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Ein Schritt zur Energieunabhängigkeit: Nachhaltige Energieproduktion in Beuel-Ost gewinnt an Fahrt

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Franziska Böhm

Zum 60-jährigen Firmenjubiläum investiert das Unternehmen KOLL Steine in eine große Solaranlage. Auch andere Unternehmen im Gewerbegebiet Bonn Beuel-Ost engagieren sich, um das Gebiet als eines der größten und ältesten in Bonn klimagerecht, energieoptimiert und attraktiv weiterzuentwickeln. Dabei begleiten sie das Ingenieurbüro Gertec und der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn gemeinsam mit der Bonner Wirtschaftsförderung.

Trotz Lieferengpässen war es im April so weit: Die Fachfirma Wi SOLAR GmbH installiert über 400 Solarmodule auf der Lagerhalle des Unternehmens KOLL Steine in Bonn-Beuel. Ende letzten Jahres hatte sich das Beueler Unternehmen anlässlich seines 60-jährigen Firmenjubiläums dazu entschlossen, eine Solaranlage aufs Dach zu setzen. Im Hinblick auf die aktuellen Preiserhöhungen am Energiemarkt eine rentable Entscheidung: Mit einer Leistung von 160 Kilowatt Peak wird das Unternehmen mit den Solarpanelen zukünftig einen erheblichen Anteil seines Energiebedarfs für den Produktionsstandort Bonn-Beuel decken können. Inhaber Helge Koll: „Mir ist es wichtig, unsere Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Das spart auf lange Sicht Kosten und wir können zu einer klimagerechten Gebietsentwicklung beitragen.“

Nachhaltige Energie fördert Energieunabhängigkeit

Mit diesem Ansatz steht das Unternehmen nicht allein da. Immer mehr Unternehmen im Gewerbegebiet Beuel-Ost nehmen das Thema nachhaltige Energie und Energieeffizienz in den Fokus – sei es durch den Bau von Solaranlagen, energiesparende Produktionsabläufe oder Elektroladesäulen. Damit machen sich die Unternehmen unabhängiger vom Energiemarkt, sichern sich beim Bau von Solaranlagen bezahlbare und saubere Energie und können bei einem Überschuss gegebenenfalls sogar Strom in das Bonner Gesamtnetz einspeisen. Auch Baumpflanzungen, Gebäudebegrünungen und Entsiegelungen nehmen im Gebiet zu. Das soll das Gewerbegebiet insgesamt nachhaltig weiterentwickeln und die Attraktivität des Gewerbestandortes steigern.

Projekt „Klimagerechtes Gewerbegebiet Beuel-Ost“ als Vorbild für weitere Bonner Gewerbegebiete

Innerhalb dieses Projektes der Bonner Wirtschaftsförderung werden die Unternehmen zu den Möglichkeiten beraten, u.a. zu städtischen Förderprogrammen zu Photovoltaik und Entsiegelung oder der Wiederherstellung von Baumbeeten.

In den nächsten Schritten werden die in 2021 begonnenen Veranstaltungs- und Beratungsangebote, die bereits erfolgreich durchgeführt wurden (Gewerbegebietsgespräche und Betriebsbesuche), fortgeführt. Das Netzwerk wird strukturell ausgebaut und durch nachahmenswerte Umsetzungen in den einzelnen Unternehmen und im gesamten Gebiet sichtbar.

Dazu Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe: „Wir verzeichnen erfreulicherweise großes Interesse seitens der Betriebe im Gewerbegebiet. Bei der Auswahl der Maßnahmen und Formate spielen sowohl die Wirksamkeit für Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine Rolle als auch die vorbildhafte Wirkung auf weitere Maßnahmen und Akteur*innen.“

