Gutscheine für außerschulische Bildungsangebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

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Im Auftrag des Umweltministeriums NRW hat der WILA Bonn BNE-Gutscheine an Umweltbildungsanbieter vergeben. Ziel war die Erprobung und Evaluation dieses Unterstützungsangebots.
Vielen Dank für die eingegangenen Bewerbungen! Die Bewerbungsfrist ist am 15.09.16 abgelaufen.
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) möchte Bildung für nachhaltige Entwicklung für Kinder und Jugendliche unterstützen. Um Erfahrungen mit verschiedenen Förderinstrumenten zu sammeln, führt das MKULNV im Jahr 2016 die modellhafte Erprobung eines BNE-Gutscheinprogramms durch. In diesem Rahmen sind Umweltbildungseinrichtungen und freiberuflich Tätige, die ihre BNE-Angebote in Schulen und Kitas etablieren möchten, aufgerufen, Gutscheine für ihre Bildungseinheiten zu beantragen. Ziel ist es, dass die jeweilige Altersgruppe Themen, Zugangswege und Methoden im Bildungsbereich der Nachhaltigkeit erfahren. Der Wissenschaftsladen Bonn (WILA Bonn) wurde vom MKULNV als Projektträger mit der Durchführung der Erprobung des BNE-Gutscheinprogramms beauftragt und koordiniert dieses Unterstützungsangebot. Er ist Ansprechpartner für interessierte Umweltbildungsanbieter.
Wer kann die Gutscheine beantragen?
Außerschulische Umweltbildungseinrichtungen und freiberuflich Tätige im Bereich der Umweltbildung mit Sitz in NRW. Insbesondere kleinen Einrichtungen soll die einfach gehaltene Verwaltung der Gutscheine die Teilnahme am Modellvorhaben ermöglichen.
Was sind mögliche Zielgruppen der BNE-Bildungsangebote?
Gruppen von Kindern bzw. Jugendlichen zwischen 3 und 16 Jahren: Kindertagesstätten, Schulen der Primar- und Sekundarstufe 1. Die Gruppen müssen mindestens aus zwölf Kindern bestehen.
Was können die BNE-Bildungsangebote beinhalten?
Gutscheine können für BNE-Bildungseinheiten mit Kindern und Jugendlichen beantragt und eingelöst werden, die mindestens 90 Minuten umfassen und altersspezifisch ausgerichtet sind.
Die Bildungseinheiten sollten sich sowohl inhaltlich als auch konzeptionell an einer Bildung für nachhaltige Entwicklung orientieren. Mögliche Themen sind z. B.
- Biologische Vielfalt,
- Natürliche Ressourcen (Wasser, Boden, Klima, Energie, Wald),
- Wertschätzung natürlicher Lebensgrundlagen,
- Nachhaltiger Lebensstil, (Ernährung, Konsum, Abfall, Mobilität),
- Kulturelle Vielfalt,
- Gerechtigkeit in dieser einen Welt.
Dabei ist es durchaus möglich, bereits entwickelte Bildungseinheiten zu nutzen und bedarfsorientiert abzuwandeln.
Die Bildungseinheiten können sowohl in der Bildungseinrichtung (Kita, Schule) als auch beim Umweltbildungsanbieter vor Ort oder im freien Gelände stattfinden.
Was wird mit einem BNE-Gutschein vergütet?
Ein BNE-Gutschein für eine Bildungseinheit von mindestens 90 Minuten wird vom MKULNV mit 250 Euro vergütet. Dies umfasst insbesondere folgende Arbeiten des Bildungsanbieters:
- Entwicklung der Bildungseinheiten – oder Anpassung bestehender Angebote,
- Kontaktaufnahme zu Kitas, Schulen oder anderen Einrichtungen,
- Terminabsprache und Durchführung der Bildungseinheiten,
- Einreichung der Gutscheinabrechnung inkl. des Evaluationsbogens beim WILA Bonn.
