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Fort- und Weiterbildungen für eine nachhaltige Zukunft

work@wilabonn

Seit über 30 Jahren begleitet das WILA Bildungszentrum Menschen bei der beruflichen Orientierung und persönlichen Weiterentwicklung. Als anerkannter Träger der Erwachsenenbildung bietet das Bildungszentrum in Bonn und Online-Seminare, Kurse und Fortbildungen an.

Die Fort- und Weiterbildungen des WILA Bildungszentrum sprechen Menschen in unterschiedlichen beruflichen Stationen an: Neben Karriereplanung oder der Entwicklung von Soft Skills gibt es beispielsweise auch fachspezifische Weiterbildungen zu Themen wie Moderation, Train the Trainer, Führung, Kommunikation, Künstlicher Intelligenz (KI), Waldpädagogik oder Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Ebenfalls bietet das WILA Bildungszentrum eine Reihe von Seminaren zur beruflichen (Um-)orientierung und zu Fragen rund um den Jobeinstieg und Bewerbung an. Wichtig ist uns bei allen Angeboten, dass sie praxisnah und methodisch auf der Höhe der Zeit sind. Sie richten sich stark nach den Bedürfnissen und Themen der Teilnehmenden.

Eine Übersicht zu den Fort- und Weiterbildungen des WILA Bildungszentrum:

Fort- und Weiterbildungen auch inhouse möglich

Viele Fort- und Weiterbildungen können auch Inhouse durchgeführt werden. Bei Fragen oder Interesse an einer Inhouse-Fortbildung wenden Sie sich gerne an:

Teammitglied Wila Bonn Carola-Lehmann

Carola Lehmann
carola.lehmann@wilabonn.de
0228/201 61 -42


Eine Gruppe von Menschen arbeitet an einem Planspiel und sitzt gemeinsam vor einer Präsentation

Planspiele

Eine Gruppe von Menschen arbeitet an einem Planspiel und sitzt gemeinsam vor einer Präsentation

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Klimawandel, Flächenverbrauch, biologische Vielfalt – ökologische Herausforderungen, die unsere Lebensqualität heute und in Zukunft stark beeinflussen. Wer entscheidet darüber, welche Lösungen eingeschlagen werden? Was können Normalbürger*innen tun? Planspiele sind eine gute Form, sich mit diesen Themen auseinander zu setzen. Der WILA Bonn hat fünf Planspiele entwickelt, die mehrfach ausgezeichnet wurden: als UN-Dekade-Projekte bzw. mit dem Deutschen Naturschutzpreis.

Windenergie oder Vogelschutz, Waldnutzung zur Freizeit oder Forstwirtschaft? Planspiele eignen sich besonders gut zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Zielkonflikten, die jeden gesellschaftlichen Wandel begleiten. Denn sie ermöglichen es, die einzelnen Interessenslagen kennenzulernen und sich in die Meinungen anderer hineinzudenken. Politische Prozesse, so kompliziert und vielschichtig sie sein mögen, werden so greifbarer und die Spielenden erfahren, wie politische Entscheidungen zustande kommen und lernen Kompromisse zu schließen. Der WILA Bonn hat verschiedene Planspiele für Jugendgruppen entwickelt, die mehrfach als UN-Dekade-Projekte bzw. mit dem Deutschen Naturschutzpreis ausgezeichnet wurden.

Für wen eignen sich die Planspiele?

Die Planspiele sind für Jugendliche konzipiert, die mindestens 15 Jahre alt sind. Das schließt natürlich nicht aus, dass sie auch für Erwachsene interessant und spielenswert sind. Sie sind im Unterricht – z. B. in die Fächer Sozialkunde, Biologie oder Geographie – integrierbar, können aber auch von außerschulischen Jugendgruppen gespielt werden. Um sie durchführen zu können, sollten mindestens 16, maximal 32 Personen mitspielen.

Wie läuft ein Planspiel ab?

Die Planspiele dauern in der Regel fünf Stunden. Sie können sowohl in großen Räumen als auch im Freien gespielt werden. Auf unserer Website können Sie die Spielunterlagen kostenlos herunterladen und nachspielen. Sie können aber auch einen Moderator / eine Moderatorin des WILA Bonn buchen.

Die Planspiele:

In einer Bürgerversammlung diskutieren die Teilnehmer/innen über Nutzungsmöglichkeiten für den Wald. Wer hat ein Anrecht auf den Wald: Menschen, die ihre Freizeit dort verbringen, Naturschützer, oder Forstunternehmen?
Mehr Infos und Spielunterlagen zum Planspiel „Tatort Wald“

Die Teilnehmenden schlüpfen in die Rollen von Delegierten der Vereinten Nationen und diskutieren zu den Themen Klimawandel, Ressource Wasser oder Biologische Vielfalt
Mehr Infos und Spielunterlagen zum Planspiel Internationale Umweltpolitik

Als Stadträte und Stadträtinnen entscheiden die Mitspieler*innen darüber, wofür Flächen in der Kommune genutzt werden sollen und welche Bauvorhaben genehmigt werden.
Mehr Infos und Spielunterlagen zum Planspiel Flächenverbrauch

Als Hersteller*innen, Einkäufer*innen, Kund*innen sowie Vertreter*innen einer NGO diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Sitzung einer Einkaufsgenossenschaft über den Umgang mit Palmöl-Produkten, die unter menschenunwürdigen und ökologisch problematischen Bedingungen produziert wurden.
Mehr Infos und Spielunterlagen zum Planspiel Palmöl 

Soll im fiktiven Hohenberg ein Windpark gebaut werden? Die Teilnehmenden versetzten sich bei einer Bürgerversammlung in die Rollen von Gemeinderat, Landwirten, Naturschutzverein und Bürgerinitiative.
Mehr Infos und Spielunterlagen zum Planspiel Windkraftkonflikt

Kontakt:

Teammitglied Wila Bonn Bernd-Assenmacher

Infos rund um unsere Planspiele:

Bernd Assenmacher
(02 28) 201 61-49
bernd.assenmacher@wilabonn.de


Serena Supergreen: Computerspiel macht neugierig auf Ausbildungsberufe in den Erneuerbaren Energien

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„Serena Supergreen und der abgebrochene Flügel“ steht zum kostenlosen Download im App Store und Play Store bereit. Das Spiel soll Jugendliche für technische Ausbildungsberufe im Bereich Erneuerbare Energien begeistern, die besonders Mädchen kaum in ihrer Berufswahl berücksichtigen. Entwickelt haben es der Wissenschaftsladen Bonn, die Technische Universität Dresden und das Gamestudio the Good Evil. Dank einer spielbegleitenden Unterrichtseinheit können auch Lehrkräfte und Berufsberater/innen das Spiel für die Berufsorientierung nutzen.

