Nachhaltige Stadtentwicklung liegt im Trend
Franziska Böhm
Rekordverdächtige Teilnehmerzahlen bei bundesweitem Dialogforum
Über 250 Vertreter*innen aus Kommune, Zivilgesellschaft und Wissenschaft haben am 24. Juni diskutiert, wie unsere Städte zu Räumen mit einer nachhaltigen Zukunft werden können. Das Online-Dialogforum „Nachhaltige Stadtentwicklung. Kommunen und Unternehmen – ein gutes Team für mehr Grün in Gewerbegebieten“ ist Teil einer größeren Vernetzungskampagne rund um nachhaltige Stadt-/Gewerbegebietsentwicklung.
Entstanden ist diese bundesweite Austauschplattform im Rahmen des Verbundprojektes „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“. Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt erprobt mit 14 Partnern aus Kommunalverwaltungen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft unter Leitung des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn, wie Gewerbegebiete im Bestand nachhaltig weiterentwickelt werden können. Denn ob Klimawandel, Biodiversität oder Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger – nachhaltige Städte mit Grünflächen, die Extremwetter puffern, Lebensraum für Insekten und Erholungswert für Menschen bieten, schaffen Abhilfe für viele Herausforderungen in unseren Städten. Doch wie können Strategien, Maßnahmen und Kampagnen für Grüne Infrastruktur und Klimaresilienz in Industrie- und Gewerbegebieten aussehen? Genau damit hat sich das Dialogforum „Nachhaltige Stadtentwicklung“ beschäftigt.
Intensiver Austausch über die Entwicklung von Gewerbegebieten
Los ging’s an dem Tag mit Vorträgen von Andreas Hübner, Gertec Ingenieurgesellschaft, und Prof. Dr. Jörg Dettmar, TU Darmstadt. Beide zeigten: Obwohl der Umsetzungsstand, was das Erreichen kommunaler Klimaschutzziele angeht, weit hinter den Zielen internationaler Klimaschutzabkommen zurückfällt, so gibt es doch eine Menge, was Kommunen gemeinsam mit Unternehmen tun können. Dettmar verdeutlichte in diesem Zusammenhang, welche Potenziale multifunktionale Flächen wie beispielsweise die geteilte Nutzung von Parkplätzen mit sich bringt. Danach tauschten sich die Teilnehmenden an insgesamt sieben Thementischen darüber aus, wie bestehende Gewerbegebiete nachhaltig weiterentwickelt, Anreize durch Förderprogramme gesetzt oder nachhaltige Firmengelände zum Mainstream werden können. Zum Abschluss der Veranstaltung führten vier Expert*innen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft noch eine Podiumsdiskussion unter dem Motto „Gewerbegebiete der Zukunft – Was muss sich ändern?“.
Über 250 Anmeldungen zeigen Wunsch nach Austausch und weiterer Vernetzung
Dass das Thema nachhaltige Stadt- und vor allem Gewerbegebietsentwicklung Kommunen beschäftigt, zeigt sich spätestens bei den Teilnehmerzahlen: Über 250 Anmeldungen gingen bei den Projektpartner*innen für das Dialogforum ein, bis zu 199 Menschen waren zeitgleich bei der ganztägigen Veranstaltung eingewählt. „Das Thema nachhaltige Gewerbegebietsentwicklung ist zunehmend im Blick der Kommunalvertreter*innen“, sagt auch Dr. Anke Valentin vom Wissenschaftsladen Bonn, die das Projekt seit 2016 leitet. Viele Teilnehmende äußerten bei der Veranstaltung explizit, dass sie weiteren Austausch über nachhaltige Gewerbegebietsentwicklung suchen. Die nächste Gelegenheit dazu ist auch gar nicht mehr weit: Das Projekt „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ bietet weiterhin ein „Offenes Forum“ sowie ausgewählte Seminare zum Austausch rund um nachhaltige Gewerbegebiete an. Der nächste Termin dafür ist der 17. August. Interessierte können sich bei hildegard.boisseree@wilabonn.de anmelden.
Über das Projekt
„Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ ist ein Verbundprojekt von Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V. (Projektleitung), Universität Osnabrück, TU Darmstadt, Global Nature Fund sowie den Kommunen Bocholt, Iserlohn, Remscheid und Vreden. Des Weiteren beteiligt sind die Praxispartner Gronau, Lengerich, der Oberbergische Kreis mit Waldbröl, Wallenhorst, Marl und Frankfurt a. M. Das Projekt läuft noch bis Januar 2022. Gefördert wird es durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms FONA. Der Rat für nachhaltige Entwicklung hat „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ als Projekt Nachhaltigkeit 2020 ausgezeichnet.