Mit den 250 Euro eines BNE-Gutscheins sind Personal-, Sach- und Nebenkosten sowie möglicherweise der teilnehmenden Gruppe entstehende Kosten (z. B. Fahrtkosten) abgegolten. Sollten bei der Durchführung der Bildungseinheit darüber hinaus weitere Kosten entstehen, müssen sie vom Bildungsanbieter getragen werden und können weder dem WILA Bonn noch dem MKULNV in Rechnung gestellt werden. Es dürfen in der Regel keine zusätzlichen Teilnahme-Gebühren erhoben werden, es sei denn, die Durchführung bedingt einen außergewöhnlich großen technischen Aufwand oder den Einsatz von mehr als einer Referentin bzw. eines Referenten.
Aufeinander folgende Bildungseinheiten können über mehrere Gutscheine abgerechnet werden, wenn die Gruppe der Teilnehmenden wechselt. Ansonsten zählen auch Veranstaltungen, die länger als 90 Minuten dauern, als eine einzige Bildungseinheit.
Wie werden die BNE-Gutscheine beantragt?
Die BNE-Gutscheine können per Post oder per E-Mail mit folgendem Antragsformular über den WILA Bonn beantragt werden:
Antragsformular BNE-Gutscheine NRW (doc)
Zusammen mit dem Antragsformular müssen antragstellende Vereine ihre Satzung und einen aktuellen Auszug aus dem Vereinsregister beifügen. Freiberufliche Tätige sollten ausgewiesene Fachkräfte sein und dies auf Nachfrage durch Referenzen belegen können.
Adresse für Antragstellung und Nachfragen:
WILA Bonn – BNE-Gutscheine
Reuterstr. 157
53113 Bonn
0228 20161-18 (werktags 11.00-15.00 Uhr)
BNE-Gutscheine@wilabonn.de
Antragsschluss ist der 15. September 2016!
Für später eingehende Antragsformulare kann keine Berücksichtigung garantiert werden. Am 20. September 2016 werden die Bildungseinrichtungen per E-Mail über die Vergabeentscheidung des MKULNV informiert und erhalten die entsprechende Anzahl an BNE-Gutscheinen, die sie nach Durchführung der Bildungseinheiten einlösen können (s.u.).
Auswahlkriterien für die Vergabe der BNE-Gutscheine
Bildungsanbieter können mindestens 10 und maximal 20 BNE-Gutscheine für 2016 beantragen. Eine Beantragung von weniger als 10 Bildungseinheiten pro Bildungsanbieter ist aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich.
Ein Anspruch auf die Gewährung der BNE-Gutscheine – auch in Bezug auf die beantragte Anzahl – besteht nicht. Das MKULNV entscheidet aufgrund seines pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Der WILA Bonn als Projektträger wird hierzu dem MKULNV Empfehlungen unterbreiten.
Welche Laufzeit haben die BNE-Gutscheine?
Die beantragten Bildungseinheiten müssen bis zum 12. Dezember 2016 durchgeführt und die Gutscheine entsprechend eingereicht sein, wenn dafür noch eine Vergütung von jeweils 250 Euro in Anspruch genommen werden soll.
Welche Berichtspflichten müssen beim Einlösen der Gutscheine erfüllt werden?
Die Berichtspflicht der Bildungsanbieter ist bewusst einfach gehalten. Sie besteht darin, das Gutscheinformular und einen Evaluationsbogen, bezogen auf die einzelne Bildungseinheit, auszufüllen. Der Gutschein muss vom Bildungsanbieter und der Begleiterin bzw. dem Begleiter der teilnehmenden Kinder bzw. Jugendlichen unterschrieben werden (z. B. Lehrerin/Lehrer).
Darüber hinaus ist der Bildungsanbieter dazu verpflichtet, bei Nachfragen per E-Mail und Telefon Auskunft über den aktuellen Durchführungsstand der Bildungseinheiten zu geben. Zu Dokumentationszwecken wird zudem darum gebeten, dem MKULNV Bilder mit dem Recht der kostenlosen Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen. Die Bilder werden nur unter Nennung der Quelle verwendet.
Die erste Vergütung der Gutscheine erfolgt, sobald die ersten 10 Bildungseinheiten durchgeführt worden sind und nachfolgend im Zweiwochenrhythmus zum 14. November, 28. November und 12. Dezember 2016. Die Gutscheine werden entsprechend beim WILA Bonn eingereicht.
