#2 – Ressourcenwende: Bauen zirkulär denken!
Darüber sprechen wir in dieser Folge mit unserem Kollegen Gerald Knauf vom Projekt „RE-BUILD-OWL“. Das Ziel des Projektes: Eine Strategie und eine Transferplattform für die Modellregion Ostwestfalen-Lippe zu entwickeln, damit die Ressourcenwende in der Region gelingt. Initiiert wurde der Projektansatz von „Lippe zirkulär“ mit Geschäftsstelle im Kreis Lippe. Das derzeit deutschlandweit einzigartige Konsortium vereint über 30 lokale und regionale Akteur*innen und Netzwerke aus Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung sowie kommunaler Politik und Verwaltung. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen der Initiative Region gestalten – Heimat 2.0.
#4 – Zukunft studieren: Klaus Gourgé
Sind Visionen einer schönen, klimaneutralen Zukunft naiv oder für den Umgang mit der Klimakrise elementar? Und welche Rolle spielen dabei Wirtschaft, Wachstum und Verzicht? Darüber diskutieren wir in dieser Folge mit Prof. Klaus Gourgé von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Er will seinen Studierenden "Lust auf Zukunft" machen - und darauf, dafür auch ganz andere, dringend notwendige Kompetenzen zu erlernen.
#3 – Was motiviert zu Engagement: Marie Heitfeld
Wann engagieren sich Menschen für Transformation, d.h. einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel? Welche Rolle spielen dabei die sozialen Umgebungen, in denen sie leben und Emotionen? Wie kann ich persönlich den Handabdruck meines gesellschaftlichen und politischen Engagements vergrößern? Wir sprechen mit Marie Heitfeld, Umweltpsychologin und Referentin für Bildung für Nachhaltige Entwicklung bei Germanwatch e.V. und Mitglied im Wandelwerk.
#2 – Klimapositiv leben: Michael Bilharz
Was kann man tun, um "klimapositiv" zu leben? Das besprechen wir mit Michael Bilharz, Spezialist für die „Big Points“ beim Umwelt- und Klimaschutz. Er betreibt im Umweltbundesamt den UBA-CO2-Rechner, mit dem jede*r in wenigen Minuten erkennen kann, was die größten Stellschrauben für die persönliche Klimabilanz sind. Der Vorstandssprecher bei 3 fürs Klima e.V. und Initiator von der KLIMAWETTE ist auch sonst aktiv für klimaneutrale Lebensstile unterwegs - und lebt selbst klimapositiv.
#1 – Studieren mit Demut und Leidenschaft: Karsten Brandt
Wir, Brigitte Peter und Martin Heyer, erklären kurz, worum es in unserem Projekt geht, bevor wir mit Karsten Brandt sprechen: dem Meteorologen und Klima-Journalisten, der – obwohl er die dramatischen Auswirkungen der Enderwärmung als Fachmann so deutlich vor Augen hat – immer noch geduldig und unbeirrt unterwegs ist, um Menschen den Klimawandel begreifbnar zu machen. Und er appelliert daran, das Richtige zu tun: z.B. "richtig", d.h. mit Leidenschaft zu studieren.
Wohnquartiere der Zukunft

Franziska Böhm
PikoParks erhalten vierte hohe Auszeichnung
Der DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft geht in diesem Jahr an das bundesweite Modellprojekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoParks“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Damit erhält der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn bereits die vierte hohe Auszeichnung für das innovative Parkkonzept, das naturnahe Lebensräume für Tiere und Begegnungsorte für Menschen gleichzeitig schafft.
Ob zum Gärtnern oder Plaudern: Spätestens seit der Corona-Pandemie treffen sich immer mehr Menschen draußen. Wer aber in einem großen Mietshaus wohnt, hat selten direkten Zugang zu Grünflächen, geschweige denn einen eigenen Garten. Nicht so im Projekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“. Hier haben Mieter*innen und Anwohnende gemeinsam mit dem Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und anderen Fachleuten kleine Parks direkt vor ihrer Haustür geplant, gestaltet und in die Realität umgesetzt.
Lebensräume für Schmetterlinge, Bienen oder Vögel
Auf jeweils rund 300 Quadratmetern sind in Wohnquartieren in Bonn, Dortmund, Erfurt, Remscheid und Speyer fünf kleine Erholungsorte für Mensch und Natur entstanden. Dabei haben die Projektpartner die Menschen und Wohnungsunternehmen vor Ort von Anfang an miteinbezogen: Die Anwohnenden haben ihre PikoParks so entworfen, wie sie sie gerne hätten. Weil dabei ausschließlich regionale Wildpflanzen genutzt und Trockenmauern, Wildbienen-Nisthilfen sowie weitere naturnahe Gestaltungelemente gebaut wurden, liefert jeder PikoPark wertvolle Lebensräume für Kleintiere, Vögel und Insekten.
