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Broschüre „Naturnahe Gestaltung von Wohnquartieren“

Franziska Böhm

Wie eine monotone Grünfläche mitten im Mietwohnquartier zu einem attraktiven und lebendigen, weil naturnahen kleinen Park umgestaltet werden kann – und das gemeinsam
mit den Anwohnerinnen und Anwohnern – zeigt der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn im bundesweiten Projekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“.

Mit fachlicher Unterstützung des Naturgarten e. V. und in Kooperation mit fünf unterschiedlichen Wohnungsunternehmen hat der WILA Bonn fünf verschiedene PikoParks angelegt: in Bonn, Dortmund, Erfurt, Remscheid und Speyer.Für die kleinen naturnahen Parks haben die Wohnungsunternehmen jeweils eine etwa 300 Quadratmeter große, halböffentlich gelegene Fläche im Wohnquartier zur Verfügung gestellt und sich auch finanziell beteiligt. Gemeinsam mit Fachkräften haben interessierte Mieterinnen und Mieter ihren PikoPark auf dieser Fläche mitten in ihrem Quartier geplant und gestaltet. Wohnungsunternehmen stärken mit dem PikoPark die biologische Vielfalt, leisten einen Beitrag zur Klimaanpassung und tragen zu einer Verbesserung des Wohnumfeldes bei. Diese Broschüre zeigt, was möglich ist.

Broschüre „Naturnahe Gestalttung von Wohnquartieren“


Leitfaden „Stadt und Land im Fluss": Gute Ideen gegen die Folgen des Klimawandels

Franziska Böhm

Der Klimawandel mit all seinen Auswirkungen findet nicht nur auf der anderen Seite des Globus statt, sondern auch bei uns vor der Haustür. Das Modellprojekt „Stadt und Land im Fluss – Netzwerk Klimalandschaften“ hat drei Jahre lang Beispiele gesammelt, wie und wo wir jetzt schon erste Anzeichen dafür in unseren Städten bemerken und wie wir ihnen trotzen können. Es ging sowohl um leicht um-setzbare als auch verrückte Ideen, wie jede und jeder von uns mit den spürbaren Auswirkungen des Klimawandels – sprich: Hitze- und Trockenperioden, Starkregen, Sturm, Zunahme von Pollen etc. – umgehen kann. Mit diesem Leitfaden möchte das Projekt seine Erfahrungen teilen, in die Breite tragen und Sie anregen, in Ihrer Stadt eigene lokale Ansätze zu entwickeln. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Handlungsleitfaden „Stadt und Land im Fluss““


Gute Ideen gegen die Folgen des Klimawandels. Leitfaden will zum Nachmachen ermuntern

Franziska Böhm

Drei Jahre haben die Partner*innen im Projekt „Netzwerk Klimalandschaften – Stadt und Land im Fluss“ Beispiele gesammelt und Maßnahmen entwickelt, wie sich Städte gegen die Folgen des Klimawandels wappnen können. Dabei haben sie eng mit Kommunen, Initiativen, Schulen und Engagierten zusammengearbeitet. Die wichtigsten Ergebnisse gibt es jetzt zum Nachmachen in einem Leitfaden zusammengefasst.

Ob Hitze, Trockenheit oder Starkregen: Auch in Deutschland spüren immer mehr Menschen die Auswirkungen des Klimawandels. Stadtverwaltungen, aber auch Bürgerinnen und Bürger müssen Wege finden, um mit den klimatischen Veränderungen umzugehen.

Grüne Orte, Grüne Inseln, bessere Luft

Viele solcher Ideen haben der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn sowie die Geographischen Institute der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Bonn in den letzten Jahren entwickelt und ausprobiert – innerhalb des durch das Bundesumweltministerium geförderten Projektes „Stadt und Land im Fluss – Netzwerk Klimalandschaften“ (KlimNet). Gemeinsam mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen haben sie in Bonn, Gelsenkirchen und Bochum z. B. Orte identifiziert, die grüner sein dürften, Messstationen aufgestellt, die die Luftqualität überprüfen oder Grüne Inseln gebaut, die das Mikroklima positiv beeinflussen.