Beratung für Unternehmen durch den WILA Bonn und Gertec

Zur Entwicklung eines Gewerbegebietsmanagements und zur Beratung der Unternehmen sind bis Jahresende der WILA Bonn und das Ingenieurbüro Gertec im Auftrag der Bonner Wirtschaftsförderung aktiv. Der WILA Bonn bringt hier seine Erfahrung ein, die er in über acht Jahren mit der natürlichen Gestaltung von Unternehmensstandorten, der Einbeziehung der jeweiligen Belegschaft und der Beratung von Gewerbegebietsmanager*innen gesammelt hat. Das Ingenieurbüro Gertec ist in Bonn bereits bekannt für seine Kompetenz in den Bereichen Klimaschutz und energiesparende Unternehmensabläufe. Interessierte Unternehmen in Beuel-Ost sind herzlich eingeladen, mit den Ansprechpartner*innen einen Termin zu vereinbaren: www.klimagerechtes-beuel-ost.de

Zudem ist ein zweites Unternehmertreffen für den 23. Juni, ab 17:00 Uhr im Gewerbegebiet Beuel-Ost geplant.


Grüne Jobs können auch richtig Spaß machen.Foto: © Dan Zoubek / Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Jobs for Future NRW

Grüne Jobs können auch richtig Spaß machen.Foto: © Dan Zoubek / Netzwerk Grüne Arbeitswelt
Grüne Jobs können auch richtig Spaß machen. Foto: © Dan Zoubek / Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Franziska Böhm

Viele Jugendliche engagieren sich schon für Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Bei der Berufswahl kommt das Thema aber noch eher zu kurz. Das Projekt „Jobs for Future NRW“ will daher die ohnehin stattfindende Berufsorientierung in Schulen und außerhalb dafür nutzen, die Begeisterung dieser Jugendlichen vom Ehrenamt in eine berufliche Zukunft zu lenken.

Hierfür entwickelt und erprobt das Projekt gemeinsam mit Schulen in NRW Dialogformate, die Jugendliche mit nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenbringen. Im Austausch mit Mitarbeitenden erhalten die Jugendlichen authentische Einblicke in die berufliche Praxis. Sie setzen sich mit Nachhaltigkeitsfragen im Unternehmen oder Zielkonflikten, die mit den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens verknüpft sind, auseinander und erarbeiten gemeinsam Lösungsvorschläge. Wie könnte für Naturkosmetik geworben werden, ohne gängige Schönheitsideale zu reproduzieren? An welchen ethischen Standards orientieren sich junge Menschen bei ihren Konsumentscheidungen und wie können Unternehmen diese in ihre Marketingstrategie integrieren? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen haben Nachhaltigkeitsentscheidungen entlang der Wertschöpfungskette? Bei der Diskussion dieser und ähnlicher Fragen, reflektieren die Jugendlichen nicht nur berufliche Wertvorstellungen und loten eigene Grenzen im Arbeitsleben aus, sondern entwickeln auch neue Ideen, die von den Mitarbeitenden in ihr Unternehmen zurückgetragen werden können.

Auch an der Schule arbeiten die Jugendlichen mit den Ergebnissen weiter. Handlungsimpulse aus den Veranstaltungen setzen die Schülerinnen und Schüler in Videos, Podcasts, Artikeln oder anderen Medienformaten um, mit denen sie sich am Projektwettbewerb beteiligen können. Auf diese Weise möchte das Projekt die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten und die Vielfältigkeit der Nachhaltigkeitsaspekte in einer sich wandelnden Wirtschaft nach außen tragen.

Das Projekt soll die Vernetzung von Schulen und nachhaltigen Arbeitgeber*innen in NRW stärken. Hierfür setzt Jobs for Future auch auf das Netzwerk Grüne Arbeitswelt, das Erfahrungen und Ergebnisse in die Öffentlichkeit kommunizieren wird.

Interessierte Schulen und Unternehmen, die junge Menschen für nachhaltige Jobs gewinnen möchten, können gerne mit dem Projektteam Kontakt aufnehmen!