Kombination aus Beteiligung und biologischer Vielfalt zukunftsweisend
Für diese Kombination aus Miteinander und Umweltschutz verleiht die Jury des DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft den PikoParks in diesem Jahr seine Auszeichnung. Damit prämieren das Fachmagazin DW Die Wohnungswirtschaft, die Aareon AG sowie die Partner GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. und BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. seit 2004 Unternehmen, Projekte oder andere Aktivitäten, die sie als besonders innovativ oder zukunftsweisend für die Wohnungsbranche erachten. In diesem Jahr konnten sich Vorhaben bewerben, die besonders zukunftsorientierte Lösungen für ein Leben nach der Pandemie gefunden haben. Insgesamt drei Preise und ein Sonderpreis wurden vergeben.
Vierte hohe Auszeichnung für „Treffpunkt Vielfalt-PikoPark“
Der DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft ist schon die vierte hohe Auszeichnung, die der WILA Bonn für das Projekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoParks“ erhalten hat. 2019 wurden die PikoParks als Projekt der UN Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt und 2020 erhielt das Vorhaben den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis „ZeitzeicheN“. 2021 ging der Anerkennungspreis des European Award for Ecological Gardening an das Modellprojekt. Gefördert werden die PikoParks im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. In der zweiten Projektphase bietet der WILA Bonn Informations- und Schulungsveranstaltungen an, um weitere Wohnungsunternehmen zur Nachahmung anzuregen und bei der Umsetzung zu begleiten.
Ansprechpartnerin beim WILA Bonn:
Michaela Shields
0228 201 61-48
michaela.shields@wilabonn.de
Ein Schritt zur Energieunabhängigkeit: Nachhaltige Energieproduktion in Beuel-Ost gewinnt an Fahrt

Franziska Böhm
Zum 60-jährigen Firmenjubiläum investiert das Unternehmen KOLL Steine in eine große Solaranlage. Auch andere Unternehmen im Gewerbegebiet Bonn Beuel-Ost engagieren sich, um das Gebiet als eines der größten und ältesten in Bonn klimagerecht, energieoptimiert und attraktiv weiterzuentwickeln. Dabei begleiten sie das Ingenieurbüro Gertec und der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn gemeinsam mit der Bonner Wirtschaftsförderung.
Trotz Lieferengpässen war es im April so weit: Die Fachfirma Wi SOLAR GmbH installiert über 400 Solarmodule auf der Lagerhalle des Unternehmens KOLL Steine in Bonn-Beuel. Ende letzten Jahres hatte sich das Beueler Unternehmen anlässlich seines 60-jährigen Firmenjubiläums dazu entschlossen, eine Solaranlage aufs Dach zu setzen. Im Hinblick auf die aktuellen Preiserhöhungen am Energiemarkt eine rentable Entscheidung: Mit einer Leistung von 160 Kilowatt Peak wird das Unternehmen mit den Solarpanelen zukünftig einen erheblichen Anteil seines Energiebedarfs für den Produktionsstandort Bonn-Beuel decken können. Inhaber Helge Koll: „Mir ist es wichtig, unsere Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Das spart auf lange Sicht Kosten und wir können zu einer klimagerechten Gebietsentwicklung beitragen.“
Nachhaltige Energie fördert Energieunabhängigkeit
Mit diesem Ansatz steht das Unternehmen nicht allein da. Immer mehr Unternehmen im Gewerbegebiet Beuel-Ost nehmen das Thema nachhaltige Energie und Energieeffizienz in den Fokus – sei es durch den Bau von Solaranlagen, energiesparende Produktionsabläufe oder Elektroladesäulen. Damit machen sich die Unternehmen unabhängiger vom Energiemarkt, sichern sich beim Bau von Solaranlagen bezahlbare und saubere Energie und können bei einem Überschuss gegebenenfalls sogar Strom in das Bonner Gesamtnetz einspeisen. Auch Baumpflanzungen, Gebäudebegrünungen und Entsiegelungen nehmen im Gebiet zu. Das soll das Gewerbegebiet insgesamt nachhaltig weiterentwickeln und die Attraktivität des Gewerbestandortes steigern.
