#5 – Klimawandel und Gesundheit: Christina Frank
Wie beeinflusst der Klimawandel die Ausbreitung von Infektionskrankheiten? Darüber spricht der Bonner Geographiestudent Magnus Wünsche mit Christina Frank vom Robert Koch-Institut.
#2 – Ressourcenwende: Bauen zirkulär denken!
Darüber sprechen wir in dieser Folge mit unserem Kollegen Gerald Knauf vom Projekt „RE-BUILD-OWL“. Das Ziel des Projektes: Eine Strategie und eine Transferplattform für die Modellregion Ostwestfalen-Lippe zu entwickeln, damit die Ressourcenwende in der Region gelingt. Initiiert wurde der Projektansatz von „Lippe zirkulär“ mit Geschäftsstelle im Kreis Lippe. Das derzeit deutschlandweit einzigartige Konsortium vereint über 30 lokale und regionale Akteur*innen und Netzwerke aus Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung sowie kommunaler Politik und Verwaltung. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen der Initiative Region gestalten – Heimat 2.0.
#4 – Zukunft studieren: Klaus Gourgé
Sind Visionen einer schönen, klimaneutralen Zukunft naiv oder für den Umgang mit der Klimakrise elementar? Und welche Rolle spielen dabei Wirtschaft, Wachstum und Verzicht? Darüber diskutieren wir in dieser Folge mit Prof. Klaus Gourgé von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Er will seinen Studierenden "Lust auf Zukunft" machen - und darauf, dafür auch ganz andere, dringend notwendige Kompetenzen zu erlernen.
#3 – Was motiviert zu Engagement: Marie Heitfeld
Wann engagieren sich Menschen für Transformation, d.h. einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel? Welche Rolle spielen dabei die sozialen Umgebungen, in denen sie leben und Emotionen? Wie kann ich persönlich den Handabdruck meines gesellschaftlichen und politischen Engagements vergrößern? Wir sprechen mit Marie Heitfeld, Umweltpsychologin und Referentin für Bildung für Nachhaltige Entwicklung bei Germanwatch e.V. und Mitglied im Wandelwerk.
#2 – Klimapositiv leben: Michael Bilharz
Was kann man tun, um "klimapositiv" zu leben? Das besprechen wir mit Michael Bilharz, Spezialist für die „Big Points“ beim Umwelt- und Klimaschutz. Er betreibt im Umweltbundesamt den UBA-CO2-Rechner, mit dem jede*r in wenigen Minuten erkennen kann, was die größten Stellschrauben für die persönliche Klimabilanz sind. Der Vorstandssprecher bei 3 fürs Klima e.V. und Initiator von der KLIMAWETTE ist auch sonst aktiv für klimaneutrale Lebensstile unterwegs - und lebt selbst klimapositiv.
#1 – Studieren mit Demut und Leidenschaft: Karsten Brandt
Wir, Brigitte Peter und Martin Heyer, erklären kurz, worum es in unserem Projekt geht, bevor wir mit Karsten Brandt sprechen: dem Meteorologen und Klima-Journalisten, der – obwohl er die dramatischen Auswirkungen der Enderwärmung als Fachmann so deutlich vor Augen hat – immer noch geduldig und unbeirrt unterwegs ist, um Menschen den Klimawandel begreifbnar zu machen. Und er appelliert daran, das Richtige zu tun: z.B. "richtig", d.h. mit Leidenschaft zu studieren.
Wohnquartiere der Zukunft

Franziska Böhm
PikoParks erhalten vierte hohe Auszeichnung
Der DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft geht in diesem Jahr an das bundesweite Modellprojekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoParks“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Damit erhält der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn bereits die vierte hohe Auszeichnung für das innovative Parkkonzept, das naturnahe Lebensräume für Tiere und Begegnungsorte für Menschen gleichzeitig schafft.
Ob zum Gärtnern oder Plaudern: Spätestens seit der Corona-Pandemie treffen sich immer mehr Menschen draußen. Wer aber in einem großen Mietshaus wohnt, hat selten direkten Zugang zu Grünflächen, geschweige denn einen eigenen Garten. Nicht so im Projekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“. Hier haben Mieter*innen und Anwohnende gemeinsam mit dem Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und anderen Fachleuten kleine Parks direkt vor ihrer Haustür geplant, gestaltet und in die Realität umgesetzt.
Lebensräume für Schmetterlinge, Bienen oder Vögel
Auf jeweils rund 300 Quadratmetern sind in Wohnquartieren in Bonn, Dortmund, Erfurt, Remscheid und Speyer fünf kleine Erholungsorte für Mensch und Natur entstanden. Dabei haben die Projektpartner die Menschen und Wohnungsunternehmen vor Ort von Anfang an miteinbezogen: Die Anwohnenden haben ihre PikoParks so entworfen, wie sie sie gerne hätten. Weil dabei ausschließlich regionale Wildpflanzen genutzt und Trockenmauern, Wildbienen-Nisthilfen sowie weitere naturnahe Gestaltungelemente gebaut wurden, liefert jeder PikoPark wertvolle Lebensräume für Kleintiere, Vögel und Insekten.