Big Picnic

work@wilabonn
Um Ernährungssicherung geht es bei Veranstaltungen in Botanischen Gärten, bei denen Bürger*innen mit Expert*innen aus Forschung, Wirtschaft und Politik diskutieren können.
Alle Menschen auf dieser Welt mit ausreichenden und ausgewogenen Lebensmitteln zu versorgen, ist eine große Aufgabe, zu der intensiv geforscht wird. Das Projekt „Big Picnic“ ermöglicht Bürger*innen in 12 europäischen Ländern und Uganda bei diesem wichtigen Thema mitzureden und sich in die Forschung einzubringen. Durchgeführt wird das Projekt von der internationalen Netzwerkorganisation der botanischen Gärten (Botanic Gardens Conservation International – BGCI) zusammen mit 19 Partnern, darunter auch der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn.
In Botanischen Gärten findet viel Forschung statt: zu Blumen, Bäumen, aber auch zu Nutzpflanzen. Sie sind aber nicht nur Forschungsstandorte, sondern auch Freizeiträume. Gerade das macht sie zum richtigen Ort für ein „Big Picnic“. Im Rahmen des Projekts verwandeln sich die beteiligten Botanischen Gärten zu Plätzen, an denen jeder und jede mit Expert/innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zum Beispiel bei Wissenschaftscafés über Nahrungssicherstellung und Lebensmittelsicherheit diskutieren kann. Wie soll die Versorgung mit Lebensmittel in Zukunft aussehen? Welche globalen Fragen spielen für unsere Ernährungssicherheit eine Rolle? Ansichten und Meinungen zu diesen und weiteren Fragen will „Big Picnic“ bündeln und am Ende des Projekts politischen Entscheidungsträger/innen und Wissenschaftler/innen zukommen lassen.
Verantwortungsvolle Forschung
Bürger*innen und Betroffenen ein Mitspracherecht bei Forschungsthemen zu geben, die sie und die ganze Gesellschaft betreffen, ist das Ziel von Responsible Research and Innovation (RRI) – auf Deutsch: verantwortungsvolle Forschung und Innovation. Die beteiligungsorientierten Veranstaltungen von „Big Picnic“ folgen ebendiesen Grundgedanken von RRI. Konkret sollen gemeinsam mit Jugendlichen und Erwachsenen im Rahmen von Veranstaltungen fünfzehn Wanderausstellungen entworfen werden. Die Ausstellungen werden Anregungen geben, wie man durch Engagement und kreative Zusammenarbeit der Öffentlichkeit beim Thema Ernährungssicherheit eine – hörbare – Stimme geben kann.
Am Ende des dreijährigen Projekts steht im übertragenen Sinn also ein großer Picknick-Korb. In ihm werden alle Erfahrungen aus diesem Projekt gesammelt, sodass andere Botanische Gärten und beispielsweise Einrichtungen der außerschulischen Bildung ähnliche Veranstaltungen durchführen können.
Beteiligung des WILA Bonn
Der WILA Bonn wird einen Bericht zusammenstellen, der die Erfahrungen dokumentiert. Außerdem werden die Ergebnisse des Projekts in das RRI-Toolkit integriert, an dessen Erstellung der WILA Bonn ebenfalls beteiligt war.
Daneben organisiert der WILA Bonn einen internationalen Beirat, der das Projekt fachlich begleitet. Der WILA Bonn ist zudem Ansprechpartner für Fragen des Datenschutzes innerhalb des Projekts. In Deutschland arbeiten neben dem WILA Bonn das Schulbiologiezentrum Hannover und der Botanische Garten der Freien Universität Berlin im Projekt „Big Picnic“ mit.
