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Genossenschaftliche Prosumer-Modelle

Auf der Basis einer Literaturstudie werden Vorschläge für Handlungsoptionen aus Verbrauchersicht entwickelt, wie auf der Ebene der Verbund- und Netzwerkbildung in Kooperation mit Energiehändlern, Stadtwerken und Wohnungsbaugenossenschaften Prosumer- Modelle entwickelt und vorangetrieben werden können. Das Projekt wird gefördert durch das Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW.

„Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen Viele“. Das Leitmotiv von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einem der Gründerväter der deutschen Genossenschaftsbewegung von 1866, beschreibt präzise die Situation der Energiewende in Deutschland. Die Herausforderung der Energiewende ist nur durch die Beteiligung von BürgerInnen und VerbraucherInnen zu gestalten. Bürger sind schon heute der Hauptinvestor für Erneuerbare Energien. Hierzu hat auch die Renaissance der Genossenschaften in Form der Entstehung von mittlerweile fast 1000 Energiegenossenschaften beigetragen. Trotzdem ist dieser Weg für BürgerInnen und VerbraucherInnen risikobehaftet. Soll die Energieversorgung wirtschafts-, sozial-, und umweltverträglich gestaltet werden, müssen die Rahmenbedingungen stimmen und auf dieser Basis die Geschäftsmodelle und Förderzwecke von Energiegenossenschaften weiterentwickelt werden. Energiegenossenschaften werden aktuell durch falsche Anreize und fehlende begleitende rechtliche und steuerliche Maßnahmen daran gehindert, zukunftsweisendere Lösungen umzusetzen. Genossenschaften sollten den erzeugten Strom direkt vor Ort, möglichst nahe im Umfeld der Anlagen, an ihre Mitglieder vertreiben und somit als Gruppe selbst nutzen. Solche Ansätze würden zu massiven Einsparungen beim Netzausbau und bei der EEG-Umlage führen.

Im Rahmen einer Literaturstudie zu Prosumer- und Genossenschaftsforschung werden

  • strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Genossenschaften und Prosumer-Organisationen herausgearbeitet;
  • eine Typologie für energiegenossenschaftliche Prosumermodelle entwickelt;
  • in Fallstudien Umsetzungsversuche zur Nutzung der erzeugten Energie durch die Mitglieder aufgearbeitet und analysiert, um Anforderungen an erfolgreiche Geschäftsmodelle abzuleiten.

Auf dieser Basis werden Vorschläge für Handlungsoptionen aus Verbrauchersicht entwickelt, die beschreiben, wie auf der Ebene der Verbund- und Netzwerkbildung in Kooperation mit Energiehändlern, Stadtwerken und Wohnungsbaugenossenschaften Prosumer- Modelle zu entwickeln und voranzutreiben sind und wie dies durch die Bereitstellung von Fördermittel erschlossen werden kann.

Aufsatz Klemisch, Herbert / Boddenberg, Moritz: Genossenschaftliche Prosumermodelle – Potenziale für eine verbraucherfreundliche Gestaltung der Energiewende. In: Tagungsband „Prosuming und Sharing – Neuer sozialer Konsum?“ der Verbraucherzentrale NRW.

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Projektüberblick

 

Förderer

Das Projekt wurde gefördert durch das Kompetenzzentrum Verbraucherforschung (KVF NRW) mit Mitteln des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

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