Zum Projekt-Archiv

Projektüberblick

Laufzeit: April 2022 – März 2024
Förderer: Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen

SDGs

Jobs for Future NRW

Ansprechpartnerinnen

Antje Lembach
Tel. (02 28) 20161-30
antje.lembach@wilabonn.de

Iken Draeger
Tel. (02 28) 20161-33
iken.draeger@wilabonn.de

Website

jobsforfuture nrw logo

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Berufsorientierungsportal „Netzwerk Grüne Arbeitswelt“

Förderer

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Klimagerechtes Handeln: Jugendliche zum aktiven Lernen und Handeln motivieren

Franziska Böhm

Ob Abfallvermeidung, Strom sparen oder umweltbewusste Ernährung: Jugendliche lassen sich auch in der Freizeit zum aktiven Lernen und Handeln im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung motivieren. Mit einer Workshop-Reihe zeigte das Projekt „Aktiv lernen und handeln – Entwicklung und Verbreitung eines innovativen, digitalen Schulungskonzeptes im Bereich BNE“ des WILA Bildungszentrum pädagogischen Fachkräften, wie sie dafür Online-Konzepte entwickeln und umsetzen können.

Am Beispiel des Themas Abfallvermeidung und Verpackungsreduzierung erarbeiteten die Teilnehmenden in der Weiterbildung flexible Online-Bildungsmodule.
Die Schulung basierte auf Erfahrungen im Projekt „Ausgepackt“ von Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und LizzyNet (https://www.lizzynet.de/wws/ausgepackt.php), in dem Jugendliche eigene, kreative Ideen zur Reduzierung von Verpackungsmüll entwickelt haben. Das Konzept wurde in dem neuen Projekt „Aktiv lernen und handeln“ für Multiplikator*innen und Lehrkräfte weiterentwickelt und kann auf andere BNE-Themenbereiche übertragen werden.

In zwei dreistündigen Online-Workshops wurde ein Einstieg in das Thema vermittelt, Erfahrungen aus dem Bildungsprojekt „Ausgepackt“ wurden vorgestellt und in Kleingruppen haben die Teilnehmenden Ideen für ein eigenes Projekt oder Bildungseinheit entwickelt. Anschließend führten die Teilnehmenden eine eigene Veranstaltung zu dem Thema durch und wurden dabei vom Projektteam unterstützt. Nach Durchführung der Veranstaltungen fand ein Austauschtreffen statt. Die Erfahrungen, die die Multiplikator*innen bei der Anwendung mit ihren Zielgruppen machen, fließen in ein Gesamtkonzept ein. Dieses soll im Anschluss anderen zur Verfügung stehen.

Zielgruppen sind Multiplikator*innen in Weiterbildungseinrichtungen, Träger und Durchführende der Weiterbildung in der außerschulischen Bildungsarbeit, der Umweltbildung, sowie Lehrkräfte an Berufsschulen und weiterführenden Schulen.

Projektergebnisse – Von Lehrkräften und Bildungsreferent*innen entwickelt

Eine Sammlung von 11 thematisch unterschiedlichen BNE-Modulen für Lehrkräfte und Multiplikator*innen in der außerschulischen Bildung stehen nun kostenfrei zum Download:

Broschüre „Klimagerechtes Handeln Jugendliche zum aktiven Lernen und Handeln motivieren“

 

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Projektüberblick

 

Veranstalter

WILA Bildungszentrum in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn und LizzyNet gGmbH

Förderer

Ministerium fuer Kultur und Wissenschaft NRW

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.


Foto: WILA Bonn / AML

Ein Paradies für Insekten und Vögel

Foto: WILA Bonn / AML
Foto: WILA Bonn / AML

Franziska Böhm

Bundesweite Kampagne hat Tipps für jeden Garten

Am 20. März beginnt der Frühling – und damit die perfekte Zeit, um im Garten oder auf dem Balkon Lebensräume für Tiere zu schaffen. Mit einem breiten Angebot befähigt das Projekt „Tausende Gärten – Tausende Garten“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt jede und jeden, eine solche grüne Oase selbst anzulegen.