Kontakt
Hildegard Boisserée-Frühbuss
Hildegard.boisseree@wilabonn.de
0228/20161-0
Neue Publikation: Handlungsleitfaden für Erzeuger-/Verbraucher-Gemeinschaften
Franziska Böhm
Der „Handlungsleitfaden für Erzeuger -/Verbraucher Gemeinschaften“ ist frisch aus dem Druck – mit Tipps, wie die eigene Strom- oder Wärmeproduktion für Bürger*innen und Genossenschaften gemeinsam gelingen kann. Entstanden ist die Broschüre im Projekt „Bürgerenergiegenossenschaften als Promotoren der Energiewende“, das der Wissenschaftsladen Bonn mit Förderung des Umweltbundesamtes durchgeführt hat.
Der Leitfaden richtet sich an Bürger*innen und Genossenschaften, die einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten wollen. Dr. Herbert Klemisch stellt darin unter Mitarbeit von Dr. Burghard Flieger Handlungsfelder und Rahmenbedingungen dar, erläutert genossenschaftliche Geschäftsmodelle anhand von Fallstudien und zieht Schlussfolgerungen für die zukünftige Arbeit von Energiegenossenschaften. Als zukunftsfähige Geschäftsfelder für Energiegenossenschaften erweisen sich in diesem Zusammenhang die Geschäftsfelder Mieterstrom, kalte Nahwärme und Elektromobilität.
Bessere Rahmenbedingungen für genossenschaftlichen Mieterstrom
Der Handlungsleitfaden zeigt: Genossenschaftliche Mieterstromprojekte lohnen sich durch die Anpassungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2021 mehr als vorher. Die Umsetzung kalter Nahwärme-Projekte erfordert allerdings Kooperationen der Genossenschaften mit der planenden Kommune oder den Stadtwerken. Für genossenschaftliche Projekte zur Elektromobilität bestehen darüber hinaus nicht nur diverse Fördermöglichkeiten, sondern auch eine bundesweite und europäische Vernetzungsstruktur in Form von Dachgenossenschaften.
Beratungs- und Qualifizierungsangebote
Abgerundet wird die Broschüre durch Hinweise auf nützliche Literatur und Quellen sowie Beratungs- und Qualifizierungsangebote. So können Genossenschaften auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Eigenengagement der Bürger*innen in der Zivilgesellschaft und zur Akzeptanz der Energiewende leisten. Interessierte können den Leitfaden beim WILA Bonn kostenfrei bestellen oder auf der Webseite herunterladen.
Broschüre zum Download
Handlungsleitfaden für Erzeuger -/Verbraucher-Gemeinschaften
Kontakt:
Valeska Engel
info@wilabonn.de
0228/20161-0
Faktor Grün – Initiative für resiliente Gewerbestandorte

Franziska Böhm
Klimagerechte Unternehmensführung nach außen sichtbar machen und mit der Belegschaft leben – das ist das Ziel des Projektes „Faktor Grün“. Vier Unternehmen haben die Chance mitzumachen. Mit ihnen entwickelt der WILA Bonn individuelle Bildungsmodule und Veranstaltungen, um zusammen mit Mitarbeiter*innen und Azubis passende Nachhaltigkeitsmaßnahmen umzusetzen. Aus den Erfahrungen entstehen übertragbare Bildungs- und Austauschangebote.
Ob schattenspendende Bäume, blühende Versickerungsflächen oder temperaturregulierende Kletterpflanzen an den Fassaden – um die Folgen des Klimawandels abzupuffern, brauchen Städte mehr Grün. Während sich in Innenstädten und Wohnvierteln in den letzten Jahren einiges in dieser Hinsicht tut, bleiben Gewerbestandorte vielerorts noch „grau“ und asphaltiert. Dabei machen sie rund 20 Prozent des Stadtgebietes aus – und viele Menschen verbringen dort den Großteil des Arbeitstages.