Kombination aus Beteiligung und biologischer Vielfalt zukunftsweisend
Für diese Kombination aus Miteinander und Umweltschutz verleiht die Jury des DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft den PikoParks in diesem Jahr seine Auszeichnung. Damit prämieren das Fachmagazin DW Die Wohnungswirtschaft, die Aareon AG sowie die Partner GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. und BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. seit 2004 Unternehmen, Projekte oder andere Aktivitäten, die sie als besonders innovativ oder zukunftsweisend für die Wohnungsbranche erachten. In diesem Jahr konnten sich Vorhaben bewerben, die besonders zukunftsorientierte Lösungen für ein Leben nach der Pandemie gefunden haben. Insgesamt drei Preise und ein Sonderpreis wurden vergeben.
Vierte hohe Auszeichnung für „Treffpunkt Vielfalt-PikoPark“
Der DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft ist schon die vierte hohe Auszeichnung, die der WILA Bonn für das Projekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoParks“ erhalten hat. 2019 wurden die PikoParks als Projekt der UN Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt und 2020 erhielt das Vorhaben den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis „ZeitzeicheN“. 2021 ging der Anerkennungspreis des European Award for Ecological Gardening an das Modellprojekt. Gefördert werden die PikoParks im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. In der zweiten Projektphase bietet der WILA Bonn Informations- und Schulungsveranstaltungen an, um weitere Wohnungsunternehmen zur Nachahmung anzuregen und bei der Umsetzung zu begleiten.
Ansprechpartnerin beim WILA Bonn:
Michaela Shields
0228 201 61-48
michaela.shields@wilabonn.de
Ein Schritt zur Energieunabhängigkeit: Nachhaltige Energieproduktion in Beuel-Ost gewinnt an Fahrt

Franziska Böhm
Zum 60-jährigen Firmenjubiläum investiert das Unternehmen KOLL Steine in eine große Solaranlage. Auch andere Unternehmen im Gewerbegebiet Bonn Beuel-Ost engagieren sich, um das Gebiet als eines der größten und ältesten in Bonn klimagerecht, energieoptimiert und attraktiv weiterzuentwickeln. Dabei begleiten sie das Ingenieurbüro Gertec und der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn gemeinsam mit der Bonner Wirtschaftsförderung.
Trotz Lieferengpässen war es im April so weit: Die Fachfirma Wi SOLAR GmbH installiert über 400 Solarmodule auf der Lagerhalle des Unternehmens KOLL Steine in Bonn-Beuel. Ende letzten Jahres hatte sich das Beueler Unternehmen anlässlich seines 60-jährigen Firmenjubiläums dazu entschlossen, eine Solaranlage aufs Dach zu setzen. Im Hinblick auf die aktuellen Preiserhöhungen am Energiemarkt eine rentable Entscheidung: Mit einer Leistung von 160 Kilowatt Peak wird das Unternehmen mit den Solarpanelen zukünftig einen erheblichen Anteil seines Energiebedarfs für den Produktionsstandort Bonn-Beuel decken können. Inhaber Helge Koll: „Mir ist es wichtig, unsere Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Das spart auf lange Sicht Kosten und wir können zu einer klimagerechten Gebietsentwicklung beitragen.“
Nachhaltige Energie fördert Energieunabhängigkeit
Mit diesem Ansatz steht das Unternehmen nicht allein da. Immer mehr Unternehmen im Gewerbegebiet Beuel-Ost nehmen das Thema nachhaltige Energie und Energieeffizienz in den Fokus – sei es durch den Bau von Solaranlagen, energiesparende Produktionsabläufe oder Elektroladesäulen. Damit machen sich die Unternehmen unabhängiger vom Energiemarkt, sichern sich beim Bau von Solaranlagen bezahlbare und saubere Energie und können bei einem Überschuss gegebenenfalls sogar Strom in das Bonner Gesamtnetz einspeisen. Auch Baumpflanzungen, Gebäudebegrünungen und Entsiegelungen nehmen im Gebiet zu. Das soll das Gewerbegebiet insgesamt nachhaltig weiterentwickeln und die Attraktivität des Gewerbestandortes steigern.
Projekt „Klimagerechtes Gewerbegebiet Beuel-Ost“ als Vorbild für weitere Bonner Gewerbegebiete
Innerhalb dieses Projektes der Bonner Wirtschaftsförderung werden die Unternehmen zu den Möglichkeiten beraten, u.a. zu städtischen Förderprogrammen zu Photovoltaik und Entsiegelung oder der Wiederherstellung von Baumbeeten.