Das Point&Click-Adventure erzählt eine lebensnahe Abenteuergeschichte, in der 12- bis 16-Jährige zentrale technische Aufgabenbereiche spielerisch erproben können. Dazu gehören zum Beispiel das Abseilen von einer Windkraftanlage, das Entschlüsseln von Schaltplänen und das Reparieren von technischem Gerät. Ergänzend zum Computerspiel gibt es umfassendes Unterrichtsmaterial und Informationen zur Berufsorientierung. „Serena Supergreen“ kann also nicht nur individuell zu Hause gespielt, sondern auch im Schulunterricht oder in der außerschulischen Berufsorientierung eingesetzt werden.

Ziel des Spiels ist es, vor allem das Interesse von Mädchen für technische Ausbildungsberufe im Bereich der Erneuerbaren Energien zu stärken. „Mädchen neigen dazu, sich gegen Berufe im technischen Bereich zu entscheiden, weil sie den gesellschaftlichen Beitrag oft unterschätzen und sich die notwendigen, technischen Kompetenzen nicht zutrauen“, sagt Projektleiterin Dr. Pia Spangenberger vom Wissenschaftsladen Bonn. „Serena Supergreen“ betont deswegen den gesellschaftlich wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit im Arbeitsfeld Erneuerbare Energien. Bei den im Spiel enthaltenen technischen Herausforderungen können die Jugendlichen unterschiedliche Feedback- und Unterstützungsquellen nutzen, falls sie auf Schwierigkeiten stoßen. „Die in das Spiel implementierten tutoriellen Feedbackstrategien tragen dazu bei, dass die Aufgaben gemeistert werden können, und sind zentral für die Stärkung des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten“, sagt Feedback-Expertin Prof. Dr. Susanne Narciss, die für die Technische Universität Dresden im Projekt mitgearbeitet hat. Die Avatarin Serena und weitere weibliche Charaktere fungieren im Spiel als Rollenvorbilder, mit denen sich die Mädchen identifizieren können.

Im Mittelpunkt des Spiels steht Serena, die mit ihren Freundinnen Kiki und Myra in den Urlaub fahren will. Vorher muss sie aber erst einmal Geld im Einkaufszentrum verdienen. Die Aquarien in der Zoohandlung sind kaputt, das Chamäleon sitzt im Dunkeln und außerdem gibt es da diesen komischen Papagei: Serena hat in ihrem neuen Job einiges zu tun. Sie muss zahllose technische Herausforderungen meistern. Dank stetem Kontakt im Gruppenchat auf dem virtuellen Handy lösen die Spielerinnen und Spieler die Aufgaben mit Serena und ihren Freundinnen gemeinsam. Als die drei Mädels endlich in Richtung Traumstrand unterwegs sind, landen sie allerdings auf der falschen Insel. Quasi im Alleingang müssen sie dort eine Windkraftanlage reparieren – nur so kommen sie von der verlassenen Insel wieder runter. „Als Spieleentwickler war es uns wichtig, die Mädchen bei der Erstellung des Spiels eng mit einzubeziehen“, sagt Spieleentwicklerin Linda Kruse vom Gamestudio the Good Evil. „So konnten wir sicherstellen, dass Serena Supergreen ein Game wird, das den Mädchen im Unterricht, aber vor allem auch in ihrer Freizeit sehr viel Spaß bereitet.“

Die ersten Evaluationsergebnisse deuten darauf hin, dass das gelungen ist. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung spielten 92 Schülerinnen und Schüler der Zielgruppe einen Ausschnitt von „Serena Supergreen“. 85 Prozent von ihnen gaben danach an, dass sie das Spiel weiter spielen möchten. Ihnen gefielen vor allem „die natürlichen Aufgaben und die realistische Handlung“.

Im Anschluss an das Spiel erhalten die Jugendlichen Informationen rund um technische Ausbildungsberufe in den Erneuerbaren Energien in Form von Videos, Texten über den Berufsalltag, Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und Quizaufgaben. Lehrkräfte finden auf der Webseite eine komplette Unterrichtseinheit zur Berufsorientierung, fachspezifische Arbeitsblätter und technische Hintergrundinformationen. Um Anknüpfungspunkte für den Einsatz des Spiels im Unterricht zu bieten, wurden die 16 Rahmenlehrpläne der Bundesländer gesichtet und die entwickelten Spielinhalte auf die Lernziele in den Lehrplänen abgestimmt.

Entwickelt hat das Spiel und das dazugehörige Material ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderter Forschungsverbund. Verbundpartner sind der Wissenschaftsladen Bonn e.V. (Projektleitung), die Technische Universität Dresden (wissenschaftliche Begleitung) und das Game Studio the Good Evil (Spielentwicklung). An der Konzeption waren außerdem Schülerinnen mehrerer Partnerschulen sowie eine eigens aufgebaute Gamerinnen-Community beteiligt.

