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Mehr Biodiversität in der Stadt schaffen: Studierende im Projekt entwickeln gute Ideen für die Düne in Tannenbusch und eine Hundewiese. Foto: © Volker Lannert/Uni Bonn

StadtKlimaWandeln: Neue Ideen für Düne und Hundewiese

Mehr Biodiversität in der Stadt schaffen: Studierende im Projekt entwickeln gute Ideen für die Düne in Tannenbusch und eine Hundewiese. Foto: © Volker Lannert/Uni Bonn
Mehr Biodiversität in der Stadt schaffen: Studierende im Projekt entwickeln gute Ideen für die Düne in Tannenbusch und eine Hundewiese. Foto: © Volker Lannert/Uni Bonn

Franziska Böhm

Das Projekt „StadtKlimaWandeln” von Universität, Stadtverwaltung und WILA Bonn bringt Wissenschaft, Stadt und Bürger*innen zusammen. Studierende haben ihre Vorschläge für die Hundewiese Rheinaue und die Düne Tannenbusch zur Diskussion gestellt.

Wie kann man für mehr biologische Vielfalt sorgen und gleichzeitig Flächen und Stadtquartiere lebenswerter machen? Andere – nämlich insektenfreundliche – Pflanzen und Sträucher, ein Parcours aus Holz für Hunde und mehr Schattenplätze für Menschen: Das sind nur ein paar der ganz konkreten Vorschläge, mit denen Studierende aus 13 verschiedenen Fachrichtungen die bisher eintönige Hundewiese in der Rheinaue aufwerten wollen – für Mensch, Tier und fürs Klima.

Die Studierenden sind Teil eines Vorreiter-Projekts, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert wird. Ziel ist es, an ganz praktischen Herausforderungen in der Stadt über alle wissenschaftlichen Fachdisziplinen hinweg und unter Einbeziehung der Studierenden und Bürger*innen daran zu arbeiten, zu Klima-Anpassung und biologischer Vielfalt beizutragen.

Baumfällen als Naturschutz

Nicht nur mit der Hundewiese in der Rheinaue haben sich die Studierenden im Rahmen ihres interdisziplinären Seminars auseinandergesetzt. Eine zweite Gruppe nahm die Düne Tannenbusch unter die Lupe: wissenschaftlich, indem die Studierenden sich – wie ihre Kommiliton*innen bei der Hundewiese – die Unterstützung von Forschenden verschiedener Fachrichtungen einholen konnten. Dazu kam die Expertise der Bürger*innen und Gruppen vor Ort, die die Studierenden befragt haben. Diskutiert wurden bei der Präsentation u.a. die Idee der Studierenden, die von der Natur her so besondere Binnendüne mit mehr Einsatz als bisher zu pflegen und dabei die Bürger*innen aus Tannenbusch z.B. über bezahltes Ehrenamt miteinzubeziehen. Wichtig sei auch, den Menschen vor Ort gut zu erklären, was im Sinne des Naturschutzes für die Düne wichtig ist: So müsste man, um die Düne in ihrer Einzigartigkeit mit ihren seltenen Pflanzen und Tieren zu schützen, sich ausbreitende Robinien und Brombeeren entfernen. Baumfällen als Naturschutz – das will gut erklärt sein!

Gemeinsam anders denken

Projektleiterin Brigitte Peter vom WILA Bonn: „Wir freuen uns, dass wir lokale Herausforderungen so auf neue Weise bewältigen können, indem die Expertise aller wichtigen Akteursgruppen zusammenfließt.“ Gemeinsam könne man anders denken und neue Ideen entwickeln. Das Projekt „StadtKlimaWandeln“ dauert bis September 2025 und wird neben den Flächen auch weitere Themen kooperativ angehen. Der Fokus liegt stets auf Klimaresilienz, Biologischer Vielfalt und einem hohem Lebenswert für die Menschen.

Enge Zusammenarbeit zwischen Gesellschaft und Wissenschaft – mit Service Learning

Prof. Dr. Annette Scheersoi, Prorektorin für Nachhaltigkeit an der Universität Bonn, sagt: „Wir wollen im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie systematisch Strukturen einer engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft unterschiedlicher Disziplinen und Gesellschaft aufbauen.“ Das Seminar sei auch ein gutes Beispiel für die Bemühungen, Nachhaltigkeit stärker in allen Bereichen der Universität zu verankern. „Dies geschieht in der Forschung, im Betrieb, aber auch in der Hochschullehre, und zwar sowohl inhaltlich als auch methodisch“, sagt die Prorektorin. Durch neue Lehr- und Lernaktivitäten sollen die Studierenden sich mehr und vor allem praxisnah mit Nachhaltigkeitsthemen auseinandersetzen.

Prof. Scheersoi: „Das Projekt nutzt ‚Service Learning‘ als Lehr- und Lernform. Das fachliche Lernen in der Uni wird dabei mit gesellschaftlichem Engagement verbunden -ein Format, das allen Beteiligten nützt, Sinn stiftet und Spaß macht.“ Sechs Forschende aus drei Fakultäten der Universität , die die Studierenden zuvor im Rahmen eines „Speed-Datings“ kennengelernt hatten, brachten sich hoch engagiert in das Projekt ein. Das Service Learning soll an der Universität Bonn weiter ausgebaut werden. Dazu wurde bereits eine Koordinationsstelle eingerichtet.

