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Gesundheitliche Auswirkungen von Schadstoffen in Spielzeug

Bild5 Plüschtier

Bisphenol A

Bisphenol A ist eine hormonell wirkende Substanz und wirkt erbgutschädigend. Seit 1. Juni 2011 ist es in Trinkflaschen für Babys verboten. Vorkommen: Kunststoffprodukte aus Polycarbonat, z.B. Babyflaschen.

Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

VOC bzw. Lösemittel werden über die Atemluft aufgenommen. Sie können Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit, Augen- und Schleimhautreizungen auslösen. Sie haben narkotische Wirkung und können das Zentralnervensystem, Leber und Nieren schädigen. Einige Substanzen, wie Benzol oder Trichlorethylen, sind krebserzeugend.
Vorkommen: Kunststoffspielzeug (v.a. aus PVC), Lack von Holzspielzeug, Spielzelte, Karnevalsmasken, Klebstoffe.

Formaldehyd

Formaldehyd wirkt reizend auf Haut und Schleimhäute und kann Allergien auslösen. Einatmen kann zu Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen führen. Seit 2004 als krebserzeugend eingestuft.
Richtwert für Innenräume: 0,12 mg/m³ (0,1ppm). Empfindliche Personen können jedoch schon bei wesentlich geringeren Konzentrationen Beschwerden bekommen. Die WHO empfiehlt einen Vorsorgewert von 0,05 ppm.
Vorkommen: Holzpuzzles und anderes Spielzeug aus Holzwerkstoffen, Fingerfarben.

Nickel

Nickel kann Kontaktallergien der Haut auslösen.
Vorkommen: Metallteile an Spielzeug, beispielsweise Räder von Fahrzeugen.

Nitrosamine

Nitrosamine haben beim Menschen eindeutig krebserzeugende Wirkung. Besonders gefährdete Organe sind Leber, Speiseröhre, Magen, Nieren und Harnblase. Darüber hinaus schädigen sie auch das Erbgut.
Vorkommen: Luftballons.

Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

PAK gelangen über Weichmacheröle und Rußpigmente in Farben ins Spielzeug. Einige PAK sind krebserzeugend, wie zum Beispiel Benz(a)pyren. 
Vorkommen: Kunststoffspielzeug, Reifen und Griffe von Lauf- und Fahrrädern, Lack bei Holzspielzeug, Karnevalsmasken, Wachsmalstifte.

Phthalate

Als Weichmacher für PVC-Produkte wurden bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich Phthalate verwendet. Einige Substanzen dieser Stoffgruppe haben hormonelle und fruchtschädigende Wirkung. Sie greifen in den Hormonhaushalt des Menschen ein, führen zu verminderter Fruchtbarkeit bzw. Unfruchtbarkeit und zu Entwicklungsstörungen an den männlichen Geschlechtsorganen. Seit Januar 2007 sind drei als fortpflanzungsgefährdend eingestufte Phthalate (DEHP, DBP, BBP) in Spielzeug generell verboten, drei weitere Phthalate (DINP, DIDP, DNOP) sind in Spielzeug verboten, das in den Mund genommen werden kann. Es gilt ein Grenzwert von 0,1 Prozent im Produkt. 
Vorkommen: Weichspielzeug aus PVC (Puppen, Kunststofftiere, Bälle etc.), Lack von Holzspielzeug und Buntstiften, Karnevalsmasken.

Schwermetalle

Blei wirkt giftig auf das Nervensystem und kann das Gehirn von Kleinkindern schädigen. Eine hohe Bleibelastung führt bei Kindern zu Lernschwierigkeiten, Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten. Da Blei im Gehirn gespeichert wird, ist es besonders für Kinder gefährlich, weil sich deren Gehirne noch entwickeln. Cadmium greift die Knochen an, schädigt das Nervensystem und steht unter Krebsverdacht. Es kann bei Schwangeren zu Fehlgeburten oder zu Missbildungen des Kindes führen.
Vorkommen: Lack von Holzspielzeug, Kunststoffspielzeug.