Projekt „Klimagerechtes Gewerbegebiet Beuel-Ost“ als Vorbild für weitere Bonner Gewerbegebiete
Innerhalb dieses Projektes der Bonner Wirtschaftsförderung werden die Unternehmen zu den Möglichkeiten beraten, u.a. zu städtischen Förderprogrammen zu Photovoltaik und Entsiegelung oder der Wiederherstellung von Baumbeeten.
In den nächsten Schritten werden die in 2021 begonnenen Veranstaltungs- und Beratungsangebote, die bereits erfolgreich durchgeführt wurden (Gewerbegebietsgespräche und Betriebsbesuche), fortgeführt. Das Netzwerk wird strukturell ausgebaut und durch nachahmenswerte Umsetzungen in den einzelnen Unternehmen und im gesamten Gebiet sichtbar.
Dazu Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe: „Wir verzeichnen erfreulicherweise großes Interesse seitens der Betriebe im Gewerbegebiet. Bei der Auswahl der Maßnahmen und Formate spielen sowohl die Wirksamkeit für Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine Rolle als auch die vorbildhafte Wirkung auf weitere Maßnahmen und Akteur*innen.“
Beratung für Unternehmen durch den WILA Bonn und Gertec
Zur Entwicklung eines Gewerbegebietsmanagements und zur Beratung der Unternehmen sind bis Jahresende der WILA Bonn und das Ingenieurbüro Gertec im Auftrag der Bonner Wirtschaftsförderung aktiv. Der WILA Bonn bringt hier seine Erfahrung ein, die er in über acht Jahren mit der natürlichen Gestaltung von Unternehmensstandorten, der Einbeziehung der jeweiligen Belegschaft und der Beratung von Gewerbegebietsmanager*innen gesammelt hat. Das Ingenieurbüro Gertec ist in Bonn bereits bekannt für seine Kompetenz in den Bereichen Klimaschutz und energiesparende Unternehmensabläufe. Interessierte Unternehmen in Beuel-Ost sind herzlich eingeladen, mit den Ansprechpartner*innen einen Termin zu vereinbaren: www.klimagerechtes-beuel-ost.de
Zudem ist ein zweites Unternehmertreffen für den 23. Juni, ab 17:00 Uhr im Gewerbegebiet Beuel-Ost geplant.
Jobs for Future NRW

Franziska Böhm
Viele Jugendliche engagieren sich schon für Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Bei der Berufswahl kommt das Thema aber noch eher zu kurz. Das Projekt „Jobs for Future NRW“ will daher die ohnehin stattfindende Berufsorientierung in Schulen und außerhalb dafür nutzen, die Begeisterung dieser Jugendlichen vom Ehrenamt in eine berufliche Zukunft zu lenken.
Hierfür entwickelt und erprobt das Projekt gemeinsam mit Schulen in NRW Dialogformate, die Jugendliche mit nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenbringen. Im Austausch mit Mitarbeitenden erhalten die Jugendlichen authentische Einblicke in die berufliche Praxis. Sie setzen sich mit Nachhaltigkeitsfragen im Unternehmen oder Zielkonflikten, die mit den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens verknüpft sind, auseinander und erarbeiten gemeinsam Lösungsvorschläge. Wie könnte für Naturkosmetik geworben werden, ohne gängige Schönheitsideale zu reproduzieren? An welchen ethischen Standards orientieren sich junge Menschen bei ihren Konsumentscheidungen und wie können Unternehmen diese in ihre Marketingstrategie integrieren? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen haben Nachhaltigkeitsentscheidungen entlang der Wertschöpfungskette? Bei der Diskussion dieser und ähnlicher Fragen, reflektieren die Jugendlichen nicht nur berufliche Wertvorstellungen und loten eigene Grenzen im Arbeitsleben aus, sondern entwickeln auch neue Ideen, die von den Mitarbeitenden in ihr Unternehmen zurückgetragen werden können.
Auch an der Schule arbeiten die Jugendlichen mit den Ergebnissen weiter. Handlungsimpulse aus den Veranstaltungen setzen die Schülerinnen und Schüler in Videos, Podcasts, Artikeln oder anderen Medienformaten um, mit denen sie sich am Projektwettbewerb beteiligen können. Auf diese Weise möchte das Projekt die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten und die Vielfältigkeit der Nachhaltigkeitsaspekte in einer sich wandelnden Wirtschaft nach außen tragen.
