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Foto: WILA Bonn

Projekte Archiv TeRRIFICA – Europa trotzt dem Klimawandel

Hitze, Dürreperioden, Starkregen – viele Menschen in Europa spüren die Folgen des Klimawandels schon jetzt. Im Projekt TeRRIFICA – Territoriales RRI zur Förderung innovativer Klimaanpassungsmaßnahmen – ermitteln der Wissenschaftsladen Bonn (WILA Bonn) und seine Verbundpartner in sechs Regionen Europas, welche Ansätze es zur Anpassung an den Klimawandel schon gibt. Und sie entwickeln Lösungen, um dem Klimawandel zu trotzen – gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik.

TeRRIFICA bringt dafür die Zielgruppen zunächst bei Workshops, regionalen und internationalen Summer Schools, aber auch durch Exkursionen zusammen. Ziel des WILA Bonn ist das so genannte Empowerment der Menschen vor Ort. Durch die Veranstaltungen haben die Beteiligten die Möglichkeit, ihr Wissen rund um Klima und Klimawandel zu erweitern und auf dieser Basis gemeinsam adäquate Lösungen zu entwickeln. Doch auch darüber hinaus soll das Projekt Wirkung zeigen, indem es sich andere zum Vorbild nehmen: So soll eine digitale Karte die verschiedenen Anpassungsprojekte in den Projektregionen vorstellen. Das können zum Beispiel grüne Oasen in der Stadt sein oder Wege dafür, in sehr trockenen Gegenden weniger Wasser zu verbrauchen. Basierend auf diesen Aktivitäten entwickeln die Projektverantwortlichen Kommunikationsstrategien, Aktionspläne, und Empfehlungen für politisches Handeln – ganz im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals, SDGs).

Bessere Luft, weniger Hochwasser und mehr biologische Vielfalt: Maßgeschneiderte Lösungen für viele Regionen in Europa

Die sechs Pilotregionen – in Spanien, Deutschland, Frankreich, Serbien, Polen und Weißrussland – spielen in diesem Prozess eine ganz besondere Rolle. Denn sie sind diejenigen, die erste Klimaanpassungs-Maßnahmen direkt mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort erproben und bewerten.

Bei der Auswahl der Pilotgebiete haben die Projektpartner darauf geachtet, sowohl ländliche als auch städtische Regionen mit ins Boot zu holen, die jeweils vor sehr unterschiedlichen Herausforderungen stehen. Entlang der Donau in Serbien und Nachbarländern z. B. kämpfen die Menschen mit Hochwasser, in Städten in Weißrussland eher mit schlechter Luft und in Spanien mit der Qualität des Trinkwassers. So werden die entwickelten Maßnahmen zwar zum einen maßgeschneiderte Lösungen für die jeweilige Region sein, auf der anderen Seite aber ein großes Themenspektrum abbilden. Damit können auch andere Regionen davon profitieren, was sich Wissenschaftler/innen, Bürger/innen, Politik und Verwaltung erarbeitet haben.

Vernetzung mit anderen Projekten und Initiativen: Erfahrung des WILA Bonn

TeRRIFICA baut auf den Erfahrungen zahlreicher europäischer Kooperationsprojekte sowie auf den Erkenntnissen des WILA Bonn Projektes „Stadt und Land im Fluss – Klimalandschaften NRW“ auf, welches lokale Klimaanpassungsmaßnahmen in Bonn erprobt. Im Projekt bringt der WILA Bonn diese Erfahrung ebenso ein wie seine Expertise in den Bereichen Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, Vernetzung und Bürgerbeteiligung ein.

Verbundpartner

ACUP Adam Mickiewicz UniversityCenter for the Promotion of ScienceEducation for Sustainable Development AssociationGUNIHochschule Rhein WaalSciences CitoyenneLogovariationen VERTRANI RGBLogo e1501073728175 300x229

Förderer

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Gefördert wird TeRRIFICA von der Europäischen Kommission im Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 (Project ID H2020-824489).