Zum Projekt-Hintergrund:

Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie die Klimaneutralität oder der Erhalt der Biodiversität lassen sich in Kommunen nur dann bewältigen, wenn sich alle wichtigen Akteursgruppen beteiligen. Doch wie gelingt es der nach Arbeitsbereichen ausgerichteten Stadtverwaltung und der meist disziplinär organisierten Wissenschaft dauerhaft “nah am (interdisziplinären) Problem” zu sein und mit “fachfremden” Bürger*innen zu arbeiten?

Das Projekt “StadtKlimaWandeln”, bei dem Universität Bonn, Stadtverwaltung Bonn, WILA Bonn sowie zivilgesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeiten, will diese “Systemgrenzen” überwinden helfen: Die Brücke sollen als Change-Agents Studierende ganz unterschiedlicher Fachrichtungen der Universität Bonn, unterstützt von Wissenschaftler*innen, schlagen. Denn die Studierenden sind gleichzeitig Teil der Hochschule und der Stadtbevölkerung. Der WILA Bonn, der an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft arbeitet, unterstützt Uni und Stadt v. a. bei der konkreten Gestaltung und Durchführung der gemeinsamen Zusammenarbeit mit Bürgern. Vorgehensweise, Ergebnisse und Erkenntnisse münden u.a. in zusätzliche Lehrangebote zu Nachhaltigkeitsthemen an der Universität Bonn, in ein Coaching-Modul für Lehrende und in einen Good-Practice-Leitfaden, der bundesweit verbreitet wird.

Um auf Dauer weitere Themen zu identifizieren, die Bürger*innen, Stadtverwaltung, Wissenschaft bzw. Studierenden sowie weiteren Akteursgruppen auf den Nägeln brennen und die gemeinsam angegangen werden können, ist spätestens 2025 ein sogenanntes “Transformationsfestival” geplant, bei dem sich alle Bürger*innen und Organisationen einbringen sollen, die Interesse haben, Bonn gemeinsam klimaresilient, biologisch vielfältig und lebenswert zu gestalten.

Weitere Informationen:

Projektinfos
Nachhaltigkeitsstrategie der Universität Bonn

Kontakt für die Medien:

Brigitte Peter
Tel.: 02 28/201 61-27
E-Mail: brigitte.peter@wilabonn.de

 


Gesucht: Bildungsexpert*innen, die Lernmodule für eine Online-Weiterbildung für BNE-Bildungsakteur*innen des non-formalen und informellen Lernens entwickeln!

Franziska Böhm

Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn sucht Bildungsexpert*innen, die Module für eine Online-Weiterbildung im Rahmen des vom BMBF geförderten Vorhabens „BNE-Selbstlernkurs: Online-Module für Bildungsakteure des non-formalen und informellen Lernens“ entwickeln. Um die genaue Ausschreibung zu erhalten, wenden sich Interessierte gerne an laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de.</a> Die Bewerbungfrist ist abgelaufen!

Der Kurs soll aktive Bildungsexpert*innen darin weiterbilden, wie sie Lernende in ihrer Resilienz im Umgang mit globalen Krisen stärken können und hierzu zahlreiche thematische sowie methodische Zugänge aufzeigen. Die Lernmodule sollen dabei den veränderten Bildungsbedarf aufgreifen, der sich durch gesellschaftliche Transformation, Partizipationsprozesse, die Handlungsbefähigung zur politischen Mitgestaltung etc. entwickelt hat.

Von BNE-Expert*innen für BNE-Expert*innen

Insgesamt zwölf Module sollen entwickelt, getestet und online gestellt werden – basierend auf dem von Germanwatch 2022/2023 erarbeiteten und vom BMBF geförderten Konzept „BNE-Online-Selbstlernkurs für NIL-Bildungsakteure “. Es geht um Themen wie transformatives Lernen, Didaktik in der politischen Bildung oder den Whole Institution Approach. Hierbei können Auftragnehmer*innen das jeweilige Bildungsmodul gerne durch eigene inhaltlichen Schwerpunkten konkretisieren. Verbindendes Element ist die gemeinsame BNE-Ausrichtung der Lernmodule.

Begleitung durch Workshops und Austausch

Die Erarbeitung der Module wird sowohl durch Workshops als auch individuell und technisch begleitet werden. Die Entwicklung erfolgt im Rahmen des vom BMBF geförderten Vorhabens „BNE-Selbstlernkurs: Online-Module für Bildungsakteure des non-formalen und informellen Lernens“. Verbundpartner ist die ZEBRALOG GmbH.

Bei Interesse und für die Aufnahme in den Ausschreibungsverteiler, wenden Sie sich gerne an Frau Laura Fuchs-Steinhaus (laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de).

Kontakt:

Laura Fuchs-Steinhaus
laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de


BioHero – Spielerisch zum nachhaltigen Job oder Lebensstil

Franziska Böhm

Ob zum Einsparen von Verpackungen oder für die nachhaltige Berufsorientierung: Das neue Smartphone-Spiel „Mission BioHero“ und die App „Label BioHero“ des Projektes „Allthings.BioPRO“ vom Wissenschaftsladen (WILA) Bonn sowie weiteren Partner*innen aus sechs europäischen Ländern unterstützen Menschen aller Altersgruppen auf ihrem Weg zu einem nachhaltigeren Lebensstil. Beide Apps sind jetzt im Apple Store und Google Play Store kostenfrei downloadbar.

