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Ask a Worker: Dialogformat für die Berufsorientierung in der Bioökonomie

Franziska Böhm

In einem X-Verhör stellt sich ein/e Young Professional der Bioökonomie den kritischen Fragen der Jugendlichen. Nachhaltigkeitskonflikte bilden den Ausgangspunkt, um über Anspruch und Wirklichkeit im Berufsleben, biografische Wendepunkte, Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten zu sprechen. Die Dialogveranstaltung umfasst 2,5 Schulstunden und richtet sich an Jugendliche ab Klasse 9. Sie kann vor Ort in der Bildungseinrichtung oder digital stattfinden. Kooperationspartner ist ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen aus dem Bereich Bioökonomie. Das Konzept kann aber auch auf andere Branchen angepasst werden.

Projektbroschüre „Ask a Worker“


Navigate a Worker: Dialogformat für die Berufsorientierung in der Bioökonomie

Franziska Böhm

Egal ob analog, hybrid oder digital – für die schulische Berufsorientierung braucht es den direkten Austausch mit Berufstätigen. Und schon in 2-3 Stunden lassen sich Berufsbilder und Erfahrungen erfolgreich kommunizieren. Wie das geht, zeigt diese Broschüre.

Projektbroschüre „Navigate a Worker“


„Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“ – Neue Projektbroschüre

Franziska Böhm

Ein Ort der Muße, an dem sich Menschen treffen, Natur mit allen Sinnen erfahren und gleichzeitig die biologische Vielfalt stärken – und das mitten in einem Mietwohnquartier? Wie so etwas entstehen kann, erfahren Sie in der frisch erschienenen Projektbroschüre „PikoPark – Naturnahe Gestaltung von Wohnquartieren“. Interessierte können die Broschüre herunterladen oder gegen einen Unkostenbetrag beim WILA Bonn bestellen.

Die Broschüre teilt Erfahrungen, Eindrücke und Ergebnisse aus dem Modellprojekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“, bei dem die Beteiligung der Menschen vor Ort von Anfang an großgeschrieben ist!

In fünf Städten hat der WILA Bonn in Kooperation mit fünf Wohnungsunternehmen gemeinsam mit Naturgartenfachleuten und den anwohnenden und interessierten Menschen kleine naturnahe Parks (PikoParks) entworfen, angelegt und gepflegt.

In der Projektbroschüre sind die einzelnen Schritte von der Planung zur Umsetzung und Verstetigung beschrieben – ergänzt durch die Eindrücke der beteiligten Akteurinnen und Akteure.

Aktuell trägt der WILA Bonn mit Weiterbildungen die PikoPark-Idee und die fachgerechte Umsetzung ebenfalls in weitere Städte. Dafür entwickelt er ein Schulungspaket, dass in Kooperation mit verschiedenen Natur- und Umweltschutzakademien im nächsten Jahr durchgeführt werden soll.

Das Schulungspaket richtet sich an folgende Multiplikatorengruppen:

  • Kommunalvertreter*innen,
  • Zivilgesellschaftliche Akteur*innen und Akteursgruppen wie z.B. sozial und/oder ökologisch aktive Vereine u. Initiativen, Stiftungen, Akteur*innen in kirchlichen Arbeitsgruppen
  • Sozialmanagement von Wohnungsunternehmen.

Die Schulung bildet die Grundlage für eine Transferstrategie, die neue Kooperationen zwischen Wohnungsunternehmen, Zivilgesellschaft und Kommunalverwaltung eröffnet und die Übertragbarkeit auf städtische Flächen und Freiflächen von z.B. privaten oder halbstaatlichen Einrichtungen erleichtert. Konkretere Informationen zur Zeitplanung und Durchführung werden die Projektpartner*innen im Sommer 2021 auf der Projektwebseite veröffentlichen.

Der Verbundpartner Stiftung Mensch und Umwelt veröffentlich in Kürze ebenfalls seine Projektbroschüre, die sich an die Entscheiderinnen und Entscheider aus der Wohnungswirtschaft richtet. Diese finden Sie auf der Webseite der Stiftung.