Einige Vorbildunternehmen und Architekt*innen denken Nachhaltigkeit und Klimawandel bei neuen Gebäuden bereits mit. Aber auch bestehende Gewerbestandorte bergen große Potenziale. Ein großes Plus stellt hier insbesondere die Einbeziehung der Mitarbeiter*innen dar. Sie bringen über das Projekt Kreativität und Engagement ein – und tragen als regelmäßige Nutzer*innen der Flächen dazu bei, dass das Grün auf lange Sicht erhalten bleibt. Im Projekt „Faktor Grün“ erproben der WILA Bonn und vier Unternehmen deshalb gemeinsam, wie Firmen mit ihrer Belegschaft zusammen ihre Flächen nachhaltig und klimagerecht gestalten können.
Kreative Bildungsmodule verdeutlichen gestalterische Kompetenzen
In einem ersten Schritt führen die Projektpartner*innen Bildungsveranstaltungen in den Unternehmen durch. Mit Formaten wie Geocoaching, einem Wissensparcours oder Experimenten erarbeiten sich die Teilnehmer*innen ein tiefergehendes Verständnis für Hitze, Trockenheit oder Starkregen. Außerdem beschäftigen sie sich mit ihren eigenen Handlungsoptionen, um dem Klimawandel die Stirn zu bieten: Können sie sich zum Beispiel eine Baumpatenschaft vorstellen? Oder gäbe es vielleicht Platz auf dem Gelände für einen Blühstreifen, der bei der Regenwasserversickerung hilft und dazu auch noch Futter für Insekten liefert? Bei allen Bildungsformaten stellen die Projektpartner*innen den Bezug zwischen dem privaten und beruflichen Umfeld her.
Belegschaft begrünt Unternehmensfläche nach ihren Wünschen
In einem nächsten Schritt entwickeln die verschiedenen Ebenen im Unternehmen gemeinsam Lösungen für ihre Flächen. Dabei orientieren sie sich stark an den Wünschen der Mitarbeiter*innen: Wenn beispielsweise der Wunsch nach einer Mittagspause im Halbschatten oder einem wettergeschützten Platz für Rad und Auto besteht, wird gemeinschaftlich überlegt, wie dieser Wunsch erfüllt werden kann. Auch bei der Umsetzung der Planungen begleiten die Projektpartner*innen die Unternehmen mit Aktionen wie Fotowettbewerben, gemeinsamen Pflanzaktionen, oder der Etablierung von Patenschaftssystemen. So soll sichergestellt werden, dass die Lösungsideen auch Realität werden.
Austausch und Vernetzung verbreiten gute Ideen
Mit einer groß angelegten Kommunikationskampagne will das Projekt außerdem weitere Unternehmen gewinnen und den Austausch untereinander ermöglichen. Dabei kann der WILA Bonn auch auf seine Erfahrungen aus vorheriger Netzwerk- und Projektarbeit in Projekten wie „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ oder „Natur in Graue Zonen“ zurückgreifen. Angedacht sind unter anderem eine eigene Projektwebseite, ein Instagram-Kanal, Ausstellungen über Kleingruppen-Projekte sowie Auszeichnungen der teilnehmenden Unternehmen. Auf diese Weise sollen die erprobten Wege zur Einbeziehung größere Verbreitung finden.
Grüne Oasen schaffen für Insekten und Vögel

Franziska Böhm
Bundesweite Kampagne ruft zum Mitmachen auf – und liefert jede Menge Tipps
Der Frühling macht nicht nur die Bäume wieder grün – jetzt ist die Zeit, um im Garten oder auf dem Balkon mit heimischen Wildpflanzen Lebensraum für Wildbienen oder Schmetterlinge zu schaffen. Das Projekt „Tausende Gärten – Tausende Arten“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt liefert jede Menge Ideen, wie alle das anpacken können.
„Schon kleine Ecken im Garten oder ein paar Töpfe mit Wildpflanzen auf dem Balkon bieten Futter und Lebensraum“, so Projektleiterin Bettina de la Chevallerie von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822, die das bundesweite Projekt mit dem Wissenschaftsladen (WILA) Bonn und der Kommunikationsagentur tippingpoints koordiniert. Wichtig dafür: dass das Saatgut auch aus gesicherter regionaler Herkunft kommt und Gärtner*innen die Pflanzen naturfreundlich pflegen. Denn der gewonnene Lebensraum fördert die biologische Vielfalt, weil die heimischen Pflanzen an ihren jeweiligen Standort angepasst sind.