Das Spiel und die App stellen verschiedene Themenbereiche rund um die Bioökonomie vor – einem wachsenden Wirtschaftszweig, bei dem es darum geht, Produkte und Herstellungsweisen zu entwickeln, die auf nachwachsende Rohstoffe zurückgreifen. Spielende können bei Mission BioHero die Bereiche Lebensmittelverpackungen, Mode & Textilien, Kinder & Schule, Beruf & Karriere oder Nachhaltigkeit erkunden. Dabei beantworten sie Fragen oder erledigen Aufgaben – im Spiel wie im realen Leben. Es geht um Fragen wie: Aus welchen Materialien kann Mode bestehen, die wirklich nachhaltig ist? Welche Jobprofile gibt es in der Bioökonomie?

Von Bürger*innen und Bildungsexpert*innen gestaltet

Die Software für die Anwendungen wurde im Rahmen des EU-Projekts Allthings.BioPRO entwickelt. Das Besondere daran: An der Entwicklung haben sich Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen europäischen Ländern beteiligt ebenso wie Vertreter*innen aus Bildung, Politik, Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft. Der WILA Bonn hat diesen Beteiligungsprozess koordiniert und zusätzlich das Spielthema Berufseinstieg in die Bioökonomie betreut. Laura Fuchs-Steinhaus vom WILA Bonn über die Idee dahinter: „Durch die Beteiligung stellen wir sicher, dass Spiel und App auch die Themen behandeln, die Bürger*innen bei der Bioökonomie interessieren. Das ist sehr wichtig, denn bisher wissen nur wenige Menschen, was es damit überhaupt auf sich hat – und Spieleentwickler*innen somit wenig über die Bedürfnisse der Menschen in diesem Bereich.“

Spiel und App sollen auch zukünftig direkt die Möglichkeit geben, die biobasierte Wirtschaft und Forschung mitzugestalten. Daher sammeln sie ebenfalls Meinungen und Ideen rund um das Thema Bioökonomie: Wünschen sich Bürger*innen z. B. nachhaltigere Verpackungen für Essenslieferungen? Oder wollen sie mehr darüber erfahren, wo sie fair hergestellte Mode in ihrer Stadt finden können? Die generierten Daten werden in anonymisierter Form Politik und Wirtschaft zur Verfügung gestellt.

Vielseitige Einsetzmöglichkeiten auch für den Unterricht

Mission BioHero eignet sich für Spielende ab 12 Jahren auf Smartphone und Tablet und ist aktuell auf Englisch, Deutsch, Niederländisch und Italienisch verfügbar. Bei Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren empfiehlt sich die Unterstützung durch einen Erwachsenen, um Terminologien und weitere Fragen zu besprechen. Das Spiel lässt sich auch in den Schulunterricht integrieren, dazu erscheint in Kürze ein Handbuch.

Mit der Smartphone-App Label BioHero können Interessierte Informationen zu (Öko-)Logos und Labels abrufen, die für Produkte der Bioökonomie relevant sind. Die App funktioniert ganz einfach über einen integrierten Label-Scanner oder eine schriftliche Eingabe; sie ist in englischer Sprache verfügbar.

Über Allthings.BioPRO:

Das Projekt läuft noch bis August 2023. Gefördert wird Allthings.BioPRO im Rahmen des EU Horizont 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms gefördert. Projektkoordinator ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. Mehr Infos auf https://www.allthings.bio/

Kontakt:

Laura Fuchs-Steinhaus
0228 / 201 61 51
laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de


Protestierende Menschen halten ein Transparent aus Pappe hoch auf dem steht: The Climate is changing, why aren't we?

Empowerment für Klima & Co. – mit den Inner Development Goals

Protestierende Menschen halten ein Transparent aus Pappe hoch auf dem steht: The Climate is changing, why aren't we?
© Valmedia – stock.adobe.com

Franziska Böhm

Die Auswirkungen der globalen Klimakrise sind spürbar. Aber vielen Menschen fällt es angesichts der Komplexität und des vermeintlich nur winzigen eigenen Beitrags schwer, ins Handeln zu kommen. Das Projekt „Aktiv werden fürs Klima: Nicht nur wollen, sondern handeln!“ will Menschen “empowern” und nutzt dafür den innovativen Ansatz der sogenannten Inner Development Goals (IDGs).

Modulhandbuch online: Empowerment für Klima & Co. – mit den Inner Development Goals

Was macht den jungen Ansatz der Inner Development Goals (IDGs) so spannend und innovativ für die Transformation? Und wie kann er dazu beitragen, dass Menschen nicht nur wollen, sondern tatsächlich handeln. In unserem kostenlosen Modulhandbuch erläutern wir:

  • was den Ansatz der IDGs so besonders macht,
  • auf welche Weise er mit seinem Fokus das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bereichert und
  • wie Sie diese transformativen IDG-Fähigkeiten – mit Hilfe unseres Weiterbildungskonzepts und (kostenlosen) Modulhandbuchs – selbst lernen und vermitteln können.