Broschüre:

Projektbroschüre „PikoPark – Naturnahe Gestaltung von Wohnquartieren“


Foto: © Dan Zoubek / Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Jobs ohne Kohle? – Berufsorientierung in der Bioökonomie

Foto: © Dan Zoubek / Netzwerk Grüne Arbeitswelt
Foto: © Dan Zoubek / Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Franziska Böhm

Beim Wissenschaftsjahr 2020/21 dreht sich alles um Bioökonomie. Mit dem Projekt „Jobs ohne Kohle? Kommunikation nachhaltiger Berufe in der Bioökonomie“ ist auch der WILA Bonn dabei. Das Projekt zeigt jungen Menschen, welche Jobs in der Bioökonomie auf sie warten, erprobt neue Formate für die Berufsorientierung – und diskutiert gemeinsam mit jungen Fachkräften auch kontroversere Aspekte der neuen Erfindungen.

Ob Kerosin aus Algen oder Waschmittel aus Sonnenblumen: Die Bioökonomie entwickelt viele Möglichkeiten, um nachhaltiger zu wirtschaften und zu produzieren. Doch welche Jobs stecken dahinter? Bisher kennen jedoch nur wenige Jugendliche diese Berufe – und dass, obwohl sich die Jüngsten in unserer Gesellschaft so für eine nachhaltigere Zukunft einsetzen wie sonst keine Generation zuvor. Mit dem Projekt „Jobs ohne Kohle? Kommunikation nachhaltiger Berufe in der Bioökonomie“ will der WILA Bonn diesen jungen Menschen zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten ihnen in der Bioökonomie offenstehen.

Young Professionals stehen Rede und Antwort

Dabei setzt das Projekt auch auf Young Professionals, die bereits erfolgreich in solchen Jobs durchstarten, und bringt sie mit Schüler*innen zusammen. Es geht um Themen wie: Was braucht es, um Landwirtschaft umwelt- und klimafreundlich zu gestalten und dabei ausreichend Erträge zu erzielen? Welche Fähigkeiten sind gefragt, um Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Gras zu entwickeln? Und wie kommen Jugendliche in Berufe, die sich mit biobasierten Lösungen für eine nachhaltige Zukunft auseinandersetzen? Darüber hinaus werden auch kontroverse Aspekte der Bioökonomie zur Sprache kommen – ist es z. B. gerecht, wenn reiche Länder Kleidungsstücke oder Verpackungen aus Nahrungsmitteln herstellen, wenn anderswo Menschen hungern? Und sind biobasierte Verpackungen wirklich so nachhaltig, wie sie versprechen? All das und noch viel mehr können Schüler*innen die jungen Fachkräfte fragen.

Neue Wege für die Berufsorientierung

Darüber hinaus entwickeln die Projektmitarbeiter*innen auch neue Formate für die Berufsorientierung und erproben diese an Schulen. Hier mit am Start: Fachkräfte aus der Berufsorientierung. Sie werden ihre Erfahrung und ihre Ideen einbringen und sich an der Entwicklung und Erprobung beteiligen. Außerdem können die Projektmitarbeiter*innen auf die jahrelange Erfahrung des WILA Bonn in der Berufsorientierung im Bereich grüne Jobs sowie der Wissenschaftskommunikation für die Bioökonomie zurückgreifen. Im Anschluss an die Erprobung wird das Projekt die Formate all jenen zur Verfügung stellen, die mit Jugendlichen die Arbeitswelt der Bioökonomie erkunden möchten.

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Projektüberblick

Förderer


Foto: © AnnRomb / stock.adobe.com

DINOA – Wandel in digitalen Lebenswelten

Foto: © AnnRomb / stock.adobe.com
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Franziska Böhm

Social Media Kanäle zeigen, was insbesondere junge Menschen für „normal“ halten. Das Projekt „DINOA“ will diese Vorstellungen in einschlägigen Social Media-Kanälen zu mehr Nachhaltigkeit wandeln und mittels Influencer*innen eine Auseinandersetzung über Umwelt- und Klimaschutz und nachhaltiges Verhalten fördern.

Drei Stunden am Tag – so viel Zeit verbringen Jugendliche durchschnittlich auf sozialen Medien wie Instagram, Whatsapp oder TikTok. Das beeinflusst auch ihre Wahrnehmung und ihr Verhalten.