Heimische Wildpflanzen in Gartenmärkten: Die „grüne Landkarte“
Bislang gibt es solche heimischen Wildpflanzen aus gesicherter Herkunft jedoch kaum in Gartenmärkten und Gartencentern zu kaufen. Tausende Gärten – Tausende Arten ändert das jetzt – mit Pflanzen-Startersets und echt heimischem Saatgut, das in immer mehr Gartencentern oder Baumärkten angeboten wird. Interessierte finden die teilnehmenden Fachgeschäfte über die „grüne Landkarte“ auf der Webseite www.tausende-gaerten.de. Im Raum Köln-Bonn zum Beispiel machen die Alexianer Klostergärtnerei, das Gartencenter Sängerhof und der nachhaltige Gartenmarkt Tink bei der Kampagne mit. Die Saatmischungen „Wildblüten für den Rasen“ und „Wildblüten für Garten und Balkon“ können zudem über den Versandhandel Olerum (www.olerum.de) bundesweit bestellt werden.
Tipps und Wertschätzung für naturnahes Gärtnern
Auf www.tausende-garten.de finden Hobbygärtnerinnen und -gärtner darüber hinaus Wissenswertes rund um das Thema. „Wir bieten Workshops an und haben jede Menge Infos für Sie zusammengestellt, ob Videomitschnitte oder Merkblätter zur Anlage eines naturnahen Gartens oder Balkons“, so Andrea Muno-Lindenau vom WILA Bonn, der sich im Projekt neben der Prämierung naturnaher Gärten und Balkone um die Bildungsarbeit und die Vernetzung mit anderen Projekten, Vereinen oder Initiativen kümmert. Während der Gartensaison im Juni, Juli und August bietet das Projekt ebenfalls eine „Naturgarten-Sprechstunde“ an. Erstmals am 10. Juni können Hobbygärtner*innen hier dem Naturgartenexperten Frank Reh Fragen rund um das Thema naturnahes Gärtnern stellen.
Auch auf den Social Media-Kanälen des Projektes werden Interessierte inzwischen fündig. Auf Instagram, Facebook und Twitter liefert tippingpoints wöchentlich viele nützliche Tipps wie das Wildpflanzen-Lexikon oder die Vorstellung von Tier-Pflanzen-Paaren. Desweiteren prämiert das Projekt auch naturnahe Gärten und Balkone. Interessierte können sich bei Bernd Assenmacher vom WILA Bonn melden.
Das Projekt „Tausende Gärten-Tausende Arten“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.
Fotonachweis:
Das Foto kann für die redaktionelle Berichterstattung über das Projekt „Tausende Gärten – Tausende Arten“ unter Nennung der Quelle „Naturgarten e.V., SG“ frei verwendet werden.
Social-Media-Kanäle – zum Teilen und Weitersagen:
Instagram: https://www.instagram.com/tausendegaerten
Facebook: https://www.facebook.com/tausendegaerten
Twitter: https://www.twitter.com/tausendegaerten
Website: https://www.tausende-gaerten.de
Kontakt beim Wissenschaftsladen (WILA) Bonn:
Andrea Muno-Lindenau
andrea.muno-lindenau@wilabonn.de
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Projektbroschüre „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“

Franziska Böhm
Wie eine monotone Grünfläche mitten im Mietwohnquartier zu einem attraktiven und lebendigen, weil naturnahen kleinen Park umgestaltet werden kann – und das gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern – zeigt der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn im bundesweiten Projekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“.
Mit fachlicher Unterstützung des Naturgarten e. V. und in Kooperation mit fünf unterschiedlichen Wohnungsunternehmen hat der WILA Bonn fünf verschiedene PikoParks angelegt: in Bonn, Dortmund, Erfurt, Remscheid und Speyer. Für die kleinen naturnahen Parks haben die Wohnungsunternehmen jeweils eine etwa 300 Quadratmeter große, halböffentlich gelegene Fläche im Wohnquartier zur Verfügung gestellt und sich auch finanziell beteiligt.
Gemeinsam mit Fachkräften haben interessierte Mieterinnen und Mieter ihren PikoPark auf dieser Fläche mitten in ihrem Quartier geplant und gestaltet. Wohnungsunternehmen stärken mit dem PikoPark die biologische Vielfalt, leisten einen Beitrag zur Klimaanpassung und tragen zu einer Verbesserung des Wohnumfeldes bei. Diese Broschüre zeigt Ihnen, was möglich ist.
