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Von Topf zu Topf

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Woher kommen unsere Lebensmittel und was kann man Leckeres daraus machen? Gemeinsam mit Bonner Kindern geht der WILA diesen beiden Fragen beim Pflanzen und Kochen auf die Spur.

Die Idee hinter dem Projekt „Von Topf zu Topf“ steckt schon im Titel: Was im Pflanztopf gewachsen ist, wird später im Kochtopf zubereitet. Dieser Zusammenhang ist vielen Kindern heutzutage nicht mehr bewusst. Das Projekt des Wissenschaftsladen Bonn e.V. (WILA Bonn) vermittelte daher Kindern von Mai bis September 2015 Wissen über die Herstellung und Verwendung von Nahrungsmitteln. Dadurch erhielten sie eine Vorstellung darüber, wie wertvoll Gemüse, Obst und Kräuter sind. Gefördert wurde das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie der „Ich kann was!-Initiative“der Deutschen Telekom AG.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein Dransdorf e.V. wurden fast 80 Kinder in Bonn-Dransdorf zu kleinen Gärtner/innen und Köch/innen. Sie pflanzten nicht nur Tomaten, Schnittlauch und essbare Blüten, sondern bemalten auch die Töpfe selbst. Jedes der teilnehmenden Kinder zwischen fünf und 16 Jahren goss und pflegte eigene Pflanzen zu Hause, gemeinsame Pflanzen im Stadtteilcafé und im Internationalen Garten des WILA Bonn. Im Garten auf dem ehemaligen Gelände der Stadtgärtnerei in Dransdorf unterstützte die Studenteninitiative Weitblick Bonn e.V. das Projekt. Die Kinder übernahmen Verantwortung für die Pflanzen und lernten einen achtvollen Umgang mit Ressourcen. Begleitet wurde die „Wachstumsphase“ von regelmäßigen Treffen, bei denen beispielsweise darüber gesprochen wurde, wie man frische und getrocknete Kräuter verwenden kann oder wie Pflanzen zur Verbesserung des Klimas beitragen. Ein Thema war auch, dass oft Nahrungsmittel weggeworfen werden.

Pflanzen, kochen und essen

Je nach Reifezeit wurden die Früchte und Pflanzen geerntet. Als Highlight kochten die Kinder gemeinsam ihre Ernte und luden zum anschließenden Essen Eltern, Geschwister und Freunde ein. Da Rezepte aus unterschiedlichen Ländern einbezogen wurden, entdeckten die Kinder unbekannte Köstlichkeiten von anderen Bewohner/innen des multikulturellen Stadtteils Dransdorf.

Doch damit war das Projekt noch nicht zu Ende. Die Teilnehmenden erstellten gemeinsam eine Ausstellung und konnten so allen Interessierten zeigen, was sie gemacht hatten. Zu sehen waren unter anderem die bemalten Töpfe und Fotos von den verschiedenen Aktivitäten wie dem Drucken von Pflanzenblättern. Die verwendeten Rezepte gaben Anregung zum Nachkochen. Die Kinder dürften auch nach Ablauf des Projekts ihre mehrjährigen Pflanzen behalten und haben so nachhaltig etwas von ihrer Teilnahme. Stolz füllten sie Arbeitsblätter aus, auf denen sie aufschrieben, was sie bei dem Projekt gelernt hatten. Jedes Kind erhielt daraufhin den „Ich kann was!“-Pass.

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Fortbildungsreihe: Klima & Energie in der Kita

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Kita-Kindern zu erklären, warum die Lampe leuchtet oder Wasser aus dem Wasserhahn kommt, ist nicht einfach. Der WILA Bonn hilft Erzieher*innen mit dieser Fortbildung diese Fragen beantworten zu können.

Ein trockenes Thema oder neue Ideen für Klein und Groß? Im Alter von drei bis sechs Jahren haben Kinder eine ganz eigene Logik, die Realität und Phantasie verbindet, möchten erkunden, begreifen und hinter die Dinge sehen. Schon kleine Kinder wollen wissen, warum die Glühlampe leuchtet, warum hierzulande keine Bananen wachsen und warum nicht überall in der Welt das Wasser so einfach aus dem Wasserhahn kommt.