„Schon kleine Ecken im Garten oder ein paar Töpfe mit heimischen Wildpflanzen auf dem Balkon bieten Futter und Lebensraum für Tiere“, so Projektleiterin Bettina de la Chevallerie von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822, die das bundesweite Projekt mit dem Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und der Kommunikationsagentur tippingpoints koordiniert. Viele Tierarten brauchen die heimischen Wildpflanzen, an die sie sich über lange Zeiträume angepasst haben. So kann man ihre Lebensgemeinschaften unterstützen und die biologische Vielfalt fördern.

Die passenden Wildpflanzen für jeden Garten oder Balkon

Aber welche Lebensräume kann ich in meinem Garten oder auf meinem Balkon überhaupt anlegen? Und wo passen sie am besten hin? Antworten auf Fragen wie diese liefert der neue Naturgartenplaner des Projektes. Damit können Hobbygärtnerinnen und -gärtner 13 verschiedene Lebensräume kennenlernen, als Illustrationen ausdrucken und ihren Traumgarten planen. Von Blumenwiese bis Zaun- oder Fassadenbegrünung – für jede Garten- und Balkongröße ist etwas dabei. Außerdem liefert der Naturgartenplaner Tipps zur Anlage und naturfreundlichen Pflege mit.

Vernetzung mit anderen Naturgartenbegeisterten

Darüber hinaus vernetzt das Projekt Gartenbegeisterte – mit Schulungen, Austauschformaten wie dem regelmäßig stattfindenden Online-Forum für Hobbygärtnerinnen und -gärtner und Beiträgen und Ständen bei größeren Events wie dem Deutschen Naturschutztag oder der Bundesgartenschau. „Bei unseren Veranstaltungen können erfahrene Naturgärtnerinnen und -gärtner ihren Garten vorstellen oder sich mit Gärtnereien, Gartencentern, oder anderen Gartenbegeisterten in ganz Deutschland beraten“, so Andrea Muno-Lindenau vom WILA Bonn, der sich im Projekt neben der Prämierung naturnaher Gärten und Balkone um die Bildungsarbeit und die Vernetzung mit anderen Projekten, Vereinen oder Initiativen kümmert.

Auch auf den Social Media-Kanälen des Projektes werden Interessierte fündig. Auf Instagram, Facebook, Youtube und Twitter liefert „Tausende Gärten – Tausende Arten“ wöchentlich viele nützliche Tipps wie das Wildpflanzen-Lexikon oder die Vorstellung von Tier-Pflanzen-Paaren.

Auszeichnungen für Artenvielfalt auch für Gärten im Raum Bonn

Besonders naturnahe Gärten haben auch die Möglichkeit, vom Projekt ausgezeichnet zu werden. Je nachdem, welche Kriterien ihr Garten erfüllt, können sich Naturgärtner*innen über eine Plakette in Bronze, Silber oder Gold freuen. Im Raum Köln-Bonn haben zum Beispiel der Schaugarten Wachtberg, die Drachenfelsschule und der Kleingartenverein Flora e. V. Prämierungen erhalten. Entwickelt wurde die Auszeichnung gemeinsam mit dem Naturgarten e.V., der auf dem Gebiet wertvolle Erfahrungen über die Jahre gesammelt hat. Die Auszeichnung soll eben die Pionierarbeit genau derjenigen würdigen, die beim Gärtnern mit der Pflanzenauswahl, gestalterischen Elementen wie Nisthilfen und der richtigen Pflege die Artenvielfalt fördern– und im Idealfall auch ihre Nachbarschaft zum Mitmachen motivieren.

Über das Projekt

Das Projekt“ Tausende Gärten-Tausende Arten“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Das Projekt wir durchgeführt von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft, dem Wissenschaftsladen Bonn und tippingpoints. Für die fachliche Beratung beteiligen sich ebenfalls der Naturgarten e. V., die Heinz Sielmann Stiftung und der Verband deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten e.V. Das Ziel der Projektpartner: Menschen für naturnahes Gärtnern in privaten und öffentlichen Gartenräumen begeistern und eine Trendwende anstoßen: Weg von Schottergärten, hin zu Oasen der Artenvielfalt mit heimischen Wildpflanzen.