Tipps für Veranstaltungsformate und Methoden

„Wir hoffen, unsere Erfahrungen helfen anderen Städten, eigene Ansätze gegen die Klimawandelfolgen zu entwickeln und viele zum Mitmachen zu motivieren“, so Francis Hugenroth vom WILA Bonn.
Um das zu erreichen, stellt der Leitfaden eine Fülle von Formaten vor: Fürs Ideen sammeln z. B. erklärt er, wie Klimawerkstatt, Design Thinking oder Crowdmapping angegangen werden können. Um ins aktive Handeln zu kommen, zeigt er, wie Bürger*innen Sensoren bauen können oder wie sie sich auf Barcamps vernetzen. Alle Methodenbeschreibungen haben gemeinsam, dass sie mit einer Menge Tipps für die praktische Umsetzung punkten und aufzählen, für wen sich die Methoden besonders eignen. Darüber hinaus berichten Projektmitarbeiter*innen aus den Umweltämtern der Partnerstädte im Interview, was sich aus ihrer Sicht besonders bewährt hat. Der Leitfaden ist ab jetzt als Broschüre beim WILA Bonn kostenlos erhältlich.

Über das Projekt

Das Projekt „Stadt und Land im Fluss – Netzwerk Klimalandschaften“ (KlimNet) hat der WILA Bonn zusammen mit den Universitäten Bonn und Bochum sowie mit den Städten Bonn und Gelsenkirchen von Juli 2017 bis August 2020 durchführt. Es wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS).

Kontakt

Sie können die Broschüre bestellen bei
(0228) 201 61-0
info@wilabonn.de


WILA Bonn erhält hohe Auszeichnung für innovative Stadtentwicklung

Franziska Böhm

Der Deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis „ZeitzeicheN“ geht in diesem Jahr an den Wissenschaftsladen Bonn für seine bundesweit fünf PikoParks − einer davon in Bonn-Pennenfeld. Damit erhält der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn bereits die zweite bundesweite Auszeichnung innerhalb von drei Monaten für die Beteiligung vielfältiger Gruppen bei der nachhaltigen Weiterentwicklung von Städten.

Wer in einem großen Mietshaus wohnt, hat oft keinen eigenen Garten. Und erst Recht keinen Einfluss darauf, ob und was in der Nähe gepflanzt wird. Nicht so im Projekt „Treffpunkt Vielfalt – PikoParks“, das vom Bundesamt für Naturschutz gefördert wird. So haben auch in Bonn Anwohnende gemeinsam mit dem Wohnungsbauunternehmen VEBOWAG einen PikoPark selbst gestaltet und gemeinsam mit Fachleuten in die Realität umgesetzt. Nicht nur die Beteiligung der Mieterinnen und Mieter macht die PikoParks zum Vorbild: Weil ausschließlich heimische Wildpflanzen zur Gestaltung der Parks genutzt werden, entsteht überdies eine grüne Oase für Insekten und Vögel.

Die Möglichkeit, ihr Wohnumfeld naturfreundlich zu begrünen, gefällt dabei nicht nur den Beteiligten selbst. Auch immer mehr öffentliche Entscheidungsträger sehen es als zukunftsweisend an, unterschiedliche Personengruppen bei der nachhaltigen Stadtentwicklung zu beteiligen. Deshalb hat das Projekt „Treffpunkt Vielfalt ­ PikoPark“ jetzt den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis „ZeitzeicheN“ im Rahmen des Netzwerk21Camps erhalten.