Dieser Neugier auf die Welt begegnet die Fortbildung mit alltagsnahen Themen, methodischen Zugangswegen und vielen Impulsen fĂĽr die Praxis.

2-tägiges Basismodul

Klimabildung als Bildungsweg mit Lernwerkstätten, Präsentationen, Praxiseinheiten und der der gemeinsamen Entwicklung kleiner Projekte für Ihre Kita.

Freiwilliges Nachtreffen

Wenn seitens der Teilnehmer/innen der Wunsch besteht, sich gegenseitig ĂĽber die praktische Umsetzung der Fortbildungsinhalte in den jeweiligen Kitas auszutauschen, bieten die Referentinnen einen kostenlosen Zusatztermin im Januar 2017 an.

Das Projekt in Ihrer Kita

In dem Zeitraum zwischen dem Basismodul und dem Nachtreffen kann von der/dem Teilnehmer/in ein Projekt nach eigener Themenwahl und Ausrichtung individuell in der Kita umgesetzt werden.

Die Fortbildungsreihen werden durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds unterstützt sowie durch die KlimaBausteine aus Mitteln der RheinEnergie AG gefördert.

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Der Energie auf der Spur

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Die Gemeinde Bedburg-Haus setzt sich besonders fürs Energiesparen ein. Im Rahmen dessen bildet der WILA Bonn Pädagog*innen an Kitas und Schulen zu diesem Thema fort.

Im letzten Jahr hat die Gemeinde Bedburg-Hau ein ehrgeiziges Programm beschlossen: In Schulen und Kitas sollen Energiesparmodelle ein- bzw. weitergeführt werden. Doch nicht nur das. Ziel des Projektes ist es auch, bei Pädagogen und Kindern das Bewusstsein zu wecken, sparsam mit Energie umzugehen.

„Der Energie auf der Spur“ heiĂźt das so genannte pädagogische Begleitprogramm, das die Umweltpädagoginnen Margret von der Forst-Bauer und Edith Klingsporn vom Wissenschaftsladen Bonn (WILA Bonn) mit den PädagogInnen der Kindertagesstätte Johannes, der Gemeinschafts-grundschule St. Markus, der Katholischen Grundschule St. Antonius, der Hauptschule St. Markus und der Sekundarschule durchfĂĽhren. Mit dem WILA Bonn hat die Gemeinde eine der renommiertesten umweltpädagogischen Einrichtungen in NRW gewonnen. Alleine in den letzten vier Jahren bildeten die Umweltpädagoginnen des WILA Bonn Erzieher/innen aus nahezu 1000 Kitas in NRW zum Thema Energie weiter. FĂĽr das Planspiel „Tatort Wald“ wurde die Institution mit dem Deutschen Naturschutzpreis ausgezeichnet.

Experimentieren mit Strom

Margret von der Forst-Bauer vom WILA Bonn: „Wir freuen uns, dass der Gemeinde der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ein Anliegen ist und die Erzieherinnen und Lehrer/innen der beteiligten Institutionen so engagiert bei der Sache sind.“ Demnächst wird es Projekte in der Kita und Projektwochen in der Gemeinschaftsgrundschule St. Markus geben, bei denen die Kinder mit Strom experimentieren, Stromkreise bauen, alternative Energiequellen wie Windenergie kennen lernen und vor allen Dingen: alles selbst entdecken und erforschen. Vorausgegangen sind Seminare fĂĽr Erzieherinnen und Lehrer/innen aus Bedburg-Hau, die dabei erfahren haben, wie man diese Themen kindgerecht und spannend umsetzt. Edith Klingsporn vom WILA Bonn: „Wichtig ist uns, dass die Kinder nicht nach Anleitung bauen, sondern selbst auf Entdeckungstour gehen, Fragen stellen und einfach mal ausprobieren.“ Um die Umsetzung in die Praxis zu erleichtern, stellt der WILA Bonn der Kita wie auch den Grundschulen eine fĂĽr die Arbeit mit den Kindern spezifisch zusammengestellte Materialkiste zur VerfĂĽgung gestellt.