> zum Modulhandbuch
> zum Zoom-Stream, der das Konzept der IDGs und unser Vorgehen erklärt

IDG-Weiterbildungen 2025

Wie finden Sie für sich das richtige Maß an Mut, Ausdauer, Empathie, um sich immer wieder aktiv für die gesellschaftliche und ökologische Veränderung einzusetzen – und dabei weder auszubrennen noch sich ohnmächtig klein zu fühlen? Insbesondere für engagierte Menschen und solche, die es werden wollen, ist es wichtig, sich damit bewusst und mit allen Sinnen auseinanderzusetzen. Mit den IDGs können Sie sich (und ihr Team) neu und kraftvoll ausrichten – und darüber hinaus lernen, wie Sie die IDGs als Multiplikator*in für andere Menschen nutzbar machen.

Zum Hintergrund: Der Ansatz der IDGs zum Training von Transformations-Kompetenzen

Das Projekt basiert auf dem noch jungen Ansatz der Inner Development Goals (IDGs): Diese werden nach Projekt-Erfahrungen des WILA Bonn von jungen Menschen (und von Erwachsenen, die die übergeordneten Sustainable Development Goals, SDGs, kennen) als greifbar empfunden, wenn es darum geht, die eigenen Fähigkeiten zu beleuchten und herauszufinden, was sie – ganz individuell und dann auch im Team – brauchen, um sich zu engagieren. Damit können die IDGs als Kompetenzmodell im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung dienen, das einen neuen Fokus setzt.

Von den fünf IDG-Bereichen (Sein, Denken, Beziehungen, Zusammenarbeit, Handeln) bezieht sich das Projekt explizit auf die Bereiche 1 (Sein) und 3 (Beziehungen), da die Dimensionen der Persönlichkeitsentwicklung und der Verbundenheit (Fremd- und Selbstbezug) hohe Relevanz fürs Handeln haben und i.d.R. in der Bildung bisher kaum Raum bekommen. Persönlichkeitsmerkmale wie Mut, Empathie oder Ambiguitätstoleranz sind zwar nicht trainierbar wie kognitive Kompetenzen, aber in Form einer selbstreflektiven und erlebten Auseinandersetzung veränderungsfähig und damit Gegenstand von Trainingskonzepten. Modelle der humanistischen Psychologie sind mit ihrem Fokus auf Selbsterfahrung und erfahrungsbewährter Methodenvielfalt Grundlagen der Weiterbildung. Ziel der Train-the-Trainer-Weiterbildung und der Lehrmaterialien war und ist es, diesen Ansatz auch für Multiplikator*innen eigenständig und flexibel nutzbar zu machen, die keine psychologische Vorbildung haben.

Konkrete gesellschaftliche Herausforderung

Schule, Hochschule, aber auch außerschulische Bildung konzentrieren sich bei der Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem Klimawandel häufig auf die Wissensvermittlung. Gerade die Dringlichkeit und das Knowledge-Action-Gap bei der Bewältigung des Klimawandels macht deutlich: Bildung muss auch andere Transformationskompetenzen in den Blick nehmen muss.

Den Impuls für das Vorhaben gaben Bonner Studierende verschiedener Fachrichtungen, die im Projekt “KlimaWandel – Learning for Future “ (gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW) erarbeiteten, wie Hochschullehre aussehen könnte, die sie in die Lage versetzt, einen aktiven Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels zu leisten. Dabei sahen sie explizit Bedarf bei den IDG-Bereichen 1 und 3.

Was ist das Neue und Modellhafte?

Da diese Kompetenzen in den Lehrplänen, aber auch in der außerschulischen Bildung bisher kaum Platz haben, Lehrende auch nicht dazu ausgebildet sind, kommt der Entwicklung einer entsprechenden, praxisnahen, modular anwendbaren und auf verschiedene Zielgruppen übertragbaren Weiterbildung Modellcharakter zu.

Das Weiterbildungsformat wurde entwickelt, reflektiert sowie in einer diversen Zielgruppe auf Praktikabilität, Lernergebnis und Übertragbarkeit getestet. So ist ein offenes Konzept entstanden, das sich verändern und auf andere gesellschaftliche Themen übertragen lässt.

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Laufzeit: März 2023 – Januar 2024
Förderer: Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes
Nordrhein-Westfalen

SDGs

BNE als Zukunftsaufgabe

Ansprechpartnerin

Brigitte Peter
(02 28) 201 61-27
brigitte.peter@wilabonn.de

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Projekt „StadtKlimaWandeln“

Projekt „KlimaWandel – Learning for Future“

Projekt „Campus to World“

Projektpartner

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Förderer

Bild1

Bild: © Christiane Büchner

KlimaCoachingSpiel: Aktiv fürs Klima!

Bild: © Christiane Büchner
Bild: © Christiane Büchner

Franziska Böhm

Welche Auswirkungen der Klimawandel hat, wissen die meisten. Aber was braucht es, damit ich als Einzelne*r, oder als Gruppe aktiv werde? Das Projekt „Aktions-Reflexions-Tool: Aktiv fürs Klima“ entwirft und testet in Workshops mit Jugendlichen und Studierenden eine interaktive Klima-Kompetenz-Landkarte, die dabei unterstützen soll, sich für das Klima zu engagieren.
Die Idee zum Projekt “KlimaCoachingSpiel: Aktiv fürs Klima!” entstand im Projekt „KlimaWandel – Learning for Future“. Rund 30 Studierende aus verschiedenen Fachbereichen diskutierten dabei, was es braucht, damit sie fürs Klima aktiv werden. Ihre Erkenntnis: Fachwissen alleine reicht nicht aus! Es braucht – ganz im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung – deutlich mehr Kompetenzen.