Projektüberblick
Norbert Steinhaus
(02 28) 20161-22
norbert.steinhaus@wilabonn.de
Projektkoordination
Botanic Gardens Conservation International – BGCI
Förderer

This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement no. XXX
Seminarbeschreibung Beispiel fuer Frank
PR/Öffentlichkeitsarbeit für Fortgeschrittene
Lernen für Journalisten & PR-Manager
| Termin |
Mo. 06.09.2016 14:00 - 16:00 Uhr Di. 07.10.2016 09:00 - 13:00 Uhr |
|---|---|
| Ort | WILA Bildungszentrum, Reuterstr. 157, 53113 Bonn |
| Kosten |
210,00 € (erm. 190,00 €) inkl. Getränke, Übernachtung |
Wer die Chancen professioneller PR-Arbeit erkennt und wahrnimmt, kann eigene Projekte und Organisationen auch mit begrenztem Budget bekannt machen und für mehr Resonanz sorgen.Sie sind bereits seit mindestens einem Jahr in der PR/Öffentlichkeitsarbeit tätig oder haben das Seminar „Öffentlichkeitsarbeit/PR und Kampagnenplanung“ beim Wissenschaftsladen in Bonn oder Berlin besucht. Nun möchten Sie den Erfolg Ihrer Öffentlichkeitsarbeit ausbauen, ihr PR-Konzept verbessern, die wichtigsten Tools noch professioneller verwenden und neue, zielführende Instrumente einsetzen. Dann sind Sie in diesem Seminar genau richtig. Es unterstützt Sie dabei, bisher brachliegende Potenziale Ihrer PR-Arbeit zu identifizieren und in Szene zu setzen. Neben der Auseinandersetzung mit typischen Strategien anhand aussagekräftiger Fallbeispiele liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung in den konkreten praktischen Fragestellungen der Teilnehmenden. Wer möchte, kann Arbeitsbeispiele und Medienresonanzen mitbringen und (in begrenztem Umfang) zur Diskussion stellen.
Inhalte
- die eigene Kampagne zielgerichtet konzipieren und optimieren
- neue strategische Kooperationen organisieren
- eigene (Presse-)Texte und Bilder optimieren
- zielführend auf digitalen und analogen Kanälen aktiv sein
Ziele
- Überzeugen können
- Reden lernen
- Schreibstil verbessern
Methode
- Theorievermittlung durch Impulsvorträge
- Einzel- und Gruppenarbeit
- Fallbeispiele der Teilnehmenden- Diskussionen und Feedback-Runden
Zielgruppe
PR-Manager, Journalisten, mindestens ein Jahr Berufserfahrung
Kursleitung
Achim Hennecke
Dipl.-Geogr., langjähriger betrieblicher PR-Beauftragter und Marketingexperte, freiberuflicher PR-Berater und Trainer, Münster
Andrea Lung
Journalistin, Buchautorin, Lebenskünstlerin
Seminarbeschreibung Beispiel
PR/Öffentlichkeitsarbeit für Fortgeschrittene
Lernen für Journalisten & PR-Manager
| Termin |
Mo. 06.09.2016 14:00 - 16:00 Uhr Di. 07.10.2016 09:00 - 13:00 Uhr |
| Ort | WILA Bildungszentrum, Reuterstr. 157, 53113 Bonn |
| Kosten |
210,00 € (erm. 190,00 €) inkl. Getränke, Übernachtung |
Wer die Chancen professioneller PR-Arbeit erkennt und wahrnimmt, kann eigene Projekte und Organisationen auch mit begrenztem Budget bekannt machen und für mehr Resonanz sorgen.Sie sind bereits seit mindestens einem Jahr in der PR/Öffentlichkeitsarbeit tätig oder haben das Seminar „Öffentlichkeitsarbeit/PR und Kampagnenplanung“ beim Wissenschaftsladen in Bonn oder Berlin besucht. Nun möchten Sie den Erfolg Ihrer Öffentlichkeitsarbeit ausbauen, ihr PR-Konzept verbessern, die wichtigsten Tools noch professioneller verwenden und neue, zielführende Instrumente einsetzen. Dann sind Sie in diesem Seminar genau richtig. Es unterstützt Sie dabei, bisher brachliegende Potenziale Ihrer PR-Arbeit zu identifizieren und in Szene zu setzen. Neben der Auseinandersetzung mit typischen Strategien anhand aussagekräftiger Fallbeispiele liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung in den konkreten praktischen Fragestellungen der Teilnehmenden. Wer möchte, kann Arbeitsbeispiele und Medienresonanzen mitbringen und (in begrenztem Umfang) zur Diskussion stellen.