Planspiel Windenergie

Die SchĂĽler der Hauptschule haben schon im letzten Jahr ihre Erfahrungen mit dem Thema Energie gemacht. Soll ein Windpark in den Wald bei Bedburg-Hau? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Jugendlichen – angeleitet durch die Umweltpädagoginnen des WILA Bonn – im Planspiel zur Windenergie, schlĂĽpften dazu in die Rolle von Politikern und NGOs, setzten sich sowohl mit den techni-schen Grundlagen wie auch mit den politischen Dimensionen in Rollenspielen auseinander.

Bis 2015 werden Weiterbildungen und Projekte mit den Pädagogen und Kindern der beteiligten Kitas und Schulen aus Bedburg-Hau laufen. Gefördert wird das pädagogische Projekt wie das Gesamtprojekt vom Bundesumweltministerium und der Gemeinde.

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RRI: Responsible Research and Innovation

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Wie kann Forschung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das europäische Projekt RRI.

Der Wissenschaftsladen Bonn ist der deutsche Projektpartner im EU-Projekt „Responsible Research and Innovation (RRI) Tools“. Ziel des Projekts, an dem Institutionen aus 30 Ländern teilnehmen: ein europaweit akzeptiertes Verständnis zu erarbeiten, was verantwortungsbewusste Forschung und Innovation ausmacht und Wege zu identifizieren, mit denen man eine solche verantwortungsbewusste Forschung realisieren kann.

Angesprochen werden alle Akteure der Forschungs- und Innovations-Wertschöpfungskette, einschließlich der Wissenschaftler, Industrie, Zivilgesellschaft und Bildungsträger. Besonderes Augenmerk soll auf politische Entscheidungsträger gelegt werden, um in Zukunft die Lenkung und politische Steuerung des Forschungs- und Innovationsprozesses zu unterstützen.

Entwicklung von Tools

Das Projekt sieht die Schaffung von 19 RRI Zentren für die 30 Länder des Europäischen Forschungsraums vor. Das Konsortium und die RRI Zentren führen durch den Prozess der Entwicklung eines Toolkits mit praktischen digitalen Ressourcen sowie Aktionen zur Sensibilisierung, Ausbildung, Verbreitung und Umsetzung der RRI Methoden und Dialogformen, welches die gemeinsame Verantwortung aller Interessengruppen für den Forschungs- und Innovationsprozess erhöhen wird.

Der Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stellt eine Herausforderung für kommenden Jahrzehnte dar. Die Gesellschaft in Entscheidungen über die Form und Richtung der Forschung und Innovation zu einem intelligenten, integrativen und nachhaltigen Wachstum unserer Gesellschaften einzubeziehen wird bereits heute zunehmend gefordert. Verantwortungsbewusste Forschung und Innovation (Responsible Research and Innovation, RRI) hat als eines der Schlüsselworte auf der europäischen Bühne heraus kristallisiert, transformative Wissenschaft ist ein Begriff, der in Deutschland immer häufiger genannt wird.

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Norbert Steinhaus
(02 28) 20161-22
norbert.steinhaus@wilabonn.de

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Natur in graue Zonen

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In Städten dominieren graue Gewerbeflächen, es fehlt eindeutig Grün. Das Projekt entsiegelte in drei Pilotgemeinden gemeinsam mit Unternehmen solche Flächen und brachte die Natur zurück in die Stadt.

„Natur in graue Zonen“ bringen – unter diesem Motto führte der Wissenschaftsladen Bonn von April 2013 bis März 2016 eine dreijährige Kampagne zur Entsiegelung und naturnahen Begrünung innerstädtischer Gewerbeflächen durch. Ziel war es, mit einfachen Mitteln, mehr Natur in die Stadt zu bringen.

Im Fokus standen Unternehmen in den drei Kommunen Wiesloch, Duisburg und Erfurt: Durch die Entsiegelung von Teilen der Betriebsgelände wurde die Stadt grüner, lebenswerter und attraktiver – ohne dass dabei Funktionsflächen eingeschränkt wurden. Die an der Kampagne teilnehmenden Unternehmen wurden bis zum Frühjahr 2016 finanziell und tatkräftig unterstützt, um in ihrer Stadt Vorreiter für die biologische Vielfalt zu sein.