Help a Worker: Dialogformat für die Berufsorientierung in der Bioökonomie
Franziska Böhm
Dieses Format nähert sich einem spezifischen Berufsfeld der Bioökonomie durch die Mitarbeit an einer berufspraktischen Challenge, die mit den Nachhaltigkeitszielen des eingeladenen Unternehmens verknüpft ist. Dabei kann es beispielsweise um die Werbung für biobasierte Kosmetika gehen, ohne Schönheitsideale zu reproduzieren, oder um Nachhaltigkeitskonflikte betreffende Entscheidungssituationen. Auch wäre es denkbar, dass die Jugendlichen Ideen einbringen, wie die sozial-ökologische Ausrichtung des Unternehmens strategisch für die Personalakquise genutzt werden könnte.
Ask a Worker: Dialogformat für die Berufsorientierung in der Bioökonomie
Franziska Böhm
In einem X-Verhör stellt sich ein/e Young Professional der Bioökonomie den kritischen Fragen der Jugendlichen. Nachhaltigkeitskonflikte bilden den Ausgangspunkt, um über Anspruch und Wirklichkeit im Berufsleben, biografische Wendepunkte, Berufsbilder und Karrieremöglichkeiten zu sprechen. Die Dialogveranstaltung umfasst 2,5 Schulstunden und richtet sich an Jugendliche ab Klasse 9. Sie kann vor Ort in der Bildungseinrichtung oder digital stattfinden. Kooperationspartner ist ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen aus dem Bereich Bioökonomie. Das Konzept kann aber auch auf andere Branchen angepasst werden.
Navigate a Worker: Dialogformat für die Berufsorientierung in der Bioökonomie
Franziska Böhm
Egal ob analog, hybrid oder digital – für die schulische Berufsorientierung braucht es den direkten Austausch mit Berufstätigen. Und schon in 2-3 Stunden lassen sich Berufsbilder und Erfahrungen erfolgreich kommunizieren. Wie das geht, zeigt diese Broschüre.
„Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“ – Neue Projektbroschüre

Franziska Böhm
Ein Ort der Muße, an dem sich Menschen treffen, Natur mit allen Sinnen erfahren und gleichzeitig die biologische Vielfalt stärken – und das mitten in einem Mietwohnquartier? Wie so etwas entstehen kann, erfahren Sie in der frisch erschienenen Projektbroschüre „PikoPark – Naturnahe Gestaltung von Wohnquartieren“. Interessierte können die Broschüre herunterladen oder gegen einen Unkostenbetrag beim WILA Bonn bestellen.
Die Broschüre teilt Erfahrungen, Eindrücke und Ergebnisse aus dem Modellprojekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“, bei dem die Beteiligung der Menschen vor Ort von Anfang an großgeschrieben ist!
In fünf Städten hat der WILA Bonn in Kooperation mit fünf Wohnungsunternehmen gemeinsam mit Naturgartenfachleuten und den anwohnenden und interessierten Menschen kleine naturnahe Parks (PikoParks) entworfen, angelegt und gepflegt.
In der Projektbroschüre sind die einzelnen Schritte von der Planung zur Umsetzung und Verstetigung beschrieben – ergänzt durch die Eindrücke der beteiligten Akteurinnen und Akteure.
Aktuell trägt der WILA Bonn mit Weiterbildungen die PikoPark-Idee und die fachgerechte Umsetzung ebenfalls in weitere Städte. Dafür entwickelt er ein Schulungspaket, dass in Kooperation mit verschiedenen Natur- und Umweltschutzakademien im nächsten Jahr durchgeführt werden soll.
Das Schulungspaket richtet sich an folgende Multiplikatorengruppen:
- Kommunalvertreter*innen,
- Zivilgesellschaftliche Akteur*innen und Akteursgruppen wie z.B. sozial und/oder ökologisch aktive Vereine u. Initiativen, Stiftungen, Akteur*innen in kirchlichen Arbeitsgruppen
- Sozialmanagement von Wohnungsunternehmen.
Die Schulung bildet die Grundlage für eine Transferstrategie, die neue Kooperationen zwischen Wohnungsunternehmen, Zivilgesellschaft und Kommunalverwaltung eröffnet und die Übertragbarkeit auf städtische Flächen und Freiflächen von z.B. privaten oder halbstaatlichen Einrichtungen erleichtert. Konkretere Informationen zur Zeitplanung und Durchführung werden die Projektpartner*innen im Sommer 2021 auf der Projektwebseite veröffentlichen.