Vielfalt für mehr Natur und Miteinander im Wohnquartier

Mit dem Preis werden Projekte und Initiativen geehrt, die beispielhaft zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft vor Ort beitragen. Miriam Elsaeßer vom Deutschen Landkreistag begründet die Auszeichnung so: „Das Wort Vielfalt ist bei den PikoParks Programm. Einerseits in Bezug auf die biologische Vielfalt in den Parks, andererseits auf die sich beteiligenden Menschen.“ Das Projekt beweise zudem, dass Wohnungsunternehmen einen Beitrag leisten können zu einem positiven, grünen und partizipativen Miteinander.

Auch Gewerbegebiete können vielfältig nachhaltiger werden

Der „ZeitzeicheN“-Preis ist schon die zweite bundesweite Auszeichnung, die der WILA Bonn für seine innovativen Beteiligungsprojekte für eine nachhaltige Stadtentwicklung innerhalb kurzer Zeit bekommen hat. Im Juni zeichnete der Rat für Nachhaltige Entwicklung das Projekt „Gewerbegebiete im Wandel“ als Projekt Nachhaltigkeit 2020 in der Kategorie „kreative Kooperationen“ aus. Im Projekt unter Leitung des WILA Bonn entwickeln 14 Partner aus Kommunen, Zivilgesellschaft und Universitäten Gewerbegebiete gemeinsam mit Unternehmen nachhaltig weiter. Aber auch die PikoParks durften sich in der Vergangenheit schon über weitere Auszeichnungen freuen. Das Projekt ist seit 2019 Teil der UN Dekade für Biologische Vielfalt.

Über die Auszeichnung ZeitzeichenN

Der Deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN 2020 wird gefördert und unterstützt durch das Umweltbundesamt aus Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie durch Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt aus Mitteln des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Unterstützt wird die Auslobung des Preises vom Deutschen Städtetag, Deutschen Landkreistag, Deutschen Städte- und Gemeindebund, ICLEI und dem Klima-Bündnis.

Neben den PikoParks erhielten in diesem Jahr vier weitere Projekte eine Auszeichnung. Insgesamt 123 Projekte hatten sich in fünf Kategorien beworben. Der WILA Bonn gewann in der Kategorie „Nachhaltige Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung“.

Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn:

Michaela Shields
michaela.shields@wilabon.de
(0228) 201 61 48


Foto: © WILA Bonn/RUB

Die Stadt schwitzt im Klimawandel: Coole grüne Orte in Bonn aufspüren

Foto: © WILA Bonn/RUB
Foto: © WILA Bonn/RUB

Franziska Böhm

Wissenschaftsladen Bonn ruft auf zum Crowdmapping für klimagerechte Stadtentwicklung

Jetzt ist es so weit: Die Hundstage bringen die heißesten Temperaturen des Jahres in die Stadt. Und die heizt sich schnell auf, bis zu 10 Grad mehr als das Umland. Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn ruft alle interessierten Bürgerinnen und Bürger auf, grüne Orte in der Stadt zu finden, an denen es sich trotzdem gut aushalten lässt. Sie können in eine Online-Karte eingetragen werden, ebenso wie Ideen, wo solche Plätze dringend fehlen.

In den letzten Jahrzehnten sind immer mehr Stadtflächen durch Gebäude, Asphalt und Beton versiegelt worden. Diese Entwicklung zeigt ein geografisches Informationssystem von Nordrhein-Westfalen, das das Geographische Institut der Ruhruniversität Bochum und der Wissenschaftsladen Bonn im Projekt „Netzwerk Klimalandschaften“ (KlimNet) aufgebaut haben. Auf der Basis von Satellitenbildern kann verfolgt werden, wie stark sich in Bonn, Bochum und Gelsenkirchen die versiegelten Flächen seit 1985 ausgedehnt haben. Dennoch gibt es auch hier angenehm kühle Orte mit viel Grün oder Wasserflächen, die für Lebensqualität sorgen.