Projektvorhaben in drei Phasen

Mobilisierung und Wissenstransfer – In den drei Pilotstädten Duisburg (NRW), Erfurt (TH) und Wiesloch (BW) wurden ĂĽber Veranstaltungen, einen Online-Wettbewerb und eine individuelle Status-quo-Analyse ein möglichst groĂźer Kreis lokaler Akteure, Unternehmen und BĂĽrger/innen fĂĽr die Kampagne gewonnen. Ansprechpartner vor Ort waren die lokalen BĂĽrgerstiftungen.

Praktische Umsetzung – In dieser Phase fand die Entsiegelung und BegrĂĽnung von Firmengelände in den drei Pilotstädten statt. Dazu wurden Unternehmen gewonnen, die – von Landschaftsgärtner/innen beraten – die Entsiegelung und naturnahe Gestaltung von Teilen ihrer versiegelten Funktionsfläche in Angriff nahmen. An Pflanzaktionstagen konnten sich Mitarbeiter/innen der Betriebe und BĂĽrger/innen an der Bepflanzung dieser Flächen mit einheimischen Pflanzgut beteiligen, Trockenmauern bauen etc.. Sie ĂĽbernahmen fĂĽr einzelne Bereiche Pflanzpatenschaften.

Transfer und Verstetigung – Damit das Projekt nicht folgenlos bleibt, wurde in der letzten Phase intensiv an einer Fortsetzung der naturnahen BegrĂĽnung und an einer Weiterentwicklung zur Verbesserung der ökologischen Wirksamkeit gearbeitet. Ziel war es, durch eigene Erfahrungen, Akzeptanz bei Unternehmen und BĂĽrger/innen fĂĽr naturnahe BegrĂĽnung zu stärken und zu verbreiten und u. a. durch Pflanzenpatenschaften eine Verstetigung der MaĂźnahmen zu erreichen.

Videos zu Entsiegelungs- und Bepflanzungsaktionen in Wiesloch

Valentin NGZ Interview Lokalmatador

Auszeichnungen

Gewinner im Wettbewerb „Blauer Kompass“ des Umweltbundesamtes

Unter dem Motto „Blauer Kompass – Anpassungspioniere gesucht“ zeichnete das Umweltbundesamt (UBA) die vier besten lokalen und regionalen Lösungen aus, mit denen klimawandelbedingte Risiken verringert und Chancen des Klimawandels genutzt werden können. Das Projekt „Natur in graue Zonen“ setzte sich gegen 51 Mitbewerber durch. Die Jury des UBA begründete ihre Entscheidung damit, dass das Projekt „Natur in graue Zonen“ sich durch seinen klaren Fokus auf die lokale Umsetzung kleiner und praktikabler Maßnahmen auszeichne.

1. Platz im Wettbewerb „BodenWertSchätzen“

FĂĽr seinen Beitrag zum Schutz des Bodens wurde das Projekt „Natur in graue Zonen“ mit dem ersten Platz des Wettbewerbs „BodenWertSchätzen“ im Themenfeld „Flächennutzung, -management und recycling“ ausgezeichnet. Der Preis wird vom Rat fĂĽr Nachhaltige Entwicklung (RNE) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in fĂĽnf Themenfeldern vergeben. „Natur in graue Zonen“ wurde aus knapp 160 Bewerbungen von einer Fachjury als eines von 19 „Leuchtturmprojekten“ prämiiert.

Qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW

Das Projekt „Natur in graue Zonen“ wurde in die Liste der qualifizierten Projekte der Klima.Expo.NRW aufgenommen. Mit dem Logo „Wir sind dabei“ werden Projekte auszeichnet, die die positiven Effekte von Klimaschutz für Wirtschaft und Gesellschaft besonders gut illustrieren. In der Auszeichnungsbegründung heißt es, dass „Natur in graue Zonen“ die positiven Wirkungen für die Biodiversität, den Klimaschutz, die Klimafolgenanpassungen und das Stadtbild sichtbar macht.