Weitere Informationen und die Links zum Spiel gibt es online unter www.serenasupergreen.de. Bild- und Videomaterial zur weiteren Verwendung finden Sie außerdem unter www.serenasupergreen.de/presskit

Kontakt

Pia Spangenberger
(030) 314-73272
pia.spangenberger@wilabonn.de

 


Science Espressos – Ein Meer an Wissen

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Der WILA Bonn lud vom 5. April bis 15. Juni 2017 zu vier Mittagspausen der anderen Art ein: Bei so genannten Science Espressos konnten alle Interessierten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutieren. Die Science Espressos fanden in Kooperation mit dem Deutschen Museum Bonn und dem Wissenschaftszentrum Bonn im Rahmen des wissnet-Verbundsprojekts „Meer davon“ statt. Das Projekt ist Teil des Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane.

Ein Thema, ein/e Forscher/in, 30 Minuten – das ist die Idee hinter den Science Espressos. Nach einem kurzen Impulsvortrag, standen die Fragen aus dem Publikum im Mittelpunkt. Diskutiert wurde, was Sie interessiert. Jeder war eingeladen, seine Meinung und seine Sicht auf Meeresforschung frei zu äußern.

Video zu den Science Espressos Meeresforschung

5. April 2017: Schätze der Tiefsee – Nutzen und Schutz wenig erforschter Lebensräume

Prof. Dr. Antje Boetius, Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Science Espresso Boetius Science Espresso Boetius Publikum

Professorin Antje Boetius nahm das Publikum mit auf Tauchgang. In nur 15 Minuten fesselte sie die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Einblicken in ihre Forschungsthemen. So erklärte sie unter anderem, dass die Erde eigentlich ‚Ozean‘ heißen müsste, weil 75 Prozent der Erdoberfläche aus Wasser besteht und alle Gebirge an Land in den Tiefen des Ozeans versenkt werden könnten. Sie berichtete von Tiefseefischen, die auf unseren Tellern landen, bevor sie die Zeit und Möglichkeit haben, sich fortzupflanzen und ihre Art zu erhalten. Mit Schleppnetzen zerstören die Fischer in bestimmten Gebieten Korallen, die Nahrungs- und Lebensraum für Fische bedeuten. Es dauert 1000 Jahre, bis eine Koralle wieder nachgewachsen ist. Heutzutage läuft Forschung und Wissenschaft zum Teil anders. Schrieb man nach einer Expedition eine ausgebreitete Auswertung und Artikel, die in Fachjournalen veröffentlicht wurden, so müssen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler häufig sehr schnell ihre Ergebnisse an Politik und Wirtschaft liefern, die damit weiterarbeiten wollen. Aus dem Publikum kamen ganz unterschiedliche Fragen: Wo beginnt die Tiefsee und gibt es Maßnahmen, die sich nachweislich positiv auf ihren Schutz auswirken? Wie fühlt es sich an, die eigenen Erkenntnisse der Politik und Wirtschaft nahe zu bringen? So schaffte es Antje Boetius mit ihrem Power-Vortrag, die Zuhörerinnen und Zuhörer auf jeden Fall dazu zu motivieren, sich weiter selbst mit den Inhalten zu beschäftigen.

10. Mai 2017: Gedächtnis des Systems – Mit dem Ozean das Klima der Zukunft vorhersagen

Prof. Dr. Andreas Hense, Meteorologisches Institut der Universität Bonn

Science Espresso Meer davon Hense Publikum Science Espresso Meer davon Hense

Professor Andreas Hense berichtete von seinem Forschungsprojekt im Rahmen der Fördermaßnahme „Mittelfristige Klimaprognosen“ (MiKlip). Hier soll ein Modellsystem geschaffen werden, um verlässliche Aussagen zur mittelfristigen Klimaentwicklung und seinen extremen Wetterausprägungen zu gewinnen. Der vorliegende Ansatz erweitert das Spektrum der Forschungsaktivitäten und Maßnahmen zum Umgang mit Klimawandel im Rahmen der Hightech-Strategie 2020 im Bereich Klima und Energie. Um die Vorhersagen machen zu können, arbeiten die Wissenschaftler/innen mit Wahrscheinlichkeitsberechnungen aus den Zusammenhängen der vernetzten Sphären Meereis, Ozean und Atmosphäre. Aus dem Publikum kam zum Beispiel die Frage, inwieweit die Daten mit den Prognosen tatsächlich übereinstimmen. Dazu berichtet Hense von der rückwärtsorientierten Vorhersage: Die Wissenschaftler/innen versuchen zu berechnen, was ein Klimaforscher vor 60 Jahren hätte messen können, wenn ihm die Technik von heute zur Verfügung gestanden hätte. Außerdem wurde die Frage gestellt, wie die wissenschaftlichen Ergebnisse aus dem MiKlip-Projekt in der Gesellschaft genutzt werden können; schließlich sind sie für Industrie, Wirtschaft oder Landwirtschaft hoch relevant. Hense erwähnte, dass es ein Unterprojekt gibt, bei dem genau diese Zielgruppen mit den Ergebnissen versuchen, die wirtschaftlichen Folgen zu ermitteln.

31. Mai 2017: T. rex der Meere – Fischsaurier beleuchtet Ökosystem-Aufbau nach Massenaussterben

Prof. Dr. Martin Sander, Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie, Universität Bonn