Das Projekt soll die Vernetzung von Schulen und nachhaltigen Arbeitgeber*innen in NRW stärken. Hierfür setzt Jobs for Future auch auf das Netzwerk Grüne Arbeitswelt, das Erfahrungen und Ergebnisse in die Öffentlichkeit kommunizieren wird.
Interessierte Schulen und Unternehmen, die junge Menschen für nachhaltige Jobs gewinnen möchten, können gerne mit dem Projektteam Kontakt aufnehmen!
Projektüberblick
| Laufzeit: | April 2022 – März 2024 |
| Förderer: | Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen |
SDGs

Ansprechpartnerinnen
Antje Lembach
Tel. (02 28) 20161-30
antje.lembach@wilabonn.de
Iken Draeger
Tel. (02 28) 20161-33
iken.draeger@wilabonn.de
Website
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Berufsorientierungsportal „Netzwerk Grüne Arbeitswelt“
Förderer

Klimagerechtes Handeln: Jugendliche zum aktiven Lernen und Handeln motivieren
Franziska Böhm
Ob Abfallvermeidung, Strom sparen oder umweltbewusste Ernährung: Jugendliche lassen sich auch in der Freizeit zum aktiven Lernen und Handeln im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung motivieren. Mit einer Workshop-Reihe zeigte das Projekt „Aktiv lernen und handeln – Entwicklung und Verbreitung eines innovativen, digitalen Schulungskonzeptes im Bereich BNE“ des WILA Bildungszentrum pädagogischen Fachkräften, wie sie dafür Online-Konzepte entwickeln und umsetzen können.
Am Beispiel des Themas Abfallvermeidung und Verpackungsreduzierung erarbeiteten die Teilnehmenden in der Weiterbildung flexible Online-Bildungsmodule.
Die Schulung basierte auf Erfahrungen im Projekt „Ausgepackt“ von Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und LizzyNet (https://www.lizzynet.de/wws/ausgepackt.php), in dem Jugendliche eigene, kreative Ideen zur Reduzierung von Verpackungsmüll entwickelt haben. Das Konzept wurde in dem neuen Projekt „Aktiv lernen und handeln“ für Multiplikator*innen und Lehrkräfte weiterentwickelt und kann auf andere BNE-Themenbereiche übertragen werden.
In zwei dreistündigen Online-Workshops wurde ein Einstieg in das Thema vermittelt, Erfahrungen aus dem Bildungsprojekt „Ausgepackt“ wurden vorgestellt und in Kleingruppen haben die Teilnehmenden Ideen für ein eigenes Projekt oder Bildungseinheit entwickelt. Anschließend führten die Teilnehmenden eine eigene Veranstaltung zu dem Thema durch und wurden dabei vom Projektteam unterstützt. Nach Durchführung der Veranstaltungen fand ein Austauschtreffen statt. Die Erfahrungen, die die Multiplikator*innen bei der Anwendung mit ihren Zielgruppen machen, fließen in ein Gesamtkonzept ein. Dieses soll im Anschluss anderen zur Verfügung stehen.
Zielgruppen sind Multiplikator*innen in Weiterbildungseinrichtungen, Träger und Durchführende der Weiterbildung in der außerschulischen Bildungsarbeit, der Umweltbildung, sowie Lehrkräfte an Berufsschulen und weiterführenden Schulen.
Projektergebnisse – Von Lehrkräften und Bildungsreferent*innen entwickelt
Eine Sammlung von 11 thematisch unterschiedlichen BNE-Modulen für Lehrkräfte und Multiplikator*innen in der außerschulischen Bildung stehen nun kostenfrei zum Download:
Broschüre „Klimagerechtes Handeln Jugendliche zum aktiven Lernen und Handeln motivieren“
Projektüberblick
Veranstalter
WILA Bildungszentrum in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn und LizzyNet gGmbH
Förderer

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Ein Paradies für Insekten und Vögel

Franziska Böhm
Bundesweite Kampagne hat Tipps für jeden Garten
Am 20. März beginnt der Frühling – und damit die perfekte Zeit, um im Garten oder auf dem Balkon Lebensräume für Tiere zu schaffen. Mit einem breiten Angebot befähigt das Projekt „Tausende Gärten – Tausende Garten“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt jede und jeden, eine solche grüne Oase selbst anzulegen.