UN-Dekade Biologische Vielfalt

Im Jahr 2015 ist „Natur in graue Zonen“ als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden. Die Ehrung erhalten Projekte, die sich fĂĽr den Erhalt der biologischen Vielfalt starkmachen und Vorbildfunktion haben. DarĂĽber hinaus wurde „Natur in graue Zonen“ zum UN-Dekade-Projekt des Monats August und zum Jahresprojekt 2016 der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewählt.

Unternehmen Biologische Vielfalt 2020

Das Auswahlgremium der Aktionsplattform „Unternehmen Biologische Vielfalt 2020“ hat sich einstimmig fĂĽr die Aufnahme von „Natur in graue Zonen“ auf die Plattform ausgesprochen. Im Rahmen der Aktionsplattform werden konkrete Aktivitäten, die auch ein Qualitätsmerkmal von „Unternehmen Biologische Vielfalt 2020“ sind, auf den Weg gebracht und begleitet.

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Ministerin Schulze zeichnet WILA Bonn als "Ort des Fortschritts" aus

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Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat den Wissenschaftsladen Bonn (WILA Bonn) als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet. „Der Austausch zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft spielt bei der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen eine entscheidende Rolle“, sagte die Ministerin. Der Wissenschaftsladen Bonn geht hier voran: Seit ĂĽber 30 Jahren engagiert sich der Verein dafĂĽr, dass BĂĽrgerinnen und BĂĽrger wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen und Fortschritt gestalten können.

Mit 35 festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der Wissenschaftsladen Bonn der größte von mehreren Hundert Science Shops weltweit. Der gemeinnĂĽtzige Verein nimmt sich in seinen Projekten und Veranstaltungen gesellschaftlichen Herausforderungen an wie dem Klimawandel, der Energiewende, dem Erhalt der biologischen Vielfalt, dem Flächenverbrauch oder der nachhaltigen Entwicklung des Arbeitsmarktes. Brigitte Peter, GeschäftsfĂĽhrerin des WILA Bonn: „Wir möchten BĂĽrgerinnen und BĂĽrger in diesen zentralen Zukunftsthemen handlungsfähig machen, indem wir Wissen vermitteln und ihnen Wege aufzeigen, sich zu engagieren.“ Ebenso wichtig ist dem WILA Bonn, die Fragen, Anregungen und Themen der BĂĽrgerinnen und BĂĽrger in die Hochschulen zu tragen.

Planspiele für Jugendliche, Wissenschaftscafés, Online-Plattformen, Computerspiele, Fortbildungen oder Kommunikationskonzepte – mit vielfältigen Methoden versucht der WILA Bonn, Wege aufzuzeigen, um Menschen zum Handeln zu bewegen. So erarbeitet der WILA Bonn derzeit etwa gemeinsam mit Partnern ein Computerspiel für Mädchen zum Thema Erneuerbare Energien, im europaweiten Projekt SPARKS beteiligt er sich beispielsweise an der Entwicklung einer interaktiven Wanderausstellung zu Big Data in Medizin und Gesundheitswesen.

Gefördert werden die Projekte des Wissenschaftsladens Bonn vor allem von der EU, Bundes- und Landesministerien sowie von Stiftungen. In Bonn selbst ist der WILA Bonn mit seinem Bildungszentrum zur beruflichen Fortbildung, dem BewerbungscafĂ©, der GrĂĽnen Spielstadt und dem „Internationalen Garten“ präsent.

Die Auszeichnung „Ort des Fortschritts“ ist Teil der Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“. Die drei Ministerien fĂĽr Wissenschaft, Wirtschaft und Städtebau vergeben sie an Einrichtungen, die Ă–konomie, Ă–kologie und Soziales innovativ verbinden und damit Fortschritt fĂĽr die Gesellschaft ermöglichen. GewĂĽrdigt werden Projekte, die die Lebenswelt der Menschen spĂĽrbar verbessern. 144 Orte hatten sich um die Auszeichnung „Ort des Fortschritts 2015“ beworben, 31 wurden ausgewählt.

Die Fotos sind für redaktionelle Verwendung unter Nennung der Quelle freigegeben. Kommerzielle Nutzung für Werbezwecke und ähnliches ist ausgeschlossen.