Social-Media-Kanäle – zum Teilen und Weitersagen:

Instagram: https://www.instagram.com/tausendegaerten
Facebook: https://www.facebook.com/tausendegaerten
Twitter: https://www.twitter.com/tausendegaerten
Website: https://www.tausende-gaerten.de

Kontakt beim Wissenschaftsladen (WILA) Bonn:

Andrea Muno-Lindenau
0228/20161-13
andrea.muno-lindenau@wilabonn.de


Ausgepackt: Unterrichtsvorschläge zum Thema Verpackungen und Umwelt/Klima

Franziska Böhm

Wie können Plastik und Verpackungsmüll reduziert werden, um Natur und Umwelt zu schützen? Welche guten Ansätze gibt es heute schon? Was sollte in Zukunft verändert werden? Mit diesen Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren im dreijährigen Bildungs-Projekt „Ausgepackt“ beschäftigt. Die Projektbroschüre hat eine Reihe von in Schulworkshops (Projekttage oder -wochen) erprobte Module zu diesem Thema gesammelt. Die einzelnen Module können Sie je nach Anlass, Thema, Veranstaltung auswählen und kombinieren. Zu einigen Modulen gibt es außerdem Materialien, die in separaten Dateien zu finden sind

Projektbroschüre „Ausgepackt“


Handbuch für eine nachhaltige Kita: Praxisbeispiele zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich

Franziska Böhm

Das vorliegende Handbuch bietet pädagogischen Fachkräften geeignete Themen und Schwerpunkte zur Umsetzung von BNE in die KiTa-Praxis. Die praxisorientierten Beispiele sind den eingereichten Dokumentationen bzw. der individuellen Umsetzung in den jeweiligen KiTas entnommen. Die Beispiele sind in der Praxis erprobt, als dauerhafte Bildungsanlässe in die Tat umgesetzt worden und sie werden weiterentwickelt.

Handbuch „Nachhaltige Kita“


Berufsorientierung: Publikationen

Grundlage unserer Arbeit im Bereich der Berufsorientierung sind detaillierte Analysen des Arbeitsmarkts, die in verschiedenen Publikationen veröffentlicht wurden. Welche Berufe sind in einzelnen Branchen gefragt? Auf welche Qualifikationen legen grüne Unternehmen wert? Ergebnisse der Studien sind beispielsweise in die Konzeption des Serious Games „Serena Supergreen“ und den Aufbau des Berufsportals „Energiewende schaffen“ geflossen. Eine kleine Übersicht:

  • Zum Einfluss eines Nachhaltigkeitsbezugs auf die Wahl technischer Berufe (2016)
  • Technische Ausbildungsberufe im Bereich Erneuerbare Energien (2016)
  • Berufs- und Karriereplaner Erneuerbare Energien (2013)
  • Studiengangsliste Erneuerbare Energien (2013)
  • Pilotstudie "Wer schafft die Energiewende" (2012-2013)
  • Arbeitsmarktmonitoring Erneuerbare Energien (2010)
  • Zukunftsberufe Erneuerbare Energien - Ausbildung und Beschäftigung in der Region Köln/Bonn
  • Statusbericht Erneuerbare Energien (2007)
  • Statusanalyse Windenergie (2006)
    (siehe: https://www.wilabonn.de/themen/erneuerbare-energien/berufsorientierung.html)

Berufsorientierung: Projekte

Umfassende berufliche Orientierung – das steht im Mittelpunkt des Bereichs Berufsorientierung. Drei thematische Schwerpunkte verfolgt der WILA Bonn in seinen Projekten: Was sind nachhaltige Berufsfelder? Wie informiert und motiviert man Jugendliche zu einem Beruf im Bereich Umwelt- und Klimaschutz? Und wie unterstützt man am effizientesten den Wandel in kleinen Unternehmen?