Momentan sind wichtige Themen wie Klimaschutz, nachhaltiges Lebensstile im Bereich Ernährung, Kleidung, Reisen, in vielen sozialen Medien jedoch stark unterrepräsentiert – und herrschende Normalitätsvorstellungen wirken ihnen teilweise sogar entgegen. Dem will der WILA Bonn gemeinsam mit fünf weiteren Umweltbildungseinrichtungen mit dem Projekt „DINOA“ entgegenwirken.

In einschlägigen Social Media Kanälen wie Instagram oder Facebook will das Projekt gemeinsam mit Influencer*innen vielfältigen Aktionen starten, sodass junge Menschen nachhaltige, analoge Handlungsalternativen erproben können. Dabei geht es vor allem um die bei Jugendlichen sehr beliebten Themen Reisen, Kleidung und Mode, Beauty und Ernährung. Diese Inhalte werden mittels Geschichten, Bildern und einem Abschlussvideo „live“ auf Social Media aufbereitet und verbreitet.

Außerdem führen die Projektmitarbeiter*innen basierend auf Erfahrungen Fortbildungen für Multiplikator*innen durch, bauen die Online-Plattform weiter aus und erstellen einen Reader.

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Projektüberblick

 

 

Förderer

BMU Logosvg
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Foto: © Chris / stock.adobe.com

Climateracy – klimafitte Schulen in Europa schaffen

Foto: © Chris / stock.adobe.com
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Franziska Böhm

In dem zweijährigen Projekt: „Entwicklung der Kompetenzen von Lehrer*innen zur Integration der Klimakompetenzbildung in europäischen Schulen“ macht der Wissenschaftsladen Bonn Schulen dafür fit, klimagerechtes Handeln in den Unterricht zu integrieren und Lehrkräfte und Jugendliche für Klimagerechtigkeit zu begeistern – gemeinsam mit fünf Partner*innen aus Wissenschaft und Praxis.

Ob auf dem Schulweg, beim Einkaufen oder zu Hause: Auch Jugendliche haben schon viele Möglichkeiten, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern und so den Klimawandel zu bremsen. Lehrkräfte haben deshalb viele eigene Ideen und Konzepte entwickelt, um klimagerechtes Handeln in ihren Unterricht jeweils zu integrieren. Diese guten Ideen zu bündeln und eine einheitliche europaweite Strategie dafür zu entwickeln, wie diese sogenannte Klimakompetenz im Unterricht vermittelt werden kann, darum kümmert sich jetzt das Projekt „Climateracy“.

Basierend auf den Aspekten Nachhaltiger Transport, Energie im Haushalt, Einkaufen und nachhaltige Lebensmittel entwickelt das Projekt Lehreinheitenum sowohl Lehrkräfte, als auch Jugendliche fortzubilden. Dafür ermitteln die Projektmitarbeitenden zunächst, was es alles schon an guten Konzepten und Ansatzpunkten in Europa gibt. Außerdem soll ein Online-Kurs für Sekundarschullehrer*innen und eine Plattform zum Austausch bewährter Lehrmethoden und -formate entstehen.

Im Anschluss daran entwickeln die Projektpartner*innen neue Lern- und Lehrstragien zum Thema Klimawandel. So sollen Schüler*innen wie auch Lehrkräfte zu klimakompetenten Personen werden.

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Projektüberblick

Projektkoordination

tallinn university

Förderer

EN Funded by the EU POS

Foto: © yingyaipumi – stock.adobe.com

WILA virtuell

Foto: © yingyaipumi – stock.adobe.com
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Franziska Böhm

Menschen zu beteiligen, zu vernetzen und dazu zu befähigen, ihr Umfeld mitzugestalten – damit das auch online gelingt, baut der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn gemeinsam mit Partner*innen eine neue Plattform. Dort können Interessierte sich zukünftig u. a. zu Themen rund um Natur in der Stadt austauschen, Forschungsfragen diskutieren oder an vielen interaktiven Veranstaltungen teilnehmen.

In unserer Gesellschaft gibt es viele Fragen, auf die nicht nur Wissenschaftler*innen, sondern auch Bürger*innen Antworten suchen und finden. Brücken bauen und gemeinsam Daten sammeln, Forschungsfragen entwickeln, Antworten erarbeiten und Wissen schaffen – das sind Kerngedanken der Wissenschaftsläden. Vor 40 Jahren gründeten Studierende in den Niederlanden den ersten Wissenschaftsladen. Seitdem gründeten sich viele weitere europa- und weltweit – in Universitäten, an Hochschulen, oder als Verein.