Fotos zum Download:

WILA Bonn „Ort des Fortschritts“ 1

WILA Bonn „Ort des Fortschritts“ 2

Kontakt

Jasmin Welker (WILA Bonn)
Tel. (0228) 201 61-51
presse@wilabonn.de

Hermann Lamberty (Wissenschaftsministerium NRW)
Tel. (0211) 896-4790
presse@miwf.nrw.de

 


Pädagogisches Konzept für Hasenberghof

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Auf dem Hasenberghof in Kronenburg (Eifel) leben vom Aussterben bedrohte Tierrassen, insbesondere landwirtschaftlich nutzbare Tiere, und notleidende Haustiere. Was könnte sich besser als außerschulischer Lernort für Kinder eignen? Mit einem eigens entwickelten Konzept will die Dr. Axe-Stiftung, der der Hof gehört, Kindern buchstäblich nahe bringen, wie Nutztiere und Haustiere artgerecht gehalten werden.

Verantwortlich für die Entwicklung des Gesamtkonzeptes, das bis April 2014 abgeschlossen sein wird, ist das neu gegründete Forum Bildung&Nachhaltigkeit e.G.. Der Wissenschaftsladen Bonn wird im Rahmen des Projektes am pädagogischen Konzept mitarbeiten, das vor Ort mit Schulen und KiTas aus Bonn und Umgebung erprobt wird.

 

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Genossenschaftliche Prosumer-Modelle

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Auf der Basis einer Literaturstudie werden Vorschläge für Handlungsoptionen aus Verbrauchersicht entwickelt, wie auf der Ebene der Verbund- und Netzwerkbildung in Kooperation mit Energiehändlern, Stadtwerken und Wohnungsbaugenossenschaften Prosumer- Modelle entwickelt und vorangetrieben werden können. Das Projekt wird gefördert durch das Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW.

„Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen Viele“. Das Leitmotiv von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einem der Gründerväter der deutschen Genossenschaftsbewegung von 1866, beschreibt präzise die Situation der Energiewende in Deutschland. Die Herausforderung der Energiewende ist nur durch die Beteiligung von BürgerInnen und VerbraucherInnen zu gestalten. Bürger sind schon heute der Hauptinvestor für Erneuerbare Energien. Hierzu hat auch die Renaissance der Genossenschaften in Form der Entstehung von mittlerweile fast 1000 Energiegenossenschaften beigetragen. Trotzdem ist dieser Weg für BürgerInnen und VerbraucherInnen risikobehaftet. Soll die Energieversorgung wirtschafts-, sozial-, und umweltverträglich gestaltet werden, müssen die Rahmenbedingungen stimmen und auf dieser Basis die Geschäftsmodelle und Förderzwecke von Energiegenossenschaften weiterentwickelt werden. Energiegenossenschaften werden aktuell durch falsche Anreize und fehlende begleitende rechtliche und steuerliche Maßnahmen daran gehindert, zukunftsweisendere Lösungen umzusetzen. Genossenschaften sollten den erzeugten Strom direkt vor Ort, möglichst nahe im Umfeld der Anlagen, an ihre Mitglieder vertreiben und somit als Gruppe selbst nutzen. Solche Ansätze würden zu massiven Einsparungen beim Netzausbau und bei der EEG-Umlage führen.

Im Rahmen einer Literaturstudie zu Prosumer- und Genossenschaftsforschung werden

  • strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Genossenschaften und Prosumer-Organisationen herausgearbeitet;
  • eine Typologie fĂĽr energiegenossenschaftliche Prosumermodelle entwickelt;
  • in Fallstudien Umsetzungsversuche zur Nutzung der erzeugten Energie durch die Mitglieder aufgearbeitet und analysiert, um Anforderungen an erfolgreiche Geschäftsmodelle abzuleiten.

Auf dieser Basis werden Vorschläge für Handlungsoptionen aus Verbrauchersicht entwickelt, die beschreiben, wie auf der Ebene der Verbund- und Netzwerkbildung in Kooperation mit Energiehändlern, Stadtwerken und Wohnungsbaugenossenschaften Prosumer- Modelle zu entwickeln und voranzutreiben sind und wie dies durch die Bereitstellung von Fördermittel erschlossen werden kann.