  • MARLA (2019-2022)
  • Netzwerk Grüne Arbeitswelt (2017-2020)
  • MitEffekt – Evaluation von „Serena Supergreen“ (2017-2019)
  • Serena (2015-2017)
  • Energiewende schaffen (2014-2017)
  • Allianz für Zukunftsberufe (2010-2012)
  • Job- und Bildungsmessen (2004-2012)
  • Galerie der Zukunftsberufe (2009)
  • Taste EE (2011)

Foto: © Sandra Sieber

RE-BUILD-OWL – auf dem Weg zur zirkulären Bauwirtschaft

Foto: © Sandra Sieber
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Franziska Böhm

Trotz massiv schwindender Ressourcen gelangt nur ein kleiner Teil der eingesetzten Rohstoffe wieder in den Produktionsprozess zurück. Das gilt auch für die Bereiche Bauen und Sanieren: Um eine wirkungsvolle Ressourcenwende zu erreichen, braucht es hier grundlegend neue Ansätze. Das Projekt RE-BUILD-OWL geht diesen Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft in der Modellregion Ostwestfalen-Lippe an.Dafür entwickelt das Projekt eine kommunale Innovations- und Transferplattform sowie eine gemeinsame Roadmap mit Verbänden, Kammern, Unternehmen und den Planungsabteilungen der Kommunen.

Stahl, Zement, Energie: Die Bauindustrie verbraucht erhebliche Ressourcen. Alleine Bauabfälle wie Bauschutt oder Straßenaufbruch stellen rund 60 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland. Dabei lassen sich viele dieser Ressourcen durch langlebiges Design, sortierbare Produktion, alternative Materialien, rücknahmeorientierten Handel, bewussten Konsum, Wiederverwertung etc. als Teil einer Kreislaufwirtschaft / Circular Economy reduzieren Dafür entwickelt das Konsortium „Lippe zirkulär“ jetzt gemeinsam mit dem Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) Lösungsansätze mit dem Ziel einer digitalen Austausch- und Informationsplattform sowie einer gemeinschaftlich entwickelten Strategie für kommunale Gebäude.

Ein digitaler Baumarkt mit Zukunftsatlas

Die digitale Plattform soll Kommunen in der Region Ostwestfalen-Lippe die Möglichkeit bieten, ihre eigenen Bautätigkeiten und Vernetzungsaktivitäten auszubauen. Das Projekt schafft dafür einen digitalen Baumarkt auf Basis der Stoffströme. Anhand von Modellgebäuden entstehen Muster für digital unterstütztes Planen, Bauen, Sanieren und Rückbauen. Ein digitaler Zukunftsatlas als Teil der Transferplattform soll regionales Wissen in dem Bereich weiter bündeln. In Zusammenarbeit mit den bestehenden regionalen Branchennetzwerken ermöglicht dies den Kommunen zukünftig einen zunehmenden Anteil ihrer Immobilienbewirtschaftung digital und zirkulär zu handhaben.

Prozessentwicklung auf Augenhöhe: Entscheidungsroutinen durchbrechen

Damit die im Projekt entwickelten Strategien auch auf lange Sicht von der gewerblichen und privaten Immobilienbranche umgesetzt werden können, bezieht das Projekt die Akteur*innen schon bei der Plattformentwicklung ein. Das Projekt wird zu Beginn Anforderungen und Bedürfnisse in Kommunen, Brancheninitiativen und Gremien abfragen. Ebenfalls werden Kommune und Immobilienwirtschaft gemeinsam Visionen entwickeln, Kennzahlen, Monitoring- und Reporting-Strukturen schaffen. Die am Ende stehende Roadmap „Zirkuläres Bauen OWL“ mit Bildungsangeboten soll die Grundlage stellen, um die entwickelten Strategieelemente in die Immobilienbranche zu übertragen.

Einzigartiges Konsortium

Initiiert wurde der Projektansatz von „Lippe zirkulär“ mit Geschäftsstelle im Kreis Lippe. Das derzeit deutschlandweit einzigartige Konsortium vereint über 30 lokale und regionale Akteur*innen und Netzwerke aus Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung sowie kommunaler Politik und Verwaltung. Der Kreis Lippe formuliert in seinem Zukunftskonzept 2025 explizit das Initiieren und Unterstützen einer Circular Economy mit konkreten Anwendungsfällen – insbesondere in der öffentlichen Verwaltung.