Doch wie verknüpft man engagierte Interessensgruppen auch digital auf Augenhöhe miteinander und öffnet die Türen vom Elfenbeinturm der Forschung und Lehre für die Bürgerwissenschaften – kurz gesagt: Wie machen wir Wissenschaft auch virtuell bürgernah und glaubwürdig und ermöglichen einen gegenseitigen Wissensaustausch?

Dieser Fragestellung gehen der WILA Bonn und seine Projektpartner nach. Ausgehend von ihren Erfahrungen in nationalen und internationalen Projekten konzipieren die Partner*innen ein virtuelles Haus (eine Plattform) mit mehreren Themenräumen, in denen Menschen ihren Austausch im „realen“ Leben durch Formate im virtuellen Raum ergänzen. In diesen Themenräumen stellen die Wissenschaftsläden ihr Wissen praxisnah bereit, unterstützen interessierte Menschen, Forschungsfragen in Chats auf Augenhöhe zu diskutieren, Studien- und Abschlussarbeitsthemen zu generieren, initiieren und laden ein zu Workshops, Wissenschaftscafés oder anderen Formaten.

Die Plattform für „Wissenschaft im Online-Shop“

Im Laufe des Projektes möchten die Partner*innen vielfältige Formate nutzen und weiterentwickeln, um möglichst viele Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Erfahrungen und Interessen aus Forschung und Zivilgesellschaft im digitalen Raum zusammenzubringen und sie sich auf Augenhöhe austauschen können.

Auf einer Plattform bereiten die Partner*innen dazu Angebote in unterschiedlichen Formaten auf. Dies können Videos, Podcasts, Online-Workshops, Erklärvideos, Online-Kaffeepausen, Tauschbörsen sein.

Mit diesen Themen und Medien startet das Projekt

In der Modellphase verfolgt das Projektteam drei Themenschwerpunkte für verschiedene Interessen und Zielgruppen:

  • Natur in der Stadt – Woran forschen Wissenschaftler*innen und Bürger*innen im Themenfeld Stadtnatur? Da geht es um Biodiversitätspotenziale in privaten (Vor-)Gärten, klimaresiliente Straßenbäume, nachhaltige Produktion von Saatgut und Pflanzen und vieles mehr.
  • Mobilität auf dem Land – Wie funktioniert Kommunikation über wissenschaftliche Themen im ländlichen Raum und welche Themen haben hier deutlich mehr Gewicht als in der Stadt? Herausragend ist hier sicherlich das Thema Mobilität. Hierzu gibt es viele gute und weniger gute Ideen und Ansätze. Das Projekt will zusammen mit der fairkehr GmbH betrachten, welche Kommunikationswege, Medien und Akteursgruppen hier für eine Diskussion an nachhaltigen Lösungen wichtig sind.
  • Landwirtschaft und Urban Farming – Der Science Shop Vechta/Cloppenburg führt unter der Überschrift „Gemeinsam kreativ und aktiv für unser Klima“ eine Aktionsreihe „Klimafreundliche Gärten und Balkone im Oldenburger Münsterland“ durch und sucht nach schon bestehenden klimafreundlich gestalteten Gärten und Balkonen. Im Jahr 2021 folgt eine große Umgestaltungsaktion, in der der Science Shop die Menschen aufruft, ihren Garten oder Balkon (noch) klimafreundlich(er) zu gestalten.

Machen Sie mit!

Wir freuen uns über Anregungen zu den drei oben genannten Themen: Welche Medien, Kommunikationswege und Ideen sind Ihres Erachtens zukunftsweisend für einen virtuellen Wissenschaftsladen – einen „WILA virtuell“? Wo und wie können engagierte Menschen und Institutionen virtuell zusammenkommen, um voneinander und miteinander zu lernen und sich auszutauschen und Antworten und Lösungen zu entwickeln?

Die Entwicklung der Plattform ist aktuell in Arbeit. Wir informieren Sie an dieser Stelle, sobald sie online ist.