Aufsatz Klemisch, Herbert / Boddenberg, Moritz: Genossenschaftliche Prosumermodelle – Potenziale für eine verbraucherfreundliche Gestaltung der Energiewende. In: Tagungsband „Prosuming und Sharing – Neuer sozialer Konsum?“ der Verbraucherzentrale NRW.

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Förderer

Das Projekt wurde gefördert durch das Kompetenzzentrum Verbraucherforschung (KVF NRW) mit Mitteln des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.


KITA GLOBAL – Globales Lernen in der Praxis

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Der Wissenschaftsladen Bonn führt bis Juni 2014 eine Reihe von Teamfortbildungen in Kindertagesstätten (KiTas) zum Globalen Lernen in Anlehnung an die Fortbildungsreihe „KITA GLOBAL – Mit Kinderaugen um die Welt“ durch.

Die Teamfortbildungen umfassen fünf Aktivitäten:

  1. Eintägige Teamfortbildung in der KiTa mit dem gesamten Team
  2. Praxisphase in der KiTa
  3. Eintägige Teamfortbildung zur Vertiefung (nach individueller Planung)
  4. Präsentation des Projektes für andere KiTas und Träger
  5. Treffen der beteiligten KiTas (Beispielkindertagesstätten)

Ziel ist der Teamfortbildungen ist am Beispiel eines Projektes zum Globalen Lernen, andere KiTas zu motivieren auch in diesem Themenbereich aktiv zu werden. Nachdem Motto: „Aus der Praxis – FĂĽr die Praxis“.

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Förderer

BrotfuerdieWelt
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KatholischerFonds

Region in der Balance – Nachhaltiges Flächenmanagement im Kreis Borken

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Das Projekt „Region in der Balance – Nachhaltiges Flächenmanagement im Kreis Borken unter Berücksichtigung von Klimaschutz und Klimaanpassung“ soll dazu beitragen, dass die Anforderungen der verschiedenen Akteure systematisch einbezogen und abgebildet werden. Gleichzeitig sollen Grundlagen und Kriterien entstehen, auf deren Basis Politik und Verwaltung auf Dauer Entscheidungen treffen können, die mittel- und langfristig die Zukunft der Region sichern. 

Je größer ihre Felder, desto besser die Verdienstmöglichkeiten für die Landwirte im Kreis Borken. Je abwechslungsreicher und großzügiger die Parklandschaft, desto attraktiver finden die Touristen die Region – und vom Tourismus leben nicht wenige im Kreis.

Was so unspektakulär klingt, ist für die Planer und Politiker im Kreis Borken und in den Rathäusern der kreiseigenen Gemeinden ein echtes Problem: Wer soll die Flächen in der Region in welchem Ausmaß und in welcher Art nutzen dürfen? Zumal, wenn noch weitere „Flächennutzer“ dazu kommen: Familien, die lieber auf der grünen Wiese neu bauen als in einen Altbau in der Innenstadt zu ziehen. Oder die Erneuerbaren Energien, deren verstärkte Nutzung die NRW-Landesregierung fordert.

Für wen sollen Kreis und Gemeinden entscheiden: eher zugunsten von Landwirten, Tourismusbranche, Erholungssuchenden, Häuslebauern oder Naturschützern? Und wie gelingt es, dass Kreis und Kommunen an einem Strang ziehen statt wissentlich oder unwissentlich gegeneinander zu arbeiten.

Das Projekt „Region in der Balance – Nachhaltiges Flächenmanagement im Kreis Borken unter Berücksichtigung von Klimaschutz und Klimaanpassung“ soll dazu beitragen, dass die Anforderungen der verschiedenen Akteure systematisch einbezogen und abgebildet werden. Gleichzeitig sollen Grundlagen und Kriterien entstehen, auf deren Basis Politik und Verwaltung auf Dauer Entscheidungen treffen können, die mittel- und langfristig die Zukunft der Region sichern.