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Der WILA Bonn und seine Partner möchten den Anstoß dazu geben, mehr solch grüne Oasen in der Stadt zu schaffen. Ob schattige Baumalleen, Dach- und Fassadenbegrünung, Naturgärten an Schulen und Kitas oder Trinkbrunnen an belebten Plätzen in der Innenstadt: Wer gute Ideen hat oder schon solche Plätze kennt, ist eingeladen, sie in die Onlinekarte einzutragen. Unter www.klimnet.de gibt es eine Beschreibung und den Link zur Karte. Pflanzen helfen direkt gegen den voranschreitenden Klimawandel, indem sie Kohlendioxid speichern. In den nun häufigeren Hitzewellen sorgen sie für Schatten und Verdunstungskühle und sie filtern Feinstaub und Stickoxide aus der Luft. Außerdem geben sie vielen Tieren Futter und Nistplätze und sind nicht zuletzt eine Wohltat für die Seele.

Engagement über das Projekt hinaus

Das Projekt „Stadt und Land im Fluss – Netzwerk Klimalandschaften“ hat der WILA Bonn zusammen mit den Universitäten Bonn und Bochum sowie mit den Städten Bonn und Gelsenkirchen seit Juli 2017 durchführt. Es läuft im August aus und wurde über das Bundesumweltministerium gefördert. Während der Laufzeit wurden Diskussionen geführt, wie sich die Stadt Bonn den Folgen des Klimawandels stellen kann, Handlungsbedarf aufgezeigt und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern erste Veränderungen in Bonn angestoßen. Mitte August erscheint ein Leitfaden, der die Erfahrungen zusammenträgt und Tipps für Engagierte und Initiativen gibt, die selbst aktiv werden möchten. Auch die Onlinekarte steht über das Projektende hinaus zur Verfügung.

Kontakt beim WILA Bonn:

Francis Hugenroth
francis.hugenroth@wilabonn.de
0228/201 61-0

Bildunterschriften:

1: Ausschnitt Crowdmappingkarte, 2: Versiegelung der Stadt Bonn in den Jahren 1985 und 2017.

 Sie können die Bilder im Zusammenhang mit einer Berichterstattung zur Aktion des Projektes KlimNet frei nutzen: © WILA Bonn/RUB


WILA-Projekt setzt Trend für nachhaltige Gewerbegebiete

Franziska Böhm

Für ihr Engagement bei der Gestaltung nachhaltiger Gewerbegebiete verleiht der Rat für Nachhaltige Entwicklung den Projektpartnern von „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ die Auszeichnung Projekt Nachhaltigkeit 2020. Das BMBF-geförderte Projekt mit 14 Partnern aus Kommunen, Universitäten und Zivilgesellschaft unter Leitung des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn überzeugte die Fachjury in der Kategorie „kreative Kooperationen“.

Klimawandel, Flächenkonkurrenz, Verlust biologischer Vielfalt: Die Kommunen in Deutschland sehen sich aktuell vielen Prozessen ausgesetzt, die eine immer stärkere Dynamik entfalten. Städte, Gemeinden und Landkreise sind hier gefordert, zukunftsgerechte Lösungen zu finden, die verschiedene Interessen und Herangehensweisen integrieren.

Zehn Kommunen haben sich gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Beratung und Bildung auf den Weg gemacht, genau das zu tun – im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes „Grün statt Grau – Gewerbegebiet im Wandel“. Das Projekt erprobt Wege, wie Kommunalverwaltung, Unternehmen, aber auch Vereine, Schulen und alle anderen Gruppen, die in Gewerbegebieten aktiv sind, diese Gebiete gemeinsam nachhaltig weiterentwickeln können – für mehr Aufenthaltsqualität, mehr Natur im Gebiet und für eine bessere Anpassung an die Folgen des Klimawandels wie Hitze und Starkregen.

