
IB-Green: Industrie- und Gewerbeparks – klimaresilient & fit für die Zukunft
Beton, Asphalt und wenig Grün: Industrie- und Gewerbeparks sind stark versiegelt und damit besonders anfällig für Folgen des Klimawandels wie Überhitzung und Überschwemmung. Im Projekt „Industrie- und Gewerbeparks – klimaresilient & fit für die Zukunft“ (IB-Green) will der WILA Bonn gemeinsam mit Projektpartnern aus sechs europäischen Ländern diese Folgen puffern – mit der Schaffung sogenannter blau-grüner Infrastruktur.
Die Idee dahinter: Wasser und Grünflächen bei der Gestaltung von Gewerbegebieten im Verbund denken – z. B. unversiegelte Parkplätze, begrünte Hallen, Retentionsgräben und Straßenbegleitgrün. Regenwasser kann auf den Flächen versickern, verdunsten und zurückgehalten bzw. gespeichert werden. Dadurch kühlen diese Gebiete ab, Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen, das Überschwemmungsrisiko sinkt und die Luftqualität verbessert sich. Blau-grüne Infrastruktur hilft so auch dabei, die Gewerbegebiete schöner und gesünder für Menschen zu gestalten. Dies führt zu gesünderen Lebens- und Arbeitsbedingungen und verringert die negativen Auswirkungen des Klimawandels für Unternehmen und auf städtischer Ebene.
Ältere Gewerbegebiete besonders häufig betroffen von den Folgen des Klimawandels
Ein besonderer Schwerpunkt im Projekt liegt auf Industrie- und Gewerbegebieten aus dem letzten Jahrhundert. Sie sind häufig nicht nur besonders stark versiegelt, sondern weisen auch Modernisierungsrückstände auf oder sind mit Schadstoffen im Boden belastet. Dadurch verlieren sie an Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte. Mit dem Projekt besteht die Möglichkeit zur Modernisierung ohne neue Flächen in Anspruch nehmen zu müssen. Das reduziert auch den Druck auf noch unbebaute Flächen in und um die Gebiete .
Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Kommune und Unternehmen
Das Projekt konzentriert sich bei dem Ausbau der blau-grünen Infrastruktur sowohl auf öffentliche Flächen von Industrie- und Gewerbegebieten als auch auf Unternehmensflächen. Damit dies gelingt, strebt das Projekt an, die Zusammenarbeit zwischen kommunaler Seite und Unternehmen zu verbessern und Kommunen und Unternehmen für das Thema zu begeistern . Dafür erstellt das Projekt Aktionspläne, liefert gute Beispiele und bietet allen Beteiligten Trainings und Schulungen rund um das Thema Klimaresilienz an.
Auszeichnung, Trainings und spielerische Auseinandersetzung durch Planspiele
Der WILA Bonn entwickelt im Projekt eine Auszeichnung für Unternehmen, die Maßnahmen für mehr Klimaresilienz auf ihren Flächen umgesetzt haben. Außerdem bietet er themenbezogene Trainings und Austauschformate wie Praxisforen oder Expertenimpulse an. Ebenfalls erarbeitet der WILA Bonn zusammen mit den Projektpartnern europaweite Aktionspläne und stellt Gestaltungsempfehlungen- für eine klimagerechte Gewerbeflächengestaltung zusammen.
Eine besondere Rolle spielen in diesem Kontext Planspiele, die der WILA Bonn gemeinsam mit Kommunen und Unternehmen durchführen möchte, um die Leitlinien zu entwickeln. Außerdem steht er beratend anderen Projektpartner*innen zur Seite, die in ihren Gebieten Flächen umgestalten möchten. Dabei kann er auf seine jahrelange Erfahrung aus dem Netzwerk „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ und den Projekten „Logist.Plus“ und „Faktor Grün“ zurückgreifen.
Projektpartner:
- Climate Alliance of European cities with indigenous rainforest peoples (Lead Partner)
Galvanistraße 28, 60486 Frankfurt am Main, Germany
www.climatealliance.org - Kommune Arnhem
Koningstraat 38, 6811 DG Arnhem, Netherlands
www.arnhem.nl - Green Energy Park
Z1 Researchpark 160, 1731 Zellik, Belgium
www.greenenergypark.be - Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
Rheingaustraße 186, 65203 Wiesbaden, Germany
www.hlnug.de - Metropolregion Lille
Boulevard des Cités Unies 2, 59040 Lille, France
www.lillemetropole.fr - Sandyford BID CLG t/a Sandyford Business District
Burton Hall Avenue 10, A98 FK72 Dublin, Ireland
www.sandyford.ie - Wissenschaftsladen Bonn e. V.
Reuterstraße 157, 53113 Bonn, Germany
www.wilabonn.de - Kommune Leeuwarden
Oldehoofsterkerkhof 2, 8911DH Leeuwarden, Netherlands
www.leeuwarden.nl - Kommune Singen (Hohentwiel)
Hohgarten 2, 78224 Singen, Germany
www.singen.de - Ministerium für Energie und Raumplanung in Luxemburg
Place de l’Europe 4, 1499 Luxemburg
www.mea.gouvernement.lu - Dun Laoghaire Rathdown County Council
Marine Road 2, A96 K6C9 Dublin, Ireland
www.dlrcoco.ie
Projektüberblick
| Laufzeit: | März 2023 – Februar 2027 |
| Förderer: | Programm „Interreg North West Europe“ der Europäischen Union |
| Fördersumme: | 8,9 Millionen € (davon 5,4 Millionen € ERDF) |
SDGs

Ansprechpartner*innen
Bernd Assenmacher
(0228) 20161-49
bernd.assenmacher@wilabonn.de
Franziska Böhm
(0228) 20161-32
franziska.boehm@wilabonn.de
Meike Rohkemper
(0228) 20161-18
meike.rohkemper@wilabonn.de
Dr. Anke Valentin
(0228) 20161-23
anke.valentin@wilabonn.de
Projektwebsite
Verbundkoordination

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Förderer:

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Interreg North West Europe“ der Europäischen Union finanziert. Interreg NWE ist ein Programm der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert wird und darauf abzielt, eine ausgewogene Entwicklung im gesamten nordwesteuropäischen Raum zu unterstützen, alle Regionen widerstandsfähiger zu machen und zu einer besseren Lebensqualität und zum Wohlbefinden aller NWE-Bürger*innen beizutragen.