Inhalte
- die eigene Kampagne zielgerichtet konzipieren und optimieren
- neue strategische Kooperationen organisieren
- eigene (Presse-)Texte und Bilder optimieren
- zielführend auf digitalen und analogen Kanälen aktiv sein
Ziele
- Überzeugen können
- Reden lernen
- Schreibstil verbessern
Methode
- Theorievermittlung durch Impulsvorträge
- Einzel- und Gruppenarbeit
- Fallbeispiele der Teilnehmenden- Diskussionen und Feedback-Runden
Zielgruppe
PR-Manager, Journalisten, mindestens ein Jahr Berufserfahrung
Kursleitung
Achim Hennecke
Dipl.-Geogr., langjähriger betrieblicher PR-Beauftragter und Marketingexperte, freiberuflicher PR-Berater und Trainer, Münster
Andrea Lung
Journalistin, Buchautorin, Lebenskünstlerin
Jubiläum: 20 Jahre Grünen Spielstadt

work@wilabonn
Häuser müssen nicht unbedingt aus Stein, Beton und Stahl bestehen, sondern können auch lebendige, nachwachsende Bauwerke sein. Wie sich Kunst und Natur verbinden lassen, zeigt die Grüne Spielstadt des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e.V. nun schon seit 20 Jahren. Gestern wurde auf dem Naturerlebnisgelände in Bonn-Dransdorf, auf dem mehr als 30 Weidenskulpturen wachsen, Geburtstag gefeiert.
„Wir wollten heraus aus der Tristesse von grauen, städtischen Bauwerken und einen Ort schaffen, wo Mensch, Natur und Gestaltung zusammenfinden“, erinnert sich Luzia Mayer. Zusammen mit ihrem Partner Dr. Walfried Pohl leitete die Künstlerin das 1996 gestartete Projekt der Regionalgruppe Nordrhein-Westfalen des Deutschen Werkbundes, das aus dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei den Ort machte, der er heute ist. Zur EXPO 2000 ergab sich das erste Mal die Gelegenheit zu zeigen, wie grünes Bauen verwirklicht werden kann. Walfried Pohl: „Aus Hecken wurden Häuser. Wir schufen hier nach dem Gedanken von Joseph Beuys nicht nur ästhetische Skulpturen, sondern wollten mit ihnen auch die Menschen im Rahmen des Prozesses „Kunst“ zum Nachdenken über ihre eigene Beziehung zur Umwelt bringen.“
Beteiligt an der Erschaffung der Weidenskulpturen waren namhafte Künstler/innen und Pädagog/innen. Im Januar 2007 übernahm der WILA Bonn die Trägerschaft über die Grüne Spielstadt. Sie ist seither ein Ort, an dem Kinder und Erwachsene unter Anleitung von Umweltpädagog/innen oder bei Selbsterkundungen Natur erfahren können. Gelegenheit dazu bieten unter anderem die Offenen Sonntage, die in der Regel am ersten Sonntag im Monat stattfinden. Daneben kann das Gelände auch von Privatpersonen und Organisationen genutzt werden.
„Die Weidenskulpturen brauchen Pflege. Viele Freiwillige und unsere eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen ehrenamtlich dazu bei, dass wir die Grüne Spielstadt in der Form erhalten können“, würdigt Brigitte Peter, Geschäftsführerin des WILA Bonn, bei der Jubiläumsfeier das Engagement. Regelmäßig im Frühjahr und im Herbst schneiden Ehrenamtliche die Weidenskulpturen zurecht und sorgen somit für den Erhalt der meist mehrere Meter hohen Skulpturen. Dabei gilt: Die Grüne Spielstadt soll kein perfekt beschnittener Rokoko-Park sein. Vielmehr ist es gewollt, dass an vielen Stellen dem natürlichen Wachstum freien Lauf gegeben wird.