Landkarte zeigt Kompetenzen für klimagerechtes Handeln

An diesem Punkt setzt das Projekt “Aktions-Reflexions-Tool: Aktiv fürs Klima!” an. Hier soll ein Klima-Coaching-Spiel entstehen. Im Spiel bereisen die Spielenden Länder auf einer Art Landkarte (z. B. Innovation Island, der Sumpf der Gewohnheit oder das Bermudadreieck des Konsums) mit Hilfe von Kompetenzkarten (z. B. Mut, systemisches Denken oder Kommunikationsfähigkeiten). Dieses Bereisen soll die Möglichkeit geben, sich persönlich zu “verorten” Hindernisse zu reflektieren, aber auch über eigene bzw. gemeinsame Wege zur Klimaneutralität zu sprechen und zu diskutieren. So soll das Spiel dabei helfen, die Lücke zwischen Wissen und Handeln zu schließen und gerade junge Menschen dazu motivieren, selbst ins Handeln zu kommen.

Aus der Perspektive von Jugendlichen für Jugendliche

Damit das Spiel aber auch wirklich die Themen aufgreift, die Jugendliche und junge Erwachsene umtreibt und „ihre Sprache“ spricht, entwickeln Studierende und Schüler*innen dieses „Serious Game“ von Anfang an auf Augenhöhe mit. Dafür veranstaltet der WILA Bonn zwei je 4-stündige Kreativ-Workshops mit Studierenden aus dem „KlimaWandel – Learning for Future”-Projekt sowie von Fridays for Future und Schüler*innen. Dabei konzentrieren sich die Studierenden dann vor allem auf die bildliche Ausarbeitung der Landkarte, während die Schüler*innen eingeladen werden, ihre eigenen Bilder für die Kompetenzen zu finden, zu entwerfen und zu dokumentieren. Inhaltlich orientiert sich das Projekt dabei an den Inner Development Goals.

Kreativer Prozess mit Kölner Künstlerin

Die Künstlerin und Regisseurin Christiane Büchner aus Köln begleitet die Workshops, gibt kreative Impulse und setzt die Ergebnisse anschließend als weitere Ausgestaltung von Landkarte und Kompetenzkarten um. Prototypen des Tools wiederum erprobt das Projekt in weiteren Workshops mit den Studierenden und Schüler*innen, und die Rückmeldungen werden in einer zweiten Zeichenphase eingearbeitet. Ein Teil der Jugendlichen erarbeitet außerdem Einsatzmöglichkeiten für das Tool und Anleitungsinformationen.

Zahlreiche Materialien zur Verbreitung und Ausleihmöglichkeiten

Der WILA Bonn erstellt eine Begleit-Broschüre (Print und Web), die auch eine Anleitung zur Selbstherstellung des Tools enthält. In der nächsten Projektphase wird das Tool und seine „Idee” über die Kommunikationskanäle und Netzwerke des WILA Bonn verbreitet, v.a. im Bereich Fridays for Future und Scientists for Future, Schulen, Hochschulen, außerschulische Bildungseinrichtungen, BUND/Nabu. 25 Versionen des Tools werden professionell produziert, 15 der Spielsets werden per Gewinnspiel über Social Media verlost. Die übrigen 10 Sets können Interessierte beim WILA Bonn auch über die Projektlaufzeit hinaus gegen eine Versandgebühr von 10 Euro ausleihen.

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Projektüberblick

Laufzeit: März 2023 – März 2024
Förderer: Deutsche Postcode Lotterie

SDGs

Learning for Future

Unterlagen zum Download

Blanko-Landkarte

Anleitung

Web-Version

Ansprechpartner*in

Für den Verleih des Spiels

Holger Nielen
 0228 20161-0
holger.nielen@wilabonn.de

Projektverantwortliche

Monika Konigorski
 0228 20161-0
monika.konigorski@wilabonn.de

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Projekt „StadtKlimaWandeln“

Projekt „KlimaWandel – Learning for Future“

Förderer

DPL Logo projektbezogen Web

Kostenlose Workshopreihe: Insektenvielfalt beobachten und dokumentieren leicht gemacht

Franziska Böhm

Dazu gehen die Teilnehmenden gemeinsam in den Bildungs- und Nutzgarten der VHS und schauen zusammen mit Insekten-, Monitoring- und Naturgartenexpert*innen, welche Insekten sie finden und bestimmen können. Sie erproben dabei eine Zähl- und Bestimmungshilfe und entwickeln sie gemeinsam so weiter, dass Erfolgserlebnisse beim „Insekten-Check“ vorprogrammiert sind.
Die Workshops werden in Kooperation von VHS Bonn und dem Wissenschaftsladen Bonn e.V. im Rahmen des Projekts „Insekten-Check“ angeboten.
Das Projekt „Insekten-Check“ wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur NRW.
Seien Sie mit dabei und tauchen Sie mit uns in die Welt der Insekten ein! Vorerfahrungen bezüglich Pflanzen und Insekten sind nützlich, aber keine Voraussetzung. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Eckdaten:

