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Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll Menschen dazu ermutigen und befähigen, nachhaltig zu handeln. Im WILA Bonn arbeiten viele Bildungsprojekte und -angebote mit diesem Konzept. Für uns dabei zentral: Beteiligungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für verschiedene Menschen von Anfang an, eigene Zugänge zu Themen und Freude auf gemeinsames Gestalten der Zukunft. Seit 2023 ist der WILA Bonn außerdem als „Zertifizierte Einrichtung Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bedeutet, Menschen dabei zu unterstützen, Wissen, Fähigkeiten und Einstellungen zu entwickeln, damit sie verantwortungsvoll mit unserer Umwelt, den Ressourcen und anderen Menschen umgehen. Wichtig ist, zu lernen, wie wir heute leben können, damit unsere Welt auch für kommende Generationen lebenswert ist. Das umfasst die Dimensionen Umwelt, soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt, Politik und wirtschaftliche Verantwortung. Diese Aspekte stehen in unserer Welt miteinander in Wechselwirkung. Deshalb will BNE Themen aus verschiedenen Blickwinkeln gleichzeitig ganzheitlich betrachten und erfassen. Konkret geht es darum, Fähigkeiten zu fördern wie z.B. kritisches Denken, Teamfähigkeit, Kreativität, sowie die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge und Zielkonflikte zu erkennen und zu bewerten. Dazu zählen neben kognitiven Fähigkeiten und Haltungen z.B. auch emotionale Kompetenzen, Empathie oder Resonanz.

So soll BNE einen Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) leisten. Diese 17 Ziele legen fest, was die Welt bis 2030 erreicht haben möchte im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung.

 

Diese Grafik zeigt die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, in der Regel bekannt als Sustainable Development Goals (SDGs)

BNE im WILA Bonn

Im WILA Bonn bearbeiten wir schwerpunktmäßig Anliegen rund um Umwelt und Klima. Wir wollen also mit unserer Arbeit einen Beitrag zu Zielen wie SDG 11, SDG12, SDG13 oder SDG15 leisten. Im Sinne von BNE schauen wir uns diese Themen in unser Bildungsarbeit aber nicht nur unter ökologischen Gesichtspunkten an, sondern ergänzen unsere Aktivitäten mit Inhalten rund um soziale, kulturelle, politische oder wirtschaftliche Aspekte: Wie schaffen wir es z. B., einen Park zwischen Mietshäusern so zu gestalten, dass er zum Treffpunkt für Anwohnende wird und gleichzeitig Nahrung für viele Tierarten bietet? Wie lassen sich Bodengesundheit und sozialer Wohnungsbau gemeinsam denken? Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt das Thema Arbeitsmarkt bzw. Berufsorientierung.

Berufsorientierung im Bereich Umwelt- und Klimaschutz
Zielgruppen: junge Menschen, Berufsorientierungsfachkräfte und Berufsberater*innen, Fachinstitutionen, nachhaltige Unternehmen, Berufsverbände und -initiativen, Arbeitsmarktexpert*innen

Train the Trainer-Weiterbildungen und Gestaltung nachhaltiger Lernorte u. a. nach dem Whole Institution Approach
Zielgruppen: Erzieher*innen, Kita-Leitungen, Stadtverwaltungen, Fachberatungen, Lehrkräfte, Schüler*innen, Studierende, Dozierende, Hochschul-Leitungen

Grünflächengestaltung, Flächenentsiegelung, Netzwerkaufbau, Gewerbegebiete im Wandel
Zielgruppen: Bürger*innen (z.B. Mieter*innen), (Wohnungs-)Unternehmen und Unternehmensbelegschaften, Stadtverwaltungen

lokal und europaweite
Zielgruppen: Lehrkräfte in Schulen und Hochschulen, außerschulische Bildungsträger, Bürger*innen, Stadtverwaltungen, Unternehmen

Naturnahe Gärten und Parks zur Stärkung der einheimischen Artenvielfalt und damit der Biodiversität sowie des sozialen Miteinanders
Zielgruppen: Hobbygärtner*innen, Bürger*innen (z. B. Mieter*innen), (Wohnungs-)Unternehmen, Gärtner*innen, Saatgutbetriebe, Fachexpert*innen