Stabile Netzwerke verstetigen Umgestaltung

Dafür packen die Partner in den Kommunen gemeinsam an: Sie haben Parkplätze entsiegelt, Bäume gepflanzt, Nisthilfen aufgebaut, grün an Dach und Fassade gebracht. Außerdem haben sie Unternehmensnetzwerke gegründet und sich verwaltungsintern stärker vernetzt. In einer Kommune haben sie auch außerschulische Lernstandorte gegründet, die Schulkindern aus der Gegend Natur und Klima näher bringen. Projektleiterin Dr. Anke Valentin vom WILA Bonn: „Uns geht es darum, Kommunen zu motivieren, die Begrünungspotenziale im urbanen Raum auszuschöpfen, aber eben auch die Strukturen dafür zu schaffen, dass der Umgestaltungsprozess nach Projektende weitergeht.“

Auf der Projektwebseite (www.gewerbegebiete-im-wandel.de) ist deshalb eine große Rubrik mit Tipps für Unternehmen und Kommunen gewachsen, wie sie die Begrünung gemeinsam angehen und Mitstreiter/innen finden und binden können. Das soll auch projektexternen Kommunen und Unternehmen die Möglichkeit geben, von den Erfahrungen zu profitieren und die Ergebnisse langfristig sichtbar machen.

372 Bewerbungen auf das Qualitätssiegel für Nachhaltigkeit

Dass dieses Vorgehen funktioniert, findet auch der Rat für Nachhaltige Entwicklung. Deshalb hat er „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ jetzt als Projekt Nachhaltigkeit 2020 ausgezeichnet. 372 Initiativen und Projekte haben sich in diesem Jahr in insgesamt vier Kategorien auf das Qualitätssiegel für Nachhaltigkeit beworben. Mehr als die Hälfte der Bewerbungen fiel dabei auf die Kategorie „kreative Kooperationen“, in der jetzt „Grün statt Grau –Gewerbegebiete im Wandel“ ausgezeichnet wird. Vierzig Initiativen und Projekte insgesamt können sich über eine Auszeichnung freuen. Die Gewinnerprojekte erhalten neben einer Förderung den Zugang zum bundesweiten RENN-Netzwerk und somit die Chance, sich mit anderen Projekten weiter auszutauschen und ihre Projekte sichtbarer zu machen.

Über das Projekt

„Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ ist ein Verbundprojekt von Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V. (Projektleitung), Universität Osnabrück, TU Darmstadt, Global Nature Fund sowie den Kommunen Bocholt, Iserlohn, Remscheid und Vreden. Des Weiteren beteiligt sind die Praxispartner Gronau, Lengerich, der Oberbergische Kreis mit Waldbröl, Wallenhorst, Marl und Frankfurt a. M.. Das Projekt läuft noch bis September 2021. Gefördert wird es durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms FONA.

Weiterführende Informationen

Zur Projektwebsite

Zur Website der Auszeichnung

Kontakt beim WILA Bonn:

Franziska Böhm
0228/201 61-32
franziska.boehm@wilabonn.de


Foto: © hacohob – stock.adobe.com

Logist.Plus

Foto: © hacohob – stock.adobe.com
Foto: © hacohob – stock.adobe.com

Franziska Böhm

Wie lässt sich der Flächenbedarf der Logistikbranche mit Nachhaltigkeit  in Einklang bringen? Damit beschäftigt sich das Verbundprojekt Logist.Plus. Das Projekt will eine langfristig tragfähige regionale Entwicklung ermöglichen – unter Einbeziehung der Interessen der Logistikbranche, der Anwohnerinnen und Anwohner und der Kommunen.

Diese Einbeziehung verschiedener Interessen ist schon deshalb wichtig, weil es an Logistikstandorten immer wieder zu Konflikten kommt. Auf der einen Seite wächst die Logistikbranche dank des zunehmenden Online-Handels und der voranschreitenden Globalisierung, so dass die Branche inzwischen der drittgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands ist. Auf der anderen Seite klagen Anwohner/innen und Naturschutzverbände in Gebieten mit intensiver Logistiktätigkeit jedoch über Verkehrslärm, erhöhte Luftverschmutzung oder Landschaftsverschandelung.