Sander Science Espresso Fischsaurier Sander Science Espresso Publikum

Was haben Fischsaurier (Ichthyosaurier) mit Bier zu tun? Das sollte den Besucher/innen des Wissenschaftscafés im Laufe des dritten Science Espressos klar werden. Zuerst erzählte Prof. Martin Sander aber ganz allgemein von dem Leben in unseren Meeren vor mehr als 230 Millionen Jahren. Denn es gibt viele Entwicklungen in unserem heutigen Ökosystem, die damals im Erdmittelalter schon passiert sind. Nach dem vorangegangenen Massenaussterben hatte sich die moderne Struktur des Ökosystems etabliert. Fossilien berichten uns davon. Sander nahm die Zuhörer/innen mit zu seiner Ausgrabungsarbeit in der Wüste von Zentral-Nevada, eine der am weitesten abgelegenen Gegenden in den USA. Dort suchen er und sein Team Gesteinsschichten ab, in denen weitere marine Reptilien vermutet werden, die aus der Tiefsee des ehemaligen Pazifiks stammen. Sein erstaunlichster Fund war der erste Riesenichthyosaurier der Erdgeschichte mit einer Schädellänge von zwei Metern! Er wird zurzeit öffentlich in dem Natural History Museum von Los Angeles untersucht. Da dieser große Schädel nicht so ohne Weiteres transportiert werden konnte, bat Sander einen befreundeten Bierbrauer und Paläontologen, den Schädel mit seinem Biertruck nach Los Angeles zu transportieren. Dabei wurde dem Publikum auch die Verbindung zwischen der Icky-Bierflasche (‚Icky‘, die Abkürzung von Ichthyosaurier) und dem Wirbelknochen klar, die Sander mitgebracht hatte. Das Publikum interessierte unter anderem der Ablauf von Sanders Expedition in der Wüste Nevadas und wie genau man Fossilien findet. Auch nach der globalen Perspektive und den sozioökonomischen Umständen wurde gefragt: Wie sind die Rechte und Möglichkeiten, in anderen Ländern nach Fossilien zu forschen und zu graben? Während in Deutschland die Fossilien unter Denkmalschutz stehen, unterscheidet man in den USA zwischen Staatsland, auf dem die Fossilien geschützt und für die deutschen Forscher unzugänglich sind und Privatland, auf dem die Besitzer bestimmen können, was mit den Fossilien geschieht.

15. Juni 2017: Aquapower Expedition – Lebensraum Meer und seine Bedrohung durch Plastikmüll

Dr. Frauke Bagusche, Meeresbiologin, The Blue Mind

Science Espresso Bagusche Foto (rechts): © Deutsches Museum Bonn

Foto (rechts): © Deutsches Museum Bonn

Was hat Dr. Frauke Bagusche bei der Aquapower Expedition erlebt, bei der sie gemeinsam mit professionellen Wassersportlern gut 9.000 Kilometer quer über den Atlantik von der Karibik bis nach Marseille durch verschiedene Müllteppiche gereist ist? Die Meeresbiologin konnte beim vierten Science Espresso dem großen Publikum im Alter von sieben bis 70 Jahren Vieles über globale Erwärmung und Zerstörung des marinen Lebensraums durch Plastikmüll erzählen. Der Müllteppich im Ozean, so Bagusche, besteht nicht nur aus großen, an der Oberfläche schwimmenden Teilen, sondern auch aus einer recht dichten Schicht von kleinen Plastikpartikeln knapp unter dem Wasser. Diese kleinen Plastikteile stammen zum Beispiel aus Kosmetikprodukten. Mikroplastik gelangt aber auch beim Waschen von Kunststofftextilien oder durch den Autoreifenabrieb in das Abwasser und so teilweise auch in die Flüsse und Meere. Der Abrieb von Autoreifen wird derzeit als die größte Quelle des Eintrags von Mikroplastik bewertet. Aber auch größere, im Meer schwimmende Plastikteile sorgen, wenn diese brüchig werden und nach und nach in kleine Einzelteile zerfallen, für Mikroplastik. Im Meer sind gerade diese kleinen Partikel ein großes Problem, da sie von den Meerestieren mit Plankton verwechselt werden. So konnten in Muscheln und Fischen diese kleinen Plastikteilchen nachgewiesen werden. Das Publikum stellte Fragen zu den Möglichkeiten, Bakterien im Gewässer auszusetzen, die Plastik abbauen können. Auch die Politik und die herstellenden Unternehmen sind gefordert, die Plastikproduktion und den Plastikkonsum zu reglementieren. Die Zuschauer und Zuschauerinnen interessierte darüber hinaus die Möglichkeit nachhaltiger Textilfasern als Alternative zu Funktionskleidung oder die gesundheitlichen Folgen durch den Verzehr von Fisch, der mit Mikroplastik belastet ist. Ein junger Zuschauer fragte besorgt, ob sich Mikroplastik auch in seinem Lieblingsfleisch (vom Schaf) oder in Pflanzen wiederfinden lässt. Bagusche machte deutlich, dass auf vielen verschiedenen Ebenen – der Politik, der Industrie aber auch beim einzelnen Konsumenten – etwas geändert werden muss, um die Plastikflut (auch) im Meer einzuschränken.

Kontakt

Michaela Shields
Tel. (02 28) 20161-48
michaela.shields@wilabonn.de 


Raus aus’m Haus

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Gemeinsam mit Schulen und KiTas der Umgebung wird entwickelt, wie die Grüne Spielstadt in Bonn als „Draußen-Lernort“ noch lebendiger werden kann.

Unterricht in Schulen oder Projekte in KiTas müssen nicht immer in geschlossenen Räumen stattfinden. Gerade wenn es um Umweltthemen geht, bietet es sich an, dass Kinder und Jugendliche die Natur selbst erkunden. Das Projekt „Raus aus‘m Haus“ des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e.V. möchte ebendies fördern und entwickelt gemeinsam mit KiTas und Schulen, wie so ein „Draußen-Lernort“ in Bonn aussehen kann.

Seit 1999 ist der WILA Bonn Träger der Grünen Spielstadt, einem 4.500 Quadratmeter großen Naturerlebnisgelände in Bonn-Dransdorf. Schon jetzt lädt die Grüne Spielstadt beispielsweise mit einem Kriechtunnel, einem überdimensionalen Echo-Ei oder auch meterhohen Weidenskulpturen dazu ein, die Natur mit den eigenen Sinnen zu erfahren. Doch was wünschen sich die KiTas und Schulen in Dransdorf und Umgebung darüber hinaus? Welche Angebote könnten in der Grünen Spielstadt noch umgesetzt werden?