Termine:

Teil I: 2.5.2023, 15:30 – 17:45 Uhr
Teil II: 25.5.2023, 15:30 – 18:00 Uhr
Teil III: 5.9. 2023, 15:30 – 17:30 Uhr

Ort: VHS Bonn, Treffpunkt wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Anmeldung:

Über die Website der VHS Bonn

Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:

Monika Konigorski
(02 28) 201 61-41
monika.konigorski@wilabonn.de


Neue Broschüre: Klimagerechtes Handeln in Unterricht und Freizeit

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Franziska Böhm

Neue Module für Lehrkräfte und Multiplikator*innen in der außerschulischen Bildung

Ob Abfallvermeidung, Strom sparen oder umweltbewusste Ernährung: Jugendliche zum aktiven Lernen und Handeln zu motivieren, ist ganz im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Um Lehrkräfte und Multiplikator*innen dabei zu unterstützen, gibt das Bildungszentrum im Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V. in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn und LizzyNet gGmbH jetzt eine Sammlung von 11 thematisch unterschiedlichen Modulen heraus.

Entdeckungsreisen durch den „Dschungel“ oder doch lieber nachhaltige Verpackung?

Das Material zu Themen wie „Entdeckungsreise in den Wiesendschungel“, „Abfall und nachhaltige Verpackungen“ oder „nachhaltige Berufsorientierung“ ist so aufgebaut, dass Lehrkräfte damit direkt arbeiten können. Die darin vorgestellten Methoden sollen individuelle und selbstbestimmte Lernwege eröffnen. Sie setzen an der natürlichen Neugier von Lernenden an, wirken aktivierend und unterstützen das kooperative Lernen in Gruppen. Neben Klimagerechtigkeit greifen die Lerninhalte auch Themen wie Armut, Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie oder internationale Gesundheit auf. Gleichzeitig lassen sich die meisten Module auch leicht auf eigene Themen übertragen und online umsetzen.

Von Lehrkräften und Bildungsreferent*innen entwickelt

Gemeinsam und praxisorientiert haben Lehrkräfte, Bildungsreferent*innen und Multiplikator*innen die Materialien in mehreren Workshops und Austauschtreffen entwickelt – im Rahmen des Kooperationsprojektes: „Aktiv lernen und handeln – Entwicklung und Verbreitung eines innovativen, digitalen Schulungskonzeptes im Bereich BNE“. Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Download der Broschüre:

Broschüre „Klimagerechtes Handeln Jugendliche zum aktiven Lernen und Handeln motivieren“

Kontakt beim Wissenschaftsladen (WILA) Bonn:

Dr. Cornelia Voß
(02 28) 201 61-50
cornelia.voss@wilabonn.de


Studierende gestalten im Projekt städtische und universitäre Flächen um. Foto: © Viktoriia – stock.adobe.com

StadtKlimaWandeln: Studierende gestalten Bonn

Studierende gestalten im Projekt städtische und universitäre Flächen um. Foto: © Viktoriia – stock.adobe.com
Studierende gestalten im Projekt städtische und universitäre Flächen um. Foto: © Viktoriia – stock.adobe.com

Franziska Böhm

Um dem Klimawandel zu trotzen oder die biologische Vielfalt zu erhalten, müssen alle in der Gesellschaft gemeinsam anpacken. Doch damit das gelingt, braucht es Brücken zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Im Projekt „StadtKlimaWandeln“ von WILA Bonn, Universität Bonn und der Stadtverwaltung Bonn schaffen Studierende genau diese Verbindungen.

Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie die Klimaneutralität oder der Erhalt der Biodiversität lassen sich in Kommunen nur dann bewältigen, wenn alle wichtigen gesellschaftlichen Akteursgruppen – wie Menschen aus der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft, oder der Verwaltung – ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen und sich an der Entwicklung und Umsetzung der Lösungen beteiligen. Doch wie gelingt es insbesondere der oftmals fachlich sehr spezialisierten Wissenschaft, dauerhaft nah an „fächerübergreifenden Problemen“ und mit „fachfremden” Bürger*innen zu arbeiten? Das Projekt „StadtKlimaWandeln”, bei dem der WILA Bonn gemeinsam mit der Universität Bonn, der Stadtverwaltung Bonn sowie zivilgesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeitet, will helfen, diese „Systemgrenzen” zu überwinden: Die Brücke sollen Studierende ganz unterschiedlicher Fachrichtungen der Universität Bonn schlagen. Denn sie sind gleichzeitig Teil der Hochschule und der Stadtbevölkerung.

Gemeinsam mehr Natur und bessere Klimaresilienz im Stadtgebiet schaffen

Ziel ist es zunächst, dass sie auf Basis von Bildung für nachhaltige Entwicklung im Rahmen von Seminaren und Workshops mehrere städtische und universitäre Flächen so gestalten, dass diese insbesondere zu größerer Biodiversität und Klimaresilienz/-anpassung beitragen. An der Konzeption, Ausarbeitung und Durchführung der Veranstaltungen beteiligen sich dabei neben den Studierenden auch Wissenschaftler*innen verschiedener Fachdisziplinen, aber auch Stadtverwaltung und Bürger*innen, mit denen die Studierenden immer wieder auf Augenhöhe kooperieren.