Aufgaben und Erfahrungen des WILA Bonn

Der WILA Bonn führt im Projekt die Workshops und Fokusgruppen für die Entwicklung der Plattform und des Roadmappings durch. Ebenfalls kümmert er sich um die Auswahl der Akteur*innen für die Netzwerkbildung, evaluiert Veranstaltungsformate, beteiligt sich an der Feinkonzeption des Zukunftsatlas und unterstützt bei Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Dabei kann der WILA Bonn auf seine methodische Erfahrung aus dem transdisziplinären Projekt „Gewerbegebiete im Wandel“ (2016-2022) zurückgreifen, in dem Unternehmen mit den Kommunen Gewerbegebete im Bestand gemeinsam nachhaltig weiterentwickeln. Aus den Projekten „KlimNet” zur Klimaanpassung (2017- 2020) sowie dem Citizen Lab zur partizipativen Forschung mit der HS Bonn/Rhein-Sieg (Innovative Hochschule) bringt der WILA Bonn seine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft mit.

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Projektüberblick

Laufzeit: Oktober 2021 – September 2023
Förderer: Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat im Rahmen von Region gestalten – Heimat 2.0.

SDGs

RE Build

Ansprechpartner

Gerald Knauf
(0228) 20161-21
gerald.knauf@wilabonn.de

Förderer

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat im Rahmen von Region gestalten – Heimat 2.0.

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BNE als Zukunftsaufgabe im WILA Bildungszentrum

Franziska Böhm

Ob beim Klimawandel oder der eigenen Gesundheit: Menschen wollen ihre eigene Zukunft aktiv mitgestalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) will genau dazu befähigen. Wie sich dieses Anliegen methodisch in Weiterbildungsangeboten umsetzen lässt, erproben die LAAW NRW, das Bildungswerk des Bielefelder Schulvereins (bibis), die Akademie Off-Theater nrw und das WILA Bildungszentrum im zweiten Halbjahr 2021 – vernetzt und partnerschaftlich.

Besonders konzentrieren sich die Partner*innen dabei auf Gesundheit, Kultur und Artenvielfalt. Am letzteren Punkt setzt das WILA Bildungszentrum an. In den im Projekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“ des WILA Bonn gestalteten kleinen naturnahen Parks zwischen Wohnhausriegeln organisiert das WILA Bildungszentrum Workshops, die Kindern wie Erwachsenen vermitteln wollen, dass sie in ihrem direkten Wohnumfeld etwas gegen den Klimawandel und für mehr biologische Vielfalt tun können. Basierend auf den Erfahrungen wollen die WILA-Projektmitarbeitenden Gelingensfaktoren für BNE identifizieren und weiterentwickeln.

Die beiden andere Projektpartner*innen erarbeiten diese Gelingensfaktoren mit Tanzpädagog*innen und Menschen in Einrichtungen für Senior*innen (Akademie Off-Theater nrw) sowie in Debattierclubs innerhalb von Deutsch-Sprachkursen, die die Teilhabe und Integration nachhaltig steigern sollen (bibis). Ziel ist es immer, zu erkunden, was Menschen zum Nachdenken anregen und zu nachhaltigen Verhaltensveränderungen motivieren kann. Am 17. Januar 2022 wurde dies in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung zusammengetragen und diskutiert.

Erfahrungen des WILA Bonn

Im Projekt kann das WILA Bilungszentrum auf seine jahrelange Erfahrung im Bereich BNE zurückgreifen. In anderen Projekten erarbeitet der WILA Bonn beispielsweise, welche Kompetenzen Studierende im Themenbereich Klimawandel erwerben sollten, bilden KiTa-Mitarbeitende für mehr Nachhaltigkeit aus oder entwickeln Citizen Science-Formate, die BNE-Kriterien berücksichtigen.

Zum Projekt-Archiv

Förderer

Ministerium fuer Kultur und Wissenschaft NRW

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