Umweltpädagogische Angebote

Um Anregungen zu bekommen, bietet der WILA Bonn während des Projekts für KiTas und Schulen verschiedene umweltpädagogische Veranstaltungen an, die auf die Lehrpläne abgestimmt werden können. So können KiTa-Kinder unter Anleitung beispielsweise Insekten und andere Tiere auf dem Boden aufspüren. Für ältere Schülerinnen und Schüler werden Workshops organisiert, die sich unter anderem damit beschäftigen, welche technischen Erfindungen man sich aus der Natur abschauen kann. Neben solchen ganzjährigen Angeboten wird es auch jahreszeitlich bezogene Projekttage geben. Außerdem werden mit Interessierten beispielsweise Nisthilfen für Vögel und Insekten gebaut, Themengärten und ein Sinnespfad angelegt, die auch über die Laufzeit des Projekts heraus Bestand haben. Mehr Informationen zu den Angeboten  finden Sie auf diesem Infoblatt für Schulen und KiTas.

Offene Sonntage

Für all jene, die auf eigene Faust die Natur in der Grünen Spielstadt erfahren wollen, steht das Gelände jeden ersten Sonntag in den Sommermonaten offen. Eingeladen sind bei freiem Eintritt Familien sowie alle anderen Naturliebhaber. An jedem der Sonntage treten Künstlerinnen und Künstler mit Musik, Theater und Co. auf und schaffen so eine Verbindung zwischen Kunst, Natur und Bildung. Außerdem gibt es für Kinder Kunst- und Bastelaktionen. Die ausliegende Umweltrally lädt zum selbstständigen Erkunden des Geländes ein.

Ehrenamtliche gesucht

Nicht nur KiTas und Schulen können dazu beitragen, dass die Grüne Spielstadt ein lebendiger Draußen-Lernort bleibt, sondern auch Erwachsene. Der Erhalt des Geländes, vor allem der Weidenskulpturen, ist nur durch den Einsatz vieler Freiwilliger möglich. Dieses Netzwerk soll im Rahmen des Projekts weiter gestärkt werden. Neue Ehrenamtliche, die Freude an der Arbeit in der Natur haben, sind daher gerne willkommen.

Anregungen von anderen

Am Ende des Projekts steht ein Konzept, wie die Grüne Spielstadt als Draußen-Lernort noch lebendiger werden kann. Einfließen werden dabei auch die Ergebnisse einer Analyse, die untersucht, was andere Naturerkundungsorte anbieten und wie sie diese auf ihre jeweilige Zielgruppe abstimmen. Das Konzept wird am Ende hier auf der Webseite veröffentlicht. Abschauen ist erwünscht.

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Projektüberblick

 

Förderer


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Nachhaltige KiTa – Mit Kindern aktiv für die Welt

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Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e.V. zeichnet Kindertagesstätten (KiTas) aus, die sich in besonderer Weise für Umweltschutz und Nachhaltigkeit engagieren.

Im Rahmen von Aktionen, Projekttagen und auch im Alltag einer KiTa zeigen Erzieher*innen und Kinder immer wieder, wie sich nachhaltig leben lässt. Sie beschäftigen sich mit Mülltrennung, legen Hochbeete fürs eigene Gemüse an oder erleben Waldtage in der Natur. Dies sind Aktionen, die einen wichtigen Beitrag zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) im Elementarbereich leisten. Dieses vorbildhafte Engagement möchten wir unterstützen, ausbauen und mit der Auszeichnung zur „Nachhaltige KiTa – Mit Kindern aktiv für die Welt“ wertschätzend sichtbar machen.

Machen auch Sie mit und lassen Ihre KiTa auszeichnen!

Unsere Unterstützung

Wir begleiten Sie auf dem Weg zur Auszeichnung als „Nachhaltige KiTa – Mit Kindern aktiv für die Welt“! Wir schulen Sie in Workshops und überlassen Ihnen Materialien, die Sie in Ihrer KiTa einsetzen können. Sie erhalten Ihre Urkunde und Plakette im feierlichen Rahmen mit kommunaler und medialer Beachtung.

Ihre Aufgaben

  1. Sie wählen eine/*n zuständige/*n Erzieher*in aus dem Team als unsere/n Ansprechpartner*in.
  2. Sie legen für Ihre KiTa nachhaltige Ziele fest und orientieren sich daran, welche Bereiche Ihnen wichtig sind.
  3. Sie nennen nachhaltige Themen oder Schwerpunkte, die Sie in Ihrer KiTa umsetzen möchten.
  4. Sie etablieren Angebote, Aktionen oder Projekte in Ihrer KiTa, zum Beispiel zu den Bereichen: achtsamer Umgang mit Wasser, Strom sparen, kulturelle Feste, Pflanzen für Insekten oder Second-Hand-Markt gemeinsam mit Eltern.
  5. Sie dokumentieren mindestens drei Ihrer gewählten Schwerpunkte mit aussagekräftigen Fotos und erläutern die nachhaltigen Ziele ihrer Einrichtung. Daraus werden wir mit den Dokumentationen weiterer KiTas eine Broschüre mit guten Beispielen zusammenstellen.

Die Teilnahme umfasst:

  • Ein*e Teamvertreter*in nimmt an den Workshops teil.
  • Jede KiTa erhält einen Praxisorder mit Anleitungen, Impulsen und Projektideen.
  • Abgabe einer Dokumentation, die mindestens drei Schwerpunkte mit sechs Fotos und die nachhaltigen Ziele der Einrichtung benennt.
  • Plakette und Urkunde werden öffentlich überreicht.
  • Es ist eine einmalige Anmeldegebühr von 15 Euro zu zahlen.

Die einzelnen Kriterien und weitere Informationen werden im Flyer und auch Wegweiser detailliert erläutert. Gerne senden wir Ihnen diese zu. Sie können sich auch gerne unverbindlich auf einer Infoveranstaltung informieren, die wir in verschiedenen Regionen anbieten. Alle aktuellen Termine finden Sie in dieser Übersicht.

Für den Inhalt dieser Publikation ist allein Wissenschaftsladen Bonn e.V. verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt von Engagement Global gGmbH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Stiftung für Umwelt und Entwicklung wieder.