Transformationsfestival für die dauerhafte Zusammenarbeit

Um auf Dauer weitere Themen zu identifizieren, die Wissenschaft, Studierenden, Bürger*innen und Stadtverwaltung auf den Nägeln brennen und die gemeinsam z. B. im Rahmen von Service Learning angegangen werden können, entwickeln und organisieren die Studierenden in Zusammenarbeit mit dem WILA Bonn ein „Transformationsfestival”. Die Evaluation der transdisziplinären Zusammenarbeit über Loops sorgt dafür, dass die Universität immer wieder Rückmeldungen der verschiedenen Akteur*innen bekommt, und so Strukturen, Veranstaltungsformate und -inhalte, Kompetenzerwerb anpassen kann.

Praxisnahe Anleitung mit Coaching-Modul und Leitfaden

Vorgehensweise, Ergebnisse und Erkenntnisse münden in ein Coaching-Modul für Lehrende und in einen Good-Practice-Leitfaden, der modellhaft umgesetzt und NRW-weit verbreitet wird. Über Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit erhalten andere NRW-Kommunen, Hochschulen und auch Studierende/Bürger*innen eine praxisnahe Anleitung, um auch bei sich vor Ort eine buchstäblich breitere, auf Bildung für Nachhaltigkeit basierende und strukturelle Grundlage für die gemeinsame Arbeit für Klima, Biodiversität und weitere Transformationsthemen zu schaffen.

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Projektüberblick

Laufzeit: März 2023 – September 2025
Förderer: Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW

SDGs

BNE als Zukunftsaufgabe

Ansprechpartnerinnen

Brigitte Peter
(02 28) 201 61-27
brigitte.peter@wilabonn.de

Michaela Shields
(02 28) 201 61-48
michaela.shields@wilabonn.de

Andrea Muno-Lindenau
(02 28) 201 61-13
andrea.muno-lindenau@wilabonn.de

Projektleitung

Wissenschaftsladen Bonn e.V.

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Projekt „Campus to World“

Projektpartner

Förderer


Im Naturgarten lässt sich eine Vielzahl von Insekten beheimaten und entdecken. Foto: © WILA Bonn

Insekten-Check – Entdecke die Vielfalt in deinem Grün!

Im Naturgarten lässt sich eine Vielzahl von Insekten beheimaten und entdecken. Foto: © WILA Bonn
Im Naturgarten lässt sich eine Vielzahl von Insekten beheimaten und entdecken. Foto: © WILA Bonn

Franziska Böhm

Ob Wildbiene oder Schmetterling: Wer den eigenen Garten oder Balkon naturnah umgestaltet, kann schon bald deutlich mehr Insektenarten beobachten. Doch lässt sich diese Vielfalt auch für Laien messen und sichtbar machen? Das Projekt „Insekten-Check“ von WILA Bonn und VHS Bonn entwickelt gemeinsam mit interessierten Hobbygärtner*innen einen Leitfaden für eine Bestandsaufnahme – im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Vielfalt an heimischen Wildpflanzen und Tieren, insbesondere blütenbestäubender Insekten geht weiter dramatisch zurück. Dabei reichen schon ein paar heimische Wildpflanzen im Garten oder auf dem Balkon, um mehr Lebensraum und Nahrung zu schaffen. Mit mehr Vielfalt im Grün lässt sich auch eine größere Vielfalt bei den Insekten beobachten. Zu sehen, wie sich mit den passenden Pflanzen schon im ersten Blütejahr Insekten anlocken lassen, könnte mehr Menschen motivieren, auch ihre Gärten und Balkone naturnah umzugestalten und damit auch „Tiere zu pflanzen“.

Insekten-Monitoring häufig zu komplex

Wie sich die Vielfalt der Insekten im Grün entwickelt, lässt sich mit einer Bestandsaufnahme (Monitoring) ermitteln. Gängige Insekten-Monitoring-Ansätze, die so etwas sichtbar machen, sind aber häufig so komplex, dass sich selbst die ohnehin affinen Hobbygärtner*innen nur sporadisch beteiligen. Andere Ansätze sind so oberflächlich, dass sie den direkten, auch emotionalen Bezug zum Leben der Beteiligten nicht herstellen. Wie kann ein Insekten-Monitoring also aussehen, das auch die Bedürfnisse, Erfahrungen und Lebensrealitäten von Laien anspricht, sie motiviert und es ihnen ermöglicht, ohne großen Aufwand die Insektenvielfalt in ihrem Garten oder auf ihrem Balkon zu erfassen?

Insekten-Monitoring für jede und jeden: Workshopreihe für Hobbygärtner*innen

Um ein solches Tool zu entwickeln, bietet der Wissenschaftsladen e.V. gemeinsam mit der Volkshochschule Bonn eine dreiteilige Workshopreihe für Hobbygärtner*innen an. In den Workshops bringen die Teilnehmenden ihre Beobachtungen aus dem eigenen Garten oder Balkon und ihre Fragestellungen ein. Gemeinsam entwickeln sie mit erfahrenen Biolog*innen darauf basierend ein Insekten-Monitoring, das in der Anwendung möglichst unkompliziert und nahe an den Bedürfnissen und Anforderungen der Teilnehmenden ist und erproben dies dann an einer Fläche in Bonn: Welche Schmetterlinge lassen sich beobachten? Und welche Bienenart sitzt vor allem am Weißdorn? Wie verändert sich der Insektenbestand über einen Zeitraum von einigen Wochen?