Verpackung und Klima, Müllvermeidung, Prosuming, nachhaltige Bioökonomie
Zielgruppen: Jugendliche, Bildungspersonal, Unternehmen, Wissenschaftler*innen

Beteiligung im Zentrum unserer Bildungsarbeit

Im WILA Bonn bringen sich Menschen aus der (Zivil-)Gesellschaft, Wissenschaft, Kommunalverwaltungen und dem Bildungsbereich auch in der Bildungsarbeit ein. Wir entwickeln gemeinsam mit unseren Zielgruppen Projekte, Konzepte und Methoden, setzen gemeinsam (Lern-)Ziele und Forschungsfragen oder entwickeln Inhalte für Bildungsmaterialien und Lernmedien. Dies stellt sicher, dass sich unsere Angebote an den eigenen, konkreten Bedürfnissen und Wünschen der Teilnehmenden orientieren und sie einen eigenen emotionalen Zugang haben. Diese Nähe motiviert sie dazu, das Erarbeitete in der eigenen Nachbarschaft, im Betrieb oder der Schule umzusetzen.

Wie wir Menschen in unseren (Bildungs-)projekten gemeinsam ins Handeln bringen, unterscheidet sich je nach Zielgruppe, aber auch nach Thema. Neben der Beteiligung gehört zu unseren Bildungsveranstaltungen i. d. Regel das Einbringen verschiedener Blickwinkel und das Wechseln der Perspektive. Ebenfalls setzen sich die Beteiligten ganzheitlich mit den eigenen Zielen, Werten und Handlungsmöglichkeiten auf kognitiver und emotionaler Ebene auseinander und arbeiten gemeinsam Strategien aus, um das Erarbeitete zu transferieren. Und ganz wichtig: Wir entwickeln mit unseren Teilnehmenden positive Zukunftsbilder, die Lust auf Veränderung machen und eine Ausrichtung geben, von der sich die nächsten Schritte ableiten lassen.

Inner Development Goals (IDGs) als neuer vielversprechender Ansatz

Wissenschaftliche Erkenntnisse aus Umweltpsychologie oder Hirnforschung zeigen: Wissen allein – z. B. um den fortschreitenden Klimawandel – reicht häufig nicht aus, damit Menschen sich tatsächlich engagieren. Deshalb nutzen wir in einer ganzen Reihe unserer BNE-Seminare und Workshops das BNE-Kompetenzmodell der IDGs. Dieses betont die Notwendigkeit einer inneren Entwicklung, damit Menschen ins Handeln kommen. Die IDGs richten ihren Blick darauf, Erfahrungsräume zu schaffen, die Menschen ins Erleben bringen und sie dadurch zum Handeln motivieren. Dabei geht es darum, z. B. Achtsamkeit, Wertschätzung, Verbundenheit genauso wie Mobilisierungsfähigkeiten oder Perspektivwechsel zu entwickeln. Der WILA Bonn nutzt dieses Konzept, das 23 entscheidende Fähigkeiten benennt, in Projekten und Bildungsangeboten sowohl für das Empowerment von Einzelpersonen als auch für das von Organisationen. Dieser Blick auf Teams, Gruppen, Institutionen ist uns wichtig, weil sie einen größeren „Hebel“ zu mehr Nachhaltigkeit bedeuten. Wir haben dazu einen eigenen Lernzyklus entwickelt, der es Gruppen und Einzelpersonen ermöglicht, genau das zu entfalten, was gerade gebraucht wird, um z.B. eine Vision umzusetzen, innere oder äußere Hindernisse zu überwinden oder etwa resilienter zu werden. Im Modulhandbuch „Empowerment für Klima & Co. – mit den Inner Development Goals“ haben wir ist unseren Ansatz beschrieben. Mit der Podcast-Reihe „ID…what?!“ diskutieren wir Erfahrungen mit den IDGs ebenso wie Anwendungsfelder.

Ausgezeichnet!

Seit 2023 ist der WILA Bonn als „Zertifizierte Einrichtung Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

 

Logo Zertifizierte Einrichtung Bildung fuer nachhaltige Entwicklung NRW

Eine komplette Darstellung unseres Ansatzes zu Bildung für nachhaltige Entwicklung findet sich im pädagogischen Konzept des WILA Bonn.

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