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Projektüberblick

 

Förderer

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Kinder sind neugierig und offen für Neues. Spannende Erlebnisse in der Natur prägen sie. Foto: © stock.adobe.com/Robert Kneschke

Nachhaltige Kita, nachhaltige Kindertagespflege – Mit Kindern aktiv für die Welt

Kinder sind neugierig und offen für Neues. Spannende Erlebnisse in der Natur prägen sie. Foto: © stock.adobe.com/Robert Kneschke
Kinder sind neugierig und offen für Neues. Spannende Erlebnisse in der Natur prägen sie. Foto: © stock.adobe.com/Robert Kneschke

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Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e.V. zeichnet Kindertagesstätten (Kitas) und nun auch Kindertagespflegestellen aus, die die Kinder im Alltag ganz selbstverständlich an Umwelt- und Klimaschutz sowie soziale Nachhaltigkeitsthemen heranführen. So wird Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) schon in der Elementarpädagogik verankert.

Die Begleitung der inzwischen 350 Kitas zu mehr Nachhaltigkeit hat gezeigt, wie wichtig und wertvoll BNE im Elementarbereich ist: In Kitas und zum Teil auch schon in der Kindertagespflege beschäftigen sich die Kinder bereits jetzt immer wieder neugierig, wenn auch nur punktuell und für einen kurzen Zeitraum, mit zukunftsrelevanten Themen und den sich ergebenden Handlungsoptionen. Das Projekt zielt daher wie das Vorgängerprojekt darauf ab, BNE schon in der frühkindlichen Bildung zwischen 0 und 6 Jahren zu verankern. In drei Jahren sollen bundesweit 140 Kitas und erstmals auch 40 Kindertagespflegestellen als „nachhaltig“ auszuzeichnet werden.

Workshops für BNE-Multiplikator*innen

Die Fachkräfte in der Kita und auch in der Kindertagespflege werden dazu in Online-Workshops zu BNE-Multiplikator*innen geschult, die im Anschluss in ihren Einrichtungen und Kindertagespflegestellen dauerhafte Bildungsanlässe zu nachhaltigen Themen etablieren, auch unter der Perspektive des Globalen Lernens. Ein solcher Ansatz in der Elementarpädagogik schafft bei Fachkräften, Kindern und Eltern Verständnis für (weltweite) Zusammenhänge, ermöglicht ein wertschätzendes Denken und Handeln und macht fit für die Zukunft. Die eingereichten Dokumentationen fließen anschließend in Auszügen in unsere Website nachhaltige-kita.info ein, um als gute Beispiele für die Praxis zu dienen. Die teilnehmenden Kitas und Kindertagespflegestellen erhalten abschließend eine Plakette und Urkunde als Auszeichnung.

Weg zur Auszeichnung

  • Sie melden sich selbst oder eine*n zuständigen Erzieher*in aus dem Team als unsere*n Ansprechpartner*in an.
  • Sie oder Ihr*e Teamvertreter*in nehmen an den beiden Online-Workshops teil. Vorab erhalten Sie einen Praxisorder mit Anleitungen, Impulsen und Projektideen.
  • Sie legen für Ihre Kita oder Kindertagespflege nachhaltige Ziele fest, die für Ihr Umfeld wichtig sind.
  • Sie nennen nachhaltige Themen oder Schwerpunkte, die Sie in Ihrer Kita oder Kindertagespflege umsetzen möchten.
  • Sie etablieren Angebote, Aktionen oder Projekte in Ihrer Kita oder Kindertagespflege.
  • Sie machen durch gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Anfang an auf das Projekt aufmerksam, um auch Kinder, Eltern und die Öffentlichkeit mit an Bord zu holen.
  • Sie dokumentieren Ihre Schwerpunkte mit Fotos und erläutern die nachhaltigen Ziele ihrer Kita oder Kindertagespflege. Diese fließen in die Projektwebseite als gelungene Beispiele aus der Praxis ein.

Unsere Unterstützung

Wir begleiten Sie auf dem Weg zur Auszeichnung und stehen Ihnen zur Seite. In den Workshops vermitteln wir Ihnen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die praxisnah anhand von Beispielen. Jede Kita und jede Kindertagespflegestelle erhält rechtzeitig vor dem 1. Workshop den Praxisordner, der viele Themen mit Anregungen zur Umsetzung und Projektideen für den Kita- oder Kindertagespflege-Alltag bereithält. Außerdem erhalten Sie Vorlagen von uns, die Sie für Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verwenden können, um vor allem von Anfang an auch die Eltern mit an Bord zu holen.

Sie erhalten nach der Anmeldung eine Rechnung über die einmalige Anmeldegebühr von 40 Euro. Wir bitten Sie, diese vor dem ersten Workshop zu überweisen.

Teilnehmen

Das Projekt läuft bis Dezember 2025, gefördert durch Engagement global. Machen auch Sie mit und lassen Ihre Kita oder Kindertagespflegestelle auszeichnen! Melden Sie sich gerne über unsere Projektwebsite an.

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Projektüberblick

Laufzeit: Januar 2023 – Dezember 2025
Förderer: Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

SDGs

NaKita

Ansprechpartnerin

Annika Voßen
(0228) 20161-20
annika.vossen@wilabonn.de

Projektwebsite

Nakita Logo mit Kindertagespflege

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Energiewende schaffen

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Jugendliche über Ausbildungs- und Studienberufe der Energiewende zu informieren, war das Ziel des bundesweiten Projekts. Dafür wurde unter anderem eine eigene Webseite mit Beiträgen, Videos und Fotos erstellt.

Wer die Schullaufbahn beendet hat, hat die Qual der Wahl zwischen vielen unterschiedlichen Berufen. Ganz unweigerlich stellt sich die Frage: Was will ich werden? Um richtig entscheiden zu können, sind Informationen über mögliche Ausbildungs- und Studienrichtungen sehr wichtig. Gerade Berufe, die für die Energiewende eine Rolle spielen, sind Jugendlichen jedoch größtenteils unbekannt. Um dies zu ändern, hatte der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn das Projekt „Energiewende schaffen – Ausbildung und Studium für die Zukunft“ ins Leben gerufen.