Förderer

D S E E Logo komplett CMYK Foerderhinweis transparentSV Logo 01 2 DM WB RGB L S Logo WH100 RGB

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Projektüberblick

Projektpartner

Science-Shop Vechta/Cloppenburg der Universität Vechta,

WTT e.V. Sachsen – Wissensdialog, Technologie und Training


MARLA – Virtual Reality in der Berufsausbildung

Franziska Böhm

Die Reparatur von Windenergieanlagen kann gefährlich sein. Das erschwert auch die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte. Das Projekt „MARLA – Masters of Malfunction“ erforscht, was spielerische AR/VR-Anwendungen zur Ausbildung im Bereich Windenergietechnik beitragen können. Der WILA Bonn kümmert sich als assoziierter Partner um die Erstellung didaktischer Begleitmaterialien.

Ob im Gebirge oder auf hoher See: Mit Windkraftanlagen gewinnen wir erneuerbare Energie. Muss eine Windenergieanlage jedoch gewartet oder repariert werden, so stehen Fachkräfte vor witterungsbedingten, mechanischen und elektrischen Gefahren. Kurz gesagt: Um sie sicher reparieren zu können, braucht es viel Fachwissen und Erfahrung. Das erschwert auch die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte.

Das Forschungsteam von MARLA möchte daher herausfinden, welchen methodisch-didaktischen Mehrwert spielerische, virtuelle Programme, sogenannte Augmented Reality (AR) oder Virtual Reality (VR)-Lernanwendungen im Vergleich zu herkömmlichen Ausbildungsmethoden haben. Das Verbundprojekt wird von der TU Berlin, Fachgebiet Fachdidaktik Bautechnik und Landschaftsgestaltung, geleitet. Weitere Partner*innen sind das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systeme, ebenfalls TU Berlin, das Game Studio „the Good Evil“ sowie die Handwerkskammern Koblenz und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Laufzeit 2019 bis 2022).

Ziel der Lernanwendung ist das Trainieren der Fehlerdiagnosekompetenz – also die Fähigkeit, Fehler und Gefahrenquellen richtig zu erkennen, zu bewerten und zu beheben. In einem ersten Szenario auf einer Offshore-Anlage üben die Auszubildenden dafür die Fehlerdiagnose in sechs Schritten, ohne dabei sich oder eine echte Anlage zu gefährden. Dabei tragen sie das Virtual Reality Headset Oculus Quest.

Aufgabe des WILA Bonn

Damit die AR/VR-Anwendung den Anforderungen der Ausbildung im Bereich Windenergietechnik genügt, entwickelt das Projekt auch didaktisches Begleitmaterial für Auszubildende und Berufsschullehrkräfte. Die Konzeption hiervon übernimmt der WILA Bonn, der assoziierter Partner ist. Die Materialien sollen zum einen sicherstellen, dass die Module so praxisrelevant gestaltet sind, dass sie im Unterricht eingesetzt werden. Zum anderen soll eine Übertragbarkeit der  auf andere Ausbildungsbereiche ermöglicht werden. Hier kann der WILA Bonn an jahrelange Erfahrung anknüpfen: Bereits seit 2004 unterstützt er Schüler*innen und Lehrkräfte bei der Berufsorientierung im Bereich der Erneuerbaren Energien, in den letzten Jahren zum Beispiel mit dem Computerspiel für Mädchen „Serena Supergreen“ oder mit dem Berufsorientierungsportal „Netzwerk Grüne Arbeitswelt“.

 

 

 

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Projektüberblick

 

Projektleitung

TU Berlin, Fachgebiet Fachdidaktik Bautechnik und Landschaftsgestaltung

Förderer

BMBF gefrdert vom deutsch

Treffpunkt Vielfalt – der Film zum Projekt

Franziska Böhm

Das Projekt macht urbane Wohnsiedlungen lebenswerter, indem es herkömmliche Grünflächen umgestaltet und aufwertet. Dies fördert die biologische Vielfalt in den Städten und bringt diese Vielfalt durch naturnahe Erlebnisräume direkt vor die Haustür. Für Wohnungsbauunternehmen und Gartendienstleistende ist dies eine große Chance, ihren Teil zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beizutragen!

