinsam mit den Kindern Müll zu trennen und zu vermeiden, Dinge wiederzuverwenden oder zu reparieren, Gemüse anzupflanzen, Vögel zu beobachten oder kleine Experimente zu machen – wie facettenreich nachhaltige Entwicklung ist, wird bei den eingereichten Praxisbeispielen deutlich. Auch die Eltern wurden von den Kindertagespflegepersonen von Anfang an bewusst mit einbezogen und adressiert.

Für die Kindertagespflege wird das Projekt vom Wissenschaftsladen (WILA) Bonn in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Bonn durchgeführt. Die Teilnehmenden aus Bonn können sich die Workshops als Fortbildung anrechnen lassen. Im Februar startet der nächste Durchgang.

Gefördert wird das Projekt „Nachhaltige Kita, nachhaltige Kindertagespflege“ durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Angebot richtet sich an Kindertagespflegepersonen und – schon seit einigen Jahren – an Kitas. Für letztere startet der nächste Kurs im Januar.

Weitere Informationen

Mehr zu den Teilnahmebedingungen, zu Praxisbeispielen und Anregungen unter nachhaltige-kita.info.

Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn

Annika Voßen
0228 201 61-0
annika.vossen@wilabonn.de


Prozirkulär: Kommunales Bauen zirkulär denken

Franziska Böhm

Damit auch beim kommunalen Bauen Rohstoffe wieder zurück in die Produktionskette gelangen und weniger Abfälle entstehen, müssen unterschiedliche Fachbereiche gemeinsam neue Abläufe für das Bauen entwickeln. Das Projekt „ProZirkulär ‒ Kommunales Bauen: Prozessketten zirkulär denken“ bringt diejenigen zusammen, die am Planen und Bauen beteiligt sind. In einem Reallabor erproben sie gemeinsam neue Routinen, die zirkuläres Handeln ermöglichen.

Ob Architekt*in, Planungsbüro, Gebäudemanagement, kommunale Eigenbetriebe, Finanzen: Wenn eine Kommune bauen oder sanieren will, dann muss sie viele Menschen beteiligen – sowohl innerhalb der Kommunalverwaltung als auch aus dem Bausektor. Dies trifft noch einmal mehr zu, wenn sie zirkulär bauen will, sprich Rohstoffe wiederverwenden, Abfälle vermeiden und Materialien lange nutzbar machen will. Denn dieser Ansatz ist noch relativ neu und es gibt daher innerhalb von Verwaltungen dafür noch keine festen Abläufe. Das Projekt „ProZirkulär ‒ Kommunales Bauen: Prozessketten zirkulär denken“ will diese kommunalen Entscheidungs- und Planungsprozesse für den Kreis Lippe betrachten, analysieren und weiterentwickeln, um die Grundlagen dafür zu schaffen, zirkulär in Kommunen bauen zu können.

Kriterien und Anforderungen entwickeln

Dabei setzt ProZirkulär bei den wesentlichen Personen und Schnittstellen an: den Zuständigen für Planung, Genehmigung, Ausführung, Produktion und bei Entscheider*innen. Das Projekt identifiziert die Zuständigen und führt Gespräche und Interviews. Die gemeinsamen Verbundpartner aus Kommune, Forschung und Wissenschaftstransfer – der Kreis Lippe, das Institut für Energieforschung der Technischen Hochschule-Ostwestfalen und der Wissenschaftsladen Bonn e.V. – entwickeln basierend darauf Kriterien und Anforderungen, evaluieren diese mit den identifizierten Expert*innen und übertragen sie in ein allgemein gültiges Prozessmodell.

Berufskolleg in Detmold als Reallabor

Um zu testen, ob dieses Prozessmodell in der Praxis auch funktioniert und ggf. weitere Erkenntnisse zu gewinnen, richtet das Projekt dann in einem nächsten Schritt ein sogenanntes Reallabor ein. Mit dem Begriff bezeichnet man die zeitlich begrenzte Einrichtung einer Art ‚Testballon‘, um praktisch zu erproben und zu erforschen, wie man eine gesellschaftliche Veränderung angehen kann. Das Reallabor des Projektes ist ein Bildungsbau des Kreises Lippe. Dieser ist noch aus den 1970er Jahren und soll nach zirkulären Kriterien saniert oder neu gebaut werden. Das Projekt wird diesen Prozess begleiten, die aus dem Reallabor gewonnenen Erkenntnisse publizieren und über bestehende Netzwerke und Online-Plattformen veröffentlichen sowie in Beratungsformate für Kommunen übersetzen.

Einzigartiges Konsortium

Initiiert wurde der Projektansatz von „Lippe zirkulär“ mit Geschäftsstelle im Kreis Lippe. Das derzeit deutschlandweit einzigartige Konsortium vereint über 30 lokale und regionale Akteur*innen und Netzwerke aus Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung sowie kommunaler Politik und Verwaltung. Der Kreis Lippe formuliert in seinem Zukunftskonzept 2025 explizit das Initiieren und Unterstützen einer Circular Economy mit konkreten Anwendungsfällen – insbesondere in der öffentlichen Verwaltung.

Aufgaben und Erfahrungen des WILA Bonn

Der WILA Bonn verantwortet im Projekt das Reallabor. Hierfür wird der WILA Bonn Veranstaltungen mit Bauunternehmen, Architekt*innen, Schulleitung, Lehrer*innen und allen anderen Beteiligten an der Sanierung des Berufskollegs durchführen. Dabei wird der WILA Bonn kontinuierlich Fragestellungen und Handlungsideen der beteiligten Personen identifizieren, die den weiteren Forschungsprozess im Projekt beeinflussen. Er wird passgenaue Bildungs- und Beratungsformate entwickeln, die in eine abschließende Handreichung für Kommunen einfließen. Hierfür kann der WILA Bonn sowohl auf Erfahrungen aus dem CitizenLab sowie aus seinen Stadtentwicklungsprojekten zurückgreifen.

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Projektüberblick

Laufzeit: Juli 2024 – Juni 2027
Förderer: Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Zukunft Bau Forschungsförderung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)

SDGs

RE Build

Ansprechpartner

Gerald Knauf
(0228) 20161-21
gerald.knauf@wilabonn.de

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Zirkuläre Impulse

Projektpartner

ZukunftBau Forschungsfoerderung gelb

Dieses Projekt wurde gefördert vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aus Mitteln der Zukunft Bau Forschungsförderung.


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