Hauptziel des Projekts war es, Schüler*innen der Sekundarstufe I und II sowie Berufsschüler*innen Informationen über Berufe der Energiewende an die Hand zu geben. Zentral dabei: die neu geschaffene Website www.energiewende-schaffen.de, die auch nach Ablauf der Projekts verfügbar ist. Mit der dort verorteten „Galerie der Energiewende-Berufe“ gibt das Projekt einen Überblick über Berufsfelder der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Ein Schwerpunkt liegt auf Tätigkeiten im MINT-(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)-Bereich. So werden Aufgaben und Zugangswege beispielsweise für die Bereiche Service oder Konstruktion beschrieben, ebenso wie für 18 weitere Berufsfelder. Aber auch kaufmännische Berufe wie in der Projektfinanzierung werden dargestellt. Ergänzend berichten Azubis und Young Professionals in Videos über ihren Berufsalltag und ihre Motivation, sich beruflich für die Energiewende einzusetzen. Neben diesem Online-Angebot gibt es die „Galerie der Energiewende-Berufe“ auch als Plakatausstellung, die beim WILA Bonn kostenlos ausgeliehen werden kann. Für Lehrer*innen stehen zur „Galerie der Energiewende-Berufe“ auf der Website didaktische Materialien zum Download bereit, die sowohl online als auch offline im Berufsorientierungsunterricht verwendet werden können.

Berufe-Check

Jugendlichen bietet das Themenportal darüber hinaus die Möglichkeit, in einem interaktiven Berufe-Check ihre Interessen zu testen. Nach Beantwortung der Fragen werden ihnen verschiedene Berufsfelder der Energiewende vorgeschlagen, die zu ihren Neigungen passen. Einen tieferen Einblick in den Berufsalltag der Energiewende vermittelt die Website durch die „Unternehmensbeispiele“. In Texten und mit Fotos werden klein- und mittelständische Unternehmen unterschiedlicher Branchen exemplarisch vorgestellt. Unternehmen der Energiewende besuchen konnten bundesweit Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte bei Berufserkundungstouren, die der WILA Bonn im Rahmen des Projekts organisiert hat. Hierbei bot sich die Möglichkeit, beispielsweise die Arbeit bei Energieversorgern oder Forschungsinstituten kennenzulernen und mit Azubis und Young Professionals ins Gespräch zu kommen.

Studie zum Fachkräftebedarf in den Erneuerbaren Energien

Grundlage für die Website und die Aktionen im Rahmen des Projekts „Energiewende schaffen“ war ein vorangegangenes Fachkräftemonitoring. Um den Bedarf zu ermitteln und Berufsfelder zu identifizieren, werteten Expert*innen des WILA Bonn über 1.600 Stellenanzeigen aus. Des Weiteren konnte „Energiewende schaffen“ auf die langjährige Erfahrung mit anderen Berufsorientierungsprojekten im Bereich umweltbezogener Berufe zurückgreifen.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind auch in die Fortbildung für Multiplikator/innen eingeflossen. Berufsorientierungslehrer*innen und Berufsberater*innen erhalten in den Schulungsunterlagen, die zum Selbststudium auf der Projekt-Website bereit stehen, Informationen zum Berufsfeld „Energiewende“

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Projektüberblick

 

Förderer

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Meer davon

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Interaktive Veranstaltungen rund um den Schutz der Meere: Die organisierte der WILA Bonn gemeinsam mit weiteren Wissenschaftsläden zum Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“. In Bonn fanden dazu vier Science Espressos statt und es entstand ein neues Planspiel.

Auch wer in Deutschland weit weg von Nord- oder Ostsee wohnt, kann zu deren Schutz beitragen. Das hat der WILA Bonn zusammen mit sechs weiteren Partnern aus wissnet, dem Netzwerk der deutschsprachigen Wissenschaftsläden, bei verschiedenen Aktionen im Rahmen des Wissenschaftsjahrs „Meere und Ozeane“ gezeigt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erfuhren dabei mehr zu unterschiedlichen Themen rund um „Meere und Ozeane“, konnten aber auch selbst aktiv werden und eigene Ideen und Vorschläge zum Schutz der Meere einbringen.

Was kann man in Bonn gegen die Überfischung der Meere tun? Wie kann man in der Bundesstadt dafür sorgen, dass weniger Plastik in unseren Ozeanen schwimmt? Nord- und Ostsee wirken von NRW aus weit entfernt, noch weiter weg sind der Indische Ozean oder der Pazifik. Das Verbundprojekt „Meer davon“ trug ganz bewusst den Untertitel „Berlin liegt an der Nordsee“, denn auch fernab der Küsten sind wir in Berlin oder Bonn für den Schutz der Meere mitverantwortlich.

Science Espressos zum Schutz der Meere

Bei mehreren Science Espressos lud der WILA Bonn im Frühjahr 2017 interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu ein, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über den Schutz der Meere zu diskutieren. In diesen fachgebietsübergreifenden Gesprächen tauschten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Experten gegenseitig über die Möglichkeiten zum Schutz der Meere aus. Dabei wurden nicht nur Forschungsergebnisse vorgestellt, vielmehr konnten auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ihren jeweiligen Erfahrungen mit Meeresverschmutzung und Co. berichten und diese zur Diskussion stellen.

Planspiele für Jugendliche

Darüber hinaus entwickelte der WILA Bonn im Rahmen des Projekts ein kurzes Planspiel für Jugendliche ab der 9. Klasse, das beispielsweise in den Biologie-, Geographie- oder Sozialkunde-Unterricht integriert werden kann. Die Spielunterlagen können in Kürze kostenlos beim WILA Bonn heruntergeladen werden.