„Schon kleine Ecken im Garten oder ein paar Töpfe mit heimischen Wildpflanzen auf dem Balkon bieten Futter und Lebensraum für Tiere“, so Projektleiterin Bettina de la Chevallerie von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822, die das bundesweite Projekt mit dem Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und der Kommunikationsagentur tippingpoints koordiniert. Viele Tierarten brauchen die heimischen Wildpflanzen, an die sie sich über lange Zeiträume angepasst haben. So kann man ihre Lebensgemeinschaften unterstützen und die biologische Vielfalt fördern.
Die passenden Wildpflanzen für jeden Garten oder Balkon
Aber welche Lebensräume kann ich in meinem Garten oder auf meinem Balkon überhaupt anlegen? Und wo passen sie am besten hin? Antworten auf Fragen wie diese liefert der neue Naturgartenplaner des Projektes. Damit können Hobbygärtnerinnen und -gärtner 13 verschiedene Lebensräume kennenlernen, als Illustrationen ausdrucken und ihren Traumgarten planen. Von Blumenwiese bis Zaun- oder Fassadenbegrünung – für jede Garten- und Balkongröße ist etwas dabei. Außerdem liefert der Naturgartenplaner Tipps zur Anlage und naturfreundlichen Pflege mit.
Vernetzung mit anderen Naturgartenbegeisterten
Darüber hinaus vernetzt das Projekt Gartenbegeisterte – mit Schulungen, Austauschformaten wie dem regelmäßig stattfindenden Online-Forum für Hobbygärtnerinnen und -gärtner und Beiträgen und Ständen bei größeren Events wie dem Deutschen Naturschutztag oder der Bundesgartenschau. „Bei unseren Veranstaltungen können erfahrene Naturgärtnerinnen und -gärtner ihren Garten vorstellen oder sich mit Gärtnereien, Gartencentern, oder anderen Gartenbegeisterten in ganz Deutschland beraten“, so Andrea Muno-Lindenau vom WILA Bonn, der sich im Projekt neben der Prämierung naturnaher Gärten und Balkone um die Bildungsarbeit und die Vernetzung mit anderen Projekten, Vereinen oder Initiativen kümmert.
Auch auf den Social Media-Kanälen des Projektes werden Interessierte fündig. Auf Instagram, Facebook, Youtube und Twitter liefert „Tausende Gärten – Tausende Arten“ wöchentlich viele nützliche Tipps wie das Wildpflanzen-Lexikon oder die Vorstellung von Tier-Pflanzen-Paaren.
Auszeichnungen für Artenvielfalt auch für Gärten im Raum Bonn
Besonders naturnahe Gärten haben auch die Möglichkeit, vom Projekt ausgezeichnet zu werden. Je nachdem, welche Kriterien ihr Garten erfüllt, können sich Naturgärtner*innen über eine Plakette in Bronze, Silber oder Gold freuen. Im Raum Köln-Bonn haben zum Beispiel der Schaugarten Wachtberg, die Drachenfelsschule und der Kleingartenverein Flora e. V. Prämierungen erhalten. Entwickelt wurde die Auszeichnung gemeinsam mit dem Naturgarten e.V., der auf dem Gebiet wertvolle Erfahrungen über die Jahre gesammelt hat. Die Auszeichnung soll eben die Pionierarbeit genau derjenigen würdigen, die beim Gärtnern mit der Pflanzenauswahl, gestalterischen Elementen wie Nisthilfen und der richtigen Pflege die Artenvielfalt fördern– und im Idealfall auch ihre Nachbarschaft zum Mitmachen motivieren.
Über das Projekt
Das Projekt“ Tausende Gärten-Tausende Arten“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Das Projekt wir durchgeführt von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft, dem Wissenschaftsladen Bonn und tippingpoints. Für die fachliche Beratung beteiligen sich ebenfalls der Naturgarten e. V., die Heinz Sielmann Stiftung und der Verband deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten e.V. Das Ziel der Projektpartner: Menschen für naturnahes Gärtnern in privaten und öffentlichen Gartenräumen begeistern und eine Trendwende anstoßen: Weg von Schottergärten, hin zu Oasen der Artenvielfalt mit heimischen Wildpflanzen.
Social-Media-Kanäle – zum Teilen und Weitersagen:
Instagram: https://www.instagram.com/tausendegaerten
Facebook: https://www.facebook.com/tausendegaerten
Twitter: https://www.twitter.com/tausendegaerten
Website: https://www.tausende-gaerten.de
Kontakt beim Wissenschaftsladen (WILA) Bonn:
Andrea Muno-Lindenau
0228/20161-13
andrea.muno-lindenau@wilabonn.de