Dabei erstellen die Projektpartner*innen und die Hobbygärtner*innen gemeinsam einen Monitoring-Leitfaden. Eine Fokusgruppe wird das erarbeitete Insekten-Check-Konzept (Workshop-Konzept und Bildungsmaterialien) ebenfalls dahingehend überprüfen, ob es auch Menschen mit weniger Vorkenntnissen zum Mitmachen motiviert. Das Projekt verbreitet die gemeinsam erstellen Materialien anschließend über die Netzwerke aller Beteiligten.

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Projektüberblick

Laufzeit: März 2023 – Dezember 2023
Förderer: Ministeriums für Kultur und Wissenschaft (MKW) des Landes Nordrhein-Westfalen

SDGs

Tausende Gaerten

Ansprechpartnerin

Monika Konigorski
 0228 20161-41
monika.konigorski@wilabonn.de

 

Meike Rohkemper
meike.rohkemper@wilabonn.de

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 Projekt „Tausende Gärten – Tausende Arten“

Podcast-Folge „Biologische Vielfalt – wie Beteiligung zum Naturgärtnern gelingt“ (WILA-Podcast „Vom Wissen zum Handeln – und umgekehrt!“)

Projektpartner

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Gefördert durch

 

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Das Bild zeigt eine engagierte Gruppe, die gemeinsam im Grünen Ideen für mehr biologische Vielfalt entwickelt. Foto © WILA Bonn

Idee – und wie?!

Das Bild zeigt eine engagierte Gruppe, die gemeinsam im Grünen Ideen für mehr biologische Vielfalt entwickelt. Foto © WILA Bonn
Gemeinsam lassen sich Ideen für mehr Nachhaltigkeit gut entwickeln. Foto: © WILA Bonn

Franziska Böhm

Ob für die Nachbarschaftshilfe oder mehr Grün: Im Projekt „Idee – und wie?!“ können sich kleine Initiativen aus Bonn und Umgebung fortbilden, die sich in ihrem Wohnumfeld engagieren möchten. Die kostenlosen Fortbildungen sind dabei passend auf sie zugeschnitten – und interaktiv!

Für ihr Wohnumfeld sind Bürgerinnen und Bürger die besten Expert*innen. Sie sehen, wo es an Engagement fehlt, wie sie ihr Umfeld noch lebenswerter machen können, wo es Herausforderungen zu begegnen gilt. Am Anfang stehen oft eine tolle Idee und viel Elan: „Lasst uns unsere Straße grüner gestalten und für Insekten und Vögel attraktiver machen!“ oder „Lasst uns einen sozialen Treffpunkt etablieren, der für alle offen ist und das Miteinander stärkt.“ Manchmal stocken solche Vorhaben aber – wenn etwa Aufgaben anstehen, für die man sich nicht geeignet fühlt oder wenn das nötige Wissen fehlt. Ob es darum geht, die Idee zu konkretisieren, Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen, Co-Creation-Methoden anzuwenden oder nötige Gelder zu beschaffen, Wissen über nachhaltiges Gärtnern zu erlangen, Versammlungen zu moderieren oder Öffentlichkeitsarbeit anzugehen – die Herausforderungen können vielfältig sein.

Anderen Mut machen und sie motivieren

Hier bietet der WILA Bonn Unterstützung an, damit gerade kleine, private Ideen nicht im Sande verlaufen, sondern Spaß machen: wenn Hürden überwunden und die eigenen Ideen umgesetzt werden können. Dafür entwickelt der WILA Bonn gemeinsam mit den Interessierten Weiterbildungsangebote, die auf ihren Bedarf zugeschnitten und für die Teilnehmenden kostenfrei sind. Bis zu fünf Projekte können davon profitieren – und ebenso vom Austausch untereinander. Audioaufnahmegerät und Mikrofon sind immer dabei, um direkt von besonderen Momenten erzählen zu können. Gemeinsam reflektieren sie so den Prozess und konzipieren dazu eine Podcastfolge des WILA Bonn. Am Ende entsteht eine Hörgeschichte, die auch anderen Mut machen kann, ihre Ideen umzusetzen.

Flexible Weiterbildungsangebote genau nach Bedarf

Die Unterstützung geschieht im Rahmen des Projektes „Idee – und wie?!“, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft über den Innovationsfonds NRW gefördert wird. Aus den Erfahrungen dieses Projektes entwickelt der WILA Bonn ein Modell für flexible Weiterbildungsangebote, das auch für andere Bildungseinrichtungen interessant sein kann und Ideen für neue Arten der Weiterbildung liefern soll. Die Gelingensfaktoren werden in einem Bericht veröffentlicht, so dass auch andere Weiterbildungseinrichtungen dazu Zugang haben.

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Projektüberblick

Laufzeit: Januar 2024 – Dezember 2024
Förderer: Ministeriums für Kultur und Wissenschaft (MKW) des Landes Nordrhein-Westfalen

SDGs

Tausende Gaerten

Ansprechpartnerin

Monika Konigorski
 0228 20161-41
monika.konigorski@wilabonn.de

Projektergebnisse

Gelingensfaktoren für flexible Bildungsarbeit

Feature-Podcast

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Förderer

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