Das Projekt – Vorbild für Deutschland

Gefördert vom Umweltministerium NRW werden der Wissenschaftsladen Bonn (Projektleitung) und die Landesarbeitsgemeinschaft LAG 21 NRW ein Flächenmanagementsystem im Kreis Borken aufbauen und durchführen. Das Flächenmanagementsystem ist jedoch kein fertiges Produkt, sondern entsteht erst im Laufe eines Prozesses, an dem Kreis- und Kommunalverwaltungen, Politiker, Akteursgruppen und Bürger gemeinsam arbeiten. Das Flächenmanagementsystem, das in der Region Borken entsteht, und der dazu führende Prozess sollen Modell stehen für andere Regionen, die ebenfalls eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben wollen.

Das Projekt, das bis zum Frühjahr 2013 läuft, betritt damit in mehrfacher Hinsicht Neuland: So ist es das erste Mal in Deutschland, dass verschiedene Verwaltungsebenen – hier der Kreis Borken und vier seiner Kommunen – das Thema Flächenmanagement auf diese Weise angehen. Gleichzeitig legt das Projekt zwar den Schwerpunkt auf die Nutzung der Fläche, verengt den Blick aber nicht ausschließlich darauf. Denn ein Flächenmanagement, das den Klimaschutz und die Klimaänderungen außer Acht ließe, wäre nicht nachhaltig.

Der Prozess – Schritt für Schritt

Das nachhaltige Flächenmanagementsystem entsteht in der Region Borken in einem kontinuierlichen zweijährigen Prozess, an dem sowohl Kreis- und Kommunalverwaltungen, Politik sowie Akteursgruppen aus Landwirtschaft, Naturschutz sowie die Regionale 2016 Agentur beteiligt sind. Da das Flächenmanagement von Kommunen und der Gesamtregion „aus einem Guss“ sein soll, werden regionale und kommunale Leitbilder, Ziele und Handlungsprogramme immer wieder abgeglichen, angepasst und weiter entwickelt:

  • Bestandsaufnahme durch Daten- und SWOT-Analyse: Analyse der Stärken und Schwächen der Region Borken bzw. der vier beteiligten Kommunen Raesfeld, Gescher, Gronau und Ahaus, Ableitung von Chancen und Risiken fĂĽr die zukĂĽnftige Entwicklung
  • Ăśbergreifende Zukunftswerkstatt fĂĽr die gesamte Region: Folgerungen aus der regionalen SWOT-Analyse, Entwicklung von Leitlinien, Zielen und ersten MaĂźnahmen, Vision 2030
  • Kommunale Zukunftswerkstätten: Folgerungen aus den kommunalen SWOT-Analysen, Entwicklung von Leitlinien, Zielen, ersten MaĂźnahmen  zur Entwicklung von Zielen und Leitbildern fĂĽr die jeweiligen Kommunen unter BerĂĽcksichtigung der Ergebnisse der ĂĽbergreifenden Zukunftswerkstatt
  • Mehrere ĂĽbergreifende Workshops fĂĽr die gesamte Region zur Weiterentwicklung von Leitlinien, Zielen und MaĂźnahmen fĂĽr ein gemeinsames Handlungsprogramm fĂĽr die Region
  • Workshops in den jeweiligen Kommunen zur Erstellung von handlungsprogrammen fĂĽr das kommunale Flächenmanagement
  • Beschluss in den Räten zu den Leitlinien und dem gemeinsamen Handlungsprogramm fĂĽr die „Region in der Balance“
  • Dabei werden die ĂĽbergreifenden Workshop-Ergebnisse stets in die Workshops der Kommunen eingespeist. Umgekehrt flieĂźen auch kommunale Ziele und Handlungsprogramme in die ĂĽbergreifenden Workshops ein.
  • Umsetzung des Handlungsprogramms im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, in dem die Ziele und MaĂźnahmen realisiert, gegebenenfalls auch angepasst bzw. neu ausgerichtet werden
  • Transfertagung und Beratungsveranstaltungen: Der Kreis Borken als Vorbild fĂĽr andere Regionen und Kommunen, die ein Flächen- und Klimamanagementsystem installieren möchten.
  • Abschluss der Projektlaufzeit: Kreis Borken = „Eine Region in der Balance“

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