Mit Trockenmauern, Totholz und unzähligen Wildstauden und -gehölzen werden aus tristem Einheitsgrün lebendige Orte der Vielfalt für Mensch und Natur. Mutige Entscheider im Wohnungsbau gehen voran. Doch im Projekt sollen alle mit ins Beet geholt werden. Die Anwohnerschaft wurde befragt, Bienen und Schmetterlinge gezählt und die Gartenarbeitskräfte geschult.

Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.


Studie zu Potenzialen von Genossenschaften in der Sharing Economy veröffentlicht

Franziska Böhm

Genossenschaften bieten Verbraucher*innen die Möglichkeit, sich als Produzent*innen und Konsument*innen zugleich rechtssicher und nachhaltig mit Lebensmitteln und Energie zu versorgen – so das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie des Wissenschaftsladen Bonn.

Die Trennung von Produktion und Konsum gilt als bestimmendes Merkmal der modernen Wirtschaft. Doch neue gesellschaftliche Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Grenzen zunehmend verschwimmen. Verbraucher*innen wandeln sich zu sogenannten „Prosument*innen“, die sowohl konsumieren, als auch produzieren. In der Landwirtschaft zum Beispiel entstehen Verbraucher-Erzeuger Gemeinschaften, die zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft beitragen möchten. In Energie-Genossenschaften produzieren Bürger*innen erneuerbaren Strom und tragen zur sozial-ökologischen Transformation bei.

Historisch gesehen gibt es eine Organisationsform, die als Vorbild dienen könnte, um solche sogenannten Prosuming-Modelle zu institutionalisieren: Genossenschaften. Wie können Genossenschaften als Organisationsform Verbraucher*innen dabei unterstützen, sich nachhaltig mit gesunden Lebensmitteln, Energie und gemeinsamen Wohnraum zu versorgen? Das hat das Projekt „Prosuming, Genossenschaften und der Wandel der Verbraucherrollen“ des Wissenschaftsladen Bonn in einer explorativen Studie untersucht, die jetzt veröffentlicht wurde.

Gute Chancen zur Beteiligung im Bereich Bürgerenergie und solidarische Landwirtschaft

Die Analyse bezieht sich dabei auf drei Sektoren, in denen sich Bürgerinnen und Bürger genossenschaftlich zusammengeschlossen haben: die Bürgerenergie, die Solidarische Landwirtschaft und das Gemeinschaftliche Wohnen. Prosuming-Modelle ermöglichen demnach v. a. in den Bereichen Bürgerenergie und solidarische Landwirtschaft, sich als Prosument*innen zu beteiligen. Im Bereich Bürgerenergie wird die Genossenschaft zur Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft, da die Mitglieder mittels direkter Projektbeteiligung (Modulkauf und der Möglichkeit des Strombezugs über die Genossenschaft) beide Rollen in sich vereinen können. Im Ernährungsbereich können Verbraucher*innen im Rahmen der Solidarischen Landwirtschaft oder durch Erzeuger-Verbraucher Gemeinschaften aktiv an der nachhaltigen Gestaltung der Wertschöpfungskette teilhaben.

Im Bereich des Wohnens ist das Teilen bisher weniger verbreitet. Die Studie identifiziert zwar einen Anstieg an gemeinschaftlichen Angeboten wie Gemeinschaftsgärten, geteilten Räumen oder Mobilitätsangebote, allerdings steht bei diesen Aktivitäten weniger der Aspekt des Produzierens im Vordergrund.

Handlungsempfehlungen

Basierend auf diesen Ergebnissen schlussfolgert Herbert Klemisch, der Autor der Studie, dass Genossenschaften es Verbraucher*innen ermöglichen, sich umfassend und rechtssicher zu engagieren. Dabei variiert der Grad der aktiven Nutzung durch Verbraucher*innen stark nach Geschäftsfeld und Größe der Organisation. Die Genossenschaft bietet als demokratische Organisationsform mit reichhaltigen Beteiligungsmöglichkeiten und hoher Transparenz gute Chancen zur Umsetzung des Prosuming-Ansatzes. Allerdings bleiben die aktiven Möglichkeiten der Verbraucherbeteiligung in der Regel auf die Genossenschaftsmitglieder beschränkt.

Die Studie ist in den Formaten Working Paper, Fact Sheet und als Poster-Präsentation jetzt auf der Seite der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen verfügbar.

Kontakt

Valeska Engel
info@wilabonn.de
(0228) 20 161-0

 


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