Zu einem lebendigen Ort machen die Grüne Spielstadt auch die Offenen Sonntage. Zur Feier des Jubiläums hatte die Brotfabrik auf dem Gelände ein buntes Programm organisiert. Die Bonner Künstlerin und Kinderbuchautorin Heike Becker zog die Besucher/innen mit ihrer Lesung aus ihrem Buch „Die Blume Lulu“ in ihren Bann. Begleitet wurde sie dabei musikalisch von Matthias Höhn und dessen von der Elfenbeinküste stammenden Schüler Luks Llunga. Der Multi-Instrumentalist entführte die Zuhörer/innen im Anschluss bei einem Weltmusik-Konzert in fremde Länder. Beim Kinderatelier der Jugendkunstschule artefakt hatten alle kleinen Besucher/innen die Möglichkeit, ihre Kreativität auszuleben.
Das Programm fand im Rahmen des Projekts „Grüne Spielstadt international“ statt und wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR). Ziel des Projektes ist es, das interkulturelle Zusammenleben in Bonn zu stärken.
Neben der Grünen Spielstadt feiert auch der benachbarte „Internationale Garten“ in diesem Jahr Geburtstag. Der WILA Bonn stellt in diesem Projekt Familien aus aller Welt Parzellen zur Verfügung, die sie nach eigenen Vorstellungen bepflanzen können. Die Feier zum zehnjährigen Jubiläum des Internationalen Gartens soll im Sommer/Herbst stattfinden.
Alle Familien, Kunst- und Naturfreunde haben dieses Jahr noch an folgenden weiteren Terminen die Möglichkeit, einen entspannten und zugleich erlebnisreichen Sonntag in der Grünen Spielstadt zu verbringen: 05. Juni, 03. Juli, 17. Juli, 07. August und 04. September 2016.
Mehr Infos zur Grünen Spielstadt
Fotos
Fotos können für die redaktionelle Berichterstattung unter Angabe des Quellenhinweises „WILA Bonn e.V.“ frei genutzt werden.

Bernd Assenmacher (Projektverantwortlicher der Grünen Spielstadt des WILA Bonn), Dr. Walfried Pohl (Gründer der Grünen Spielstadt), Luzia Mayer (Gründerin der Grünen Spielstadt).

Gründerin Luzia Mayer lässt zum 20. Jubiläum der Grünen Spielstadt Luftballons steigen.

International wurde gestern der 20. Geburtstag der Grünen Spielstadt mit Lesung und Weltmusik-Konzert gefeiert.
Kontakt
Bernd Assenmacher
info@gruene-spielstadt.de
(0228) 20 161-16
Produktivgenossennschaften und selbstverwaltete Unternehmen
work@wilabonn
Der von Herbert Klemisch (Wissenschaftsladen Bonn) mit Walter Vogt (IG Metall) und Richard Reichel (Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen Nürnberg) verfasste Beitrag beschäftigt sich mit der Rolle von Produktivgenossenschaften bei Unternehmenskrisen und Unternehmensnachfolgen. Der Artikel gibt zunächst einen Überblick über theoretische und empirische Literatur und konfrontiert dies mit den bisherigen praktischen Erfahrungen in Deutschland. Auf dieser Basis wird herausgearbeitet, wann und wie Produktivgenossenschaften als selbstverwaltete Unternehmen einen Beitrag zur Stabilisierung kleiner und mittlerer Unternehmen und zum Erhalt von Arbeitsplätzen leisten können. Der Beitrag ist erschienen in der „Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen“. (2014)
Innovationen für die europäische Hochschulbildung

work@wilabonn
Wie kann die junge Generation Europas zu verantwortungsvollen und engagierten Forscher*innen, Innovator*innen und Bürger*innen werden – auch, um den jüngsten Herausforderungen für die europäische Demokratie zu begegnen? Eine wichtige Rolle spielt dabei die Hochschulbildung. Das WILA-Projekt EnRRICH hat in den vergangenen zwei Jahren innovative Ansätze erprobt, um die europäischen Hochschulcurricula weiterzuentwickeln und zu erneuern. Ein Policy Brief fast die bisherigen Erkenntnisse zusammen.