Sustainable Development Goals: Keine zusätzliche Versiegelung bis 2030

Damit Logistikunternehmen ihrer Arbeit nachkommen können, benötigen sie außerdem überwiegend versiegelte Flächen. Diese Art von Fläche kann aber – anders als zum Beispiel Grünflächen oder Versickerungsmulden – weder die Folgen des Klimawandels abpuffern noch Lebensraum für Tierarten bieten. Die Vereinten Nationen haben sich deshalb in ihren Nachhaltigkeitszielen (UN Sustainable Development Goals) dazu verpflichtet, die Neuinanspruchnahme von Flächen spätestens im Jahr 2030 auf null reduziert zu haben.

Konflikte reduzieren, Stadt und Region stärken

Um all diese Interessen einzubeziehen, kombiniert Logist.Plus verschiedene Ansätze aus dem integrierten Landmanagement mit kooperativem betrieblichen Umwelt- und Transportmanagement. Detailliert bedeutet dies:

  • Logist.Plus ist so aufgebaut, dass die beteiligten Kommunen mit ihren verschiedenen Verwaltungsbereichen verzahnt arbeiten und ihre informations- und wissensbasierten Entscheidungsgrundlagen verbessern ­ z. B. durch den Einsatz von Indikatoren und Szenarien. Das soll einen passgenauen Interessenausgleich schaffen und die Region insgesamt stärken.
  • Durch die aktive Einbeziehung der betreffenden Unternehmen und Stakeholder (KNI, Kommunen, Interessenverbände) werden potenzielle Flächennutzungskonflikte frühzeitig erkannt und können reduziert werden. Das soll die wirtschaftliche Produktivität in der Region unter Berücksichtigung eines flächenschonenden Verhaltens erhöhen. Hierfür entwickelt das Projekt Geschäftsmodelle und Handlungsempfehlungen und setzt diese in der zweiten Projektphase um.
  • Die zu entwickelnden Lösungen tragen sowohl dazu bei, bestehende Instrumente weiterzuentwickeln (beispielsweise die partizipative Regionalplanung) als auch neue, übertragbare Instrumente zu erproben.

Aufgabe des WILA Bonn: Wissenschaftskommunikation und Transfer

Hauptaufgabe des WILA Bonn ist es, die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Projekt bei der praktischen Anwendung zu begleiten und sie so aufzubereiten, dass Kommunen und Wirtschaftsförderungsgesellschaften sie direkt nutzen können. Für die einzelnen Arbeitspakete bedeutet das, dass der WILA Bonn einleitend an der Erstellung eines Best-Practice-Katalogs mitwirkt, seine eigenen Erfahrungen zur Reduzierung von Landnutzungskonflikten und zur Gestaltung entsprechender Flächen einbringt und zentrale Beispiele des Katalogs online zur Diskussion stellt.

Im weiteren Verlauf wird der WILA Bonn daran mitwirken, die zuvor entwickelten Indikatoren zu testen bzw. zur Anwendung zu bringen. Gerade die Zielkonflikte verschiedener Gruppen werden als Anlass genutzt, bürgerwissenschaftliche Beiträge anzuregen, damit das Alltagswissen aus der Region  zum Einsatz kommt ­beispielsweise dazu, wie intensiv bestimmte Flächen genutzt werden. Dies erfolgt über einen gezielten Aufruf zur Online-Beteiligung sowie über Direktansprache der Stakeholder.

Außerdem entwickelt und testet der WILA Bonn auf Basis der Ergebnisse aus den ersten Projektjahren zusammen mit den Partnern ein Planspiel. Auf diese Weise sollen im geschützten Raum fiktive Lösungen erarbeitet werden, die auf vergleichbare reale Situationen übertragen werden könnten..

Darüber hinaus baut Logist.Plus schon während des Projektes ein Netz an Multiplikatoren auf, das die Ergebnisse zum Projektabschluss verbreiten und anwenden kann. Der WILA Bonn ist hier zuständig für das Kommunikationskonzept und dessen Umsetzung zusammen mit den Partnern.