Der Verbundpartner Stiftung Mensch und Umwelt veröffentlich in Kürze ebenfalls seine Projektbroschüre, die sich an die Entscheiderinnen und Entscheider aus der Wohnungswirtschaft richtet. Diese finden Sie auf der Webseite der Stiftung.
Broschüre:
Projektbroschüre „PikoPark – Naturnahe Gestaltung von Wohnquartieren“
Jobs ohne Kohle? – Berufsorientierung in der Bioökonomie

Franziska Böhm
Beim Wissenschaftsjahr 2020/21 dreht sich alles um Bioökonomie. Mit dem Projekt „Jobs ohne Kohle? Kommunikation nachhaltiger Berufe in der Bioökonomie“ ist auch der WILA Bonn dabei. Das Projekt zeigt jungen Menschen, welche Jobs in der Bioökonomie auf sie warten, erprobt neue Formate für die Berufsorientierung – und diskutiert gemeinsam mit jungen Fachkräften auch kontroversere Aspekte der neuen Erfindungen.
Ob Kerosin aus Algen oder Waschmittel aus Sonnenblumen: Die Bioökonomie entwickelt viele Möglichkeiten, um nachhaltiger zu wirtschaften und zu produzieren. Doch welche Jobs stecken dahinter? Bisher kennen jedoch nur wenige Jugendliche diese Berufe – und dass, obwohl sich die Jüngsten in unserer Gesellschaft so für eine nachhaltigere Zukunft einsetzen wie sonst keine Generation zuvor. Mit dem Projekt „Jobs ohne Kohle? Kommunikation nachhaltiger Berufe in der Bioökonomie“ will der WILA Bonn diesen jungen Menschen zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten ihnen in der Bioökonomie offenstehen.
Young Professionals stehen Rede und Antwort
Dabei setzt das Projekt auch auf Young Professionals, die bereits erfolgreich in solchen Jobs durchstarten, und bringt sie mit Schüler*innen zusammen. Es geht um Themen wie: Was braucht es, um Landwirtschaft umwelt- und klimafreundlich zu gestalten und dabei ausreichend Erträge zu erzielen? Welche Fähigkeiten sind gefragt, um Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Gras zu entwickeln? Und wie kommen Jugendliche in Berufe, die sich mit biobasierten Lösungen für eine nachhaltige Zukunft auseinandersetzen? Darüber hinaus werden auch kontroverse Aspekte der Bioökonomie zur Sprache kommen – ist es z. B. gerecht, wenn reiche Länder Kleidungsstücke oder Verpackungen aus Nahrungsmitteln herstellen, wenn anderswo Menschen hungern? Und sind biobasierte Verpackungen wirklich so nachhaltig, wie sie versprechen? All das und noch viel mehr können Schüler*innen die jungen Fachkräfte fragen.
Neue Wege für die Berufsorientierung
Darüber hinaus entwickeln die Projektmitarbeiter*innen auch neue Formate für die Berufsorientierung und erproben diese an Schulen. Hier mit am Start: Fachkräfte aus der Berufsorientierung. Sie werden ihre Erfahrung und ihre Ideen einbringen und sich an der Entwicklung und Erprobung beteiligen. Außerdem können die Projektmitarbeiter*innen auf die jahrelange Erfahrung des WILA Bonn in der Berufsorientierung im Bereich grüne Jobs sowie der Wissenschaftskommunikation für die Bioökonomie zurückgreifen. Im Anschluss an die Erprobung wird das Projekt die Formate all jenen zur Verfügung stellen, die mit Jugendlichen die Arbeitswelt der Bioökonomie erkunden möchten.
Projektüberblick
| Laufzeit: | Januar 2020 – Dezember 2021 |
| Förderer: | Bundesministerium für Bildung und Forschung |
SDGs

Ansprechpartnerinnen
Iken Draeger
(0228) 20161-33
iken.draeger@wilabonn.de
Laura Fuchs-Steinhaus
(0228) 20161-51
laura.fuchs-steinhaus@wilabonn.de
Antje Lembach
(0228) 20161-30
antje.lembach@wilabonn.de
Anke Valentin
anke.valentin@wilabonn.de
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