Nachhaltige Gewerbegebiete: Empfehlungen für Kommunen
work@wilabonn
In Städten ist die Ressource „Fläche“ ein begehrtes Gut: Unternehmen brauchen Platz zum Wirtschaften, Bürgerinnen und Bürger suchen Erholungs- und Wohnraum, die Stadtplanung muss Vorsorge für Starkregenereignisse betreiben. In diesem Zusammenhang können Gewerbegebiete eine wichtige Rolle spielen. Wie eine nachhaltige Gestaltung bestehender Gewerbegebiete gelingen kann, hat der WILA Bonn gemeinsam mit der TU Darmstadt, der Uni Osnabrück und dem Global Nature Fund in drei Städten erprobt: Remscheid, Marl und Frankfurt am Main. Diese Broschüre fasst zusammen, wie sich die erprobten Maßnahmen auch in anderen Städten umsetzen lassen.
Berufsbezogenes Lernen
work@wilabonn
Im EU-Projekt „Work-based Learning in Continuing Vocational Education and Training (CVET)“ half der WILA Bonn, Konzepte des berufsbezogenen Lernens in Ungarn zu verbessern.
Sich lebenslang beruflich weiterzubilden, wird in unserer heutigen Zeit – auch aufgrund der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt – für jede und jeden Einzelne/n immer wichtiger. Durch „Soufflearning“ hat der Wissenschaftsladen Bonn (WILA Bonn) eine Methode mitentwickelt, die Mitarbeiter/innen direkt am Arbeitsplatz schult. Seine Erfahrungen damit gab der WILA Bonn im EU-Projekt „Work-based Learning in Continuing Vocational Education and Training (CVET)“ weiter. Innerhalb des Projekts sollten Konzepte des berufsbezogenen Lernens in Ungarn verbessert werden.
Das ungarische Arbeitsministerium möchte neue Wege in der beruflichen Weiterbildung gehen und dafür von Beispielen aus anderen europäischen Staaten lernen. Neben dem WILA Bonn brachten zwei weitere Organisationen aus Finnland und Italien ihre Konzepte des berufsbezogenen Lernens als Best-Practice-Beispiele in das Projekt ein. Ergebnis des Projekts ist ein Handbuch für Bildungseinrichtungen. Darin geht es vor allem auch um die Frage, wie man Qualität im berufsbezogenen Lernen sicherstellen kann.
Der WILA Bonn schrieb an diesem Handbuch mit und tauschte sich bei gegenseitigen Besuchen mit den ungarischen Projektpartnern über die Methoden und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten des Soufflearnings aus. Soufflearning steht für Soufflieren und Self-Learning. Ein Trainer oder eine Trainerin kommt dabei direkt in den Betrieb, begleitet die einzelnen Beschäftigten und gibt individuell Rückmeldungen zu Situationen des Berufsalltags. Gemeinsam mit ihnen wird überlegt, wie man einzelne Arbeitssituationen verbessern kann. Nach Bedarf werden einzelne Trainings auch im Team angeboten.
Der WILA Bonn bietet dieses Inhouse-Training seit 2005 für klein- und mittelständische Unternehmen an. Bei Interesse an diesem persönlichen, beruflichen Coaching können Sie sich an das WILA Bildungszentrum wenden.
Perspektiven für Geisteswissenschaftler*innen
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Verlagswesen, Stiftungen oder Museen – diese und weitere Berufsfelder stellt das E-Book „Perspektiven für Geisteswissenschaftler*innen“ des WILA Arbeitsmarkt vor. Das E-Book richtet sich explizit an Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen (z. B. Pädagoginnen, Germanisten oder Philosophinnen), die auf Jobsuche sind. In spannenden Hintergrundartikeln vermittelt es eine Vorstellung über aussichtsreiche Arbeitsfelder und hilft so bei der beruflichen Orientierung. Die Artikel stammen alle aus der Zeitschrift „WILA Arbeitsmarkt – Infodienst für Berufe in Bildung, Kultur und Sozialwesen“ und sind erstmals in einem E-Book zusammengefasst. Das E-Book ist kostenlos auch in allen gängigen Stores erhältlich, sodass es bequem am E-Reader gelesen werden kann.