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Projektüberblick

Laufzeit: Februar 2020 – Januar 2025
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Koordination: Universität Osnabrück

Ansprechpartnerin

Meike Rohkemper
meike.rohkemper@wilabonn.de

Webseite des Projekts

Richtiges Logo LogistPlus
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Förderer


Ideen-Werkstatt: Gemeinsam für ein besseres Stadtklima in Bonn

Franziska Böhm

Rund 60 Bonnerinnen und Bonner aus Politik, Bürgerinitiativen, Schulen, Wissenschaft und Vereinen diskutierten am 14. November, wie alle gemeinsam in der Stadt dem Klimawandel die Stirn bieten können – bei der Stadtklima-Werkstatt des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn. Dabei sind Ideen und konkrete Vorschläge u. a. für Klima-Messstationen und die Zusammenarbeit zwischen Schulen entstanden.

Hitze, Starkregen, Trockenheit: Welche Folgen des Klimawandels machen sich in Bonn schon jetzt bemerkbar? Was können Politik und Verwaltung tun, um die Auswirkungen abzumildern, was können Bürger/innen dazu beitragen? Um Ideen und Lösungen für Bonn und Umgebung rund um den Klimawandel ging es bei der Stadtklima-Werkstatt, die der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn im Rahmen seines Projektes „Stadt und Land im Fluss – Netzwerk Klimalandschaften“ (KlimNet) organisiert hatte.

Los ging es dabei mit einem Vortrag von „Wettermann“ Dr. Karsten Brandt dazu, wie bepflanzte Dächer, begrünte Wände und blühende Flächen das Stadtklima verbessern können. Außerdem stellte Jessica Löffler vom Umweltamt der Stadt die Klima-Analysekarten für Bonn vor. Danach diskutierten die rund 60 Teilnehmenden mit Expertinnen und Experten an vier Thementischen auf Augenhöhe: z B. darüber, welche Gestaltungsmöglichkeiten die Stadt auf ihren Flächen hat, um dem Klimawandel zu trotzen; oder was Unternehmen und ihre Belegschaft im Gebäude und auf dem Gelände dafür tun können. Außerdem präsentierten Schüler/innen des Hardtberg-Gymnasiums, die im Sommer selbst Hitzeinseln in Bonn identifiziert hatten, ihre Erkenntnisse und Vorschläge.

Ein verlässliches Klima-Netzwerk aus Schulen und Messstationen

Bei dieser Diskussion sind viele neue Ideen und erste Lösungsansätze für Bonn entstanden. Die Schülerinnen und Schüler der Umwelt AG des Hardtberg-Gymnasiums z. B. wollen sich mit anderen Schulen vernetzen und sie dabei unterstützen, ebenfalls Klimadaten zu erheben.

Die Teilnehmenden am Tisch von Carsten Brandt haben Ideen dafür entwickelt, wie verlässliche Messwerte für Bonn gewonnen werden können. Denn die Aufzeichnungen der regulären Bonner Wettermessstation – die sich außerhalb des Stadtzentrums in Bonn-Roleber befindet – geben z. B. nicht immer Aufschluss darüber, wie heiß es im Sommer im eigenen Garten oder an einer Bushaltestelle in der Innenstadt wirklich ist. Erste Vorschläge, wie verlässliche Messwerte erhoben werden könnten: Klima-Messstationen könnten z. B. an Schulen, Hochschulen und Institutionen überall in der Stadt verteilt stehen. Dieses Anliegen passt zur Arbeit des Projektes KlimNet. Das Projektteam kooperiert derzeitig bereits mit der Telekom-Stiftung und dem Bonner Bildungs-Büro, um das Messnetz in Bonn auszubauen. Das Projekt wird im Hinblick auf die Ergebnisse der Stadtklima-Werkstatt diesen Ansatz verstärkt verfolgen.

Kontakt beim Wissenschaftsladen Bonn

Francis Hugenroth
0228/201-61-12
francis.hugenroth@wilabonn.de


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