In den nächsten Schritten werden die in 2021 begonnenen Veranstaltungs- und Beratungsangebote, die bereits erfolgreich durchgeführt wurden (Gewerbegebietsgespräche und Betriebsbesuche), fortgeführt. Das Netzwerk wird strukturell ausgebaut und durch nachahmenswerte Umsetzungen in den einzelnen Unternehmen und im gesamten Gebiet sichtbar.
Dazu Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe: „Wir verzeichnen erfreulicherweise großes Interesse seitens der Betriebe im Gewerbegebiet. Bei der Auswahl der Maßnahmen und Formate spielen sowohl die Wirksamkeit für Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine Rolle als auch die vorbildhafte Wirkung auf weitere Maßnahmen und Akteur*innen.“
Beratung für Unternehmen durch den WILA Bonn und Gertec
Zur Entwicklung eines Gewerbegebietsmanagements und zur Beratung der Unternehmen sind bis Jahresende der WILA Bonn und das Ingenieurbüro Gertec im Auftrag der Bonner Wirtschaftsförderung aktiv. Der WILA Bonn bringt hier seine Erfahrung ein, die er in über acht Jahren mit der natürlichen Gestaltung von Unternehmensstandorten, der Einbeziehung der jeweiligen Belegschaft und der Beratung von Gewerbegebietsmanager*innen gesammelt hat. Das Ingenieurbüro Gertec ist in Bonn bereits bekannt für seine Kompetenz in den Bereichen Klimaschutz und energiesparende Unternehmensabläufe. Interessierte Unternehmen in Beuel-Ost sind herzlich eingeladen, mit den Ansprechpartner*innen einen Termin zu vereinbaren: www.klimagerechtes-beuel-ost.de
Zudem ist ein zweites Unternehmertreffen für den 23. Juni, ab 17:00 Uhr im Gewerbegebiet Beuel-Ost geplant.
Jobs for Future NRW

Franziska Böhm
Viele Jugendliche engagieren sich schon für Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Bei der Berufswahl kommt das Thema aber noch eher zu kurz. Das Projekt „Jobs for Future NRW“ will daher die ohnehin stattfindende Berufsorientierung in Schulen und außerhalb dafür nutzen, die Begeisterung dieser Jugendlichen vom Ehrenamt in eine berufliche Zukunft zu lenken.
Hierfür entwickelt und erprobt das Projekt gemeinsam mit Schulen in NRW Dialogformate, die Jugendliche mit nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenbringen. Im Austausch mit Mitarbeitenden erhalten die Jugendlichen authentische Einblicke in die berufliche Praxis. Sie setzen sich mit Nachhaltigkeitsfragen im Unternehmen oder Zielkonflikten, die mit den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens verknüpft sind, auseinander und erarbeiten gemeinsam Lösungsvorschläge. Wie könnte für Naturkosmetik geworben werden, ohne gängige Schönheitsideale zu reproduzieren? An welchen ethischen Standards orientieren sich junge Menschen bei ihren Konsumentscheidungen und wie können Unternehmen diese in ihre Marketingstrategie integrieren? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen haben Nachhaltigkeitsentscheidungen entlang der Wertschöpfungskette? Bei der Diskussion dieser und ähnlicher Fragen, reflektieren die Jugendlichen nicht nur berufliche Wertvorstellungen und loten eigene Grenzen im Arbeitsleben aus, sondern entwickeln auch neue Ideen, die von den Mitarbeitenden in ihr Unternehmen zurückgetragen werden können.
Auch an der Schule arbeiten die Jugendlichen mit den Ergebnissen weiter. Handlungsimpulse aus den Veranstaltungen setzen die Schülerinnen und Schüler in Videos, Podcasts, Artikeln oder anderen Medienformaten um, mit denen sie sich am Projektwettbewerb beteiligen können. Auf diese Weise möchte das Projekt die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten und die Vielfältigkeit der Nachhaltigkeitsaspekte in einer sich wandelnden Wirtschaft nach außen tragen.
Das Projekt soll die Vernetzung von Schulen und nachhaltigen Arbeitgeber*innen in NRW stärken. Hierfür setzt Jobs for Future auch auf das Netzwerk Grüne Arbeitswelt, das Erfahrungen und Ergebnisse in die Öffentlichkeit kommunizieren wird.
Interessierte Schulen und Unternehmen, die junge Menschen für nachhaltige Jobs gewinnen möchten, können gerne mit dem Projektteam Kontakt aufnehmen!
Projektüberblick
| Laufzeit: | April 2022 – März 2024 |
| Förderer: | Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen |
SDGs

Ansprechpartnerinnen
Antje Lembach
Tel. (02 28) 20161-30
antje.lembach@wilabonn.de
Iken Draeger
Tel. (02 28) 20161-33
iken.draeger@wilabonn.de
Website
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