Spannende, partizipative Aktionen zu Meeren und Ozeanen organisierten auch die weiteren Wissenschaftsläden in diesem Verbundprojekt. So konnten Bürgerinnen und Bürger in Potsdam und Nürnberg beispielsweise lernen, eine aquaponische Anlage zu bauen, die die Zucht von Fischen mit dem Anbau von Pflanzen verbindet. Zentral im Projekt war das Angebot von Open-Source-Lösungen. Viele der Veranstaltungen von „Meer davon“ konnten per Livestream auch anderswo mitverfolgt werden.

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Projektüberblick

Förderer

Gefördert vom BMBF
Logo Wissenschaftsjahr

Eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.


Gewerbegebiete im-Wandel Dachbegruenung

Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel

Gewerbegebiete im-Wandel Dachbegruenung
© Sven Schulz – Bodensee-Stiftung

work@wilabonn

Gewerbegebiete müssen nicht grau und trist sein, sondern können wertvolle Bestandteile grüner Städte sein. Wie eine nachhaltige Gestaltung von bestehenden Gewerbegebieten gelingen kann, erprobt der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn in einem Modellprojekt mit seinen Verbundpartnern und den Städten Bocholt, Vreden, Iserlohn und Remscheid.Seit 2022 besteht das Netzwerk Gewerbegebiete im Wandel., welches aus dem Projekt heraus entstanden ist.

In Städten ist die Anzahl an Flächen begrenzt. Unternehmen brauchen Platz zum Wirtschaften, Bürgerinnen und Bürger suchen Erholungsraum. Auch in Gewerbegebieten gibt es unterschiedliche Bedürfnisse, wie Flächen genutzt werden sollen. Das Forschungsprojekt „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ bindet alle relevanten Akteure bei der Planung einer potenziellen Umgestaltung von Gewerbegebieten mit ein und hat zugleich ökologische, soziale und wirtschaftliche Erwägungen im Blick. Schon kleine Maßnahmen wie die naturnahe Gestaltung von Firmenparkplätzen, die bewusste Materialwahl bei Baumaßnahmen oder die Bepflanzung von Straßen mit Grüninseln können zum Stadtklima beitragen.

Projektbausteine

Transfer der Lösungskomponenten aus der ersten in die zweite Förderphase

Die Lösungskomponenten der ersten Förderphase zum Netzwerkaufbau, zum Nachhaltigkeits-Baukasten und zu Finanzierungswegen werden in die bisherigen Transferstädte und Gewerbegebiete übertragen und weiterentwickelt. Dazu gehören die Strategieentwicklung zum Aufbau kommunaler Unternehmensnetzwerke, die Schulung der Kommunalvertreter/innen zur Beratung von Unternehmen, die Wirkungsanalyse bisheriger Maßnahmen sowie die Durchführung einer Gebietstypisierung und vereinfachter Potenzialanalysen.

Umsetzung und Erprobung der Lösungskompetenten

Im Folgenden werden die Betrachtungen der langfristigen Entwicklung der Kommunen und Unternehmen der ersten Förderphase mit der praktischen Umsetzung in den neuen Verbundkommunen verknüpft. Dazu gehören Untersuchungen der fördernden und hemmenden Faktoren sowohl für den Einstieg ins Projekt als auch für die langfristige Fortführung der Aktivitäten. Ergänzend werden zwei öffentliche Flächen, die zur Erprobung einer multifunktionalen identifiziert wurden, beplant, gestaltet und analysiert.

Interkommunaler Austausch für Verstetigung und Übertragbarkeit des Prototyps

Der Austausch der Verbundpartner sowie interessierter Transferkommunen wird über Exkursionen, thematische Veranstaltungen sowie eng getaktete Webinare gewährleistet. Zusätzlich finden Aktivitäten in den beteiligten Gewerbegebieten statt und werden lokale Unternehmensnetzwerke aufgebaut. Potenzielle Transferstädte, die sich erst innerhalb der Projektlaufzeit für das Thema engagieren, werden über Beratungen, externe Planungsleistungen und gemeinsame Veranstaltungen unterstützt und einbezogen.

Modell für die Gewerbegebietsentwicklung anderer Städte

Wissenschaftliche Verbundpartner in dem Modellprojekt sind die Technische Universität Darmstadt und die Universität Osnabrück sowie der Global Nature Fund (GNF). Die kommunalen Partner sind wesentliche Akteure bei der Bildung von Unternehmensnetzwerken, bei der Verknüpfung verschiedener Fachbereiche innerhalb der Verwaltung und bei der Begleitung der Unternehmen bis zur Umsetzung eigener Maßnahmen. Der WILA Bonn verbindet die Projektpartner und ihre Aufgaben miteinander zu einem transdisziplinärem Projekt. In diesem Zusammenhang geht es auch darum, Wissen aus anderen Projekten – zum Beispiel dem mehrfach ausgezeichneten Projekt „Natur in graue Zonen“ – zur Verfügung zu stellen. Umgekehrt unterstützt der WILA Bonn Aktivitäten, über die Erfahrungen aus „Gewerbegebiete im Wandel“ auch über die Projektpartner hinaus bekannt werden und die Handlungskonzepte in andere Städte übertragen werden können.

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Projektüberblick

Laufzeit: Juli 2016 – Juni 2019 (Phase I)
Oktober 2019 – Mai 2022 (Phase II)
Seit 2022: Weiterführung als Netzwerk
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung

SDGs

GeWa

Ansprechpartnerinnen

Dr. Anke Valentin
(0228) 20161-23
anke.valentin@wilabonn.de

Hildegard Boisserée-Frühbuss
0176 56592915
hildegard.boisseree@wilabonn.de

Website des Netzwerks

Gruen Grau cmyk Web
Zur Website von „Gewerbegebiete im Wandel“

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Projektfilm „Grün statt Grau“

Projekt „Natur in Graue Zonen“

Projekt „Region in der Balance“

Förderer

FONA Sozial kologische Forschung 4C  BMBF RGB Gef M


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